Metta Victor Tagebuch von nem schlimmen Schlingel

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(0)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Tagebuch von nem schlimmen Schlingel“ von Metta Victor

'A Bad Boy’s Diary' erschien 1880 erstmals anonym als Taschenbuch bei Ogilvie in New York und wurde zum großen Erfolg. Es erschien mit Rechtschreibfehlern und im Slang ('I was ate years ole yesturday, an Mamma she sez to me') sowie mit Wortspielen und frechem Jargon. 'The funniest book ever written', hieß es in Rezensionen. Es gab viele Übersetzungen und Bearbeitungen, doch wegen der Anonymität des amerikanischen Originals wurde oft im Text herumgepfuscht, Georgies Orthographie wurde z.T. korrigiert, seine Abenteuer gekürzt und neue dazuerfunden. Daß 'Gian Burrasca', ein beliebtes italienisches Kinderbuch neben Pinocchio, ein Plagiat von „A Bad Boy’s Diary“ ist, wissen nur wenige. Ní Gudix’ Übersetzung 'Tagebuch von nem schlimmen Schlingel' ist der Versuch, einem der Ur-Lausbuben der Weltliteratur wieder zu Ruhm und Ehre zu verhelfen.

Nur kurz (Rezension folgt): wenn man sich an den Stil (die Übersetzung) gewöhnt hat, dann ist das ein Klassiker, der in Dland zu Unrecht vernachlässigt wird

— HermannBorgerding

Stöbern in Romane

Wenn Prinzen fallen

Wer „Wolf of Wall-Street“ mochte, wird dieses Buch auch mögen.

CocuriRuby

Schloss aus Glas (Filmausgabe)

Eine ungezähmte Kindheit, wild und wahr.

SABO

Der Weihnachtswald

Wunderschöne Geschichte mit Überraschender Handlug und kurzer Länge in der Mitte.

Kati1272

Lied der Weite

Lebendig und voller Menschlichkeit erzählt Haruf ohne anklagend zu werden.

sommerlese

Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

sehr vergnügliches kurzweiliges Lesevergnügen

COW

Highway to heaven

Wenn eine Frau sich an ihre Jugendträume erinnert, reicht manchmal ein Schritt.....

Bibliomarie

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Tagebuch von nem schlimmen Schlingel" von Metta Victor

    Tagebuch von nem schlimmen Schlingel

    HermannBorgerding

    02. March 2012 um 14:22

    Ich bin ein absoluter Fremdsprachenbanause. Und deshalb auf Übersetzungen angewiesen. Wenn ich Stephen King oder ähnliches lese, dann ist mir die Qualität der Übersetzung nicht ganz so wichtig, dann stelle ich sie auch weniger in Frage. Bei Bukowski zum Beispiel war das anders. Und Carl Weissner hat nach meinem Empfinden fast immer genau ins Schwarze getroffen. „A bad boy’s diary“ von Metta Victor ist eine amerikanische Lausbubengeschichte von 1880 und die Übersetzerin Ni Gudix hat bei der deutschen Ausgabe „Tagebuch von nem schlimmen Schlingel“ ein Meisterwerk hingelegt. Das Original ist umgangssprachlich verfasst, die Orthographie wird bewusst ignoriert und der Wortschatz des achtjährigen Tagebuchschreibers ist enorm und fegt wie ein Wirbelwind durch die Tagebucheintragungen. Gudix hat es wahrhaftig geschafft, dies ins „Deutsche“ zu übertragen, ohne peinlich oder platt rüberzukommen. Georgie Hackett ist ein Lausbub wie Michel, wie Tom Sawyer. Wer es schafft, sich auf die Sprache einzulassen, wird mit einem Klassiker belohnt werden. Und seinen Spaß daran haben.

    Mehr
  • Rezension zu "Tagebuch von nem schlimmen Schlingel" von Metta Victor

    Tagebuch von nem schlimmen Schlingel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. March 2011 um 10:50

    Zum Inhalt: Die Autorin Metta Victor, 1885 an Krebs verstorben, war eine bekannte Autorin sogenannter Groschenromane, bei denen es sich um romantische Liebesgeschichten handelte. Meine Meinung: Der hier vorliegende Band wurde erstmals 1880 anonym veröffentlicht, weil die Autorin der Meinung war, sie würde ihren Ruf verlieren. Dies stellte sich jedoch als Irrtum heraus. Der 8jährige Protagonist Georgie Hackett wurde zu einer sehr bekannten Lausbubenfigur. Georgie bekommt zu seinem achten Geburtstag ein Tagebuch geschenkt und ab dem Zeitpunkt wird er der Chronist seines Lebens und seiner wie auch immer gearteten Streiche. Fast lassen sich Vergleiche zu ähnlich gelagerten Geschichten wie „Michel aus Lönneberga“ ziehen, wenn auch Georgie noch einen Tacken härter und nervender zu Werke geht. Dabei schreibt in seiner sehr eigenen Sprache, also wie gesprochen, so geschrieben. Beim Lesen kann das manchmal etwas schwierig werden und es hat auch eine zeitlang gedauert, bis ich in das Buch reingekommen bin. Das englische Original kenne ich nicht, aber wenn ich die Übersetzung mit der von Josef Botstiber vergleiche (Tagebuch eines bösen Buben, Delphin Verlag München, ca. 1920er/1930er Jahre ), dann ist die Übersetzerin Ni Gudix hingegangen und hat das Buch sehr exakt übersetzt, auch wenn sich Botstiber daran versucht hat, einen gewissen Bezug zum Originaltext zu finden. Ni Gudix selber beschreibt es im Vergleich zu den anderen Übersetzungen in einer Anmerkung zum Text: „Der Slang wurde völlig vergessen: im einen Fall verschwand er hinter künstlichen Rechtschreibfehlern, im anderen hinter altkluger korrekter Orthographie. Beides ist so verkehrt wie mangelhaft.“ Kurt Kusenberg hat es in den 1970er Jahren wohl auch noch mal versucht, veränderte aber so viel, dass fast ein anderes Buch entstand. Als Grundlage dafür nahm er die Übersetzung Botstibers. Ni Gudix und der Killroy Media Verlag haben also einen vergessenen Klassiker neues Leben eingehaucht. Wer darüber hinweg sehen kann, dass das Buch von den üblichen orthographischen Feinheiten weit entfernt ist, wird seinen Spaß haben. Ansonsten einfach mal reinlesen und sich einnehmen lassen von alten Streichen eines schlimmen Schlingels.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks