Meredith Winter Blutpsalm

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Inhaltsangabe zu „Blutpsalm“ von Meredith Winter

Sommerburg – eine verschlafene 800 Seelengemeinde, irgendwo im Norden Deutschlands.
Ein Dorf, dessen Bewohner so akkurat und tadellos wie aus einer Reklame zu sein scheinen. Bis zu dem Tag, an dem eine brutale Mordserie den Ort erschüttert und Jonathan, der junge Pastor, sich in eine Prostituierte verliebt. Während die männlichen Bewohner nach und nach tot mit einem Fleischermesser in der Brust aufgefunden werden, zeigen die Einwohner allmählich ihr wahres Gesicht. Und auch Jonathan muss vor seiner Gemeinde zugeben, dass er bei Weitem nicht so fromm ist, wie alle bisher geglaubt haben ...

Eine Geschichte für Thriller-Neulinge. Die Liebesgeschichte war mir zu kitschig und die Morde sind etwas zu sehr in den Hintergrund gerückt.

— PollyMaundrell

Das Buch konnte mich definitiv überzeugen.

— TintenKompass

Spannend und anders.

— my_bookstagram_

Die Hure und der Heilige - oder ist vielleicht doch nicht alles so wie es scheint in dem kleinen 800-Seelen-Kaff?

— Literaturchaos

Prickelnder Genremix, aus dem man noch mehr hätte rausholen können

— LaLecture

spannende Handlung nicht von Beginn an durchschaubare Charaktere

— bine174

Dieser Liebeskrimi ist geprägt von unterhaltsamen Dialogen, interessanten Erzählperspektiven und einer spannenden Handlung.

— Buechermomente

Tolle Geschichte!

— Lenasbuechertraum

Guter Ansatz, aber gerne mehr Tiefe in der Handlung

— SillyT

Trotz einiger Schwächen ein gutes Debüt

— Brunhildi

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Bester Thriller den ich bisher gelesen habe. Super spannend! Eine schlaflose Nacht liegt hinter mir!

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  • Leider zu unausgereift

    Blutpsalm

    anra1993

    04. January 2018 um 14:15

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht wo ich beginnen soll. Dies ist nun das zweite Buch der Autorin, das ich lese. Das erste habe ich abgebrochen, aber da es sich hierbei um ein Rezensionsexemplar handelt, wollte ich wenigstens eine Rezension schreiben. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich nicht schlecht, aber es fehlt leider an so vielem. Mir ist er zu ausschweifend und zum Teil auf nicht relevante Dinge fokussiert. Es wurde viel über die Liebe des Pastors zur Prostituierten erzählt. Liebe, Sex und leider blieb dadurch die Spannung auf der Strecke. Mir war es einfach zu viel, auch wenn es sich hierbei um einen Liebeskrimi handelt. Leider verstehe ich darunter etwas anderes. Die Beziehung zwischen Pastor und Prostituierten konnte ich der Autorin leider nicht abnehmen. Lässt er sich doch zu schnell verführen und trotz seiner Überzeugungen kommt es zur Beziehung. Leider sind die Charaktere für mich zu unausgereift. Es fehlt ihnen an Tiefe und Authentizität, als dass ich mich mit ihnen hätte identifizieren können. Dadurch wirken sie sehr blass auf mich und eher als Nebenfiguren als Protagonisten. Besser hat mir der Täter gefallen. Seine Gedanken und Einblicke waren interessant und ich hätte mir gewünscht, dass der Fokus von der Autorin mehr auf ihn gelegt werden würde, als auf die Beziehung. Ich kann mir vorstellen, dass dadurch die Spannung wesentlich höher gewesen wäre, als es nun der Fall ist. Schade, dass sich im Klappentext nur auf die Mordserie fokussiert wurde. Es wäre auch hier schön gewesen zu erwähnen, dass der Liebes- und Erotikanteil wesentlich höher ist, als ersichtlich. Denn dies geht für mich nicht daraus hervor und für mich als Neuling im Genre Liebeskrimi ein wenig ungünstig.FazitLeider konnte mich die Autorin mit ihrem Buch nicht überzeugen. Der Fokus liegt auf einer eher unrealistischen Beziehung, die ich der Autorin nicht abkaufen konnte. Das hat zur Folge, dass die Spannung auf der Strecke blieb. Zudem tritt der Täter zwar auf, verschwindet für mich aber eher in den Hintergrund der Geschichte. Leider kann ich das Buch nicht empfehlen.

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  • Zu wenig Thrill und zu kitschige Liebesgeschichte - aber insgesamt keine schlechte Idee

