Metta Victor

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Alle Bücher von Metta Victor

Metta VictorTagebuch von nem schlimmen Schlingel
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Tagebuch von nem schlimmen Schlingel
Tagebuch von nem schlimmen Schlingel
 (4)
Erschienen am 06.10.2010
Metta VictorDer schlimme Schlingel auf großer Fahrt
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Der schlimme Schlingel auf großer Fahrt
Der schlimme Schlingel auf großer Fahrt
 (1)
Erschienen am 15.11.2012
Metta VictorDer schlimme Schlingel kehrt zurück und macht seine ersten Erfahrungen als Redakteur
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Der schlimme Schlingel kehrt zurück und macht seine ersten Erfahrungen als Redakteur

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Rezension zu "Tagebuch von nem schlimmen Schlingel" von Metta Victor

Rezension zu "Tagebuch von nem schlimmen Schlingel" von Metta Victor
HermannBorgerdingvor 7 Jahren

Ich bin ein absoluter Fremdsprachenbanause. Und deshalb auf Übersetzungen angewiesen.
Wenn ich Stephen King oder ähnliches lese, dann ist mir die Qualität der Übersetzung nicht ganz so wichtig, dann stelle ich sie auch weniger in Frage. Bei Bukowski zum Beispiel war das anders. Und Carl Weissner hat nach meinem Empfinden fast immer genau ins Schwarze getroffen.
„A bad boy’s diary“ von Metta Victor ist eine amerikanische Lausbubengeschichte von 1880 und die Übersetzerin Ni Gudix hat bei der deutschen Ausgabe „Tagebuch von nem schlimmen Schlingel“ ein Meisterwerk hingelegt. Das Original ist umgangssprachlich verfasst, die Orthographie wird bewusst ignoriert und der Wortschatz des achtjährigen Tagebuchschreibers ist enorm und fegt wie ein Wirbelwind durch die Tagebucheintragungen. Gudix hat es wahrhaftig geschafft, dies ins „Deutsche“ zu übertragen, ohne peinlich oder platt rüberzukommen.
Georgie Hackett ist ein Lausbub wie Michel, wie Tom Sawyer. Wer es schafft, sich auf die Sprache einzulassen, wird mit einem Klassiker belohnt werden. Und seinen Spaß daran haben.

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Rezension zu "Tagebuch von nem schlimmen Schlingel" von Metta Victor

Rezension zu "Tagebuch von nem schlimmen Schlingel" von Metta Victor
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Zum Inhalt:
Die Autorin Metta Victor, 1885 an Krebs verstorben, war eine bekannte Autorin sogenannter Groschenromane, bei denen es sich um romantische Liebesgeschichten handelte.

Meine Meinung:
Der hier vorliegende Band wurde erstmals 1880 anonym veröffentlicht, weil die Autorin der Meinung war, sie würde ihren Ruf verlieren. Dies stellte sich jedoch als Irrtum heraus. Der 8jährige Protagonist Georgie Hackett wurde zu einer sehr bekannten Lausbubenfigur.

Georgie bekommt zu seinem achten Geburtstag ein Tagebuch geschenkt und ab dem Zeitpunkt wird er der Chronist seines Lebens und seiner wie auch immer gearteten Streiche. Fast lassen sich Vergleiche zu ähnlich gelagerten Geschichten wie „Michel aus Lönneberga“ ziehen, wenn auch Georgie noch einen Tacken härter und nervender zu Werke geht. Dabei schreibt in seiner sehr eigenen Sprache, also wie gesprochen, so geschrieben.

Beim Lesen kann das manchmal etwas schwierig werden und es hat auch eine zeitlang gedauert, bis ich in das Buch reingekommen bin. Das englische Original kenne ich nicht, aber wenn ich die Übersetzung mit der von Josef Botstiber vergleiche (Tagebuch eines bösen Buben, Delphin Verlag München, ca. 1920er/1930er Jahre ), dann ist die Übersetzerin Ni Gudix hingegangen und hat das Buch sehr exakt übersetzt, auch wenn sich Botstiber daran versucht hat, einen gewissen Bezug zum Originaltext zu finden.

Ni Gudix selber beschreibt es im Vergleich zu den anderen Übersetzungen in einer Anmerkung zum Text: „Der Slang wurde völlig vergessen: im einen Fall verschwand er hinter künstlichen Rechtschreibfehlern, im anderen hinter altkluger korrekter Orthographie. Beides ist so verkehrt wie mangelhaft.“

Kurt Kusenberg hat es in den 1970er Jahren wohl auch noch mal versucht, veränderte aber so viel, dass fast ein anderes Buch entstand. Als Grundlage dafür nahm er die Übersetzung Botstibers.

Ni Gudix und der Killroy Media Verlag haben also einen vergessenen Klassiker neues Leben eingehaucht. Wer darüber hinweg sehen kann, dass das Buch von den üblichen orthographischen Feinheiten weit entfernt ist, wird seinen Spaß haben. Ansonsten einfach mal reinlesen und sich einnehmen lassen von alten Streichen eines schlimmen Schlingels.

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