Mia Avelon Banalverkehr

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Inhaltsangabe zu „Banalverkehr“ von Mia Avelon

»Ich habe doch ein Spitzenleben.« Tipp des Lektorats: Puppe Stockmann hat ein fantastisches Leben, das denkt sie zumindest. Von der ersten Seite dieses Debüts an war ich gefesselt: von der Hartnäckigkeit und dem unbestechlichen Humor, mit denen die Heldin ihr extremes „Sex and the City”-Leben mit Partys, Männern, Höhen und Tiefen verteidigt. Und das auch, als ihre beste Freundin schwanger ist, sich ein Nest baut und Puppe es ihr nur nachtun will, um sie nicht zu verlieren. Doch ich war auch berührt, von jeder Seite, auf der Puppe ihren Schwächen begegnet und uns mehr und mehr hinter die Fassade blicken lässt. Eine starke, mutige und wahre Erzählstimme. Anne Tente, Lektorat

Ein freches Debüt, fast ohne (Achtung Schimpfwort!) Gemütlichkeit, tragisch und komisch zugleich

— SelmaNentwig
SelmaNentwig

Lockerflocker hat die Geschichte angefangen und endet mit einem Tiefgang! Sehr schönes Buch, kann ich wärmstens empfehlen!

— Salzstaengel
Salzstaengel

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meine hohen Erwartungen wurden leider vollends enttäuscht - gute Idee, die leider nicht richtig umgesetzt wurde

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eulenmatz

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  • Mutige Achterbahnfahrt in vollen Zügen

    Banalverkehr
    SelmaNentwig

    SelmaNentwig

    24. September 2014 um 00:19

    Schnurstracks bin ich eingezogen in eine wilde „Puppenstube“ und war überrascht vom flotten Schreibstil, infiziert von den verwirrten Gedanken der Hauptfigur und berührt von den Aktionen überspielter Einsamkeit in einer Großstadt (die mir durchaus vertraut sind). Immer häufiger wünschte ich der Autorin: Lass es um Himmels Willen keine Autobiographie sein! Nicht so. Nicht ohne Stoßdämpfer! Was Puppe erlebt, hinterlässt schmerzhafte Spuren, die man nur mit Humor verwischen kann. Galgenhumor. Was sie perfekt beherrscht. Sonst wäre das alles nicht auszuhalten. Zuweilen wurde die Geschichte SCHEINBAR (!) unter einem verträglichen Pegel Alkohol zu Papier gebracht. Kommt irgendwie übermütig rüber. Tollkühn! Worum geht´s? Sie ist weg. Lene. Der einzige Fels in der Brandung der Puppe Stockmann. Eigentlich ist sie nicht wirklich weg. Nur nicht mehr da, wenn man sie braucht. Also immer, quasi. Puppe fühlt sich allein und ergibt sich in ein berauschtes Spitzenleben ohne Substanz. Betäubt ihren Schmerz mit Schmerz. So ähnlich wie bei Zahnweh, man beißt extra auf den wunden Punkt. Dann fühlt es sich gut an, wenn es weh tut. Vorübergehend. Puppe gibt sich nicht wirklich Mühe vom Leser gemocht zu werden. Glänzt durch kindlich bockige Emotionalität, die man in ihrem Alter (29) nicht mehr so recht kapieren mag, aber doch irgendwoher kennt. Wer will schon erwachsen werden und wozu? Wer sich (wie ich) hin und wieder gegen eine gewisse Reife sträubt, erfüllt auf den ersten Blick nicht die besten Voraussetzungen für diese Lektüre (wegen der Rückfallquote). Aber auf den zweiten Blick gerade deshalb. Erschreckend ehrlich und aufwühlend. Man möchte unser Püppchen manchmal retten aus dem gefährlichen Strudel aus Alkohol, Sex und Betäubung. Sie wach rütteln. Gedanklich rennt man ihr mit einem Sprungtuch entgegen und schreit: Lass mich deine Lene sein! Doch das wäre fatal. Diese Rolle spielt schon das Schicksal. Nach Lene kommt Lückenfüller Lutz, wie ein wohliges Feuer daher. Ein Strohfeuer, denn mit dem Ende einer flüchtigen Schwangerschaft ist auch Lutz schon wieder Geschichte. Der Krapfen wandert zurück in die Schublade. The Show must go on! Life is a Party! Ein ewiges Delirium. Das geübte Leserauge ahnt: Ein Drama bahnt sich Weg. Wie ein Pulle Rotwein über cremefarbenen Satin. Dann kommt rechtzeitig Edo um die Ecke. Kein Typ für Organspende oder Broccoli-Auflauf. Doch dieser Edo riecht gut. Und verfügt über eine hübsche Hülle, ein Sushiröllchen! Das muss reichen! Puppe projiziert alles, was es vorgeblich wert ist sich an es zu klammern, auf ihn. Ihren Superhelden. Er fühlt sich gebraucht als Erlöser und Puppe sich als Gerettete. Fast dankbar verliebt schaut sie zu ihm auf. Was bleibt einem auch anderes übrig wenn man am Boden liegt? Leidenschaft versteht sich in dieser Kombi von selbst, weil es ausreichend Leiden schafft. Klar. Auch Itsy spielt in dieser Phase eine tragende Rolle. Ihr Ende bleibt eine Mahnung. Ein trauriger herber Beigeschmack, der in seiner gnadenlosen Härte vielleicht Puppes eigentliche Rettung war. Der Leser muss wissen, worauf er sich einlässt. Sprachlich begegnet uns hier kein poetischer Schnickschnack, wie etwa: „Wieder streut der Herbst ins Land seinen gold’nen Blätterregen.“ Stattdessen ein klares: „Der Sommer, der alte Loser, kämpft sich schwermütig durch den September.“ Super! Ich kämpfte mich nicht schwermütig durch die Kapitel, sondern wollte begierig wissen wie es weiter geht. Der Abspann lässt einen nachdenklich versöhnt zurück. So soll es sein! Kein Buch von der Stange. Starker Humor, besondere Autorin. Für mich persönlich etwas zu viel Wiederholung in Mias Kopf. Insgesamt 4 Sterne. Empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Banalverkehr" von Mia Avelon

    Banalverkehr
    RuthLaNuit

    RuthLaNuit

    27. October 2011 um 11:57

    Puppe Stockmann, deren Welt aus Feiern, Freundin Lene und unverbindlichen Männergeschichten besteht, was sie als ein "Spitzenleben" empfindet, wird zum Erwachsenwerden gedrängt. Die Freundschaft mit Lene zerbricht, ihre neue Freundin Itsy geht am "Spitzenleben" kaputt, die Not-Beziehung zu Lutz scheitert schmerzhaft und Edo, den sie liebt, liebt sie nicht. Puppe wird mit den Problemen der "Erwachsenenwelt" konfrontiert und mit sich selbst. Sie ist hin- und hergerissen, zwischen Mädchen- und FRausein und muss sich irgendwann für ihren Weg entscheiden. Ihre Entwicklung ist nachvollziehbar und erlebbar, was mir sehr gut gefallen hat. Außerdem hätte ich nicht gedacht, dass man sich als Leser doch so an Puppe binden kann, wo sie anfangs alles andere als sympathisch wirkt. Die Kombination aus der Heldin, dem Schreibstil, der einfach Puppe ist, und dem ständigen Wechsel zwischen Humor und Tragik machen das Buch für mich zu etwas Besonderen. Ich bin froh, es gelesen zu haben, weil es anders ist, neu, unglaublich ehrlich, berührend und einfach wunderschön. Herzlichen Glückwunsch, Mia!

