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Natalie77

vor 3 Monaten

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Inhalt:
Edie ist auf der Hochzeit von Arbeitskollegen als es zu einem Kuss mit dem Bräutigam kommt. Leider ertappt sie die Braut und so beginnt ein Spießrutenlaufen für Edie. Sie die geküsst wurde wird nun beschimpft und gemobbt. Sie flüchtet nach Hause um dem ganzen zu umgehen und bekommt von ihrem Chef die Chance sich als Ghostwriterin für die Biografie von Elliot Owen zu versuchen bis sich die Aufregung an der Arbeit gelegt hat. Eine Chance die sie mit einem mulmigen Gefühl ergreift auch wenn sich Elliot erst als Nervensäge darstellt.

Meine Meinung:
Ich mochte schon Es muss wohl an Dir liegen recht gerne, so dass ich gespannt auf den Folgeband war, der aber eine vollkommen eigenständige Geschichte ist.

Den Beginn empfand ich als etwas holprig. Ich musste mich erstmal wieder an den Schreibstil gewöhnen, wo ich gerade erst ein Kinderbuch gelesen hatte. Dazu kam das ich auch diese Geschichte bei der Hochzeit als etwas hacklig empfand. Erst nach dem schicksalhaften Kuss wurde es für mich besser und ließ sich sehr gut lesen.

Die Geschichte fing für mich erst richtig in Nottingham an, alles andere war der Grund für Edies Reise in ihre Heimatstadt und für viele viele oberflächlichen Abschnitte die noch folgten, wobei das nicht negativ im Bezug auf das Buch gemeint ist, eher oberflächlich weil Edies Bekanntschaften in London mehr wie oberflächlich waren.
Es gibt hier viele Baustellen an denen Edie zu Kämpfen hat, das öffentliche Mobbing wegen dem Kuss, Vergangenheitsdinge die aufgearbeitet werden müssen, der Kampf mit sich selbst und natürlich der Part als Ghostwriterin. Das Buch hat 540 Seite, sehr viel für einen Roman in der Sparte wie ich finde, doch das vollkommen berechtigt. Die Autorin lässt sich und ihren Figuren eine normale Zeit und macht keine Hektik. Die Geschichte und die Figuren dürfen sich in Ruhe entwickeln, das ist einer der Gründe warum es nie langweilig wurde. Ein anderer ist die gute Mischung von Liebe, Streitigkeiten, Geschwisterzwist, Humor, Ernsthaftigkeit und Freundschaft. Eine Geschichte mit tiefsinnigen aber auch lustigen Dialogen, mit der, für mich, genau richtigen Art von Humor.

Figuren gibt es hier einige, wenn man die ganzen oberflächlichen Arbeitskollegen dazu zählt die Edie mobben. Doch die wichtigsten Personen sind recht schnell aufgezählt.
Edie, sie hat schon Monderwertigkeitskomplexe. Sie muss etwas regeln können oder läuft davor weg. Etwas dazwischen geht nicht. Meistens läuft sie weg. Das bleibt auch lange Zeit so. Dabei ist sie durchaus kein Naivchen, sondern eine Frau die weiß was sie will. Sie kann es nur nicht immer umsetzen. Die Entwicklung hier geschieht ganz nebenher. Es gibt immer wieder Kapitel in denen man es ganz plötzlich bemerkt.
Elliot, der Schauspieler, der das Berühmt-sein eigentlich gar nicht will. Man lernt jemand scheinbar oberflächlichen kennen und merkt recht schnell dass da hinter der Fassade viel mehr ist. Ich mochte Elliot von Beginn an und verstand auch das manch eine Aktion eher ein Schutz war. Am Ende überraschte mich diese Figur jedoch trotzdem am Meisten.
Meg und Edies Dad, die einzige Familie die sie noch hat. Hier gibt es genügend Zündstoff für Streitigkeiten, die aber stellenweise auch sehr amüsant waren.
Margot die exzentrische Nachbarin die nicht mehr möchte als Unterhaltung. Eine wichtige Figur für die Geschichte auch wenn man es zeitweise nicht vermutet hätte. Eine schrullige alte Dame zum liebhaben.
Dazu die Freunde von Edie Hannah und Nick, die hinter ihr stehen und zeigen was Freundschaft bedeutet.
All das sind die Figuren die für Edie wichtig sind. Wichtig für die Geschichte sind da natürlich noch die Arbeitskollegen die auch einiges an Zündstoff rein bringen und damit aber die Geschichte nicht zu einer Liebesschnulze werden lassen.

Das Ende war für mich dann doch überraschend auch wenn die Autorin dem Leser offen gelassen hat wie es ausgehen soll war eine Richtung zu erkennen. Bis dahin gab es viele Unwägbarkeiten und Wendungen die diesen Roman wirklich lesenswert machen.

Autor: Mhairi McFarlane
Buch: Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt
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