Mervyn Peake

 4 Sterne bei 87 Bewertungen

Lebenslauf von Mervyn Peake

Mervyn Laurence Peake † 17. November 1968 in Burford, England

Alle Bücher von Mervyn Peake

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Cover des Buches Gormenghast - Der junge Titus9783608939217

Gormenghast - Der junge Titus

 (41)
Erschienen am 01.08.2010
Cover des Buches Gormenghast - Im Schloss9783608939224

Gormenghast - Im Schloss

 (15)
Erschienen am 01.08.2010
Cover des Buches Gormenghast - Der letzte Lord Groan9783608939231

Gormenghast - Der letzte Lord Groan

 (9)
Erschienen am 21.02.2011
Cover des Buches Gormenghast - Titus erwacht9783608939248

Gormenghast - Titus erwacht

 (5)
Erschienen am 21.02.2011
Cover des Buches Der Junge im Dunkeln9783608964271

Der Junge im Dunkeln

 (4)
Erschienen am 20.07.2019
Cover des Buches Captain Slaughterboard geht vor Anker9783858815637

Captain Slaughterboard geht vor Anker

 (0)
Erschienen am 28.09.2017
Cover des Buches Gormenghast9783608109252

Gormenghast

 (0)
Erschienen am 01.06.2017

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Rezension zu "Der Junge im Dunkeln" von Mervyn Peake

Meine Rezension zu Der Junge im Dunkeln
Belladonnavor 10 Monaten

Beschreibung

Der junge Titus möchte nichts sehnlicher als der Zeremonie zu seinem 14. Geburtstag zu entkommen, um den damit verbundenen und nicht enden wollenden Ritualen zu entgehen. So begibt es sich, dass der 77. Erbe des Hauses Groan in die Freiheit flieht, die Wälder seines Reiches erkundet und dabei, kaum seinem zeremoniellen Gefängnis entkommen, direkt in den nächsten Albtraum stolpert.

Meine Meinung

Mervyn Peake erzählt in seinem Buch »Der Junge im Dunkeln« eine kurze Geschichte über den berühmten Helden aus seiner Gormenghast Reihe, die sehr stark einer Fabel ähnelt. Betrachtet wird ein Ereignis aus dem Leben des jungen Titus, der den zeremoniellen Ritualen zu seinem anstehenden 14. Geburtstag entkommen möchte und bei seiner traumartigen Flucht in den Wald und die Länder seines Reiches in ein albtraumhaftes Abenteuer schlittert.

Titus begegnet auf seinem Weg einem sprechenden Geißbock und einer Hyäne die beide das Ziel verfolgen den kostbaren Jüngling zu ihrem Gebieter Lamm zu bringen. Da Titus keinen anderen Ausweg aus der verfahrenen Situation erkennen kann folgt er dem kuriosen Duo und gerät in die verhängnisvolle Gefangenschaft des Lamms.

Die poetische Sprache Mervyn Peakes passt hervorragend zu dieser kurzweiligen und abenteuerlichen Geschichte des jungen Titus. Nachdem mir vor acht Jahren die Neuauflage der Gormenghast Reihe im Klett-Cotta Verlag so gut gefallen hatte, habe ich mich natürlich sehr auf diese kleine Zusatzgeschichte gefreut. Ich habe diesen kurzen Ausflug mit Titus sehr genossen, möchte euch allerdings nicht zuviel von der Handlung verraten, es geht aber auf jeden Fall spannend zu und Titus benötigt unbedingt sein schlaues Köpfchen, um Heil aus der Angelegenheit zu kommen.

Für alle, die diese Reihe ebenso kennen und lieben, sei erwähnt, dass man diese Erzählung auf keinen Fall mit den Gormenghast Romanen vergleichen sollte, denn hierbei handelt es sich wie bereits erläutert nur um einen kurzen, traumartigen, Ausschnitt aus dem Leben des jungen Thronerben. Während man in den Romanen tief in das Schlossleben auf Gormenghast eintaucht und die skurrilen Schlossbewohner näher kennen lernt, bleiben diese in »Der Junge im Dunkeln« vollkommen außer Acht. Die Geschichte lässt sich somit als eigenständige Lektüre betrachten, die auch gut von Leserinnen und Lesern ohne Vorkenntnisse aus der Roman-Reihe zur Hand genommen werden kann.