    Blutpsalm

    PollyMaundrell

    26. December 2017 um 16:01

    Buchinfo Sommerburg – eine verschlafene 800 Seelengemeinde, irgendwo im Norden Deutschlands. Ein Dorf, dessen Bewohner so akkurat und tadellos wie aus einer Reklame zu sein scheinen. Bis zu dem Tag, an dem eine brutale Mordserie den Ort erschüttert und Jonathan, der junge Pastor, sich in eine Prostituierte verliebt. Während die männlichen Bewohner nach und nach tot mit einem Fleischermesser in der Brust aufgefunden werden, zeigen die Einwohner allmählich ihr wahres Gesicht. Und auch Jonathan muss vor seiner Gemeinde zugeben, dass er bei Weitem nicht so fromm ist, wie alle bisher geglaubt haben ... (Quelle: Amazon)Anfang Der förmliche weiße Kragen seines dunklen Pastorengewandes saß mal wieder viel zu eng. So eng, als wolle Gott ihm die Luft abschnüren.Meine MeinungNachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war mir klar, dass ich das Buch lesen wollen würde. Ein Pastor, der sich in eine Prostituierte verliebt - das klingt ja schon spannend. Dann kommen auch noch ein paar Morde dazu - noch besser. Aber wie gehört das jetzt zusammen? Oder sind es zwei getrennte Geschichten in einem Buch? Sowohl Jonathan, der Pastor, als auch Marlene, die Prostituierte, waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Natürlich haben auch beide so ihre Macken, aber man gewöhnt sich an die zwei und fiebert das gesamte Buch über mit ihnen mit. Was mir zu Beginn sehr gut gefallen hat, war das Miteinander der beiden. Als Leser hat man deutlich gemerkt, wie sich eine sexuelle Spannung und Zuneigung zwischen ihnen aufbaut. Diese Szenen waren wirklich großartig beschrieben! Marlene, die Femme Fatale, und Jonathan, der fromme jungfräuliche Pastor, der oft in einen Konflikt mit sich und seiner Männlichkeit gerät. Doch warum hat es mir nur zu Beginn gefallen? Ich mochte dieses Hin und Her zwischen den beiden wirklich. Immer ein bisschen sexy und verrucht auf der einen, aber zurückhaltend und fromm (aber schwitzend und kaum noch durchhaltend) auf der anderen Seite. Das ändert sich ab dem Punkt, als es nicht nur körperlich, sondern auch emotional wird. Ich bin kein Freund von frühen Liebesschwüren und Kitsch im Sinne von "Ich kann nicht mehr ohne dich sein und würde mein Leben für dich geben". Aber genau das passiert - und hört dann nicht mehr auf. Das ist jetzt sehr subjektiv. Sicher gibt es tausende Frauen, denen genau das gefällt - mir aber leider nicht. Ab dem Zeitpunkt haben mich diese zuckrigen Zusammentreffen und triefenden Schwüre genervt und mir nur noch Augenrollen, statt wie vorher ein Schmunzeln auf den Lippen entlockt. Schade!Meredith Winter lässt relativ früh die Bombe platzen, wer die Morde begeht. Das finde ich persönlich ein wenig schade, weil mir besonders das Rätselraten und die Spurensuche immer sehr viel Spaß macht. Allerdings wäre die Geschichte nicht aufgegangen, wenn man es nicht so früh erfahren hätte. Ich muss gestehen, dass ich die Person bis zu dem Zeitpunkt gar nicht wirklich auf dem Schirm hatte. Insofern hat es mich wirklich überrascht! Bei dieser einen Überraschung bleibt es nicht. Die Autorin hat einige unvorhergesehene Momente und Wendungen eingebaut, die Spannung versprechen. Zum Ende hin schwächelt das Buch allerdings eine Weile, bis es zum interessanten Finale ansetzt.Fazit Ein Buch, das sich für alle Leser eignet, die sich nicht so wirklich an Thriller rantrauen, aber Spannung gemixt mit Liebesgeschichte suchen. Wer allerdings auf ein Buch mit Hauptaugenmerk auf (blutige) Morde hofft, der sollte sich nach einer anderen Geschichte umschauen. Insgesamt fand ich das Buch nicht schlecht, hatte mir aber etwas anderes darunter vorgestellt. Die Liebesgeschichte war mir zu präsent und die Morde zu sehr in den Hintergrund gerückt. Außerdem konnte ich nicht immer jede Handlung der wirklich sympathischen Protagonisten nachvollziehen. Ein paar Seiten mehr, mit etwas mehr Erklärung, hätten hier geholfen. Statt mehr Seiten hätten alternativ die ausschweifenden kitschigen Liebesschwüre gekürzt werden können, ohne dass es der Geschichte geschadet hätte.

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  • Das Buch konnte mich definitiv überzeugen.

    Blutpsalm

    TintenKompass

    20. December 2017 um 17:34

    Inhalt:Sommerburg ist eine 800 Seelengemeinde, dessen Bewohner akkurat und tadellos zu sein scheinen. Bis der Tag kam, an dem eine brutale Mordserie über das Dorf hereinbricht und sich Jonathan, der junge Pastor, in eine Prostituierte verliebt. Die männlichen Bewohner werden nach und nach, mit einem Fleischermesser in der Brust, Tod aufgefunden. Ab da zeigen die Einwohner langsam Ihr wahres Gesicht. Und selbst Jonathan muss sich gestehen, dass er nicht so fromm ist, wie alle immer gedacht haben. Cover: Das Cover passt auf jeden Fall zum Inhalt des Buches, was am Kreuz liegt und natürlich auch am Blutfleck. Und auch, wenn ich finde, dass die Schrift nicht gut gewählt wurde, von der Lesbarkeit her, finde ich, dass sie definitiv zum Gesamtbild passt. Außerdem finde ich, dass der Autorenname eine gute Größe und Position hat. Meine Meinung:Ich fand die allgemeine Idee sehr interessant und war etwas überrascht als das Buch bei mir ankam. Ich wusste nämlich nicht, dass das Buch so dünn sei, im Gegensatz zu "Blutroter Frost". Dadurch das der Buchrücken somit auch sehr dünn ist, geht das Buch im Regal leider etwas unter. Ich habe mich auch sehr auf das Buch gefreut, da ich bereits "Blutroter Frost" von der Autorin gelesen habe und das sehr gerne. Somit habe ich natürlich auch einiges erwartet und wurde definitiv nicht enttäuscht, denn das Buch hat von Anfang an Spannung gezeigt. Diese Spannung hat sich bis zur Mitte aufgebaut, wo ein Höhepunkt war. Zum Ende hin wurde es etwas langatmig, doch dann kam ebenfalls noch ein Höhepunkt der Spannung, der mich auf jeden Fall sehr überrascht hat. Dabei waren viele Stellen definitiv unerwartet und haben mich teilweise auch sehr überrascht. Ich kann auch irgendwie alles gar nicht richtig in Worte fassen, so sehr hat mich das Buch in den Bann gezogen und überzeugt. Jonathan war mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Klar hat er mich mit seiner Art manchmal auch gestört aber dennoch hatte er ein großes Herz. Auch seine Gefühle konnte man stets verstehen und manchmal hat er mich sogar überrascht. Die Prostituierte, die den Namen Marlene trägt, konnte ich auch schnell ins Herz schließen. Ihre Handlungen konnte ich sogar stets verstehen und musste einfach mit Ihr mit fiebern. Die anderen Charaktere waren dabei sehr unterschiedlich und hielten einem auch die eine oder andere Überraschung bereit. Dabei hatte jeder seinen eigenen Charakter und alle wichtigen, durfte man auch von fast allen Seiten kennenlernen. Ich liebe den Schreibstil der Autorin einfach. Wenn ich erstmal ein Buch von Ihr lese, kann ich nicht mehr aufhören. Sie weiß einfach, wie man schreiben muss, um Spannung aufzubauen und diese auch aufrecht zu erhalten. Ebenfalls kann Sie perfekt mit Worten umgehen und hält ihren Schreibstil stets flüssig. Dabei hat mich allerdings die Schriftgröße etwas gestört. Sie war sehr klein, was dem Lesefluss aber nicht gestört hat. Auch kam man sehr gut voran und die Seiten flogen nur so vorbei. Ebenfalls passte die Schriftgröße einfach zum Gesamtbild. Das Ende zog sich leider etwas hin, weshalb ich mich da auch ein bisschen durch quälen musste. Dennoch war es Spannend und teilweise auch echt unerwartet, was einem wieder an einigen Stellen ans Buch gefesselt hat. Im Allgemeinen ging es  um Liebe, Vertrauen und dem drang danach, endlich glücklich zu sein. Fazit: Das Buch hat mich mit seiner Spannung und dem flüssigen Schreibstil definitiv überzeugt. Leider war das Ende ein bisschen langatmig und auch die Schriftgröße hat mich etwas gestört. Ansonsten wirklich ein Empfehlenswertes Buch, mit einer großartigen Geschichte. 'Vielen dank an die Autorin, die mir dieses Exemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat.'

