Micael Dahlén Monster: Rendezvous mit fünf Mördern

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Inhaltsangabe zu „Monster: Rendezvous mit fünf Mördern“ von Micael Dahlén

Sie haben Menschen vergiftet, erschossen oder mit ihren eigenen Händen umgebracht. Sie haben ihre Opfer zerstückelt, vergraben oder verspeist. Charles Manson, Issei Sagawa, Dorothea Puente, Peter Lundin und Wayne Lo sind kaltblütige Mörder. Aus ihren Taten machen sie noch dazu ein Mordsgeschäft. Als »Ikonen des Horrors« verkaufen sie »Murderabilia«, laden zu kostspieligen Interviews oder versteigern Marathonsex. Micael Dahlén, schwedischer Wirtschaftsprofessor mit Kultstatus, hat sich in ihren Bannkreis begeben und fünf »Monster« hautnah erlebt. Ein schonungsloses Buch über die Faszination des Bösen und eine ekelerregende Wahrheit über die Welt, in der wir leben.
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    Monster: Rendezvous mit fünf Mördern

    SitataTirulala

    18. March 2015 um 21:41

    Issei, Peter, Wayne, Dorothea und Charlie sind ein Teil unserer langen, blutigen Geschichte. Und sie sind ein Teil unserer Gegenwart; unserer Kultur, unserer Ökonomie und einer Gesellschaft mit Trieben, die sich in der Dunkelheit besonders wohlfühlen. Hier sind ihre Geschichten. Es ist ein Zeitungsartikel, der Micael Dahlén, Dozent an der Stockholm School of Economics, auf den beinahe legendären Ruhm aufmerksam macht, den jene genießen, die gegen das grundlegendste unserer moralischen Gesetze verstoßen haben: Du sollst nicht töten. Über Generationen hinweg sind Namen wie Charles Manson oder Issei Sagawa bekannt, obwohl ihre Taten bereits Jahrzehnte zurückliegen. Es gibt einen richtigen Markt für "Murderalia", wie Dahlén es nennt. Darunter fasst er Fanartikel sowie Souveniere und Erinnerungsstücke an ihre Taten zusammen. Musiker schreiben Songs über sie, junge Menschen benennen sich in sozialen Netzwerken nach ihnen. Doch warum ist das so? Sollte Mord uns nicht von Grund auf abstoßen? In diesem Buch versucht Micael Dahlén genau dieser Frage auf den Grund zu gehen und das vor dem Hintergrund seiner eigenen Faszination. Zuerst dachte ich, er berichtet einfach über seine Besuche bei fünf verschiedenen (Serien-)Mördern. Überraschenderweise hat Dahlén diese nicht im Rahmen eines Forschungsprojekts unternommen, sondern es war mehr oder minder Privatvergnügen. Ja, so etwas wie eine private Besessenheit hat ihn angetrieben und dafür gesorgt, dass er teilweise sogar über sehr lange Zeit hartnäckig dran bleiben musste, um eine Einladung zu einem Treffen zu bekommen. Für Charles Manson beispielsweise hat er ein besonders seltenes Musikinstrument auftreiben müssen, bevor der eingewilligt hat ihn zu empfangen. Erst im späteren Verlauf des Buches wird klar, dass Dahlén (vermeintlich) herausfinden will, was diese Menschen an sich haben, dass sie weltweit tausende Fans und Anhänger um sich scharen können, dass sie mit Briefen aus aller Welt regelrecht überschwemmt werden, dass ihre Biographien sich besser verkaufen als mancher Bestseller. Hierzu hat er einige Tests und Untersuchungen durchgeführt, die zu dem Ergebnis kamen, dass Menschen, die irgendwann in ihrem Leben gemordet haben, tendenziell interessanter auf die meisten Leute wirken als normale Menschen. Aber irgendwie stand dieser wissenschaftliche Hintergrund eben genau da - eher im Hintergrund. Ich habe das Wort "vermeintlich" ein paar Sätze früher bewusst gewählt, denn durch das ganze Buch zieht sich wie ein roter Faden die Tatsache, dass auch Micael Dahlén selbst zu den "Fans" dieser Mörder gehört. Auf der einen Seite räumt er diese Faszination und Anziehungskraft ein, auf der anderen Seite spricht er von den Anhängern Charles' Mansons oder Peter Lundin als wären sie absolut nicht nachvollziehbare Wesen. Jemand, der von Charles Manson stolz als "Charlie" spricht, kann sich dabei wohl aber getrost zwischen ihnen einreihen. Alles in allem war es eine kurzweilige und auch durchaus interessante Abhandlung über dieses Thema, die aber zu keinem wirklich überzeugenden Schluss kommt. Dass es diese Faszination, diesen Medienrummel, diesen "Wirtschaftszweig Mörder" gibt ist hinreichend klar. Warum, wieso oder was in uns das zum Ausdruck bringt, bleibt weitgehend offen. Insgesamt gibt es also drei Blümchen für Micael Dahléns "Monster". ---------- Rezension hier: http://licentiapoeticae.blogspot.de/2015/03/br-micael-dahlen-monster.html

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