Mervyn Peake Gormenghast - Im Schloss

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Inhaltsangabe zu „Gormenghast - Im Schloss“ von Mervyn Peake

Gewalt und Gesetzlosigkeit breiten sich aus wie die Pest in den finsteren Kammern, den babylonischen Gängen, den kahlen, verlassenen Steinhöfen, den spinnwebverschleierten Dachböden Gormenghasts.

Beunruhigende Ereignisse, unerklärliche Vorkommnisse tragen sich zu, verdichten sich und werden zu einer tödlichen Bedrohung für Titus, den jungen Grafen Groan, Herr über die geheimnisvollen Provinzen des Schlosses und ihre Bewohner. In einem grauenvollen Finale fällt schließlich die unerwartete Entscheidung.

Ein Fantasyroman voll schillernder Figuren und einem labyrinthischen Schauplatz, der skurriler nicht sein könnte. Mervyn Peakes zeitloses Meisterwerk ist das Vorbild für viele moderne Fantasyautoren.

'Gormenghast' ist von der Hand eines Zauberers geschrieben.

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  • Rezension zu "Gormenghast / Im Schloss" von Mervyn Peake

    Gormenghast - Im Schloss

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. February 2011 um 00:21

    Das zweite Buch ist ebenso grandios wie der erste Teil und Ich schließe mich meinen beiden Vorgängern an. "Intrigen, Mord und Verrat bestimmen das Leben der Bewohner Gormenghast..." - Richtig. Außerdem Einsamkeit, Gefühlskälte, unerfüllte Sehnsüchte und Freiheitsdrang. Diese sind neben der vordergründigen Intrigenspinnerei von Steerpike, der abschließenden Mörderhatz, dem Showdown zwischen ihm und Titus Groan die eigentlichen großen Themen. Wer nur vordergründig liest und das nicht erkennt, wird mit Gormenghast in der Tat wenig anfangen können.

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  • Rezension zu "Gormenghast / Im Schloss" von Mervyn Peake

    Gormenghast - Im Schloss

    Belladonna

    24. January 2011 um 10:43

    Beschreibung: Titus, der siebenundsiebzigste Graf Gormgenghast, ist sieben Jahre alt und damit ihm nichts geschieht stellt Gormenghast für ihn zugleich ein Gefägnis dar. In Gormenghast kommt es zu immer mehr beunruhigenen Ereginissen und niemand ahnt, wer hinter dem Netz aus Lügen und Gewalt steckt. Die unerklärlichen Vorkomnisse werden für den jungen Grafen Groan schon bald zu einer lebensgefährlichen Bedrohnung und fordern von dem Jungen Schlossherrn eine Entscheidung. Meine Meinung: Im zweiten Band von Mervyn Peakes Klassiker um das labyrinthartige Schloss Gormenghast ist Titus sieben Jahre alt und sieht sich unzähligen Ritualen und Zeremonien ausgesetzt. Als er älter wird und sich nicht mehr von den Mauern Gormenghast gefangen halten lässt, unternimmt Titus immer mehr Steifzüge durch die Wälder und bemerkt somit nicht die unerklärlichen Ereignisse im Schloss. Immer mehr Schlossbewohner fallen der sich ausstreckenden Gewalt zum Opfer und niemand ahnt wer sich hinter alledem verbirgt. In rasantem Tempo wird Titus älter und wächst zu einem jungen Mann heran. Währendessen häufen sich die mysteriösen Vorkomnisse in Gormenghast und die Geschichte spitzt sich immer mehr zu. Als Titus dann das liebste auf der Welt genommen wird erwacht er aus seiner Blindheit und nimmt die Suche nach dem Übeltäter auf. >>Im Schloss>Der junge Titus<< gespickt mit Ereignissen, die dem Leser keine Zeit zum Lufholen lassen sondern einen immer mehr auf die Folter spannen. Die schon im ersten Band bis aufs kleinste Detail ausgearbeitete schrullige Figuren werden auch hier weiter verfeinert und vor einem dunklen Hintergrund zum leben erweckt. Mervyn Peake versteht es mit langen wie auch kurzen Sätzen eine ganz besondere Atmosphäre heraufzubeschwören die seinen Roman zu etwas ganz besonderem macht. Gormenghast und seine skurrilen Bewohner haben es mir einfach angetan. Mervyn Peake hat mich auch mit dem zweiten Band der Gromenghast Reihe mit seiner bildreichen Sprache bezaubert und ich kann es kaum erwarten die nächsten reizenden Geschichten zu lesen. Mein Fazit: Ein phantastisches Werk das mich mit seiner bezaubernden Sprachgewalt in den Bann gezogen hat.