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  • Blutpsalm - Meredith Winter

    Blutpsalm

    my_bookstagram_

    17. December 2017 um 15:20

    Vorweg: es war spannend. Nicht das beste Buch, das ich je in meinem Leben gelesen habe, aber ich habe auch mit Abstand schlechtere gelesen. Insgesamt ein sehr gelungenes Debüt.Die Kapitel sind in verschiedene Zeitabschnitte unterteilt, was einen nicht den Überblick über die vergangene Zeit verlieren lässt, wie es bei manch anderen Büchern schnell passieren kann. Dass zwischen den letzten Kapiteln fast zwei Jahre vergangen sind, war für meinen Geschmack ein bisschen zu lang, aber das Ende der Geschichte hat das wieder wett gemacht.Die Figuren sind allesamt einzigartig. Die beiden Protagonisten haben beide sehr tragische Geschichten aus ihrer Vergangenheit, die man durch das Buch hinweg langsam erfährt oder sich auch manchmal ein kleines bisschen selbst erschließen kann.Was mir an Krimis grundsätzlich immer gut gefällt, ist, wenn man als Leser schon sehr früh erfährt, wer der Mörder ist. Das war hier auch so und ich muss sagen, dass die Figur des Mörders wirklich sehr gut gemacht war. Die Beweggründe waren richtig gut und man konnte auch irgendwie nachvollziehen, warum dieser Charakter so gehandelt hat.Die Story an sich lässt sich flüssig weglesen. Es ist kein extrem blutiger Psychothriller, sondern ein Ladythriller, der noch einige erotische Szenen beinhaltet, also auch etwas für ein wenig schwächere Nerven. Nichts an der Geschichte wirkt überzogen oder unrealistisch inszeniert.Es gibt einige überraschende Wendungen, viele von ihnen habe ich überhaupt nicht erwartet, aber das hat dem Ganzen nochmal extra Spannung verliehen. Somit wurde es auch nie langweilig und es war ein spannender Thriller bis zur letzten Seite.Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen, es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich kann es jedem empfehlen, der sich diesem Genre mal annähern möchte.

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  • Spannende Urlaubslektüre - 3,5 von 5 Sternen

    Blutpsalm

    Literaturchaos

    18. November 2017 um 15:30

    Die Hure und der Heilige - zunächst könnte man als Leser der Meinung sein, dass genau diese fünf Wörter das Buch sehr treffend beschreiben. Taucht man jedoch tiefer und tiefer ein in die Geschichte von Meredith Winter, merkt man schon bald, dass nichts in dem kleinen, norddeutschen 800-Seelen-Kaff so ist, wie es nach außen hin erscheint. Hier sind die wenigsten Einwohner so gottesfürchtig, wie sie es ihren Nachbarn vorspielen, Gesetze werden missachtet, Lügen und Tratsch werden mit Begeisterung verbreitet. Das alles geschieht selbstverständlich hinter verschlossenen Türen, denn für alle Außenstehenden ist Sommerburg einfach nur ein idyllisches, kleines Örtchen. Und so soll es auch bleiben. Dummerweise haben da einige Leute allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht.....und dann geschieht der erste Mord...   Die Geschichte beginnt damit, dass der junge Pastor Jonathan einen Computernotdienst herbeibeordert, da seine Predigt in den Weiten der Technik bzw. in den Weiten seiner Festplatte unauffindbar ist. Was allerdings anstatt des Computernotdienstes in sein Haus schneit, ist Marlene.....eine Edelprostituierte. Irgendein wohlmeinendes Gemeindemitglied hatte dem Pastor offenbar Marlenes gut getarnte Visitenkarte zugesteckt, denn natürlich hat diese, obwohl in der nächsten Kreisstadt zuhause, auch im kleinen Sommerburg ihren Kundenstamm.   Als Jonathan klar wird, dass Marlene sich mit ganz anderen Dingen als mit Computern auskennt, ist der so prüde und schüchtern wirkende Pastor gelinde gesagt schockiert. Und doch hat diese Frau eine solche Wirkung auf ihn, dass er sie am nächsten Tag zu einem (bezahlten) Gespräch zu sich bittet. Auch bei Marlene sind plötzlich ganz leise Schmetterlinge in Bauch, obwohl sie diesen Pastor mit seiner Verklemmtheit und seiner Aufsparung bis zur Ehe (Gott bewahre!) doch eher amüsant als attraktiv findet. Oder?   Bevor sich die beiden über ihre Gefühle füreinander klar werden können, geschieht der erste Mord. Damit nicht genug, steckt dem Opfer ein Messer im Herz, an dem zudem Marlenes Visitenkarte aufgespiesst ist. Natürlich war das Opfer ein Kunde der Prostituierten und die Dinge kommen nun unweigerlich ist Rollen....   Dieses Buch gehört zum Genre "Ladythriller", was für mich völliges Neuland war, denn normalerweise liebe ich blutige Psychothriller - aber auch dieser sanfteren Variante konnte ich einiges abgewinnen. Es wird gemordet und gemetzelt, gelogen und betrogen...und es wird sich wieder versöhnt. In sehr bildlich und erotisch beschriebenen Szenen, in denen die Autorin jedoch niemals die Grenze zur Vulgarität überschreitet.   Die Geschichte selber kommt gut in Fahrt und lässt sich dank des angenehmen Schreibstils der Autorin flüssig und in einem Rutsch weglesen. Immer mehr Details wirft Meredith Winter dem Leser hin, immer mehr Lügen werden aufgedeckt, denn nicht nur Marlene sondern auch Jonathan hat so einige Leichen im Keller. Das Dorfleben, das gehässige Miteinander, bei dem die Eine der Anderen liebend gerne die Augen auskratzen würde, bei dem jeder alles über jeden weiß und bei dem vor allem keiner dem anderen was gönnt und jeder über jeden urteilt, ist in der Geschichte sehr schön aufgegriffen worden und tut sein übriges zur stimmigen Atmosphäre.

