Metin Arditi Tochter des Meeres

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Inhaltsangabe zu „Tochter des Meeres“ von Metin Arditi

Spetses – eine kleine griechische Insel in den 50er-Jahren. Die Brüder Nikos und Spiros sterben bei einem rätselhaften Unfall auf dem Meer. Pavlina und Aris sind die Kinder der Brüder und wachsen wie Geschwister auf. Als Pavlina siebzehn ist, verliebt sie sich in ihren Cousin, der aber mit ihren Gefühlen nichts anzufangen weiß. Trotzdem kommt es zu einer folgenreichen Liebesnacht zwischen den beiden. Nach den gemeinsamen Stunden am abgelegenen Steg springt Aris ins Meer – und kehrt nicht wieder. Das Leben der jungen Pavlina wird von da an nie wieder so sein wie zuvor ...

Der atmosphärisch dichte Roman erinnert an eine griechische Tragödie, wird aber durch die Sonne und die Farben Griechenlands nie düster.

— Barbara62

Ein großartiges Buch: Griechische Tragödie in neuem Stil und eine Hymne auf das Leben

— RosaEmma

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— SteffiWausL

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  • Wie eine griechische Tragödie

    Tochter des Meeres

    Barbara62

    17. July 2015 um 08:15

    1930 kommen zwei Brüder auf die kleine griechische Insel Spetses, wo sie es dank harter Arbeit und Zusammenhalt zu bescheidenem Reichtum bringen. Während Nikos bald Vater eines Sohnes wird, muss Spiros lange auf die Tochter Pavlina warten. Dann verunglücken die Brüder beim Fischen mit Dynamit, nur Spiros' Frau ahnt die Wahrheit. Und als Pavlina, die ihren Cousin schon immer liebt, eine Liebesnacht mit ihm erzwingt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Der atmosphärisch dichte Roman des Türken Metin Arditi erinnert an eine griechische Tragödie, wird aber durch die Sonne und die Farben Griechenlands nie düster.

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  • Eine Hymne auf das Leben...

