Mia Löw Das Haus des vergessenen Glücks

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Inhaltsangabe zu „Das Haus des vergessenen Glücks“ von Mia Löw

Ausgerechnet, als die New Yorkerin Olivia ihren Mann bei einem unverzeihlichen Verrat ertappt, erreicht sie die Mail eines Berliner Verlages mit einer Einladung nach Deutschland: Sie soll eine Biografie über ihre Großmutter, den deutschstämmigen Broadway- Star Scarlett Dearing, schreiben. Sie zögert, doch als ihr Mann einen tödlichen Unfall hat, den ihre Tochter Vivien traumatisiert überlebt, sagt sie zu. Sie reist mit Vivien nach Berlin, wo die beiden nicht nur auf ein unfassbares Familiengeheimnis stoßen, sondern auch zwei mysteriösen Männern begegnen.

Unterhaltsames tragisches Familienschicksal. Spielt in den 1920er und der heutigen Zeit. Schön geschriebenes Buch und empfehlenswert.

— Birkel78

empfehlenswert

— Gartenkobold

Schöne, leichte Unterhaltung

— Asmodina66X

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  • Spannende Tagebücher aus den 20-ziger Jahren in Berlin

    Das Haus des vergessenen Glücks

    Lujoma

    12. September 2017 um 21:24

    Inhalt: Die New Yorkerin Olivia erwischt ihren Mann mit einer viel jüngeren Frau und wirft ihn raus. Fast zeitgleich bekommt sie das Angebot eines Berliner Verlags die Biographie ihrer Großmutter zu schreiben. Als ihr Ex-Mann einen tödlichen Autounfall hat und die gemeinsame Tochter Vivien, die mit im Wagen saß, eine Amnesie erleidet, beschließt sie das Angebot anzunehmen und fliegt mit Vivien nach Deutschland. Allerdings hat die Großmutter Scarlett Dearing zeitlebens über ihre Kindheit und Jugend geschwiegen, so dass Olivia darüber nicht schreiben kann. Doch dann taucht ein Manuskript der Enkelin von Scarletts Schwester auf, dass diese anhand von Tagebüchern geschrieben hat und Olivia begibt sich auf Spurensuche. Hilfe bekommt sie von einem faszinierenden Mann. Derweil versucht Vivien sich zu erinnern was im Auto ihres Vaters geschah… Meine Meinung: Mia Löw‘s Roman „Das Haus des vergessenen Glücks“ spielt auf zwei Zeitebenen. Da sind Olivia und Vivien, Alexander und Leo im Sommer 2014 und die Familie Koenig in den 20-ziger Jahren in Berlin. Die Zeitebenen wechseln von Kapitel zu Kapitel, was die Spannung des Buches erhöht. Beide Paare, Mutter und Tochter aus New York und Vater und Sohn aus Berlin, haben ähnliches erlebt, müssen den plötzlichen Tod des Partners bzw. eines Elternteils verkraften. Das verbindet, sorgt aber auch für Spannungen untereinander. Die Eltern sind verbunden über die Suche nach den Tagebüchern der Schwestern Koenig, die jungen Leute verbindet das Theater. Das Manuskript, dass von Alexanders Frau auf Grundlage der Tagebücher geschrieben wurde, umfasst die Zeit vom März 1919 bis August 1932. Es erzählt von Wünschen und Träumen der Kinder der Familie, von 1. Liebe und Intrigen und es wirft ein gutes Bild auf die gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland zwischen 1. und 2. Weltkrieg. Die einzelnen Charaktere des Romans sind gut ausgearbeitet und wirken sehr authentisch. Der Schreibstil ist angenehm, bildhaft und flüssig, die Spannung bleibt über das ganze Buch erhalten. Fazit: „Das Haus des vergessenen Glücks“ ist ein spannender Roman, der Geschichte und Gegenwart sehr gut verknüpft und mir angenehme Lesestunden beschert hat.

