Das Bild der Erinnerung

von Micaela Jary 
4,3 Sterne bei80 Bewertungen
Das Bild der Erinnerung
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Monalisa73s avatar

wundervolle Nachkriegsgeschichte, wo Hunger allgegenwärtig war, was für heutige Generationen kaum vorstellbar ist.

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Ein Gemälde verknüpft Menschen über die Zeit hinweg und sorgt für Aufregung. Ein packendes und spannendes Buch mit Platz für die Liebe!

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Inhaltsangabe zu "Das Bild der Erinnerung"

Sie sucht nach einem verschwundenen Gemälde und entdeckt ein Familiengeheimnis und die große Liebe.§Einem Münchner Auktionshaus wird ein Bild des berühmten impressionistischen Malers Leo Reichenstein angeboten. Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg hat Zweifel an der Echtheit des Gemäldes. Ihre Nachforschungen führen sie zur Galerie Richardson in London. Der attraktive Oliver Richardson, der die Galerie leitet, rät Anna, sich an seinen Großvater Henry zu wenden, einem Reichenstein-Experten, der in Cornwall lebt. Oliver begleitet Anna auf ihrer Reise, und die beiden kommen sich rasch näher. Doch als Anna mit Henrys Großvater spricht, ist sie zutiefst irritiert. Denn die Geschichte des Bildes führt in das besetzte Berlin der Nachkriegszeit zurück und scheint eng mit ihrer eigenen Geschichte verbunden zu sein.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442478859
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:16.09.2013

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    ElkeKs avatar
    ElkeKvor einem Jahr
    Rezension zu "Das Bild der Erinnerung"

    Inhaltsangabe:

    München 2010: Anna Falkenberg arbeitet im Münchner Auktionshaus von Bonhoff als Kunsthistorikerin. Sie soll die Expertise zum Bild „Die Liebenden“ von Leo Reichenstein erstellen, das seit 70 Jahren als verschollen gilt. Ohne einen trifftigen Grund benennen zu können hat sie das unangenehme Gefühl, dass es sich um eine Fälschung handelt. Die alleinerziehende Mutter versucht die früheren Galerie Richardson in London zu kontaktieren, die das Bild verkauft hat. Doch Oliver Richardson erscheint ihr unfreundlich.

    Oliver Richardson ist der Enkel von Henry Richardson und leitet nun seine Galerie. Henry war als englischer Soldat in Berlin stationiert, als Deutschland nach dem verlorenen Krieg von den Allierten besetzt wurde. Zusammen mit seinem amerikanischen Freund Philip Coleman leistet er seinen Dienst und handelt zuweilen gegen die ausdrücklichen Befehle der Vorgesetzten. So lernen Henry und Philip Grete Brahm und ihre Nichte Fee kennen, die versuchen, ihr Bestes aus der vertrackten Situation zu machen. Grete Brahm liebt die Kunst und ist daher mit Henry sehr verbunden. Aber die junge Fee hat offenbar nur Augen für Philip.

    Während Anna und Oliver versuchen, hinter das Geheimnis des Bildes von Leo Reichenstein zu kommen, passieren merkwürdige Dinge: eMails verschwinden, ein fremder Mann lauert Annas Tochter auf und sie erhält auch noch einen ominösen Droh-Anruf. Anna stellt zudem fest, dass sie viel tiefer mit dem Bild verbunden ist, als sie anfangs auch nur geahnt hat.

    Mein Fazit:

    Micaela Jary kann wirklich tolle Geschichten erzählen.

    In gewohnt ruhiger Art beginnt die Autorin die Geschichte um Anna und Fee zu erzählen. Ich erlebte eine alleinerziehende Mutter mit all ihren kleinen Alltagssorgen. Anna liebt ihre Tochter Emily und ist bitter vom Vater des Kindes enttäuscht, der sich nicht für seinen Nachwuchs interessiert. Das er gerade geheiratet hat und dies medienwirksam bekannt wurde, macht sie auch nicht gerade glücklich. Und dann ist da noch ihr Chef, der ihr offensichtlich Avancen macht und von seiner Frau immer nur von „Frau Bonhoff“ spricht. Da schneit eine kultivierte Dame ins Auktionshaus und bietet ein Bild zur Auktion an. Offensichtlich hat die Dame es eilig mit der Expertise, aber Anna lässt sich nicht von ihrer Intuition abbringen. Denn sie zweifelt die Echtheit des Bildes an – sehr zum Missfallen ihres Chefs.

