Erdbeerflecken

von Mia Bernstein 
4,4 Sterne bei17 Bewertungen
Erdbeerflecken
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ansaxs avatar

ein Buch für Zwischendurch... abwechslungsreich und mit kurzen Sprüchen/Gedichten am Anfang eines jeden Kapitels... es hat Spaß gebracht...

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Gedicht des Lebens, poetisch, wunderschön

Alle 17 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Erdbeerflecken"

»Schön, dass du auch hier bist!« Wenn Dämlichkeit übertroffen werden sollte, dann war ihm das mit diesem Satz gelungen. Das wahre Leben. Dort haben alle schöne Wände, keine Blutflecken, putzen sich zwei Mal am Tag die Zähne und es ist die bedeutungsloseste Tätigkeit des ganzen Tages. Wie glücklich diese Menschen sein müssen, die nicht denken! Eines Tages werde ich auch nicht mehr denken. Mia Bernstein, Jahrgang 1970, lebt und arbeitet in Hamburg. »Gedankenscrabble« nennt sie selbst ihre Art zu schreiben. Es ist ein Spiel, Ergebnisse werden aufgeschrieben, gezählt werden nicht nur positive Verluste: »Erdbeerflecken«.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783980959964
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:Verlag klare Texte + Bilder
Erscheinungsdatum:25.12.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Janna_KeJasBlogs avatar
    Janna_KeJasBlogvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gedicht des Lebens, poetisch, wunderschön
    Das Leben ...

    ... die Träume, Ängste, Unverständnis, Hoffnung, Mut ... wird hier in 14 mal sehr kurzen & mal in etwas längeren Gedankenflüssen niedergeschrieben.

    "(...)Das Leben ist kein leichtes Spiel, denn leicht verdirbt es dir und mir die Laune auf das Jetzt und Hier.(...)" S. 127

    Die Oberfläche zeigt verschiedene Gedankengänge, Lebensmomente, minimale Dialoge, welche durch Gedichte eingeführt werden.

    Das ineinander, nacheinander Lesen zeigt die Lebensmomente einer Person, einer Familie.

    Das sich fallen lassen in dieses Büchlein zeigt die Selbsterkenntnis, das Sich-wieder-finden in den einzelnen Abschnitten.

    Das Nachdenken zeigt verpasste Chance, Mutlosigkeit(?), Wut über sich, das Können etwas ändern zu können.

    Jeder Leser wird sich irgendwie, in irgendeiner Form beim Lesen einer jener kurzen Gedankenflüsse, Wünsche, Träumereien, Auseinandersetzungen wieder finden können - es sind Lebensfragen, ganz banal & dennoch tiefgründig.

    Jeder kleine Einblick ist etwas ganz besonderes, doch hat mich besonders "Schuldig!" berührt, denn haben wir nicht alle einmal den Moment das Leben anklagen zu wollen?!?

    Ich möchte dieses wunderbar poetisch, mit Gedichten bespicktes Büchlein nicht kaputt rezensieren & kann somit nur eine Empfehlung aussprechen, sich darauf einzulassen. Kein Büchlein für Jeden, aber bestimmt für Solche ;)

    Kommentare: 3
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    PiMis avatar
    PiMivor 7 Jahren
    Rezension zu "Erdbeerflecken" von Mia Bernstein

    Auf 134 Seiten erzählt Mia Bernstein 14 Kurzgeschichten die mal traurig, mal rührend, mal witzig und mal verwirrend sind aber eins haben sie alle gemeinsam, poetisch sind sie alle 14. Begleitet wird jedes Kapitel mit einer Zeichnung von Michaela von Aichberger.

    Mia Bernstein hat eine wunderbare Art zu schreiben, die sie selbst „Gedankenscrabble“ nennt. Und genauso liest es sich auch. Ich hatte beim lesen das Gefühl, dass da jemand aufgeschrieben hat, was ihm gerade in den Sinn gekommen ist und erst später über die Bedeutung nachgedacht hat. Und das ist nicht negativ gemeint, im Gegenteil, die Gedankenflut liest sich locker-leicht, wie Zuckerwatte auf der Kirmes.

    In den Kurzgeschichten geht es um das Leben als solches und was deren „Hauptdarsteller“ fühlen, was sie vermissen, was sie besser gemacht hätten oder eben nicht.

    Meine Lieblingsgeschichte im Buch ist „Ankommen“ weil sie so herzzerreißend geschrieben ist. Es geht um einen Mann der tödlich verunglückt und seine Frau zurücklässt. Der letzte Satz der Geschichte läßt mir noch immer die Tränen in die Augen schießen:

    „Dir dein weißes Lieblingshemd mit deiner Jeans ins Leichenschauhaus gebracht, dich angesehen und gewusst: Es ist nur dein Körper.“

    Fazit:
    Leider hat das Buch nur 134 Seiten, die viel zu schnell gelesen sind.
    Wer Kurzgeschichten mag, für den ist Erdbeerflecken ein Muss!

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    C
    carolusvor 8 Jahren
    Rezension zu "Erdbeerflecken" von Mia Bernstein

    Ich bin Buchhändlerin, in der vergangenen Woche über die Lovelybook Aktion auf "Erdbeerflecken" aufmerksam geworden, die Autorin ist mir bis dahin unbekannt gewesen.