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  • Prickelnder Genremix, aus dem man noch mehr hätte rausholen können

    Blutpsalm

    LaLecture

    14. November 2017 um 02:46

    Inhalt Sommerburg ist ein beschaulicher kleiner Ort, in der jeder Mensch jeden gut zu kennen und es keine Geheimnisse zu geben scheint. Bis eines Tages eine Mordserie den Ort erschüttert und sich der junge Pastor in eine Prostituierte verliebt, die mit den Taten in Verbindung zu stehen scheint.Meinung Ich lese wirklich wirklich selten Krimis oder Thriller, aber die Autorin schrieb mir so eine nette Mail, dass ich mich dann doch entschied, "Blutpsalm" zu lesen und hier vorzustellen.  Auf goodreads wird das Ganze als Liebeskrimi bezeichnet, der Autorin zufolge schreibt sie in den Genres Ladythriller bzw. Romantic Suspense. Wie auch immer man es nun nennen möchte - aus den Bezeichnungen geht auf jeden Fall hervor, dass es sich bei "Blutpsalm" zur Hälfte um einen Liebesroman, zur Hälfte um eine Geschichte über eine Mordserie handelt. Diese Mischung reizte mich, weil ich mir von der Thriller- bzw. Krimihandlung erhoffte, dass sie ein Abdriften der Liebesgeschichte in Kitsch verhindern würde und von der Liebesgeschichte, dass das Buch trotz der grausamen Morde, um die es geht, noch etwas fürs Herz bieten würde. Außerdem interessiere ich mich sehr für Geschichten über Serienmorde. Vielversprechend ist auch das Setting des Romans. In der Anonymität der Großstadt morden ist eine Sache, aber in einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft - das weckt spanende Dynamiken, vor allem, wenn sich dann jemand entgegen der ungeschriebenen Dorfgesetze verhält und somit Misstrauen auf sich lenkt. Oder wenn die Person, die in Wahrheit schuldig ist, gar nicht erst verdächtigt wird. Genau so passiert es auch in Sommerburg, was ich sehr spannend fand. Ebenfalls gelungen ist die Verstrickung der beiden Hauptfiguren - dem Pastor Jonathan und der Prostituierten Marlene -, die keine typischen Krimi-Ermittler*innen sind, ja, mit den Ermittlungen eigentlich gar nichts zu tun haben, in die Ereignisse, da in einem so kleinen Ort alle Menschen irgendwie miteinander verbunden sind. Und nicht zuletzt, da die ermordeten Männer allesamt Marlenes Kunden waren. Die Autorin versteht es, einen lange Zeit über die Identität der mordenden Person im Dunkeln, einen aber auch stets um die Hauptfiguren fürchten zu lassen, nicht zuletzt durch etliche gruselige Andeutungen. Überrascht hat mich zunächst, dass sie das Geheimnis dann etwa in der Mitte des Buches selbst lüftet. Zunächst befürchtete ich, dass das dem Buch die Spannung nehmen würde, aber es entwickelt sich daraufhin eine ganz andere, ebenso perfide Dynamik zwischen den Figuren, die ebenfalls spannend ist. Insgesamt hatte ich das Bedürfnis, das Buch am Stück durchzulesen, da der Spannungsbogen sehr gelungen war. Was man der Autorin ebenfalls lassen muss: Erotische Szenen schreiben liegt ihr. Dazu sollte allerdings auch erwähnt sein, dass gefühlt die Hälfte des Buches aus ebensolchen Szenen besteht. Das ist per se nichts Schlechtes, jedoch nicht das, was ich von "Romantic Suspense" erwartet hätte, da Erotik für mich nicht zwangsläufig gleichbedeutend ist mit Liebe/Romantik und ich mir zu  Teil etwas weniger Intimitäten und etwas mehr Handlung gewünscht hätte. Etwas enttäuscht war ich davon, wie schnell die Beziehung zwischen Jonathan und Marlene sich entwickelt, vor allem deshalb, weil beide zuvor so dargestellt wurden, als wären sie überhaupt nicht der Typ für eine solche Beziehung. Die Vorstellung, dass zwei auf ihre Art kaputte Menschen zueinanderfinden und einander Halt geben, ist zwar romantisch, hätte aber durchaus mehr Zeit einnehmen können als eine knappe Woche/50 Seiten. Das hätte die Figuren und ihre Gefühle um ein Vielfaches authentischer erscheinen lassen, beispielsweise die Tatsache, dass Jonathan, bis zur Hochzeit nicht einmal eine Frau küssen wollte, auf einmal mit einer rummacht und alle seine Prinzipien bricht. Durch die Hektik, die das Buch besonders am Anfang aufweist, habe ich manchmal nicht verstanden, wieso Jonathan, der in seinem Leben doch vielen Frauen begegnet sein muss, sich ausgerechnet von Marlene so aus der Fassung bringen lässt. Allgemein hätten dem Roman gute 100 Seiten mehr meiner Meinung nach gutgetan, um viele Entwicklungen verständlicher und realistischer zu gestalten, denn Potential haben die beiden Figuren, vor allem Jonathan mit seiner interessanten Vergangenheit.  Etwas genervt war ich auch von dem ständigen Hin und Her zwischen den beiden, das vielleicht ebenfalls authentischer gewirkt hätte, wenn man etwas mehr Einblick in ihre Leben und ihre Persönlichkeiten bekommen hätte und nicht alles innerhalb weniger Wochen spielen würde. Dem Teil der Handlung, der sich mit den Serienmorden beschäftigt, hätte meiner Ansicht nach auch ein Einblick in die Ermittlungen gutgetan. Zwar sind die beiden Hauptfiguren daran nicht beteiligt, doch da die Autorin in der Erzählweise mitunter auch aus der Sicht von Nebenfiguren erzählt, wäre es durchaus machbar gewesen, ein wenig über die Polizeiarbeit zu berichten. Den Fall klären Jonathan und Marlene mehr oder weniger absichtlich auf, da sie mit reingezogene werden, aber war die Polizei noch nicht auf einen Zusammenhang zwischen den Morden gekommen? Immerhin war an den Leichen dieselbe Visitenkarte gefunden worden. Konnte anhand der Tötungsart (z.B. Einstichwinkel, Waffe, die Tatsache, dass keine Abwehrverletzungen existierten) kein Profil erstellt werden? Suchte niemand nach Verbindungen zwischen den Opfern? Über all das erfährt man gar nichts, was ich ein bisschen schade fand. Zumal die Begründung, die die Polizei am Ende für die langsamen Ermittlungen gibt, nicht sehr glaubhaft ist. Auch hier hätte ich mir von dem Buch einfach ein paar Seiten mehr gewünscht. Allgemein leidet auch "Blutpsalm" wieder darunter, dass man es mir mit Serienmorden nur sehr schwer recht machen kann, da ich mich bereits viel damit befasst habe. Deshalb sind die folgenden Kritikpunkte wohlmöglich nur ein sehr spezielles Problem von mir. Die Tötungsart und die Serienmorde an sich passten, wenn man sich verurteilte (Serien-)Mörder*innen und die forensischen Analysen zu Vorgehen und Motiven anguckt, nicht zu der Person, die letztendlich als schuldig offenbart wurde. Auch der angegebene der Grund für die Taten kam mir eher wie eine billige Lösung vor und könnte zudem zu einer weiteren Stigmatisierung der Personen führen, die von demselben Problem betroffen sind (und - wie übrigens die meisten Betroffenen - keine Menschen töten). Die Motive der Person ließen sich zudem nicht mit ihren Taten vereinbaren und es wurde nur unzureichend erklärt, wie sie das für sich tut. Außerdem scheint sie die magische Angewohnheit zu besitzen, durch Wände zu gehen. Zumindest betritt sie ab und an mal Häuser, ohne dass erklärt wird, wie sie hereingekommen ist, was vermutlich den Gruselfaktor stärken soll. Auch wie sie die angeblich so gut geheimgehaltene Liste von Marlenes Freiern in die Finger bekommen hat, um diese systematisch zu ermorden, wird nicht erklärt. Irritiert war ich ebenfalls davon, wie oft betont wurde, wie hässlich und unattraktiv die Person sei, da sich mir der Zusammenhang zu ihren Morden nicht erschlossen hat. Fazit "Blutpsalm" mischt mit Thriller und Liebesroman auf interessante Weise zwei Genres, die ich zunächst für unvereinbar gehalten hätte. Die Dynamik einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft, in der es plötzlich zu Morden kommt, war als Setting eine gute Wahl und sehr spannend, ebenso wie der Hauptcharakter durchaus Potenzial hat. Allerdings hätte ich mir für das Buch mehr Seiten gewünscht, da es mir an Informationen über die Ermittlungen fehlte und sich die Beziehung der Hauptfiguren in meinen Augen viel zu schnell entwickelte. Auch die Auflösung der Thriller-Handlung konnte mich nicht wirklich überzeugen und man sollte darauf gefasst sein, dass vor allem intimen Momenten zwischen den Hauptfiguren sehr viel Zeit gewidmet wird - wenn auch auf gelungene Weise. Empfehlenswert? Wenn man auf Erotik mit einer Prise Mord steht