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  • Rezension zu "Gormenghast / Im Schloss" von Mervyn Peake

    Gormenghast - Im Schloss

    Rabenfrau

    08. January 2011 um 12:39

    Gormenghast – ein unermesslich großes Schloß, umgeben von Gormenberg und Krüppelwald. Ein dunkler kalter Kasten, durchzogen von engen Gängen, Spinnweben, modrigen Balken und teilweise vollständig in Vergessenheit geratenen Burgflügeln. Geimnissvolle und mystische Rituale durchdringen das Dasein der Burgbewohner und bestimmen den gesamten Ablauf im Leben auf Gormenghast. Doch das mächtige Gerüst der alltäglichen Routine ist ins Wanken geraten. Während Titus, der junge 77. Graf Groan heranwächst, unternimmt der Inrigant Steerpike alles, um sich zum absoluten Diktator aufzuschwingen. Die Schwestern des ehemaligen Grafen Groan benötigt er nun nicht mehr, und auch Barquentine, der Meister des Rituals ist ihm, nachdem er in die Geheimnisse der Gesetzbücher eingeweiht, nur noch ein Klotz am Bein. Sich ihm zu entledigen kostet Steerpike zwar fast das eigene Leben, macht ihn aber gleichzeitig zum strahlenden Helden. Einzig Gräfin Gertrude, der Doktor und Titus trauen dem Aufsteiger nicht über den Weg. Doch auch Titus wird in gewisser Weise zum Verräter, den in ihm gährt der Gedanke an Rebellin, ans Ausbrechen aus den alten Ritualen und Traditionen, ans Ausbrechen aus Gormenghast. Intrigen, Mord und Verrat bestimmen das Leben der Bewohner Gormenghast, Todgeglaubte kehren zurück und alles läuft unweigerlich auf eine Konfrontation zwischen Titus und Steerpike hin – einen finalen Kampf auf Leben und Tod… Mervyn Peake’s zweiter Band der Gormenghast-Reihe, „Gormenghast – Im Schloss“ hat mich fast noch mehr begeistert als sein Vorgänger. Titus wird erwachsen (am Ende des ersten Bandes war er gerade einmal zwei Jahre alt), man begleitet ihn durch diverse Erlebnisse bishin zu dem einen Punkt, an dem er sich endgültig von seiner Jugend verabschiedet. Deutlich schwingt in all seinen Handlungen der Hang zur Rebellion mit, er nutzt jede Gelegenheit die Schlossmauern zu verlassen, ob nun erlaubter Weise oder nicht. Steerpike hingegen tritt im Vergleich zum ersten Band „Der junge Titus“ mehr in den Hintergrund, dominiert und kontrolliert aber das Geschehen aus dem Hintergrund. Für seinen Plan, die Macht über Gormenghast zu erlangen, schreckt er vor nichts zurück. In beide Hauptcharaktere kann man sich, dank Peake’s wunderbarem Stil, sehr gut hineinversetzen. Beide sind sympathisch, selbst Steerpike, der innerhalb der Geschichte noch mehr zum eiskalten Intriganten wird. Neben den bereits aus dem ersten Band bekannten, teilweise recht grotesken Charakteren, führt Peake hier zusätzlich die Professoren ein. Mit Namen wie Deadyawn, Cutflower, Perch-Prisma und ähnlichem tragen sie ungemein zur Erheiterung bei, da jeder einzelne von ihnen seine ganz eigenen, skurillen Züge an den Tag legt. Peake hat hier ein kleines Meisterwerk geschaffen, das man meiner Meinung nach einfach gelesen haben muss. Ein absolut faszinierender Roman!

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  • Rezension zu "Gormenghast / Im Schloss" von Mervyn Peake

    Gormenghast - Im Schloss

    Claudia-Marina

    07. January 2011 um 18:58

    Was Teil 1 der Gormenghast-Trilogie zu wenig an Handlung hatte, das hat Teil 2 zu viel. Zu Beginn der Handlung ist Titus sieben Jahre alt und trotz seiner jungen Jahre bereits der siebenundsiebzigste Lord Groan – und bei deren Ende ist er dann schon….aber lest selbst. Ich fange wieder von vorne an. Lord Titus ist sieben Jahre alt, sein Vater ist tot, also muss er jetzt regieren. In seinem Fall bedeutet das allerdings, dass er zahllose sinnige und unsinnige, meist sehr skurrile Rituale und Zeremonien über sich ergehen lassen muss. Kein Wunder, dass er sich immer öfter aus dem Schloss stiehlt und durch die Umgebung streift. Deshalb bekommt er auch nicht wirklich mit, dass im Schloss nicht alles seinen gewohnten Gang geht. Gewalt breitet sich aus wie ein Lauffeuer – und fordert ihre Opfer – und nebenbei modert das Schloss vor sich hin. Lord Titus wächst und wächst und wird älter und älter – und das so rasend schnell, dass ich kaum hinterherkomme. Schon wieder ist es zu viel – zu viel passiert, zu viele Tragödien. Ich fühle mich überschüttet – oder vielmehr überfüttert von den Ereignissen, die in schneller Abfolge beschrieben werden – man gönnt mir keine Verdauungspause. Und schon wieder tut es mir leid – denn die Sprache ist immer noch die bildreiche, schillernde, bizarre, die ich auch im ersten Teil schon geschätzt habe. Die Figuren – wenn auch stark dezimiert und sich dezimierend – sind zwar noch dieselben, werden aber nicht langweilig. Neue Personen kommen kaum hinzu, und so werden sie alten ein wenig wie vertraute, aber schrullige Verwandte – die Sorte, die man zwar voller Neugier beobachtet, aber niemals selbst im Haus haben möchte! Erst zu wenig, dann zu viel Handlung – ja, man kann es mir nicht recht machen – und dass mir sechs Jahre in Titus Entwicklung fehlen, sollte ich vielleicht auch erwähnen. Trotzdem habe ich sowohl den ersten wie auch den zweiten Band gerne gelesen – und vielleicht stimmt beim dritten Band ja die Mischung – und sei es nur, um Sätze wie „Wenn es jemals eine streitsüchtige Napfschnecke eingewunden in Ranken gab, dann sind Sie diese Napfschnecke, mein Freund.“ zu lesen.

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