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  • Leserunde zu "Banalverkehr" von Mia Avelon

    Banalverkehr
    frolleinavelon

    frolleinavelon

    Puppe Stockmann hat ein Spitzenleben. Mit ihrer besten Freundin Lene aka „die linke Titte“ nimmt sie alles mit, was die Großstadt zu bieten hat, insbesondere Partys und Männer. Doch dann will Lene plötzlich „gemütlich“ werden, hat einen festen Freund und wird auch noch schwanger. Für Puppe ein absolutes zensiert: böses Schimpfwort. Aber natürlich will sie ihre Lene nicht verlieren, also… Das wird an dieser Stelle nicht verraten, denn ihr sollt ja fleißig lesen! Im August ist Puppes Geschichte nämlich unter dem Titel „Banalverkehr“ bei Heyne erschienen. Und jetzt die Frage: Was stellt ihr euch unter „Banalverkehr“ vor? Antworten könnt ihr bis Freitag, 23.09. – es gibt fünf Exemplare von „Banalverkehr“ zu gewinnen und direkt im Anschluss startet die Leserunde. Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen! XXX, Mia

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  • Rezension zu "Banalverkehr" von Mia Avelon

    Banalverkehr
    Solifera

    Solifera

    23. October 2011 um 18:41

    Auch wenn ich anfangs dachte, es würde sie hierbei um ein typisches "Chick-Lit"-Buch handeln, was seichtes, leichtes eben, wurde ich echt positiv überrascht. Puppe Stockman, 29, hat - laut ihren eigenen Vorstellungen - ein Spitzenleben, mit ihrer besten Freundin Lene, immer Partys, Feiern und Männer. Es könnte immer so weitergehen, wenn Lene nicht nach Australien geflogen wäre und samt Freund und Baby im Bauch wiederkommt. Vorbei mit dem Spitzenleben. Lene bricht mit Puppe. Die hat ja immerhin noch Lutz, der Puppe wahnsinnig gerne hat, aber sie will sich auf tiefer gehende Gefühle nicht einlassen, weil das ja nichts für sie ist. Doch als sie dann von ihm schwanger wird, fängt sie an umzudenken. Vielleicht ist ja so ein "gemütliches" Leben, wie Lene es hat, gar nicht so schlecht? Doch sie verliert ihr Baby, ihre "Erbse". Sie bricht mit Lutz, lernt Edo kennen. Und sie scheint zum ersten Mal ernsthafte Gefühle von Liebe zu empfinden. Edo allerdings sieht in Puppe nur eine Affäre. Dann wird sie schwanger, der Familie vorgestellt und es läuft alles irgendwie schief. Der Schreibstil ist zwar EIN. WENIG. GEWÖHNUNGSBEDÜRFTIG. (abgehakte Sätze in dieser Art), aber gerade er macht die Geschichte auch sehr glaubwürdig und authentisch, weil es sich anhört, als würde Puppe gerade frei Schnauze drauf los erzählen. Gibt es nicht doch vielleicht ein Stück vom großen Glück für Puppe? Inzwischen geläutert hätte sie es ehrlich verdient. Ein Buch das anders ist, erfrischend anders, berührend und poetisch, radikal und total krass zugleich. love it

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  • Rezension zu "Banalverkehr" von Mia Avelon

    Banalverkehr
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. October 2011 um 18:15

    Inhalt: Puppe ist 29 Jahre alt und arbeitet in einer Werbeagentur. Ihr Leben gleicht "Sex and the City": Party, Alkohol, Männer und Sex. Doch alles wird anders als ihre beste Freundin sesshaft und schwanger wird. Meinung: Wenn man den Titel hört denkt man sofort an Feuchtgebiete. Doch schnell wird klar, dass dieser Roman viel viel tiefgehender ist. Der Schreibstil ist sehr flüssig. Man ist sofort in der Geschichte drin und fühlt mit Puppe mit. Puppe, die versucht durch Parties, Alkohol und Sex ihrem Leben einen Sinn zu geben. Doch Puppe ist im Inneren ein kleines Mädchen, die, bis auf ihre Eltern, niemanden hat. Fazit: Eine Geschichte über ein trauriges Mädchen im Körper einer Erwachsenen. Eine Geschichte mit Tiefgang und viel Emotion. *** Volle Punktzahl***