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  • Jonathan und Marlene

    Blutpsalm

    bine174

    03. November 2017 um 08:57

    Ich habe mich diesmal in ein etwas anderes Genre - Thriller - gewagt und habe es nicht bereut.Man steigt direkt in die Geschichte ein, ohne viel von den Charakteren zu erfahren, was mir jedoch sehr gut gefallen hatte, denn die Personen selbst werden dann so nach und nach mit ihren Eigenheiten in die Geschichte eingeflochten. Jonathan mochte ich sehr gerne, wohingegen ich mir bei Marlene nicht ganz sicher war, wie ich sie einschätzen sollte, erst im Lauf der Handlung wurde auch sie mir sympathisch.Der Schreibstil ist locker und das Buch lässt sich sehr rasch lesen, es gab auch ein paar Twists in der Handlung, die mich überrascht haben und mit denen ich nicht gerechnet hatte, im gesamten war es sehr spannend zu lesen. Zwischendurch gab es dann ein paar Andeutungen und Aussagen, die mich geschockt haben, bei denen mir gegraut hat und die die Spannung auf das noch Kommende sehr erhöht haben. Der Krimiaspekt hätte meiner Meinung nach noch ein wenig mehr ausgebaut werden dürfen, im Vordergrund stand eher die Liebesgeschichte der beiden - die Morde, warum sie passieren, und auch das Verhalten der Dorfbewohner untereinander hätte gern noch ausgeschmückt werden können. Die Entwicklung der Charaktere von Jonathan und Marlene hat mir allerdings sehr gut gefallen, man lernte sie im Lauf der Geschichte gut kennen und auch sie haben mich immer wieder überrascht.Fazt: "Blutpsalm" ist ein Liebesthriller, der spannend bis zum Ende ist, mit unvorhersehbaren Wendungen in der Handlung, der mir sehr gut gefallen hat. Lediglich der Krimiaspekt hätte ein wenig mehr in den Vordergrund kommen können. Nicht von Beginn an durchschaubare Charaktere und nicht zuletzt die spannende Geschichte haben das Buch zu einem gemacht, das man in einem Rutsch durchliest, um zu erfahren, wie es weitergeht. Ich vergebe gern eine Leseempfehlung.Das ebook wurde mir von der Autorin als Leseexemplar zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanke - meine Meinung blieb davon unbeeinflusst.

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  • Tiegründig und spannend

    Blutpsalm

    Buechermomente

    26. October 2017 um 19:45

    Jonathan ist Pastor im kleinen und beschaulichen Sommerburg. Seine Figur gefällt mir, er hat Humor und einen interessanten Charakter. Vor allem seine Gedankenspiele lassen mich hin und wieder schmunzeln. Sehr charmant ist er auch, vor allem im Umgang mit seinen Schäfchen *schmunzel*.Seine kleine und geordnete Welt gerät jedoch gewaltig aus den Fugen, als er der Prostituierten Marlene begegnet.„Dies sollte unter keinen Umständen ein Angriff auf Ihr fachliches Können sein … bloß hatte ich Sie mir ehrlich gesagt … ein wenig anders vorgestellt“, erwiderte er, während er so um den Schreibtisch herum ging, dass er keinerlei Sicht mehr auf ihre … Schande über ihn … reizvolle Kehrseite hatte. (Seite 7)Die Figur von Marlene finde ich auch sehr gelungen. Sie ist attraktiv, geheimnisvoll und läßt sich nicht in die Karten blicken. Vor allem ihre sarkastische Ader wird wirkungsvoll zur Schau gesetzt.„Jetzt gucken Sie nicht so entsetzt“, sagte sie, ehe sie unbeabsichtigt mit ihrer behandschuhten Hand seinen Arm streifte. „Ich bin nicht das erste Mal in einem Gotteshaus.“ (Seite 9)Die Annäherung zwischen Jonathan und Marlene zeigt den inneren Konflikt von beiden. Jonathan will nicht gegen seine Prinzipien verstoßen und Marlene nicht ihr furchtbares Geheimnis preisgeben.Mitten in dieser Annäherungsphase nimmt die Mordserie ihren Lauf und Jonathan ist nah am Geschehen.Die wechselnden Erzählperspektiven zwischen Jonathan, Marlene, den Opfern und Dorfbewohnern sorgen für einen tieferen Einblick in die Gemüter und einen Blick hinter die Kulissen.Sehr gut kommen in dieser Geschichte der flüssige Schreibstil und die detailreiche Beschreibungen zur Geltung. Ich finde es erstaunlich, dass man auf 208 Seiten eine romantische Liebesgeschichte mit einer so interessanten und spannenden Kriminalgeschichte kombinieren kann.Bis zur Mitte der Geschichte habe ich im Dunkeln getappt und überlegt wer die Mordserie ausübt…Fazit:Dieser Liebeskrimi ist geprägt von unterhaltsamen Dialogen, interessanten Erzählperspektiven und einer spannenden Handlung. Wer die Taten begangen hat bleibt lange im Dunkeln, aber auch das Ende hält die ein oder andere Überraschung bereit.Von mir eine Empfehlung für diese unterhaltsame Geschichte.Ich bedanke mich beim Sommerburg Verlag und der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Meine ehrliche Meinung wurde davon nicht beeinflußt.