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  • spannend und emotional

    Das Haus des vergessenen Glücks

    Gartenkobold

    12. February 2017 um 15:45

    Klappentext: Ausgerechnet, als die New Yorkerin Olivia ihren Mann bei einem unverzeihlichen Verrat ertappt, erreicht sie die Mail eines Berliner Verlages mit einer Einladung nach Deutschland: Sie soll eine Biografie über ihre Großmutter, den deutschstämmigen Broadway- Star Scarlett Dearing, schreiben. Sie zögert, doch als ihr Mann einen tödlichen Unfall hat, den ihre Tochter Vivien traumatisiert überlebt, sagt sie zu. Sie reist mit Vivien nach Berlin, wo die beiden nicht nur auf ein unfassbares Familiengeheimnis stoßen, sondern auch zwei mysteriösen Männern begegnen.Das Cover des Buches, die alte Villa am See, eingerahmt von Bäumen hat mir sehr gut gefallen. Es könnte das Haus am Wannsee sein. Die Protagonistin des Buches Olivia ertappt ihren Mann bei einem Seitensprung mit der besten Freundin ihrer Tochter Vivien. Vivien macht sich schon seit geraumer Zeit Sorgen um ihre Freundin Kim, da sie anscheinend einen neuen Freund hat, den sie Vivien nicht vorstellen möchte. Dann überschlagen sich die Ereignisse, Olivias getrennter Mann und ihre gemeinsame Tochter haben einen schweren Unfall, den nur Vivien leichtverletzt überlebt, aber seit dem Unfall leidet sie an einer Amnesie und Olivia entschließt sich nach Rücksprache mit Viviens Ärzten, ein Angebot aus Deutschland anzunehmen, um eine Biografie über ihre Großmutter Scarlett Dearing zu schreiben. Die beiden Frauen reisen nach Berlin, ahnen aber nicht, dass die von der Großmutter totgeschwiegene Vergangenheit sie überrollen wird.Die Geschichte hat zwei unterschiedliche Erzählstränge, die Vergangenheit in Berlin in den neunzehnhundert Zwanzigerjahren und in der Gegenwart. Die Handlung spielt an zwei verschiedenen Orten: in Berlin und in New York. Mia Löw schreibt flüssig und spannend in beiden Erzählsträngen, in beiden Zeiten ist die Geschichte spannend und die Autorin versteht es sehr gut, die Spannung besonders bei dem Wechseln der Erzählstränge aufrechtzuerhalten, dass man geneigt ist, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Die Charaktere wirken auf den Leser echt und nachvollziehbar, besonders der Patriarch Wilhelm in der Vergangenheit und die beiden Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten haben mich sehr gefesselt. Der Roman ist eine spannende Geschichte um Familiengeheimnisse, der die unterschiedlichen Erzählstränge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr gut verknüpft und auch sehr emotional ist.Ein Buch, das ich sehr gerne als lesenswert weiterempfehle.

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  • Rezension zu "Das Haus des vergessenen Glücks"

    Das Haus des vergessenen Glücks

    Asmodina66X

    20. September 2015 um 13:37

    Für das leichte, anspruchslose Lesen für Zwischendurch ist das Buch absolut empfehlenswert und ich werde mir auch noch weitere Bücher von ihr kaufen.

  • Das Haus des vergessenen Glücks

    Das Haus des vergessenen Glücks

    Kleine8310

    06. September 2015 um 22:57

    "Das Haus des vergessenen Glücks" ist ein Roman der Autorin Mia Löw. In diesem Buch geht es um die New Yorker Protagonistin Olivia. Als Olivia ihren Mann bei einem schwerwiegenden Verrat ertappt, ist sie erleichtert als sich eine Chance bietet New York für eine Weile den Rücken zu kehren. Denn sie hat eine Anfrage erhalten laut der sie eine Biografie über ihre Großmutter Scarlett Deearing schreiben könnte. Um näheres zu erfahren wird sie zu einem Gespräch nach Berlin eingeladen.    Aber zu dieser Zeit überschlagen sich auch die Ereignisse, ihr mittlerweile getrennter Mann und ihre gemeinsame Tochter haben einen schweren Unfall, den nur Vivien überlebt. Diese leidet zudem seitdem an einer Amnesie, die vorallem den gesamten Unfalltag betrifft. Olivia beschließt das Angebot anzunehmen und reist mit Vivien nach Berlin. Nichtsahnend, dass die Vergangenheit ihrer Großmutter auch Schatten auf ihr Leben werfen könnte...   Dieser Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt. Die erste in den Nachkriegsjahren nach dem Ersten Weltkrieg und die zweite Zeitebene befindet sich in der Gegenwart. Die Handlung spielt an zwei verschiedenen Orten: in Berlin und in New York. Der Schreibstil von Mia Löw ist fesselnd und bildhaft. Zudem versteht es die Autorin, unter anderem durch die verschiedenen Zeitebenen, ziemlich konstant eine gewisse Spannung in der Geschichte zu erzeugen.    Die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie wirken beinahe alle authentisch auf mich und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die verschiedenen Entwicklungen der einzelnen Personen zu verfolgen. Besonders spannend fand ich die Geschichte in der Vergangenheit, die vorwiegend von zwei Schwestern handelt und in der auch die Emotionen nicht zu kurz kommen.    "Das Haus des vergessenen Glücks" ist ein spannender Roman, um Familiengeheimnisse, der geschickt die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft und mir schöne Lesestunden beschert hat!

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  • Lesechallenge im April zu "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" von Lucy Clarke

    Der Sommer, in dem es zu schneien begann

    TinaLiest

    Nur das Meer kennt dein Geheimnis Manche Sommer sind mehr als nur eine Jahreszeit – sie verändern dein Leben. Weil du Dinge erlebst, die wie eine eiskalte Welle über dich hereinbrechen und dich mit voller Wucht herumwirbeln. Diese Erfahrung muss auch Eva machen... Seid ihr bereit für eine überraschende, bewegende und begeisternde Geschichte? Lucy Clarke hat mit "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" einen warmherzigen, berührenden Roman geschrieben - einen Roman, den man garantiert nicht so schnell aus der Hand legt! Es geht um die Liebe, Lügen und Geheimnisse und das alles vor der traumhaften Meereskulisse des wilden Tasmaniens am östlichen Rand des indischen Ozeans: Ein wundervoller Roman für unsere Lesechallenge im April! Mehr zum Buch: Wie gut kennst du den Mann, den du liebst? Als Eva nur wenige Monate nach der Hochzeit ihren Mann durch einen Unfall auf See verliert, erstarrt sie vor Schmerz. Ihr gerade erst begonnenes Leben als glückliche Ehefrau soll schon zu Ende sein? Eva fühlt sich völlig allein in ihrer Trauer und reist nach Tasmanien, um Trost bei Jacksons Angehörigen zu finden. Doch so bezaubernd die australische Insel ist, so abweisend verhält sich Jacksons Familie. Warum nur wollen sein Vater und sein Bruder partout nicht über ihn sprechen? Auf Eva warten schockierende Wahrheiten, die sie zu einem schicksalhaften Sommer in der Vergangenheit führen - dem Sommer, in dem es zu schneien begann. Hier geht es zur Leseprobe! Habt ihr Lust auf eine Lesechallenge, bei der euch ein wundervolles Buch ins ferne Tasmanien entführt, in zauberhafte Unterwasserwelten und an feine Sandstrände? Möchtet ihr mit Eva die Geheimnisse ihres Ehemanns in seinem Heimatland aufdecken und in einer Geschichte versinken, bei der es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen? Dann bewerbt euch bis einschließlich 9. April für die LovelyBooks Lesechallenge im April! Wir vergeben gemeinsam mit dem Piper Verlag 50 Leseexemplare von "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" von Lucy Clarke unter allen Bewerbern hier im Thema! Jede Woche stellen wir euch eine neue Aufgabe, die es zu lösen gilt. Wer bis zum Ende der Challenge am 10. Mai 2015 am meisten Punkte gesamelt hat, gewinnt den Hauptpreis der Lesechallenge im April, mit dem ihr bestens für den Sommer gerüstet seid: einen Gutschein von Roxy  im Wert von 100€! Damit nicht nur für die passende Ausrüstung für die sommerlichen Temperaturen gesorgt ist, legt der Piper Verlag noch die passende Sommerlektüre für den Gewinner oben drauf! Auch die Plätze 2-10 erhalten einen Preis und gewinnen jeweils ein Buchpaket aus dem Piper Verlag mit tollem neuen Lesestoff! Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Lesechallenge teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen! Ihr könnt jederzeit in die Challenge einsteigen. Die Frist für die Bearbeitung der Aufgaben der Lesechallenge im April ist Sonntag, der 10. Mai 2015 - d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich diesen Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Punktewertung mit einfließen.

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    • 2198
  • Nicht wirklich was neues

    Das Haus des vergessenen Glücks

    Mika2003

    20. March 2015 um 08:33

    Die Story des Buches – Frau erfährt das ihr Mann sie betrügt und flüchtet in eine andere Stadt, ein anderes Land um dort zu vergessen – ist mit Sicherheit nicht neu und gibt es so oder so ähnlich in dutzenden Büchern. Auch das mysteriöse Familiengeheimnis ist nichts Neues. Aus dem Grund kam mir die Geschichte auch zu vorhersehbar vor. So erwartete ich bei diesem Buch nicht wirklich etwas atemberaubend Neues und konnte somit auch nicht enttäuscht werden. Mia Löw gelingt es, trotz den bekannten Plots, eine nette Geschichte zu zaubern, die man als Leser gern liest. Der Wechsel der Zeitebenen mag im ersten Moment irritieren, man gewöhnt sich aber an den Rhythmus und hat so nach einer Weile keine Probleme mehr, die Namen und Ereignisse auseinander zu halten. Die Charaktere sind sehr detailliert und auch lebensnah gezeichnet, auch wenn ich – vielleicht auch gerade deswegen – einige Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Was mir sehr gut gefallen hat ist, wie die Autorin das Leben nach dem Krieg beschreibt und wie sie auf die Stellung der Frau damals eingeht. Dies geschieht so plastisch, das es dem Leser gelingt, sich hineinzuversetzen. Zwischendurch hatte ich hin und wieder das Gefühl, das die Geschichte „gestreckt“ wurde, an manchen Stellen viel zu langatmig war. Wer sich gut unterhalten lassen möchte, keine großen Erwartungen an die Geschichte hat und nicht erwartet, dass hier etwas ganz neues erfunden wurde, wird jedoch super unterhalten. Dafür sorgt schon der Schreibstil der Autorin.

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  • Die Liebe lenkt das Schicksal zweier Schwestern *****+

    Das Haus des vergessenen Glücks

    Lesegenuss

    01. March 2015 um 11:27

    Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Beginnend in den Nachkriegsjahren nach dem Ersten Weltkrieg spielt die andere Zeitebene in der Gegenwart. Handlungsorte sind jeweils Berlin in Deutschland, und New York, Amerika. Es ist die Geschichte von zwei Schwestern, beide vom Temperament her wie Feuer und Wasser. So unterschiedlich wie Charlotte und Karla auch waren, es verband sie doch das Blut, die Geschwisterliebe. Zusammen mit den Eltern und ihren beiden Brüdern lebten sie 1919 in Berlin-Charlottenburg. Professor Wilhelm König war der Patriarch der Familie, sein Wort galt. Seine Frau Gertrud hatte keinen leichten Stand. Charlotte war der ausgesprochene Liebling des Professors, während es bei Gertrud der Sohn Gerhard war. Die Familie zieht bald darauf nach Berlin-Zehlendorf in eine Villa am See. Im Sommer 2014 erhält die Journalistin Olivia Baldwin eine Mail aus Deutschland, die sie erst einmal nicht beachtet. Olivias Großmutter Scarlett, die im Spätsommer 1932 nach New York ausgewandert war, über sie hatte Olivia einen beeindruckenden Artikel veröffentlicht, der über das Leben der Künstlerin in Amerika handelte. Nun fragte ein Berliner Verlag an, ob sie eine Biografie über Scarlett Deearing schreiben könnte. Sie sei herzlich eingeladen zu einem persönlichen Gespräch nach Berlin. Die Ereignisse überschlagen sich. Ihr Mann Ethan, von dem sie seit kurzem getrennt lebte, und die Tochter haben einen Unfall, den nur Vivien überlebt. Seitdem leidet diese unter einer Amnesie. An den Tag des Unglücks kann sie sich nicht mehr erinnern, auch nicht an die Geschehnisse. Olivia fliegt mit ihrer Tochter nach Berlin, zumal sie hofft, Dinge zu erfahren, die Scarlett anscheinend aus ihrem Gedächtnis verbannt hatte. Zwanzig Jahre, die Zeit vor ihrer Einwanderung nach Amerika, konnte man die so einfach auslöschen? Was war es, dass Scarlett aus ihrem Leben verdrängt hatte? Im August 1932 hatte sie auf der Albert Ballin Deutschland für immer verlassen. Olivia war bei der Großmutter aufgewachsen. Die damals 70-jährige Frau hatte sie nach dem Verlust der Eltern aufgenommen. Die Frage nach der deutschen Familie beantwortete Scarlett kurz und knapp. Sie war als Einzelkind aufgewachsen und beide Eltern waren schon verstorben, als sie Deutschland verließ. Was die Vergangenheit betraf, ließ Scarlett keine weiteren Fragen zu. In Berlin wird Olivia mit Neuigkeiten überrascht, was das Leben von Scarlett betraf. In ihrem früheren Leben hieß sie Charlotte Koenig und war bereits zu der damaligen Zeit eine bekannte Künstlerin. Der Verleger übergibt Olivia ein noch unvollendetes Manuskript einer Autorin, dessen Handlung auf Tagebuchaufzeichnungen der beiden Schwestern Klare und Charlotte Koenig basiert. Geschrieben sind die Kapitel im Wechsel der Zeitebenen. Aber keine Sorge, hier ist es so sorgfältig aufeinander abgestimmt, dass es sich problemlos lesen läßt. Immer im Wechsel der Geschichte um Charlotte und Klara sowie der Familie Koenig und in der Gegenwart von Olivia, Vivien als auch dem Ehemann und Vater hält die Autorin die Spannung aufrecht. Manchmal hält man ein Buch in der Hand, das sich als ein wahrer Schatz entpuppt. Charlotte und Klare wie auch Olivia und Vivien haben mich von Anfang an völlig in ihren Bann gezogen. Ich habe mich in der Geschichte wohlgefühlt, was vielleicht auch daran liegen mag, dass Berlin im Herzen meine zweite Heimat ist. Mia Löw hat eine ganz besondere Art und Weise, die Geschichte zu schreiben, dass man nicht aufhören mag zu lesen. Mit „Das Haus des vergessenen Glücks“ hat mich ein Buch erreicht, welches zu meinen absoluten Favoriten zählt. Klara ist eine Charaktere, die nicht nur sympathisch ist, sondern auch Stärke zeigt und vergeben kann. Diese Eigenschaften finden sich auch bei Olivia wieder. Charlotte (Scarlett) war schon als Kind sehr selbstbewusst, denn sie ist kein naives Dummchen. Sie ist eine Frau, die ihr Leben so lebt, wie sie will, die immer alles bekommt, was sie will. Beeindruckend erzählt Mia Löwe eine Geschichte über Liebe und Freundschaft, Lügen und Schuld sowie Vergebung, aber auch das Schicksal spielt mit. Der Autorin ist es gelungen, detailliert das Leben nach dem Krieg zu beschreiben und auch auf die Stellung der Frau in der damaligen Gesellschaft wird eingegangen. Ganz wichtiges Thema finde ich. Was in den Neunzehnhundertzwanzigerjahren beginnt, und im Berlin 2014 seine Fortsetzung findet, sollte der Leser sich nicht entgehen lassen. Wunderschön zu lesender Schicksalsroman um ein Familiengeheimnis. „Das Haus des vergessenen Glücks“ ist ein Buch, das ich jederzeit weiter empfehlen werde.

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