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  • Rezension zu "Banalverkehr" von Mia Avelon

    Banalverkehr
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. October 2011 um 20:38

    Vom Leben, Leiden und Lieben der Puppe Stockmann * "Ja bitte. Und einen Wodka dazu. Pur", sage ich schnell bevor Franzi etwas anderes bestellen kann. Sie beugt sich über den Tisch und flüstert: "Seit wann trinkst du denn schon am Mittag?" "Der ist für dich. Ich bin schwanger. Von Lutz." Franzi reißt alles auf, was ihr kleines, rundes Gesicht hergibt. Mit großen Augen und offenem Mund sieht sie mich an und ruft: "Nä!" * Puppe Stockmann und ihre Freundin Lene leben ein Leben auf der Überholspur. Ohne Rücksicht auf Verluste dreht sich ihr Leben nur um Männer und Partys, bis Lene ein ganz besonderes Souvenir aus Australien mitbringt: ihren neuen festen Freund Andy - und schwanger ist sie dann auch noch. Puppe und Lene entfernen sich immer mehr voneinander - von jetzt an ist Puppe auf sich allein gestellt. * Mia Avelons Debüt "Banalverkehr" ist alles andere als banal, dass schon einmal vorneweg. Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und muss sagen, dass die Autorin meine Erwartungen um ein vielfaches getopt hat! * Mia Avelons Schreibstil ist, jung, frech und ehrlich - einfach von der Leber weg erzählt. Aber nur so passt es zum Roman und vor allen Dingen zu Puppe, die den Großteil des Romanes erzählt. Puppe, die so spricht, wie ihr der Mund gewachsen ist, und glaubt mir das endet nicht immer gut. Aber grade das macht Puppe und das gesamt Buch so liebenswert, sie wirkt real, ganz authentisch - fast zum anfassen. Und wie eben schon gesagt ist "Banalverkehr" alles andere als banal - dieses Buch geht tief, trifft dich mitten in dein Herz und bringt dich zum lachen und weinen. * Abwechslungsreich und kurzweilig nehmen wir Teil an Puppes Leben - ein Leben, dass von Überholspur auf Standstreifen und Stop & Go wechselt. Ihr ausuferndes Leben, dass sie mit Lene lebt wird zu einer eingefahrenen und eigentlich auch ungewollten Beziehungshölle mit Lutz. Lutz will Puppe lieben und ihr gut tun, doch Puppe ist unfähig anzunehmen. Und als sie dann das einzige, was sie wirklich an Lutz bindet verliert, verliert sie sich fast selbst. Puppe kämpft immer weiter und versucht zu leben, mit Partner oder ohne, versucht sie herauszufinden was für sie richtig ist und "Leben" bedeutet. * Neben der Selbstfindung bzw. Erkennung ist ein weiteres wichtiges Thema in "Banalverkehr" Freundschaft. Wie viel Freundschaft ist gesund? Ab wann ist man voneinander abhängig? Lene macht eine Wandlung mit, die sich nicht mehr mit ihrem früheren Leben vereinbaren lässt, und anstatt Puppe das zu erklären, lässt sie sie einfach allein, bis... * Ja, wenn ihr das wissen wollt und nun neugierig seid, solltet ihr euch ganz schnell "Banalverkehr" kaufen. Es lohnt sich! * Ein Roman über das ♥ Leben, das Leiden und Lieben ♥, herzzerreißend, liebevoll, urkomisch und zutiefst traurig! Lasst euch berühren...