    Tochter des Meeres

    RosaEmma

    16. May 2015 um 13:59

    Griechische Tragödie in neuem Stil Metin Arditis Tochter des Meeres ist eine spannungsreiche, sehr berührende Familiengeschichte - eine moderne griechische Tragödie wie sie brisanter und fesselnder nicht sein könnte. Doch trotz aller Dramatik sprüht sie vor Lebendigkeit und Lebensfreude. Darin liegt für mich auch die Anziehungskraft des Buches, das grossartig erzählt und voller Poesie ist und den Leser aufgrund seiner kontroversen Thematik so schnell nicht mehr loslässt. Mysteriöser Tod zweier Brüder Die Geschichte beginnt im Jahre 1952 auf Spetses, einer schönen, noch unberührten griechischen Insel. Die beiden Brüder und erfahrenen Fischer Spiros und Nikos Louganis kommen bei einem mysteriösen Bootsunfall auf dem Meer ums Leben. Ihre Familien, Spiros' Frau Magda und seine Tochter Pavlina sowie Nikos' Frau Fotini und sein Sohn Aris, sind verzweifelt, denn sie sind von nun an auf sich allein gestellt. Doch sie geben nicht auf und versuchen, diese schwierige Lebenssituation so gut es geht zu bewältigen. Magda findet Arbeit bei einer amerikanischen Familie und auch die Kinder verdienen ihr erstes Geld: Pavlina als Näherin und Aris als Tischler. Fatale Liebe Als die Insel 1957 mehr und mehr vom Tourismus erschlossen wird, entschließen sich Pavlina und Aris, das Unglücksboot ihrer Väter zu reparieren und in den Sommermonaten Bootstouren für die gut zahlenden Touristen zu veranstalten, da diese wesentlich mehr Geld einbringen als ihre Jobs in der Näherei bzw. Tischlerei. Für die 17-jährige Pavlina erfüllt sich ein Traum, denn sie ist heimlich in ihren Cousin Aris verliebt und nichts macht sie glücklicher, als mit ihm gemeinsam auf dem Meer zu sein. Sie verliert sich in Tagträumen, bis Aris ihr mitteilt, dass er sie zwar wie eine Schwester liebt, aber ihre romantischen Gefühle nicht erwidern kann. Er offenbart Pavlina sein Geheimnis, das einen Skandal heraufbeschwören würde, wenn es herauskäme. Für Pavlina bricht eine Welt zusammen und sie weigert sich, die Realität zu sehen. Sie versucht, Aris' Liebe zu erzwingen, und in einem schwachen Moment kommt es dann zu einer folgenschweren Nacht, deren weitreichende Konsequenzen beide Familien in den Abgrund ziehen... Hymne auf das Leben Metin Arditi ist ein großartiger Erzähler. Er versteht es, den Leser mit dieser außergewöhnlichen Geschichte in seinen Bann zu ziehen, aber er verlangt ihm auch Einiges ab. Tochter des Meeres ist ein Roman voller Emotionen, Leidenschaften, Geheimnisse und Tragödien - doch er ist vor allem eines: eine Hymne auf das Leben. Ganz egal, was seinen Protagonisten auch Schlimmes widerfährt, sie stehen wieder auf und machen weiter - und in kleinen kostbaren Momenten ist das Buch erfüllt von der Freude und der Lust am Leben. Und so steht dann auch am Ende nicht der tragödienübliche Untergang, sondern die Hoffnung auf einen Neuanfang, der beweist, dass das Leben trotz allem der Mühe wert ist. Multitalent Metin Arditi: Physiker, Geschäftsmann, bedeutender Mäzen und erfolgreicher Schriftsteller Metin Arditi wurde 1945 in Ankara geboren, wuchs aber in Genf auf, wo er auch heute noch lebt. Er studierte Physik/Atomwissenschaften in Lausanne und später dann Wirtschaftswissenschaften an der Business School der Universität Stanford/USA. 1988 gründete er seine Stiftung Arditi und ist heute ein einflussreicher Mäzen und Kulturförderer, der in einer Vielzahl von kulturellen Institutionen engagiert ist (er ist u.a. Präsident des renommierten Orchestre de la Suisse Romande). Arditi begann seine schriftstellerische Karriere vor ca. 17 Jahren. Tochter des Meeres ist sein fünfter Roman, der mit dem französischen Prix Version Femina ausgezeichnet wurde. Metin Arditi hat leider keine eigene Website. Ein sehr gutes (wenn auch älteres) Interview mit ihm mit dem Titel Kunst braucht keine Erklärung findet ihr bei SWI swissinfo.ch unter folgendem Link: http://www.swissinfo.ch/ger/-kunst-braucht-keine-erklaerung--/6390666.

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  • Rezension zu "Tochter des Meeres" von Metin Arditi