    Während Anna sich mit der Geschichte des Bildes beschäftigt und versucht, frühere Galerien zu kontaktieren, die das Bild verkauft haben, wird die Geschichte von Fee, Grete, Henry und Philip erzählt. In einer bildhaften Sprache presentierte sich mir ein Berlin, das durch den Krieg nahezu zerstört war. Geeigneter Wohnraum war knapp, oftmals lebten die Menschen in fast zerstörten Häusern. Lebensmittel, Medikamente oder gar Kleidung waren Mangelware, ebenso wie eine vernünftige Arbeit. Amerikanische oder englische Zigaretten waren das inoffizielle Zahlungsmittel. Trotzdem versuchten die Menschen ihr Bestes und kämpften Tag für Tag ums Überleben. Die Vollwaise Fee, die zusammen mit ihrer Tante Grete in Berlin lebte, war da keine Ausnahme. Durch die Liebe zur Kunst lernte Grete Brahm den englischen Offizier Henry Richardson und den amerikanischen GI Philip Coleman kennen. Von da an nimmt die Geschichte ihren verhängnisvollen Lauf.

    Oliver Richardson ist der einzige Enkel seiner Großeltern. Er leitet die Galerie Richardson im Namen seines Großvaters und das ziemlich erfolgreich. Weniger erfolgreich hat er sein Liebesleben im Griff, denn die Praktikantin Camilla setzt immer wieder gekonnt ihre Reize ein und beinahe wäre er mit Anna Falkenberg nicht in Kontakt gekommen. Die Angelegenheit mit dem Bild von Leo Reichenstein macht ihn neugierig und er fragt bei nächster Gelegenheit seinen Großvater. Doch dieser reagiert gereizt. Irgendetwas stimmt mit dem Bild nicht, dass kann er deutlich spüren und begibt sich selbst auf Spurensuche.

    Ich habe mich in allen Handlungssträngen wohlgefühlt und sehr interessiert und gefesselt die Geschichte verfolgt. Mein Kopfkino war besonders aktiv, wenn es um Berlin in der Nachkriegszeit ging. Die Autorin hat alles so wunderbar beschrieben. Das Elend, aber auch die aukeimende Hoffnung nach Frieden und einer glanzvollen Zukunft war immer wieder spürbar. Die Figuren konnte ich mir alle gut vorstellen und sie waren emotional greifbar, sympathisch und sehr liebenswert. Und die politischen Geschicke um das geteilte Berlin waren ebenfalls Thema, wenn auch nicht deutlich. Ich empfinde die Hintergrundgeschichte als sehr gut recherchiert. Im Gegenwarts-Erzählstrang wird es dann auch richtig spannend. Der Hauch von Mafia streifte Anna und ich fieberte regelrecht mit, was es mit dem Bild wirklich aufsich hatte. Die Lösung dessen ist genial und doch einfach. Vorsehbar war es definitiv nicht!

    Ein tolles Buch, welches mir die deutsche Geschichte wieder ein kleines Stückchen näher gebracht hat. Ich vergebe gerne überzeugte fünf Sterne mit einer ausdrücklichen Lese-Empfehlung.

    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

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    mamenus avatar
    mamenuvor einem Jahr
    Das Bild der Erinnerung

    Klapptext
    Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg arbeitet in einem Münchner Auktionshaus.Eines Tages wird das Bild eines Liebespaares des berühmten impressionistischen Malers Leo Reichenstein eingeliefert,das seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen galt.Auf den ersten Blick das Original,doch Anna beschleichen Zweifel an der Echtheit des Gemäldes,und sie beginnt Nachforschungen anzustellen.Ihre Recherchen führen sie zu einer Galerie nach London und zu dem Charmanten Oliver Richardson,der ebenfalls an der Geschichte des Bildes interessiert ist.Er fährt mit ihr nach Cornwall zu seinem Großvater,der die Wahrheit zu kennen scheint.Henry Richardson nimmt Anna mit auf die Reise in die Vergangenheit und zu einer großen Liebe im Jahre 1946 in Berlin.Erinnerungen werden lebendig,die schließlich auch Annas eigenes Leben berühren.
    Meine Meinung

