Merle Kröger Havarie

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Inhaltsangabe zu „Havarie“ von Merle Kröger

In einer windigen Nacht steigen zwölf Männer in ein Boot, versuchen Cartagena zu erreichen. Unter dem hohen Sternenhimmel zieht majestätisch ein Kreuzfahrtschiff dahin. Ein deutscher Frachter verlässt den algerischen Hafen mit Kurs auf Dublin. Und die spanische Küstenwache hält sich bereit. Ein Meer, vier Schiffe, verschiedene Perspektiven: Merle Krögers Roman ist ein seetüchtiger Actionthriller und ein messerscharfes Porträt Europas.

Ist kein Roman, jeher ein Drehbuch. Hektisch, trotzdem nicht spannend. Aber es wurde von Autorin eine gute Recherche geleistet.

— Ira
Ira

Dieses Buch macht schlechte Laune! Vielleicht ist das auch beabsichtigt mit diesen kurzen abgehackten Sätzen, wie "Vogel friss oder stirb!"

— Birkhenne
Birkhenne

Der Schreibstil ist mir zu hektisch

— zbaubf
zbaubf

Gute Idee, viel Hintergrund. Aber: zu schnell, zu viel gewollt.

— WolfgangHaupt
WolfgangHaupt

5 Sterne reichen nicht! LESEN! Die Flüchtlingskrise: vielschichtige Problematiken sämtlicher Nationalitäten in brutalem Wirtschaftskarussell

— lettergirl
lettergirl

Großes Kino, außerordentlich und aktuell – aber nichts für zwischendurch.

— DunklesSchaf
DunklesSchaf

Eine Montage: Mittelmeer, 4 Boote, 11 Personen. Literarisches Speed-Dating, unterhaltsam, aber irgendwie ging mir alles zu schnell.

— Gulan
Gulan

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  • Leserunde zu "Abgrund" von Bernhard Kegel

    Abgrund
    Mare_Verlag

    Mare_Verlag

    Liebe Lovelybooks-Leserinnen und Leser, auf geht's in eine neue Leserunde! Am 28. Februar 2017 erscheint im mareverlag Bernhard Kegels neuer Roman Abgrund, der dritte Fall für den Wissenschaftler Hermann Pauli. Ihr habt die Möglichkeit, an unserer Leserunde teilzunehmen und Euch um eines von 15 Vorableseexemplaren zu bewerben. Zum Buch:  So hatte sich Anne Detlefsen den ersten gemeinsamen Urlaub nicht vorgestellt: Statt mit ihr die Sonne und die traumhafte Natur der Galápagosinseln zu genießen, hat Hermann Pauli sich auf die Suche nach einem seltsamen Hai begeben, der selbst den Experten der örtlichen Charles-Darwin-Forschungsstation Rätsel aufgibt. Bei seinen Tauchgängen stößt Hermann auf weitere Ungereimtheiten. Ist es möglich, dass sich die Lebensgemeinschaften im Meer rasant verändern? Und auch Anne bekommt plötzlich zu tun. Als vor der Insel Nacht für Nacht Schiffe in Flammen aufgehen, juckt es die Leiterin der Kieler Mordkommission in den Fingern, der Sache auf den Grund zu gehen. Ihre Recherchen führen sie mitten in das komplizierte soziale Gefüge der Inselwelt, in dem die traditionelle Fischerei und der strenge Naturschutz nur schwer mit dem andauernden Tourismusboom zu vereinen sind. Und es ist Eile geboten, denn der Brandstifter scheint eine Mission zu verfolgen … Vor der zauberhaften Kulisse des legendenumrankten Galápagos-Archipels gewährt Bernhard Kegel Einblicke in Faszination und Abgründe der biologischen Forschung.  Hier geht's zur Leseprobe. Möchtest Du zu den 15 Vorablesern gehören?* Dann bewirb Dich und beantworte bis zum 16. Februar die folgende Frage: In seinen spannenden Wissenschaftsromanen erzählt der Biologe Bernhard Kegel vom Eigensinn der Natur und der Faszination der biologischen Forschung. Auf zwei unterschiedlichen Ebenen wird in Abgrund ermittelt: Während Anne Detlefsen mit einem neuen Kriminalfall beschäftigt ist, geben dem Wissenschaftler Hermann Pauli die Entdeckung neuer Tierarten Rätsel auf. Welche Erwartungen habt ihr an einen Wissenschaftsroman? Habt ihr bisher ähnliche Titel gelesen? Wir warten gespannt auf Eure Antworten und freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen! Euer mareverlag *Bedingung ist, dass Ihr euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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    • 380
  • Kein Krimi, vielleicht ein Drehbuch ???