    Tochter des Meeres

    Lesegenuss

    13. August 2011 um 17:31

    Schon von Beginn der Handlung an versteht es der Autor Metin Arditi, den Leser an seine Geschichte zu fesseln. Durch die bildliche Darstellung, die Schilderung der Schauplätze fühlt man sich zurückversetzt in das Griechenland Mitte des 20. Jahrhunderts. Handlungsort ist die Insel Spetses, die Welt der Fischer auf Spetses und einer tragischen Familiengeschichte. Was zu Beginn wie ein Unglücksfall aussieht und geschildert wird, bei dem beide Brüder Spiros und Nikos Louganis ums Leben kommen, stellt sich letztendlich als Selbstmord und Mord da. Im Jahr 1930 verlassen beide Brüder ihre Heimatinsel, auf der Suche nach neuer Arbeit, neues Glück, von einer Insel zur anderen, bis sie schließlich im Januar des darauffolgenden Jahres auf der Insel Spetses beim Kloster um Arbeit nachfragen Seit dem 12. Jahrhundert lebten auf Spetses Albaner, die vor der Zwangsislamisierung durch die Ottomanen geflohren waren und deren Nachfahren den Türken gegenüber eine heftige Abneigung bewahrten (S. 16 2. Abs.). Für das Kloster waren die beiden ein Glücksgriff. Sie schuften bis zum Umfallen, um das Klostergelände wieder urbar zu machen. Spiros verliebt sich in Magd, die albanischer Abstammung ist und heiratet sie mit Erlaubnis der Klostervorsteherin. Magda wiederum verkuppelt Nikos mit Fotini, die mit sieben Jahren ins Kloster kam. Arbeitsam wie beide Brüder waren, gelingt es ihnen, sich durch ihre Fischerei einen gewissen Wohlstand zu verschaffen. Erst ein Stück Land, dann ein großes, zweistöckiges Haus für beide Paare zusammen. Fotini und Niko haben gerade ihr erstes Kind bekommen, einen Sohn, Aris. Etliche Jahre später kommt Pavlina zur Welt, Tochter von Spiros und Magda. Doch ist sie wirklich seine Tochter? Spiros Zweifel werden immer größer. Pavlina, ein echtes Kind von Kaymnos, der Insel, von der er, Spiros, stammte. Nicht nur er, auch sein Bruder Nikos. Nach einer schlimmen Nacht der Zweifel zwingt er seine Frau zur Wahrheit. Ein sorgsam gehütetes Geheimnis kommt nunmehr zutage. Noch am gleichen Tag kommt es zum Mord und Selbstmord. Wenige Jahre später, nach dem Verlust der beiden Ehemänner, der beiden Väter, beginnt Pavlinas Geschichte. Die Familie bringt das Schiff wieder auf Vordermann für die Touristen, die auf die Insel kommen. Pavlina ist in Aris verliebt, doch dieser liebt Männer. Das hält sie nicht ab, ihn in einer Nacht zu verführen. Sie wollte immer nur Aris. Nach dem sexuellen Akt geht Aris ins Wasser und ertrinkt. Pavlina ist von ihm schwanger geworden, doch sie muss ihr Kind zur Adoption freigeben. Sie beide, Aris und Pavlina, sind Geschwister, aber beide kannte das Geheimnis nicht. Pavlina sucht ihr ganzes Leben nach ihrem Kind, das Ergebnis ihrer verlorenen Liebe zu Aris. Es geschieht nicht oft, dass mich ein Buch derart in den Bann gezogen hat, um es in eins durchzulesen. Anhand der knapp 256 Seiten war das nicht so problematisch, als wenn ich ein Buch mit 400 Seiten und mehr vor mir liegen habe. Der Autor hat in „Tochter des Meeres“ eine Tragödie beschrieben, wie sie sich auch heutzutage zutragen könnte. Themen u. a. Liebe, Homosexualität, aber auch Hass und Mord finden sich hierin wieder. Metin Arditi hat eine sehr berührende Art zu schreiben. Fazit: „Tochter des Meeres“ entspricht nicht der normalen Vorstellung eines Liebes- bzw. Frauenromans. Wer etwas anderes, außergewöhnliches lesen möchte, nicht diese normalen Herzschmerzgeschichten, Liebe und Freundschaft schätzt, der sollte diese Lektüre nicht verpassen. Eine besondere Kunst des Schreibens, vor allem der Übersetzerin sei Dank, ein Lesegenuss.

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  • Rezension zu "Tochter des Meeres" von Metin Arditi