    Der Klapptext hörte sich recht gut an und somit dachte ich, das könnte ja entsprechend gut werden. Was es dann am Anfang der Geschichte auch war. Diese Geschichte wird in zwei Zeitebenen beschrieben, was ich ja nicht schlecht finde,nur hier waren es mir zu viele Zeitsprünge. Ich wusste nachher gar nicht mehr, um was es genau geht. Somit hat sich das lesen dann als sehr schwierig gestaltet. Einiges fand ich auch sehr langatmig. Ich habe gedacht, in so einer Geschichte muss doch ein bisschen Drama drin sein, aber leider war das hier nicht der Fall.
    Eigentlich finde ich Geschichten gar nicht mal so schlecht, wenn es um die Nachkriegszeit geht, aber hier hatte ich echt Probleme mich zurecht zu finden.
    Es gab auch zu viele Charakteren, zu denen ich nicht richtig Bezug aufbauen konnte, weil es mir einfach zu viele waren.
    Eigentlich schade, denn die Geschichte im allgemeinen fand ich gar nicht mal so schlecht. Man hätte wirklich ein bisschen mehr drauß machen können.
    Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Dafür war es einfach zu langatmig und durch die übermäßig vielen Charakteren zu unübersichtlich.

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    Monalisa73s avatar
    Monalisa73vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: wundervolle Nachkriegsgeschichte, wo Hunger allgegenwärtig war, was für heutige Generationen kaum vorstellbar ist.
    aufwühlende Geschichte der Nachkriegszeit von Berlin

    Dieser Roman zog mich von der ersten Seite an in seinen Bann.

    Der Prolog zu Beginn des Buches nimmt den Leser in die Zeit 1961 nach London mit. Hier steigt die Geschichte voll ein, beschreibt zum ersten Mal intensiv das Gemälde vom impressionistischen Maler Leo Reichenstein, um dass es im ganzen Buch geht und die ersten Personen werden dargestellt, die wichtig sind für die Handlung.

    Die Protagonistin Anna Falkenberg ist Kunsthistorikerin in München in einem Auktionshaus und bekommt den Auftrag die Expertise zu diesem Gemälde zu erstellen. Doch Anna´s Gefühl sagt ihr, dass mit diesem Bild etwas nicht stimmt. Also stellt sie Nachforschungen an, um beweisen zu können, ob es eine Fälschung ist oder nicht.
    Diese führen sie zur Galerie Richardson in London, dessen Stempel auf der Rückseite des Gemäldes prangt.
    Oliver Richardson, der die Galerie leitet, rät Anna mit seinem Großvater zu sprechen. Seine Geschichte zu dem Bild beginnt in der Nachkriegszeit in Berlin. Und scheint eng mit Annas eigener Geschichte verbunden zu sein.

    Die Liebe zwischen Deutschen Mädchen und Besatzern wird ein wenig beleuchtet und dargestellt und auch ab wann sie legaliesiert wurden.
    Die Abschnitte Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich stätig ab und sind immer schön mit den Überschriften z.B. München 2010 oder Berlin 1946 gekennzeichnet, so dass man nicht den Überblick verlieren kann.
    Es ist mitfühlend, aufregend, faszinierend und sinnlich geschrieben. Für mich war es sehr interessant mehr über die Zeit im besetzten  Berlin nach dem zweiten Weltkrieg zu erfahren. 
    So erstaunte es mich sehr zu erfahren, dass es schon bald wieder Theateraufführungen gab und auch Musikverantstaltungen. Obwohl die Menschen noch sehr gehungert haben.
    Durch die Recherche zum Bild wird auch die Kunstszene nach dem Krieg beleuchtet und es wird deutlich wie viele Gemälde verschwanden oder sogar zerstört wurden.

    Ein sehr ergreifendes Buch. Ich kann es wärmstens empfehlen.