    Havarie
    Birkhenne

    Birkhenne

    23. May 2016 um 12:42

    Ein Roman über die Begegnung zwischen einem Schlauchboot und einem Kreuzfahrtschiff  auf dem Mittelmeer! Hört sich interessant an, ist es aber leider nicht. Warum dieses Buch auf die Bestenliste in der KrimiZEIT gekommen ist, erschließt sich mir nicht.Dieses Buch macht einfach nur schlechte Laune! Vielleicht ist das auch beabsichtigt mit diesen kurzen abgehackten Sätzen, wie "Vogel friss oder stirb!".Es ist eine Geschichte über das Drama im Mittelmeer, wie sie realistischer kaum sein kann....Als Krimi würde ich dieses Buch aber keineswegs bezeichnen! Es liest sich eher wie ein Zeitungsartikel in stichpunktartigen Sätzen, wahrscheinlich eher die Drehbuchvorlage für den Film, der noch in diesem Jahr in die Kinos kommen soll.Am Anfang des Buches hat mich der abgehackte Schreibstil noch nicht sehr gestört aber nach und nach war er für mich lesehemmend. Ich hatte keine Lust mehr weiterzulesen, was mir nur selten passiert. In diesem Fall könnte der Film um Längen besser werden....Eine Krimihandlung findet man in diesem "Krimi" nicht!

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Havarie

    Havarie
    WolfgangHaupt

    WolfgangHaupt

    13. November 2015 um 10:14

    Ein bisschen Izzo, eine Spur Manotti, könnte funktionieren. Gut. Es reißt gleich mit, ich mag Bücher, die nicht lange fackeln, mich ins kalte Wasser schmeißen. Doch über diese Distanz hatte ich mittendrin meist das Gefühl, nicht zu wissen, was mir die Autorin eigentlich sagen will.  Es ist ein Schnipsel, eine Begegnung, für diese Länge, an die 220 Seiten, tauchen viele Menschen auf, und gleich wieder ab.  Die Szenen sind kurz gehalten, eine Schwierigkeit, da die Geschichte alle zwei Seiten zwischen den Figuren wechselt und erst später wieder eintaucht. Da muss man am Ball bleiben, auch so eine Sache, das ganze Buch konzentriert durchzulesen, war mir doch zu anstrengend. Allein schon, weil ich bei keiner Figur richtig war, mich nicht einlassen konnte. Das wurde meist von der Frage überlagert, wer das jetzt war und was er eigentlich macht. Alles in allem hat mir der rote Faden gefehlt, das Ziel, auf das ich hinfiebern konnte. Bei Karim, war es klar, der will nach Europa, das Gurkha Girl, okay, eine Art Romanze, die Tante mit dem Parkinson, schön erzählt. Aber ein Krimi oder Thriller ... ich weiß nicht so recht. Es hat mich ein wenig an Petrick Modiano erinnert. Zeitgeistig erzählt, mit einem Schuss Avantgarde. Den Spritzer Coolness hätte man sich sparen können, kann die Autorin doch sehr atmosphärisch und dicht erzählen. Das hat mehr gekostet als gebracht. Trotz aller Meckerei ein Werk, das mich am Lesen gehalten hat, kommt doch kaum Langeweile auf. Aber für ein Buch, das mich vom Hocker haut, hat es eben nicht gereicht. Vielleicht waren auch meine Erwartungen Schuld.

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  • Gute Idee, aber ließ mich als Leserin kalt

    Havarie
    Flamingo

    Flamingo

    26. September 2015 um 23:53

    Ich bin mit dem Buch nicht warm geworden. Vier Schiffe, elf Wirklichkeiten...damit kommt die Autorin nicht klar. Und was soll es sein? Ein Krimi, ein gesellschaftskritischer Roman? Es ist von allem zu viel und von allem zu wenig. Dabei halte ich Merle Kröger für eine gute Schriftstellerin, aber mit dem Geschichten erzählen hapert es hier. Die Autorin schafft es nicht, Gefühle zu wecken. Schade. Die Thematik ist sicher interessant, daher gibt es dafür zwei Sterne.

