Mette Jakobsen

 3.6 Sterne bei 38 Bewertungen

Alle Bücher von Mette Jakobsen

Minous Geschichte

Minous Geschichte

 (37)
Erschienen am 10.09.2012
The Vanishing Act

The Vanishing Act

 (1)
Erschienen am 17.09.2012

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Federzaubers avatar

Rezension zu "Minous Geschichte" von Mette Jakobsen

Nichtssagend
Federzaubervor 2 Jahren

Es hörte sich besonders an. Ein kleines Buch mit großen Worten, hatte ich mir erhofft. 
Nur der Name Minou hatte mich schon sehr angesprochen.  

Doch leider wurde ich sehr enttäuscht.  Ich weiß nicht,  ob ich es nicht verstanden habe, oder den Sinn nicht gesehen habe, aber mir hat das Buch so gut wie nichts gegeben. 

Die Charaktere waren allesamt seltsam und skurril. Die Handlung war für mich komplett nichtssagend. Es passierte kaum was, und das was passierte war nicht relevant. Für mich gab es keine Handlung oder Geschichte die wirklich erzählenswert war.

Ich habe mich die ganze Zeit  gefragt was die Autorin mit diesem Buch bezwecken wollte? Für mich war es nur ein Fragezeichen und ein Buch, das für mich nichts gegeben hat, leider.

Note: 2/5

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fireezs avatar

Rezension zu "Minous Geschichte" von Mette Jakobsen

Minous Geschichte
fireezvor 5 Jahren


"Minous Geschichte" ist vor allem eines: sehr ruhig. Es passiert nicht viel auf diesen gut 200 Seiten und doch kann man nicht behaupten, dass nichts passiert. Ganz am Anfang der Geschichte findet Minou einen toten Jungen im Wasser, und da nur in größeren Abständen ein Versorgungsschiff die Insel besucht, ist ihr Vater gezwungen, die Leiche irgendwie aufzubewahren. Minou fängt an mit dem toten Jungen zu sprechen und sich Gedanken über sein Leben, aber auch über ihr eigenes zu machen. 
Es ist schwer zu sagen, um was es in diesem Roman wirklich geht. Um ehrlich zu sein: Ich glaube ich habe es entweder total verpennt oder einfach nicht begriffen. Minou erzählt von ihrer gegenwärtigen Situation und von ihrer Mutter, die verschwunden ist. Und sie schreibt eine Geschichte, daher wohl auch der Titel des Buches. Aber was zum Beispiel der tote Junge in der Erzählung zu suchen hat, ist mir bis zum letzten Satz schleierhaft geblieben. Es werden keinerlei Geheimnisse um ihn aufgedeckt und (ich nehme mal das Nichts vorweg) man erfährt nichtmal, was es mit ihm auf sich hat. Rein informationstechnisch ist man nach dem Lesen des Buches auch nicht schlauer als vorher.
Andererseits muss ich aber sagen, dass mir der Schreibstil und die Erzählweise sehr gefallen haben. Es war einfach einmal etwas anderes und stets philosophisch angehaucht. Vielleicht muss man sich einfach die Zeit nehmen, sehr viel über die erzählte Geschichte nachzudenken und seine eigenen Interpretationen einzubringen. Sicher kann man dann auch irgendwann hineindeuten, was nun der tote Junge in der Geschichte zu suchen hat, oder was wirklich mit Minous Mutter geschehen ist. Ich persönlich bekomme aber gerne Geschichten präsentiert, die nur einen leichten Deutungsrahmen haben. Ein nacktes Gerüst, ohne irgendwelche voreingebaute Logik ist weniger mein Ding, weshalb ich auch diesem Buch für mich nicht so viel abgewinnen konnte.
Ich empfehle "Minous Geschichte" daher vor allem Lesern, die gerne lange über einen Roman nachdenken und ihre ganz eigene Sicht der Welt mit einbringen möchten. Wer sich (so wie ich meistens) lieber zurücklehnt und eine durchkonstruierte Geschichte erwartet, der wird hier aber wahrscheinlich eher unzufrieden sein.

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MarliesLuers avatar

Rezension zu "Minous Geschichte" von Mette Jakobsen

Eine Insel im Winter und ihre Bewohner
MarliesLuervor 6 Jahren

Minou lebt seit ihrer Geburt vor 12 Jahren auf einer kleinen, abgelegenen Insel. Die wenigen Erwachsenen um sie herum sind alle kriegstraumatisiert und leben mehr oder weniger in einer Scheinwelt. Sie sind so isoliert vom Rest der Welt, dass es ihnen nicht sonderbar erscheint, dass (der) Priester in einer leeren Kirche predigt, dass (der) Kistenmann für eine Zirkusvorstellung sechs Reihen Stühle aufstellt, obwohl nur zwei Zuschauer erwartet werden. Auch einen toten, tiefgefrorenen Jungen, den das Meer angeschwemmt hat, im Bett aufzubewahren bis die Inselboten ihn abholen, erscheint ihnen nicht makaber, auch nicht, sich mit ihm zu unterhalten oder ihm Geschichten vorzulesen.
Das Verschwinden der Mutter und die ganze Geschichte an sich lässt sich mit sehr wenigen Sätzen zusammenfassen. Die Besonderheit dieses kleinen, seltsam poetischen Buches ist das, was zwischen den Sätzen steht. All das Unausgesprochene, die große Tragik, die ich darin sehe, dass ein Kind zwischen namenlosen Erwachsenen aufwächst und sein Weltbild extrem fragil und unvollständig ist. Ohne echte Hilfe muss sie mit dem ungeklärten Verschwinden ihrer Mutter fertig werden, steht im Spannungsfeld zwischen Fantasie (die Mutter) und Logik ( Vater).

Der Leser sieht und hört durch Minous Augen und Ohren. Sie erzählt die Geschichte indem sie ihre Gedanken mit uns teilt, und sie springt innerlich hin und her, Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ständig ab. Man kann das Buch an einem langen Abend in einem Rutsch durchlesen.
Mir hat es gefallen. Es hat eine ganz spezielle, einmalige Stimmung.

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