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  • Blutpsalm von Meredith Winter

    Blutpsalm

    Lenasbuechertraum

    24. October 2017 um 12:13

    Vielen lieben Dank für die Bereitstellung vom Buch. Das Cover finde ich persönlich sehr schön gemacht. Es ist mit den Farben schwarz und weiß gestaltet, außerdem erkennt man eine rote Blutspur darauf. Der Name vom Buch ist sehr verschnörkelt darauf zu sehen und passt im Übrigen auch sehr gut zur Geschichte. Wie man dem Inhalt bereits entnehmen kann, geht es bei dieser Geschichte um Jonathan, ein Pastor in einem kleinen Dorf, in dem nur 800 Menschen leben. Das kleine Dorf heißt Sommerburg. Als Marlene in sein Leben tritt, verändern sich einige Dinge, nicht nur in Jonathans Leben, sondern auch in dem von Marlene. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen, doch die Tatsache, dass Marlene eine Prostituierte ist, erschwert die gesamte Situation. Doch dieses Problem soll nicht das Einzige bleiben, denn eine ganze Mordserie erschüttert das ganze Dorf. Wer steckt dahinter? Warum tut dieser Jemand das? Als diese Fragen habe ich mir als Leser gestellt, als ich den Inhalt zum ersten Mal gelesen habe. Jonathan hat mir als Protagonist gut gefallen. Er war mir von Anfang an sehr sympathisch und mir hat seine liebevolle und ruhige Art gefallen! Aber auch er hat ein Geheimnis, was unter keinen Umständen auffliegen darf. Marlene hat einen interessanten Charakter, aber auch sie war mir sympathisch. Man hat viel über sie und ihre Vergangenheit erfahren, was mir gut gefallen und je mehr ich von ihr wusste, desto sympathischer wurde sie mir. Die erste Begegnung zwischen Marlene und Jonathan fand ich sehr amüsant und ich musste so herzlich lachen! Es war einfach so toll beschrieben wurden, aber ich möchte natürlich nicht sagen, worum es ging :D Der Verlauf der Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es so fantastisch war. Meredith Winter hat einen sehr angenehmen und lockeren Schreibstil. Sie hat jede Menge Spannung, Emotionen, Tiefgründigkeit, aber auch viel Witz mit in die Geschichte hineingebracht!

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  • Liebe, die Grenzen sprengt … und einen Mörder auf den Plan ruft

    Blutpsalm

    Pharo72

    19. October 2017 um 12:44

    Im beschaulichen norddeutschen Örtchen Sommerburg beginnt eine brutale Mordserie. Der Täter hinterlässt bei den Opfern eine Visitenkarte der Edelprostituierten Marlene. Ebendiese hat gerade Jonathan, den Pastor der kleinen Gemeinde, kennengelernt und fühlt sich wider Erwarten zu ihm hingezogen. Welches Geheimnis verbirgt sie und was hat sie mit den Morden zu tun? Auch Jonathan ist hin und her gerissen zwischen den aufkommenden Gefühlen für Marlene und seiner geistlichen Überzeugung. Ein Kampf für die Liebe und gegen einen gnadenlosen Mörder beginnt.Meine Meinung:Der Roman von Meredith Winter ist als Liebeskrimi (oder auch Ladythriller) untertitelt, was es ganz gut trifft, wobei die Liebesgeschichte einen größeren Platz einnimmt und das Buch daher für reine Krimileser weniger geeignet scheint.Besonders Jonathan hat sich in mein Herz geschlichen, der auch vom Elternhaus her so einiges aufgebürdet bekam. Marlenes Handlungsweise war einige Male schwer nachvollziehbar für mich, daher bekam ich zu ihr nur langsam einen Draht. Die Liebesgeschichte der beiden ist an sich süß und auch sehr romantisch, ging mir aber ein wenig zu schnell, gerade wenn man die Vergangenheit beider Protagonisten betrachtet. Klar muss es auch zu den Taten des Mörders passen, aber auch dieser hätte sich durchaus mehr Zeit lassen können. Was gänzlich fehlt ist irgendeine Ermittlungsarbeit von Polizeibehörden, zumindest wird diese nicht thematisiert. Das Setting mit dem heimeligen Dort, wo alles anders ist als es scheint, ist zwar ziemlich klischeebehaftet, aber dennoch treffend skizziert.Die Autorin versteht es, die Spannung durchgängig konstant zu halten und durch kleine Tricks und Kniffe unerwartete Wendungen einzubringen. Der Schreibstil ist flüssig, aus der Perspektive des Täters nüchtern und sachlich, bei den Liebenden teilweise ein wenig zu schwülstig, wobei mich einige Passagen trotzdem sehr berührt haben. Stilistisch kommen ein paar Sachen vor, die ich gar nicht mag, und auch orthografisch sind mir einige Mängel aufgefallen, wobei ich nicht weiß, ob ich die aktuellste Auflage lesen durfte. Ich danke der Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.Fazit: Wer die Mischung aus Krimi und Liebesroman mag, wobei das Pendel stärker in Richtung Liebe ausschlägt, macht bestimmt keinen Fehler, sich auf eine Geschichte einzulassen, die sowohl spannend und unterhaltsam als auch stimulierend ist. Kerstins Bücherreich vergibt 3,5 Sterne.