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  • Rezension zu "Banalverkehr" von Mia Avelon

    Banalverkehr
    dorli

    dorli

    13. October 2011 um 14:42

    Puppe Stockmann lebt mit ihrer Freundin Lene ein für sie selbst fantastisches Partyleben. Bis Lene aus diesem „Spitzenleben“ aussteigt, einen festen Freund hat und ein Baby erwartet. Puppe will ihre Freundin nicht verlieren und möchte es ihr nachmachen. Nur, so einfach ist es nicht, mit dem „richtigen Leben“… Der Titel „Banalverkehr“ und dazu ein Cover mit einer „Klopapier-Prägung“ haben mich eine eher oberflächliche, lustige Story für zwischendurch erwarten lassen. Habe ich das bekommen? Nein! Schon nachdem ich mir den Buchtrailer angesehen hatte, war klar, dass in diesem Buch mehr steckt, als eine Geschichte über eine junge Frau in einer Großstadt-Glitzerwelt. Mit einem durchaus witzigen, anfangs gewöhnungsbedürftigen Schreibstil (irgendwie holperig, als wenn man einfach drauflosredet) beschreibt Mia Avelon wie die 29-Jährige Puppe hektisch durch ein Partyleben rast; glücklich, weil sie ihre gleichgesinnte Freundin an ihrer Seite hat. Als Puppe plötzlich allein dasteht, beginnt sie über ihr Leben nachzudenken und merkt, die sie eigentlich auf der Suche nach einem geregelten Leben ist, wie sie es aus ihrer Kindheit kennt („einem System, das funktioniert“). Nur, das ist gar nicht so leicht, und für Puppe beginnt ein langer, schwerer Lernprozess. Auch wenn das sogenannte Peter-Pan-Syndrom hauptsächlich Männern zugesprochen wird, passt dieser Begriff doch sehr gut zu Puppe. Keine Verantwortung übernehmen, denn das würde die Freiheit einschränken, jung bleiben, Party machen, immer dem aktuellen Trend folgen, geliebt werden, ein Verlangen nach der Nähe zu anderen, aber nicht reif genug für eine dauerhafte Beziehung. Aber am Ende eines „Nicht-erwachsen-werdens“ stehen oft Selbstzweifel und die große Einsamkeit, wie auch Puppe es erleben musste. Ein lustig und unterhaltend zu lesender, aber dennoch tiefgründiger und zum Nachdenken anregender Roman.

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  • Rezension zu "Banalverkehr" von Mia Avelon

    Banalverkehr
    Sariechen

    Sariechen

    14. September 2011 um 14:49

    Mir sind sofort der Titel und das Cover (welches sich in echt total cool anfühlt) ins Auge gesprungen. Ohne den Klappentext gelesen zu haben - Warnungen von anderen Leserinnen aber noch im Ohr - habe ich mich ans Lesen dieses Buches gemacht. Die ersten 70 Seiten haben mich total geflasht und ich habe sie verschlungen, danach wurde es mir ZU banal. Wenn die Provokationen nicht gewesen wären, hätte ich es eindeutig schlechter bewertet, weil man gleichzeitig abgestoßen aber auch fasziniert ist. Der Schreibstil war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Gestört. Haben. Mich. Beispielsweise. Solch! Abgehackte! Sätze! Man leidet mit Puppe, die ziemlich kaputt und verkorkst ist. Dabei möchte sie nur geliebt werden und nicht ihre beste Freundin Lene verlieren. Sie erzählt so leidenschaftlich von ihrem Leben, ihren Abstürzen, ihren hasserfüllten Momenten und Selbstzweifeln, deswegen ist man als Leserin gefesselt bis zum Schluss und gespannt wie es mit Puppe weitergeht, denn sie macht eine tolle Entwicklung durch. Das Ende gefiel mir sehr gut, dennoch verbleibe ich mit gemischten Gefühlen. Insgesamt hat mich das Buch sowohl was die Prota und Schreibstil betrifft als auch ansatzweise die Handlung an "Fucking Berlin" erinnert, welches mir aber sehr viel besser gefallen hat.

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