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    zusteffis avatar
    zusteffivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Gemälde verknüpft Menschen über die Zeit hinweg und sorgt für Aufregung. Ein packendes und spannendes Buch mit Platz für die Liebe!
    Packende Geschichte eines Gemäldes, dass die Menschen über Jahrzente verbindet

    Anna Falkenberg ist Kunsthistorikerin und wird damit beauftragt den Verkaufsweg des Gemäldes "Das Liebespaar" von Leo Reichenstein nachzuvollziehen. Bei ihrer Recherche kommen ihr immer mehr Zweifel, ob das Bild überhaupt ein Original ist und es stellen sich ihr immer mehr Fragen. Wieso ist der Galerist aus London Oliver Richardson so abweisend und welcher geheimnisvolle Mann beobachtet ihre Tochter?
    Parallel dazu wir die Geschichte des Gemäldes in der Nachkriegszeit erzählt.

    Zu Beginn habe ich mir mit den Zeitsprüngen und den Namen etwas schwer getan. Dies hat sich aber schnell erledigt. Und dabei habe ich die Vermutung, dass mein vorher gelesenes Buch schuld war. Das war ausgerechnet "Ein Bild von dir" von Jojo Moyes. Hier steht auch ein Gemälde im Vordergrund und das Buch spielt ebenfalls in verschiedenen Zeiten. Das hat mich alles wohl etwas verwirrt.

    Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, gut zu lesen, aber auch zum Mitdenken. Die bildhafte Sprache von Micaela Jary gefällt mir einfach gut.

    Die Charaktere waren wir mal sehr vertraut, wie z. B. Anna und Oliver. Bei den Charakteren der Nachkriegszeit fiel es mir als etwas schwerer diese einzuschätzen, aber genau das hat die Spannung bis zum Schluss gestärkt.

    Sehr interessant fand ich es das Alltagsleben der Menschen in der Nachkriegszeit mitzuerleben. Das ist der Autorin sehr gut gelungen, ohne den Leser mit zu vielen geschichtlichen Details zu überhäufen.

    Mein Fazit: Eine absolute Leseempfehlung von mir für dieses Buch!

    Kommentare: 1
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    Ikopikos avatar
    Ikopikovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein romantischer Schmöker für die kalte Jahreszeit
    Das Bild der Erinnerung

    Die Kunsthistorikerin Anna Falkenberg soll die Echtheit eines Gemäldes des Malers Leo Reichenstein zertifizieren. Doch sie hat Zweifel, die während ihrer Recherche noch verstärkt werden. Es gibt Hinweise, die bis in die Zeit des Zweiten Weltkrieges zurückreichen und besagen, dass das Original unmöglich in den Händen der Auftraggeberin sein kann. Anna wird unter Druck gesetzt und bedroht, als sie ihre Meinung öffentlich kund tut.

    „Das Bild der Erinnerung“ von Micaela Jary spielt sowohl in der Gegenwart, als auch im Berlin der Nachkriegszeit. Beide Geschichten haben zunächst als einzige Verbindung das Gemälde des Malers Leo Reichenstein.

    Sehr einprägsam beschrieben ist das Leben im zerstörten Berlin während der Besatzungszeit. Der Kampf ums nackte Überleben, der Mangel an Medikamenten, die Macht, die die Alliierten über das deutsche Volk hatten. Viele deutsche „Frolleins“ hatten Glück, wenn sich ein fremder Soldat für sie interessierte und mit dem Nötigsten versorgte.

    Die Protagonistinnen beider Erzählstränge waren mir vor Anfang an sympathisch. Die Geschichten sind klar voneinander abgegrenzt und flüssig zu lesen. Spannung, Geschichte und Liebe werden perfekt miteinander vereint.

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    K
    KENAvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Prima Buch für einen verregneten Sonntag
    Das Bild der Erinnerung

    In dem Buch „Das Bild der Erinnerung“ geht es um die junge alleinerziehende Kunsthistorikerin Anna Falkenberg, die in München eine Expertise des in den Kriegsjahren verschollen geglaubten Bildes „Das Liebespaar“ aus dem Jahre 1926 des Malers Leo Reichensteins erstellen soll.                                                                                                                                                       Angeboten wird das Bild von der unsympathischen Beatrice Coleman aus New York und nachdem Anna noch nie etwas von einer „Coleman-Sammlung“ gehört hat, geht sie, ihrem Bauchgefühl nach, mit Zweifel an die ganze Sache. Ihr Weg führt Sie nach England zur Galerie Richardson und dessen jetzigen Besitzer Oliver sowie seinen Großeltern.

