Mesa Selimović Der Derwisch und der Tod

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Inhaltsangabe zu „Der Derwisch und der Tod“ von Mesa Selimović

"Der Derwisch und der Tod"Der Derwisch und der Tod" führt in das Bosnien des 18. Jahrhunderts zurück. Der fromme Scheich Ahmed Nurudin wird aus der friedlichen Ruhe des Derwischklosters gerissen; sein Bruder Harun ist von den osmanischen Machthabern, die auch über die Provinz Bosnien gebieten, verhaftet worden. Beim Versuch, seinem Bruder zu helfen, gerät auch der Derwisch in die Fänge der osmanischen Justiz; später wird er an die Spitze einer bosnischen Erhebung gestellt, verrät jedoch, im alten religiösen Ordnungswahn befangen, die Sache der Aufständischen wie schließlich sogar seinen besten Freund. In drastischen Bildern spiegelt sich die grausame Geschichte einer Region; zugleich aber weitet sich der Roman zu einem großen Traktat über die Fragen von Macht und Auflehnung, Vertrauen und Verrat, von Leben und Dogma. Der historische Roman des großen bosnischen Erzählers Mesa Selimovic zählt zu den überragenden epischen Werken der europäischen Literatur. Nach dem Erscheinen der Originalausgabe 1966 übersetzte man den Roman sogleich in viele Sprachen, Mesa Selimovic wurde mehrfach für den Nobelpreis vorgeschlagen.

Eines der besten Bücher die ich jemals gelesen haben. Es ist kein Buch, dass man mal so nebenbei liest. Wirklich sehr tiefsinnig.

— elbeelbe
elbeelbe

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  • Rezension zu "Der Derwisch und der Tod" von Mesa Selimovic

    Der Derwisch und der Tod
    Vanna

    Vanna

    Das Buch handelt von Scheich Ahmed in der Zeit der osmanischen Herrschaft in Bosnien des 18. Jahrhunderts, der zunächst fromm und allgemein unkritisch in einem Kloster lebt. Sein Bruder Harun wird unschuldig inhaftiert. Ahmed ist zerrissen zwischen dem Wunsch, dem eigenen Bruder zu helfen, und seine Machtposition nicht für eigene Zwecke auszunutzen. Die Handlung gewinnt langsam an Dynamik und nimmt Bezug auf die politische Situation in damaligem Bosnien. Im wesentlichen geht es um die Suche nach dem Sinn oder besser gesagt Unsinn des Lebens, die Suche nach dem Glück und dem inneren Freiden. Der Scheich selbst wird im Laufe des Buches immer mehr zu der Art Menschen, die er am Anfang verurteilt. Die politische Situation der damaligen Zeit wird zudem sehr gut beschrieben. Jedes Kapitel beginnt mit einer Sure aus dem Koran. "Der Derwisch und der Tod" ist das bedeutendste Werk von Selimovic und eines der bedeutendsten Werke, wenn nicht sogar das bedeutendste Werk, der zeitgenössischen Literatur auf dem Balkan und in Europa. Es wurde (mehrfach?) für Nobelpreis nominiert. Leider ohne Erfolg, wobei es mMn definitiv literarisch und geschichtlich viel wertvoller ist als "Die Brücke über die Drina" von I. Andric, welches den Nobelpreis erhalten hat. Dieses Buch ist mein absolutes Lieblingsbuch - das Buch der Bücher für mich. Es ist eine wahre Schatztruhe perfekt in Worte gefasster tiefsinniger Gedanken zum Thema Sinn des Lebens, Leben und Tod, Liebe, Freundschaft, Verrat, Religion, usw. Ich wage es zu behaupten, dass es auf dem Balkan eines der meist zitierten Bücher ist. Die Grundaussage des Buches ist eher pessimistisch. Die Stimmung passt auch perfekt zum Land Bosnien, so voller Widersprüche, voller Liebe, aber auch Bitterkeit und Verzweiflung. Trotzdem findet man auch irgendwie Trost in diesem Buch. Und letztendlich, auch wenn dieses Buch keine Liebesgeschichte ist, offenbart sich am Ende doch eine wunderbar traurige und verbotene Liebe zwischen einem Mann und einer Frau. Dieses Buch hat mir sehr oft im Leben Trost und Hilfe gegeben. Noch nie habe ich so viel über ein Buch nachgedacht. Bei jedem erneuten Lesen des Buches finde ich neue Schätze. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen, allerdings muß man sich darauf einlassen können. Ich kann mir vorstellen, dass wenn man den Bezug oder zumindest die Affinität zu dem Thema nicht hat, eher Schwierigkeiten haben könnte, das Buch richtig zu verstehen und zu lieben. Leider muß ich auch sagen, dass die deutsche Übersetzung sehr schlecht ist. Es ist sehr trocken und langweilig und wird der Originalsprache des Autors einfach nicht gerecht. Ich bin über die ersten Seiten nicht gekommen, liegt aber vielleicht auch daran, dass ich es im Original kenne. Unbedingt lesenswert - wenn möglich im Original.

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