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  • Durchleuchtet: Havarie – Merle Kröger

    Havarie
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    17. September 2015 um 21:51

    Es sind schon viele begeisterte Rezensionen über „Havarie“ geschrieben worden und keine Angst, diese wird nicht unbedingt anders. Das Buch ist genial und mit seiner Aktualität ein Muss für jeden Menschen, der sich auch nur ansatzweise mit dem Thema Flüchtlinge befassen möchte. Die Frage, ob es ein Kriminalroman ist, ist auch schon oft gestellt worden und auch hier kann ich nichts Neues beitragen. Die Frage bleibt offen, so offen wie die Diskussion an sich, wie genau sich ein Kriminalroman definiert. Was also kann ich Euch Neues und Aufregendes über „Havarie“ bieten? Na, mal sehen. Ein paar Schiffe, ein paar Leben, das Mittelmeer – das sind die Akteure in Merle Krögers kurzem, aber eindrucksvollem Roman. Das wohl größte Problem – wenn man von einem Problem sprechen möchte – ist die Kürze des Romans und die große Menge an vielfältigen Charakteren, die das Buch bietet. Es gibt keinen Protagonisten, sondern viele Sichtweisen von unterschiedlichsten Personen. Ob nun vom Kreuzfahrtschiff, welches die naturgemäß die meisten Sichtweisen beinhaltet, vom Flüchtlingsboot bis hin zur Küstenwache – Merle Kröger beäugt das Geschehen aus vielerlei Augen. Und dafür ist der Roman fast schon zu kurz. Auch wenn ich tendenziell kurze und knappe Texte bevorzuge, hätte ich hier doch einfach gerne mehr gelesen. Doch natürlich ist diese knappe Vielschichtigkeit Merle Krögers Stil, der durch ihre Arbeit als Drehbuchautorin und Produzentin von Dokumentarfilmen beeinflusst ist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass auch dieser Roman „nur“ die Vorlage zu einer Dokumentation bildet. So muss ich Else Laudan zustimmen, die im Vorwort vermerkt: „Das ist großes Kino…“, denn das ist es. Ein gelesener Film, aber ganz sicher kein 08/15 Hollywood-Streifen, sondern eben großes Kino, wohl eher zu vergleichen mit einem französischen Film. Kein kurzweiliges Vergnügen, sondern etwas zum Nachdenken, zum dran „Nagen“, etwas, was immer wieder in den Gedanken auftaucht. Auch wenn ich glaube, dass dies eher dem Thema geschuldet ist, denn Flüchtlinge, egal ob nun hier in Deutschland oder eben noch auf dem Mittelmeer, bestimmen im Moment unsere Gedanken. Gelungen ist hierbei der Blick aus vielen Augen, denn der Leser lernt ein Spinnennetz voll Personen kennen: den Schlepper, aber auch die reiche Kreuzfahrtpassagierin, den Typ von der Küstenwache, aber auch Angestellte aus den tiefsten Ebenen des Kreuzers – die Fülle an Bevölkerungsgruppen und Charakteren ist unglaublich facettenreich. Merle Kröger zeigt uns Gedanken und Einsichten, die wir oft gar nicht sehen oder sehen wollen. Nur um ein Beispiel zu nennen: für mich sind Schlepper grundsätzlich negativ besetzt, doch der Roman zeigt, dass dies eben auch nur eine eindimensionale Sicht ist. Es mag vielleicht vermehrt Schlepper geben, die dies nur aus Profit und Habgier betreiben, aber es mag eben auch den ein oder anderen geben, bei denen dies nicht so ist. Letztendlich ist „Havarie“ ein Denkanstoß, ein Roman, der aufzeigt, aber auch die Chance gibt, seine eigenen Gedanken zu finden. Fazit: Großes Kino, außerordentlich und aktuell – nichts für zwischendurch, aber wer sich darauf einlässt und sich die Zeit nimmt, den Roman bewusst zu lesen, wird daraus viel gewinnen können.