    Und hier schließt sich der Kreis, denn sowohl Annas Großmutter, wie auch Olivers Großeltern lebten in den Nachkriegsjahren in Berlin und ihre Leben ist miteinander verwoben.

    Micaela Jary erzählt flüssig und klar. Die Kapitel wechseln zwischen dem hier und jetzt und der Vergangenheit, Puzzleteil für Puzzleteil wird ineinander gesteckt und herausgekommen ist eine wunderbare Lektüre, die man gerne und ohne schlechten Gewissens weiterempfehlen kann.

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 4 Jahren
    Ein Wohlfühl-Roman

    Ein berühmtes Bild und eine traurige Liebesgeschichte: Anna Falkenberg arbeitet als Kunsthistorikerin in einem Münchner Auktionshaus. Eines Tages wird ein berühmtes Bild, das seit 70 Jahren als verschollen galt, im Auktionshaus eingeliefert und Anna soll eine Expertise erstellen. Nach und nach beginnt sie an der Echtheit des Bildes zu zweifeln. Ihre Nachforschungen führen sie zu einer Galerie in London, in der das Bild angeblich zuletzt verkauft wurde. Ihre Zweifel erhärten sich. Geleichzeitig erfährt Anna von einer traurigen Liebegeschichte in der Vergangenheit, die eng mit dem Bild verbunden scheint. Jary lässt ihre Geschichte in zwei Zeitebenen spielen. Die eine spielt in der Gegenwart und der Leser begleitet Anna bei ihren Recherchen über das Bild. Die andere entführt den Leser nach Berlin im Jahr 1946. Mir haben vor allem diese Szenen gut gefallen, weil man viel über Berlin in der Nachkriegszeit erfährt: über das Leben der Trümmerfrauen, die Besatzungspolitik, die Rundfunkpolitik, die Kunstszene und wie junge Menschen – noch traumatisiert vom Krieg – wieder angefangen haben zu leben. Jary erzählt sehr bildhaft, fast schon filmreif und ihr gelingt es einfach wahnsinnig gut, das Gefühl, das zu jener Zeit geherrscht haben muss, zu transportieren. Auch die Geschichte um Anna Falkenberg und das Bild hat mir ganz gut gefallen, nur die Verknüpfung der beiden Geschichten ist etwas holprig geraten. Auch das Ende war mir etwas zu hoppla hopp – da passiert dann alles etwas zu schnell und zu viel auf einmal. Im Großen und Ganzen hat mich „Das Bild der Erinnerung“ aber gut unterhalten. Es ist keine besonders aufregende Geschichte, aber irgendwie ein richtiger Wohlfühl-Roman.

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    Binichen90vor 4 Jahren
    Einmal in die Vergangenheit und zurück

    Kunsthistorikerin Anna Falkenberg erfährt von einem seit 70 Jahren verschollen geglaubten Gemälde des Impressionisten Leo Reichenstein, welches ein Münchner Auktionshaus angeboten bekommen hat. Sie soll eine Expertise zum Bild anfertigen, zweifelt allerdings von Anfang an die Echtheit des Bildes an. Ihre Nachforschungen führen sie in die Galerie Richardson in London. Der gutaussehende Galeriebesitzer Oliver Richardson hilft Anna und begleitet sie nach Cornwall an die romantische Küste, wo sein Großvater Henry lebt, an den sich die junge Kunsthistorikerin wenden soll. Doch was der alte Mann zu sagen hat, verwirrt Anna, denn die Geschichte des Bildes scheint mit ihrer eigenen verwoben zu sein und führt sie in das besetzte Berlin der Nachkriegszeit. Schon bald erfährt Anna Dinge, die ihr Leben nachhaltig verändern werden.