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  • Ein Krimi der anderen Art

    Blutpsalm

    SillyT

    17. October 2017 um 20:23

    Jonathan Littke ist Priester in der kleinen Gemeinde Sommerburg, der fest an seine Prinzipien glaubt, z. B. keinen Sex vor der Ehe. Doch dann taucht durch einen Zufall Marlene bei ihm auf, eine Prostituierte, die dem Herrn Pfarrer schwer an seinen Prinzipien zweifeln lässt. Doch Marlene ist nicht die Einzige, die plötzlich auftaucht, denn eines Morgens findet der Priester eine Leiche vor seiner Kirchtür, eine Leiche mit einer Visitenkarte, die mittels eines Messers an die Brust geheftet wurde. De Visitenkarte gehört niemand anderem als Marlene und das gibt Rätsel auf. Als kurz darauf weitere Leichen auftauchen, die alle Marlenes Visitenkarte mit Messern aufgespießt tragen, wird klar, wo der Zusammenhang zu finden ist.Meine Meinung:Ein Buch, bei dem mir der Einstieg sehr schnell gelang, da Meredith Winter über einen sehr flüssigen und schnell vereinnahmenden Schreibstil verfügt. Sprachlich ist das Buch modern und flott und auch so manch ein Dialog hat mir sehr gut gefallen.Auch der Krimi der Geschichte war sehr spannend, immer wieder warf die Autorin Sätze in die Handlung, die mich kurz innehalten ließen, mal vor Überraschung, mal vor Schreck, mal vor Ekel. Das hat mir sehr gut gefallen, aber leider fehlte mir einfach ein wenig von der Krimihandlung, so gab es hier immer wieder gute Ansätze, die aber ruhig noch mehr in die Tiefe gehen könnten. Ein paar mehr Ermittlungen, ein paar tiefere Geheimnisse und einfach vielleicht auch ein paar Seiten mehr.Die Liebesgeschichte hingegen war sehr detailreich, mir war es etwas zu viel davon und an der ein oder anderen Stelle ging mir das Liebespaar ein wenig auf die Nerven, aber ich denke, dass dies eine reine Geschmackssache ist. Trotzdem bleibt der Plot der Geschichte geradlinig und nachvollziehbar.Erzählt wird die Geschichte von einem personellem Erzähler, dabei wechselt die Perspektive zwischen den beiden Protagonisten Jonathan und Marlene und man hat auch das Vergnügen, auch dem Täter zwischendurch beobachten zu können. Gerade das gefällt mir immer besonders gut bei Krimis und Thrillern, zwar hätte auf den ersten Blick die Auflösung der Identität etwas später vonstatten gehen können, doch auf den zweiten Blick brachte dies eine gute und spannende Abwechslung zu der Liebesgeschichte.Die Gemeinde Sommerburg bedient hier so einige Klischees eines Dorfes, jeder kennt jeden, Getuschel hinter dem Rücken, weiße Westen, die eher grau unf fleckig sind. Ja, und damit liegt Meredith Winter eigentlich ganz gut, denn, auch wenn der Ort etwas größer war als Sommerburg, kann ich als Dorfkind all das Gemunkel und Gemauschel durchaus bestätigen. Das Setting passt hier also sehr gut und trifft den Nagel auf den Kopf.Die Protagonisten haben mir ganz gut gefallen, vor allem Jonathan war mir mit seiner lieben, teils naiv wirkenden Art, recht sympathisch. Ein Priester, dessen moralische Vorstellung, die er nach aussen trägt, dann doch nicht immer beherzigt, aber mal ehrlich, auch ein Priester ist nur ein Mensch. Marlene, sie gibt mir immer noch zu denken, da ich einfach nicht weiß, ob ich sie mag. Letzten Endes liegt dies wohl einfach an dem ganzen auf und ab in der Geschichte zwischen Jonathan und ihr. Zu Beginn hat sie mir gut gefallen, mit der forschen, direkten Art, diese Schiene hätte mir da besser gefallen. Neben diesen Beiden gibt es noch den ein oder anderen Nebencharakter, der hier noch für Wendungen und Überraschungen sorgt.Mein Fazit:Alles in allem eine Geschichte, die noch ein wenig mehr in die Tiefe hätte gehen dürfen, gerade was den Krimiaspekt angeht, mir fehlte hier ein wenig die Arbeit eines Ermittlers oder Spurensuchers, den man bei der Auflösung des Falles begleiten kann. Die Liebesgeschichte ist hier wohl einfach eine Geschmackssache, sie wurde aber intensiv genug ausgearbeitet und hatte ihren Raum in der Geschichte. Wer einmal einen Krimi der anderen Art lesen möchte, sollte einmal in Blutpsalm hineinschnuppern.

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  • Trotz einiger Schwächen ein gutes Debüt

    Blutpsalm

    Brunhildi

    16. October 2017 um 18:48

    Meine Meinung:Das Cover mag ich überhaupt nicht leiden. Es passt zwar ganz gut zu einem Krimi, aber ich habe es dann doch lieber moderner. Es passt aber dennoch gut zum Inhalt des Buches.Der Schreibstil von Meredith Winter ist flüssig und gut zu lesen, so dass ich schnell in meinem gewohnten Lesefluss angekommen bin. Mir hat sehr gut gefallen, dass sie auch ein paar kleine Abschnitte aus der Sicht des Täters oder der Opfer eingebaut hat.Wir haben hier zwei Protagonisten, die wir abwechselnd begleiten. Auf der einen Seite haben wir den Pastor Jonathan, der auf mich gleichzeitig altmodisch und modern wirkte. Er war mir von der ersten Seite an sympathisch.Auf der anderen Seite haben wir Marlene, die derzeit als Prostituierte arbeitet. Sie weiß genau, was sie möchte und ist eine starke Frau. Auch sie ist mir von Beginn an sympathisch.Als sich die Wege der beiden kreuzen verliebt sich Jonathan auf den ersten Blick. Beide Charaktere sowie einige Nebencharaktere hätten in meinen Augen noch mehr ausgearbeitet sein können.Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn mir vieles einfach viel zu schnell ging. Die Liebe und die Morde - alles passiert sehr schnell. Dies ist wohl auch der wenigen Seitenzahl geschuldet. Hier hätte Meredith Winter sich ruhig ein wenig mehr Zeit nehmen können um alles mehr auszubauen. Der Spannungsbogen ist gut gelungen und es gab keine längeren Strecken, in denen es langweilig war. Ich werde bestimmt noch mehr Bücher der Autorin lesen, auch wenn ich jetzt nicht so sehr der Krimileser bin.Außerdem möchte ich hier noch einmal betonen, dass der Schriftzug sehr klein ist.Fazit:Das Debüt "Blutpsalm" von Meredith Winter hat mir trotz ein paar kleineren Schwächen gut gefallen. Es ist ein spannendes Buch mit interessanten sowie emotionalen Szenen. Die Charaktere haben mir gut gefallen, auch wenn sie noch ein bisschen besser hätten ausgearbeitet sein können.3/5 Punkte(Gut!)Vielen Dank an den Verlag SommerBurg zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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  • Der Pfarrer und die Prostituierte