    Dieses Buch wäre ein Bestseller, wäre es in einem großen Verlag erschienen.
    Die Autorin hat exzellentes Sprachgefühl, lässt Situationen und Menschen innerhalb weniger Sätze lebendig werden, regt zum Nachdenken an und schreibt, was viele Menschen nur denken. "Erdbeerflecken" berühren die Seele.
    Mein Urteil: Große Literatur.
    Ich bin sehr sicher, dies ist nicht das letzte Buch einer sehr talentierten Frau.
    (Ein großer Verlag sollte sich der Erdbeerflecken unbedingt annehmen.)

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    R
    raubi32vor 8 Jahren
    Rezension zu "Erdbeerflecken" von Mia Bernstein

    Nur vordergründig sind die Kurzgeschichten in Erdbeerflecken einzelne Kapitel. Der trockenen Schmucklosigkeit, mit der das Leben seine Geschichten schreibt, setzt Mia Bernstein eine kunstvolle Verschränkung der Kapitel entgegen, in der sich Lyrik und Prosa, Geschehen und Reflektieren mischen. Mit einer Sprache, die für große Gefühle keine großen Worte braucht. Adjektive kommen in ihrem - auf die Mots-matières beschränkten - Sprachduktus nicht vor.

    Und diese Atemlosigkeit der Sprache ist es auch, die einen von der ersten Seite an in den Bann zieht und das Buch so uneitel macht. Was Sofia Heinen erlebt, wirft Fragen auf, die sie für sich beantwortet ohne dabei ihren Lesern die Suche nach der eigenen Entscheidung abzunehmen. Dabei bleibt Erdbeerflecken ein starkes Plädoyer für den Hunger nach Liebe und Leben so oder so.

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    Lovely Pigs avatar
    Lovely Pigvor 8 Jahren
    Rezension zu "Erdbeerflecken" von Mia Bernstein

    "Erdbeerflecken" ist eine Sammlung von 14 Erzählungen. Sie heißen zum Beispiel "Rote Wand", "Spiel.Er.Ei." und "Flüstern im Wald", aber auch bedrohlich "Schuldig!".

    Zuerst sieht es so aus, als wären es einzelnen Geschichten, Szenen aus emotional geladenen, verstörenden, aber auch betörenden Leben verschiedener Frauen. Nach und nach offenbaren sich jedoch Zusammenhänge, Verbindungen werden deutlich. Man liest mit zunehmender Geschwindigkeit, lässt sich zuweilen fast atemlos hineinziehen in diese Filmszenen gleichen Ausschnitte des Daseins. Es wird klar, dass nicht nur die Personen der Geschichten eine Rolle spielen; auch der Leser entdeckt seine eigenen Geschichten und ertappt sich dabei, dass ihm einzelne Sätze wie aus dem eigenen Gedächtnis genommen scheinen.

    Hier zuviel über Inhalte zu verraten hieße, den Stories ihre Dramaturgie zu nehmen. Denn die haben sie. Es ist eine Dramaturgie des Hineinstürzens, ohne große Einleitung, ohne langsames Anbahnen. Keine Zeit, Luft zu holen. Eine Situationen taucht auf und man ist gezwungen, sich ihr zu stellen.

    Keine der Erzählung hat mich unberührt gelassen, keine. Und zwei oder drei sind darunter, die werde ich sicher nie mehr vergessen. Zumindest bis das zweite Buch von Mia Bernstein erscheint, ist "Erdbeerflecken" ein Platz in meinem Leserherzen ganz vorn sicher.

    Kommentare: 1
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    ansaxs avatar
    ansaxvor einem Jahr
    Kurzmeinung: ein Buch für Zwischendurch... abwechslungsreich und mit kurzen Sprüchen/Gedichten am Anfang eines jeden Kapitels... es hat Spaß gebracht...
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    eBookNinjas avatar
    eBookNinjavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Mit vielen Gedanken zum Leben, Einblicken in die Protagonisten und einem ungewöhnlichen Schreibstil.
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    Corina_Ws avatar
    Corina_Wvor 2 Jahren
    Marijoanas avatar
    Marijoanavor 5 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    OlafDoschkes avatar
    Liebe Mia, in derselben Generation wie ich aufgewachsen, wirst Du im Deutschunterricht in der Hauptsache Rechtschreibung, Grammatik und Lesen/Textanalyse gelernt haben, einige klassische Pflichtlektüre, etwas Lyrik, daneben vielleicht auch Rhetorik. aber abgesehen von Aufsätzen und Aufsatzaufbau bis zum Abitur kaum das Schreibhandwerk gelernt haben. Hast Du Journalistik oder Germanistik studiert, eine Autorenschule besucht? Wäre Schreiben nebenbei gefragt nicht ein Aspekt, der in den Lehrplan nicht nur von Abiturienten gehören sollte? Kennst Du Schreibstilratgeber wie Wolf Schneiders "Deutsch für ..." Reihe oder kannst ähnliches empfehlen? Oder bist Du ein pures Naturtalent? Hast Du Dir neben dem Inhaltlichen Stil des Gedankenscrabbles das Paradigma kurze Sätze auferlegt, oder ist das schon immer Deine Art zu schreiben?
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    Lovely Pigs avatar
    Noch etwas. Lilien kommen in mehreren Geschichten von "Erdbeerflecken" vor. Haben Lilien eine besondere Bedeutung? Warum ausgerechnet Lilien?
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