    Micaela Jary erzählt lebhaft und auf spannende Weise vom Leben der Trümmerfrauen zur Nachkriegszeit. Wer sich bereits im Geschichtsunterricht für dieses Thema interessierte, kann hier noch so einige weitere Dinge erfahren. Ebenfalls gelingt es ihr, die verschiedenen Zeitebenen gekonnt miteinander zu verweben, sodass keinerlei Irritationen entstehen. Der Leser weiß immer, in welcher Zeit er sich gerade befindet und erhält jedesmal spannende und detaillierte Details. Auch im Bereich Kunst kann die Autorin ihr Wissen unter Beweis stellen und so wird nicht nur das Gemälde in den Vordergrund gestellt, sondern ebenfalls die gesamte Kunstszene dieser Epoche. Es ist bemerkenswert, wie es Micaela Jary geschafft hat, jede handelnde Person mit dem Gemälde in Berührung kommen zu lassen, sodass der Leser eine über 70 Jahre andauernde Reise miterleben durfte.
    Für Fans der Nachkriegszeit, impressionistischen Kunst und einer aufkeimenden Liebesgeschichte mit viel Spannung ist dieses Buch genau richtig.


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    Lese_gernes avatar
    Lese_gernevor 4 Jahren
    Das Bild der Erinnerung - sehr schön zu lesen

    Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg arbeitet in einem Münchner Auktionshaus. Eines Tage wird ihr ein Bild des Malers Leo Reichenstein vorgestellt, das seit dem zweiten Weltkrieg als verschollen galt. Anna hat ihre Zweifel an der Echtheit des Bildes. Sie beginnt Nachforschungen über das Bild und gelangt so zur Galerie Richardson in London. Oliver Richardson ist sehr an der Geschichte des Bildes interessiert und fährt mit Anna zu seinem Großvater nach Cornwall. Sein Großvater kennt die Wahrheit des Bildes. Henry Richardson erzählt Anna die Geschichte über die Vergangenheit im Jahre 1946 in Berlin.

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    Dieses Buch hat mit sehr viel Spaß gemacht zu lesen. Das war mein erstes Buch von dieser Autorin und ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ich hatte das Glück dieses Buch hier bei Lovelybooks bezüglich der Aktion Tag des Buches zu gewinnen. Nochmals Danke an Micaela Jary und für die nette Widmung im Buch.

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    Es handelt in zwei Zeitebenen, die hin und her wechseln, was mir besonders gut gefällt, da die Spannung gehalten wird.  Das Buch handelt  im Jahr 2010 in München und London und im Jahr 1946 in Berlin. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und lässt sich sehr flüssig lesen. Sehr gefallen hat mir auch der englische Stil, die Tea Time und das stilvolle Leben in England. Oliver fährt einen Bentley und sein Großvater hat ein großes Herrenhaus!!!  Das macht so richtig Lust auf Cornwall.

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     Von Micaela Jary sind noch die Bücher „Sehnsucht nach Sansibar“ und „Die Bucht des blauen Feuers“ erschienen. Jetzt im Juli 2014 wird das Buch „Das Haus am Alsterufer“ erscheinen. Sie stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Viele Jahre arbeitete sie als Redakteurin. Heute lebt sie in München und Berlin, den zwei Städten in denen dieses Buch handelt.

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    Flocke09s avatar
    Flocke09vor 4 Jahren
    Das Bild der Erinnerung

    Eine Liebesgeschichte die tief berührt. Anna wird gebeten für ein sehr berühmtes Bild von Leo Reichenstein eine Expertise zu erstellen. Doch schon bald treten Fragen bei ihrer Recherche zur Herkunft des Bildes auf. Sie beginnt genauer zu forschen und wird zum Ende mit einer tollen Liebesgeschichte und ihrem eigenen Glück belohnt.

    In diesem Roman erhält man Eindrücke in das Leben der Berliner Bewohner nach dem zweiten Weltkrieg. In den Trümmern der Stadt wird deutlich wie sehr sich die Bürger nach Kleinigkeiten wie zum Beispiel Musik sehnen.

    Eine tolle Geschichte, obwohl man früh merkt worauf es hinausläuft.  

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    katja78s avatar

    Sie sucht nach einem verschwundenen Gemälde – und entdeckt ein Familiengeheimnis und die große Liebe.

    Hallo Liebe Lovelybooks-Gemeinde!

    Anlässlich der Lovelybooks-Aktion "Autoren schenken Lesefreude" läd Micaela Jary zur Buchverlosung ein!