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  • ein großartiges Buch

    Havarie
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    20. July 2015 um 19:03

    In der Nacht verlässt ein Schlauchboot mit Flüchtlingen die Algerien, Kurs auf Catagena. Für Karime Yacine, den Menschenschmuggler ist das gefährlich, aber nicht das erste Mal. Er ist ein Haraga, Männer, die als Helden gefeiert werden, das sie mit ihren kleinen Schnellbooten den Radar der spanischen Küstenwache austricksen. Zur gleichen Zeit läuft aus Algerien ein deutscher Frachter nach Dublin aus. Ein Kreuzfahrschiff mit Touristen an Board ist auch in dieser Region unterwegs. Es herrscht Nebel und schlechtes Wetter. Das Flüchtlingsboot wird manövrierunfähig, das ihm das Benzin ausgegangen ist. Nach dem Seerecht muss eins der Schiffe sich um die in Not geratenen kümmern. Anhalten kostet Geld. Ein spanisches Rettungsschiff wird gerufen. Auf diesem macht der spanischen Fischer Diego Martinez, Dienst bei der Küstenwache dient. Er erzählt die Geschichte seines Stadtteils und von den Toten, die jeden Tag anschwimmen, Auf jedem dieser Boote befinden sich Menschen, deren Geschichte erzählt wird: Vom syrischen Tellerwäscher, der eigentlich Arzt ist, vom indischen Security-Offizier, der von der Rederei seine Anweisungen bekommt, von der älteren deuten Jüdin, die ein Pflegefall ist. Die Kreuzfahrer Zeigen ihr Mitleid und winken mit Sekt in der Hand. Es wird gelästert, gewitzelt, natürlich mit dem Handy gefilmt. An Land gibt es noch Zohra, die Freundin von Karim, die in Frankreich arbeitet, krank ist, Heimweh hat, Sehnsucht nach Karim. Sie fährt an die spanische Küste, um Karim näher zu sein, weiß aber nicht, was auf dem Meer passiert. Das Schicksal von 11 Personen ist hier miteinander verwebt. Jeder hat seine Sichtweise, seine Interessen. Merle Kröger erzählt gekonnt in Fragmenten, die Stück für Stück zusammengefügt werden. Grundthema ist das Thema Flucht, aber auch von Veränderung, von Menschenwürde und Träumen, ein politischer Roman. Ein großartiges Buch, das man nicht verpassen sollte zu lesen.

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  • Aktuelles Thema zum Leben erweckt

    Havarie
    SaraK

    SaraK

    14. July 2015 um 11:51

    Drei Schiffe begegnen sich auf dem Mittelmeer: Ein Flüchtlingsboot, ein Kreuzfahrtschiff und ein Rettungsschiff. Merle Kröger erzählt die Begegnung multiperspektivisch, verleiht den unterschiedlichsten Personen eine Stimme, vom Schiffsoffizier über den Flüchtling und seine an Land wartende Verlobte bis zum Pauschalreisenden am Schiff. Obwohl der Text in einem etwas gewöhnungsbedürftigen Reportagestil geschrieben ist, werden die Motive und Ziele der einzelnen sehr plastisch und mit großem Verständnis rübergebracht. Respekt auch vor der Recherchearbeit!