Fazit

Ein fabelhaftes Fantasyabenteuer mit dem Helden aus der Gormenghast-Reihe, dass sich für Fans ebenso sehr wie für Neulinge eignet.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 23.08.2019 

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Rezension zu "Der Junge im Dunkeln" von Mervyn Peake

Eine Gormenghast-Geschichte
yellowdogvor 10 Monaten

Die Erzählung Der Junge im Dunkeln ist eine gute Gelegenheit zur Annäherung an das Werk von Mervyn Peake, das im zentralen aus den Gormenghast-Romanen besteht.

Der titelgebende Junge ist der 14jährige Titus, der überfordert von Zeremonien zu seinem Geburtstag heimlich die Feierlichkeiten und das Schloss Gormenghast verlässt und dabei auf tierähnliche Menschen trifft. Er gerät in Gefahr. Die Geschichte bleibt geheimnisvoll und packend.

Mervyn Peake ist leider relativ jung gestorben, daher ist sein Werk nicht so umfassend, dennoch sieht man schon in dieser Erzählung wie dicht es geschrieben ist. Das hat wirklich Niveau und steckt voller Atmosphäre.

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Rezension zu "Gormenghast - Der junge Titus" von Mervyn Peake

Skurrilitäten auf Schloss Gormenghast
wunderfitzvor 7 Jahren

Gormenghast – ein Buch, bei dem sich die Geister zu scheiden scheinen. Zwischen himmelhochjauchzend und abgrundtief gelangweilt, die meisten Rezensionen schwanken zwischen diesen beiden Extremen – nun ja, meine hängt irgendwo etwas lauwarm dazwischen.

Wer von euch kennt sie noch? Die vollgestopften Wimmelbilderbücher à la „Wo ist Walter?“ und „Wirrwarr auf Schloss Winterstein“ (vor allem letzteres übrigens sehr zu empfehlen)? Genau so ist Gormenghast. Man purzelt in diese verwinkelte Welt voller verstaubter Gänge und labyrinthischer Dachlandschaften, bevölkert von abstrusen Charakteren mit ihren noch merkwürdigeren Gebräuchen. Und da sitzt man nun. Und stellt sich die Frage, worum es hier überhaupt geht. Geht es um den Diener des Königs, den alten Flay, der vogelscheuchengleich mit knackenden Kniegelenken durch düstere Gänge wandelt? Oder um den Ausreißer Steerpike, der voller Charme und kalter Berechnung die absonderlichen Damen Lady Clarice und Lady Cora um den Finger wickelt und dabei ganz eigene Pläne verfolgt. Oder doch um Fuchsia, die Tochter des Königs, die furchtbar aufbrausend und dickköpfig sein kann und am liebsten ihre geheimsten Orte aufsucht? Oder geht es um die gesamte Fülle an sonderlichen Charakteren, von denen Gormenghast bevölkert wird, gleichermaßen? Sicher ist nur, wer eine „normal“ erzählte Geschichte mit Einleitung, Spannungsbogen etc. erwartet, der wird hier wohl enttäuscht werden.

Mervyn Peakes Orte scheinen alle eine ganz eigene Stimmung zu haben und dem Leser eröffnet sich – wenn er sich darauf einlässt – eine wunderbar entrückt wirkende Miniaturwelt, mal heiter und skurril, dann wieder fast schon bedrohlich und alptraumhaft, festgefahren in ihrer sonderlichen ritualisierten Ständegesellschaft. Ich persönlich war sehr fasziniert von den Figuren und Orten, die der Autor hier geschaffen hat und ich habe mich prinzipiell gerne im Schloss herumgetrieben, habe mich vor der Gräfin und ihren weißen Katzen gegruselt, das Wurzelzimmer der Zwillinge bewundert und bin Steerpikes Charme erlegen, doch leider scheint für mich alles nur ein wenig an der staubigen Oberfläche zu kratzen. Mir fehlten die Tiefe und die Verbindung zu den Personen, von denen es nur der zuletzt genannte geschafft hat, mich zu packen, vermutlich gerade weil er aus dem System Gormenghasts herausfällt und so wurde das Lesevergnügen für mich etwas getrübt und vor allem gegen Ende auch etwas zäh und langatmig. Schade, denn vieles, was ich in anderen vermeintlich skurrilen Büchern vermisse, habe ich hier in Hülle und Fülle gefunden, doch ich konnte nicht so Recht Zugang finden. Deshalb nur 2,5 Sterne von mir.

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Zusätzliche Informationen

Mervyn Peake wurde am 09. Juli 1911 in Kuling (China) geboren.

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