    ###YOUTUBE-ID=zFBjp1_Ql_c###


    Einem Münchner Auktionshaus wird ein Bild des berühmten impressionistischen Malers Leo Reichenstein angeboten, das 70 Jahre als verschollen galt. Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg hat Zweifel an der Echtheit des Gemäldes. Ihre Nachforschungen führen sie zur Galerie Richardson in London. Der attraktive Oliver Richardson, der die Galerie leitet, rät Anna, sich an seinen Großvater Henry zu wenden. Oliver begleitet Anna auf ihrer Reise an die wildromantische Küste Cornwalls. Doch als Anna mit Henry Richardson spricht, ist sie zutiefst irritiert. Denn die Geschichte des Bildes führt in das besetzte Berlin der Nachkriegszeit zurück und scheint eng mit ihrer eigenen Geschichte verbunden zu sein.

    Leseprobe


    Das Bild der Erinnerung ist derzeit für den DeLiA-Literaturpreis2014 nominiert. Vielleicht wollt ihr mal hier schauen?

    Gerne könnt ihr euch mal auf der Goldmann Verlagsseite umschauen, oder der dazugehörigen Autorenseite, dort findet ihr auch nähere Infos zu den bald erscheinenden Büchern der Autorin.

    Wir würden nun gerne 5 signierte Printbücher unter die Leser bringen, die folgende Frage beantworten können:

    Schildert uns euren Eindruck zum Buchcover und warum gerade DU das Buch gewinnen solltest!

    Bis zum 30.4.2014 habt ihr Zeit, euch unter diesem Posting zu bewerben.

    Wir freuen uns auf Euch!


    Eure Micaela & Katja

    Zur Autorin

    Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin.

    Micaela Jary ist Mitglied des Autorenkreises DeLiA und im Syndikat, außerdem war sie 2011 und 2012 Jury-Mitglied für den DeLiA-Literaturpreis und 2012 das Putlitz-Stipendium der 42er Autoren.


    Micaela Jary auf Facebook finden, oder aber, ihr besucht mal ihre Homepage


    Zur Buchverlosung
    Eltragalibross avatar
    Mit "Das Bild der Erinnerung" hat Autorin Micaela Jary eine fesselnde Geschichte über Liebe und eine schicksalhafte Verbindung in die Vergangenheit durch ein Gemälde, dessen Echtheit zweifelhaft ist, geschrieben. Mit einer Reise nach London und an Cornwalls stürmische Küste will die Kunsthistorikerin Anna diesen Zweifel ausräumen und begibt sich damit auf eine Reise, die auch sie und ihre eigene Vergangenheit zu betreffen scheint.

    Der Inhalt:
    Einem Münchner Auktionshaus wird ein Bild des berühmten impressionistischen Malers Leo Reichenstein angeboten, das 70 Jahre als verschollen galt. Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg hat Zweifel an der Echtheit des Gemäldes. Ihre Nachforschungen führen sie zur Galerie Richardson in London. Der attraktive Oliver Richardson, der die Galerie leitet, rät Anna, sich an seinen Großvater Henry zu wenden. Oliver begleitet Anna auf ihrer Reise an die wildromantische Küste Cornwalls. Doch als Anna mit Henry Richardson spricht, ist sie zutiefst irritiert. Denn die Geschichte des Bildes führt in das besetzte Berlin der Nachkriegszeit zurück und scheint eng mit ihrer eigenen Geschichte verbunden zu sein. Leseprobe

    Die Autorin Micaela Jary wird bei der Leserunde dabei sein!
    Micaela Jary wurde 1956 in Hamburg geboren. Nach einem Sprachenstudium, entschied sie sich ein Zeitungsvolontariat zu machen und arbeitete danach viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich der Liebe zur Schriftstellerei widmete. Neben Geschichte und Geografie ist Micaela Jary auch von Süd- und Ostafrika fasziniert. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Berlin und München.

    Gemeinsam mit dem Goldmann Verlag verlosen wir insgesamt 25 Exemplare. Bewerbt* euch bis einschließlich 11. September 2013 und erzählt uns welches Gemälde oder welches Motiv ihr gern in eure Wohnung hängen würdet.


    *Denkt dran, jeder Teilnehmer soll sich aktiv an der Leserunde beteiligen und am Ende auch eine Rezension zum Buch schreiben!
    Zur Leserunde

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