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  • Festung Europa

    Havarie
    Gulan

    Gulan

    „Vorsicht, Küstenwache!“ Karim reißt das Ruder herum. Schüsse peitschen über das Meer. „Keine Angst! Das sind nur Warnschüsse!“, ruft er seinen Leuten zu. Der Cousin am Bug verschwindet im Dunkel. Panik. „Bruder! Wo bist du!“ […] „Wir müssen hier weg!“ „Nein!“ Verzweiflung. Hallt durch die Nacht. Motorengeräusche. Lichtfinger. Sie sind ganz nah. „Da vorne!“ Abdelmjids Gesicht, direkt neben seinem eigenen. Karim lehnt sich nach links. Sieht an Abdelmjid vorbei. Eine Wand. Ihre Rettung liegt hinter dieser Wand aus Nebel. Er hält blindlings darauf zu. Und schon tauchen Sie ein. Das Heulen des Windes stirbt einen schnellen Tod. Die Nebelgrenze wird zu einem dreidimensionalen Feld aus weißlichem Licht. Es dehnt sich aus, sehnt sich nach Unendlichkeit, leckt an den Konturen ihres kleinen Bootes. Karim stoppt den Motor. Keiner sagt ein Wort. Alle denken dasselbe: Wenn er Glück hat, ziehen sie ihn rechtzeitig aus dem Wasser. Wenn nicht...(S.12) Das Mittelmeer zwischen Algerien und Spanien: Ein winziges Schlauchboot mit Flüchtlingen ist auf dem Weg, in die Festung Europa einzudringen. Aufgrund von Treibstoffmangel wird es manövrierunfähig. In der Nähe: Das irisches Containerschiff „Siobhan“ und das Kreuzfahrtschiff „Spirit Of Europe“. Während das Kreuzfahrtschiff dem Seerecht entsprechend auf den spanischen Seenotkreuzer „Salvamar Rosa“ wartet, geschehen auf der „Spirit Of Europe“ weitere Dinge: Der philippinische Sänger einer Bordband verschwindet spurlos, in der Wäscherei geschieht ein Unfall und der Chef der Security versucht, daraus Kapital zu schlagen. Schon bei ihrem letzten, äußerst lesenswerten Kriminalroman „Grenzfall“ hatte sich die Autorin Merle Kröger dem Thema Flüchtlinge bzw. illegaler Grenzübertritt gewidmet. Der Roman gewann 2013 den Deutschen Krimi Preis. In ihrem neuen Buch „Havarie“ hat sie nun die Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm verarbeitet. Sie wechselt in schnellen, kurzen Kapiteln zwischen insgesamt 11 Personen in Form einer Montage. Die Handlung spielt innerhalb von zwei Tagen. Wir begleiten so unterschiedliche Personen wie Karim Yacine, algerischer Schlepper, Lalita Masarangi, Sicherheitspersonal auf der Spirit Of Europe oder Diego Martinez von der Seenotrettung in Cartagena. Das Besondere bei den Figuren: Jede der Biografien handelt in einer Form von Flucht, Exil, Trennung oder Entwurzelung. Die Kapitel sind immer mit einer der Personen überschrieben. Dabei wechselt die Erzählperspektive zwischenzeitlich von der dritten in die erste Person. Somit erfährt der Leser auch Gedankengänge, Bewusstseinsströme und innere Konflikte der Hauptfiguren. Ich habe mich mit der Bewertung ziemlich schwer getan. Der Roman ist definitiv ein wichtiges literarisches Statement zur aktuellen Flüchtlingspolitik. Die Autorin hat sich bewusst für diese Choreographie entschieden, es erinnert mich an einen Videoclip mit schnellen Schnitten und vielen Nahaufnahmen. Die ungewöhnliche Konstellation empfand ich allerdings letztlich als zu verkopft. Man erfährt durchaus einiges von den Figuren, Ängste, Sorgen, Hintergründe. Aber alles wechselt so schnell, die einzelnen Figuren werden quasi zu Passanten. Und auch die politisch-thematischen Hintergründe der Personen waren mir manchmal einen Tick zu dozierend eingeflochten. Da geht es um nepalesische Gurkhas und ihre Rolle im britischen Empire, hinduistisch-muslimische Rassenkonflikte, den Bürgerkrieg in Syrien, Umweltverschmutzung in Spanien, die troubles in Nordirland, den Ukrainekonflikt, die Flucht aus den deutschen Ostgebieten 1945 und und und. Die Biografien sind durchaus glaubhaft und gut recherchiert, und ja, geopolitisch hängt fast alles miteinander zusammen, aber ihre schiere Anzahl auf weniger als 250 Seiten hat mich schlichtweg erschlagen. Dieses Buch war für mich eine Art literarisches Speed-Dating, unterhaltsam, anregend, aber irgendwie hätte ich mich auch gerne auf einzelne Personen näher eingelassen. Vielleicht wurde ich hierbei aufgrund der positiven ersten Besprechungen und Vorschusslorbeeren Opfer meiner eigenen hohen Erwartungen. Ohne Frage bietet der Roman ein hohes literarisches Niveau und ein wichtiges, aktuelles politisches Thema, aber die gewählte Form der Darbietung war für mein Empfinden nicht optimal.

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