    Tochter des Meeres

    WinfriedStanzick

    19. April 2011 um 16:23

    Der neue Roman "Tochter des Meeres" des in Ankara geborenen und seit seiner Kindheit in Genf lebenden französischsprachigen Metin Arditi entführt seine Leser in eine tragische und dramatische Familiengeschichte und die raue Welt der Fischer auf der griechischen Insel Spetses und den Übergang der Insel und seiner Bewohner von einer fast archaischen Kultur in den modernen Tourismusbetrieb. Zunächst wird erzählt von zwei Brüdern, von Spiros und Nikos Louganis, die im November 1930 von der Insel Kalymnos kommend, wo sie mit dem Tauchen nach Schwämmen ihr hartes und lebensgefährliches Brot verdienten, nach Spetses kommen, nachdem sie auf verschiedenen anderen Inseln ohne Arbeit geblieben waren. "Dort lebten seit dem 12. Jahrhundert Albaner, die vor der Zwangsislamisierung durch die Ottomanen geflohen waren und deren Nachfahren den Türken gegenüber eine heftige Abneigung bewahrten. Die Insel war ein Zentrum des Unabhängigkeitskrieges gewesen, und ein Großteil der griechischen Flotte war dort gebaut worden. Seither waren die Werften von Spetses berühmt. Aber auch hier fragten die Brüder vergeblich nach Arbeit." Spiros und Nikos klopfen an Türen des Klosters und finden dort Unterkunft und Arbeit. In der Küche des Klosters begegnet Spiros Magda, sieht in ihr die Frau seines Lebens und heiratet sie bald mit Erlaubnis der Klostervorsteherin Igoumani. Magda wiederum verkuppelt ihrer Freundin Foloni an den anderen Bruder, der es Spiros gleich tun will. Die beiden Paare leben glücklich zusammen, und als die fleißigen Brüder die das Meersalz im Blut" haben, einen Kaik bauen, ein sechs Meter langes Holzboot mit verjüngtem Bug und Heck und einem Segel, steigt auch langsam ihr Wohlstand. Von den Erträgen der Fischerei kaufen sie sich ein Stück Land und bauen sich ein gemeinsames Haus. Sie schaffen das ganze Baumaterial mit ihrem Kaik von einer anderen Insel heran, und bald schon steht ein zweistöckiges kleines Haus. Nikos zieht mit seiner Frau Folini im Erdgeschoss ein, weil sie gerade einen kleinen Sohn, Aris, zur Welt gebracht hat. Spiros und Magda nehmen den ersten Stock, und auch bei ihnen kommt einige Jahre später einer Tochter zu Welt, die sie Pauline nennen. Nachdem sie zwölf Jahre mit den Netzen gefischt haben, begreifen die beiden Brüder, dass sie für die Belieferung der ersten Touristenhotels der Insel andere Fische und für den Fang dieser Fische ein größeres Boot benötigen. Achtzehn Monate brauchen sie, bis sie die elf Meter lange Dio Adelfia fertig gestellt haben, das größte Fischerkaik der Insel und das einzige mit Motor. Eines Abends, die Familien sitzen mit ihren Kindern beieinander, begreift Spiros ein bislang ungelüftetes Geheimnis. Paulina ist nicht seine Tochter sondern Nikos'. Am nächsten Tag sprengt er sich und seinen Bruder mit dem Dynamit, das zum Fischen gedacht war, in die Luft. Zwei Frauen haben keine Männer mehr und zwei Kinder keinen Vater. Fünf Jahre später, Pauline ist zu einer jungen Frau herangewachsen, beginnt nun die eigentliche Geschichte des Romans. Pauline ist verliebt in ihren Cousin Aris ( beide kennen das Geheimnis nicht !) mit dem sie zusammen die verrottende Dio Adelfia wieder instand gesetzt hat und mit der sie in der Saison Touristen zu einsamen Inseln und Stränden fahren. Ein recht einträgliches Geschäft. Aris geht auf die Annäherungsversuche seiner Cousine nicht ein. Er kann es nicht, aus Gründen, die bald klar werden. Als er es doch einmal tut, nimmt ein großes Verhängnis seinen Lauf und Paulines Leben gerät total durcheinander. Mit großer Sprachkunst und starken Bildern verfolgt Metin Arditi Paulines Geschichte bis zum Jahr 1975, wo sich schlussendlich ein langer, tragischer Lebenskreislauf schließt. Ein Roman, der erzählt von der Kraft der Liebe und doch mehr ist als ein Liebesroman, der eine pralle Lebensfreude ausstrahlt und doch den Leser auch in die Abgründe des Leides und der Verzweiflung mitnimmt. Große, bewegende Unterhaltungsliteratur vom Feinsten.

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