    Blutpsalm

    UlrikeG-K

    16. October 2017 um 00:00

    Eigentlich wollte der geachtete Dorfpfarrer Jonathan nur einen Computerservice kontaktieren, - wer aber an Stelle des erwarteten Technikers erscheint, ist Marlene, eine verführerische junge Frau, die allerdings Dienste ganz anderer Art anbietet! Die der züchtige Pastor aber nicht annehmen kann.Dennoch ist er fasziniert von der schönen Marlene, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Weitere Begegnungen zwischen den beiden sind vorprogrammiert und bald ist Jonathan rettungslos verliebt in die Prostituierte, die diese Gefühle erwidert.Doch geht ein brutaler Mörder um, der es offensichtlich auf die Freier der jungen Frau abgesehen hat und in dessen Visier nun auch Jonathan gerät....Als "Liebeskrimi" ist der vorliegende Roman ausgewiesen - und was darunter zu verstehen ist, hat sich mir sehr bald erschlossen!Der durchaus spannende Krimi, in dem die Identität des Mörders nach etwa der Hälfte der Handlung zu meiner anfänglichen Überraschung bereits aufgedeckt wird, ist in der Tat gleichzeitig eine Liebesgeschichte, die sich mit Wucht zwischen Jonathan und Marlene, den beiden Protagonisten, entfaltet. Diese präsentiert sich nicht nur mit völlig banalen Dialogen, sondern nach meinem Empfinden auch noch mit einem Übermaß an detailierten Sexszenen.Weniger wäre hier mehr gewesen und hätte dem Krimi, dessen Grundidee originell ist, gewiss nicht geschadet.Im Gegenteil, möchte ich meinen, denn besagte Szenen sind so raumgreifend, dass sie auf Kosten der eigentlichen Handlung, der Morde und deren nicht vorhandenen, jedenfalls nicht erwähnten Ermittlungen, des Blickes hinter die Fassaden des Dorfes, das der Hauptschauplatz des Geschehens ist, und in dem der Mörder zu Hause ist, gehen.Die Detailtreue, die die Autorin ihren Sexszenen widmete, hätte ich mir überdies für eine tiefergehende Charakterisierung aller in dem Roman auftauchenden Personen, inklusive der Protagonisten gewünscht. Denn außer ihnen, die von ständigen Stimmungswechseln und zickigem Verhalten heimgesucht werden, das verwunderlich und nun wirklich nicht nachzuvollziehen ist, gibt es noch weitere ausbaufähige Akteure, von denen einige mir näher gekommen sind, als es Jonathan und Marlene gelang, und die für erfrischende Abwechslung und sogar Amüsement sorgten, wenn sie auch arg klischeebehaftet dahergekommen sind. Ihnen hätte man jedenfalls längere und häufigere Auftritte gewünscht, als die Autorin ihnen zubilligte.Tiefere Einblicke hingegen gewährt Meredith Winter in das kranke, besessene Hirn des Mörders. Dass seine Identität so schnell enthüllt wurde, empfand ich nach erstem Staunen beim Weiterlesen als gut durchdachte Dramaturgie, die ein wenig ablenkte von den immerwährenden erotischen Begegnungen der beiden Hauptpersonen, zumal die Spannung nicht nur erhalten blieb, sondern sich sogar noch steigern konnte, da man nie wusste, was der zu allem entschlossene, brandgefährliche Mörder wohl als nächstes vorhatte. Und in der Tat, bis zum Schluss hätte alles geschehen können, nichts war voraussehbar. Und so war das Ende der glaubwürdigste, befriedigendste Teil des mit zuviel Erotik gespickten "Liebeskrimis"!

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  • Nur wahre Liebe kann gewinnen?

    Blutpsalm

    dia78

    15. October 2017 um 00:15

    Das Buch "Blutpsalm" wurde von Meredith Winter verfasst und erschien 2017 im Sommerburg Verlag.Pastor Jonathan Littke lebt in einem beschaulichen kleinen Dorf und führt dort auch seinen Beruf als Pastor aus, als er eines Tages eine Kundenhotline für Computerprobleme anruft. Marlene kommt, aber die ist nicht die, welche er gebraucht hat für seine Probleme. Doch beide bemerken schnell, dass die Liebe oft kompliziertere Wege geht, als normal. Denn Pastor und Prostituierte kann das funktionieren?Der Autorin gelingt hier ein Spagat zwischen zwei Welten. Einerseits die Welt des Pastors und andererseits die Welt einer Prostituierten, die aus Problemen heraus diesen Beruf ausübt. Es wird aber auch eine Spannung durch einen nicht alltäglichen Fall aufgebaut. Man kann mit Jonathan und Marlene mitleiden, mitlachen, mitweinen und sich über das Verhalten so mancher Figur ärgern.Es wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der den Leser ständig an der Leseleine hält. Man kann miträtseln, wer jetzt der Mörder des kleinen Ortes Sommerburg ist und die Wendungen sind nicht alltäglich. die Geschichte ist gut aufgebaut, wobei man bei einer Szene, die tatsächlich noch mehr ausbauen hätte können.Der Sprachstil war locker und flockig. Man konnte sich wirklich gut in die Geschehnisse des kleinen Dorfes hineinversetzen und auch die Probleme, die aus der Kleinkarriertheit der Menschen hervor gehen mit aller Deutlichkeit verurteilen.Jeder, der gerne einmal einen Mix aus Liebesroman und Krimi/Thriller liest ist mit dem Buch von Meredith Winter sehr gut beraten und ich freue mich schon auf weitere Bücher von ihr.

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  • Blutpsalm

    Blutpsalm

    manuk23

    12. October 2017 um 19:14

    Sommerburg – eine verschlafene 800 Seelengemeinde, irgendwo im Norden Deutschlands. Ein Dorf, dessen Bewohner so akkurat und tadellos wie aus einer Reklame zu sein scheinen. Bis zu dem Tag, an dem eine brutale Mordserie den Ort erschüttert und Jonathan, der junge Pastor, sich in eine Prostituierte verliebt. Während die männlichen Bewohner nach und nach tot mit einem Fleischermesser in der Brust aufgefunden werden, zeigen die Einwohner allmählich ihr wahres Gesicht. Und auch Jonathan muss vor seiner Gemeinde zugeben, dass er bei Weitem nicht so fromm ist, wie alle bisher geglaubt haben . (Klappentext)Fazit:Also ich muss sagen, dass ich Anfangs eher skeptisch war, ob mir die Geschichte gefallen würde, da ich ja nicht so großer Krimi Fan bin. Aber ich wurde des Besseren belehrt. Schon das Cover hat mich sehr angesprochen. Schlicht aber dennoch passend zur Geschichte.  Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Hauptfiguren Jonathan und Marlene waren mir sofort sympathisch. Man erfährt auch leider sehr früh wer der Mörder ist. Das Ende kam somit leider etwas abrupt, aber ansonsten hatte ich wirklich nichts zu meckern. Abwechslungsreich und spannend, genau so sollte ein guter Krimi sein. 

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