Die Villa am Meer

von Micaela Jary 
4,5 Sterne bei52 Bewertungen
Die Villa am Meer
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Tina06s avatar

Eine Familiengeschichte zur Jahrhundertwende an der schönen Ostsee, mit viel Herz und tollen Charakteren.

Caillean79s avatar

Leider bin ich mit den beiden Hauptfiguren Katharina und Greta nicht so richtig warm geworden.

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Inhaltsangabe zu "Die Villa am Meer"

Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442485956
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:20.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Caillean79s avatar
    Caillean79vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Leider bin ich mit den beiden Hauptfiguren Katharina und Greta nicht so richtig warm geworden.
    Große Erwartungen – nur teilweise erfüllt

    Das Cover von „Die Villa am Meer“ weckte große Erwartungen in mir. Da ich die Ostsee und die Bäderarchitektur liebe, habe ich mich nach einer Geschichte gesehnt, die die Entstehung der Villenviertel thematisiert und die Zeit der Jahrhundertwende wieder aufleben lässt. Das hat dieser Roman auch geschafft.

    Aber leider bin ich mit den beiden Hauptfiguren, Katharina und Greta, nicht so recht warm geworden. Mit beiden konnte ich mich nicht identifizieren. Beide waren mir in vielen Situationen nicht recht sympathisch und/oder ich konnte ihre Entscheidungen oder Handlungen nicht nachvollziehen.

    Deshalb konnte ich auch nicht so richtig in dem Buch schwelgen, sondern  habe viele Passagen eher mit Distanz, zuweilen auch mit einer gewissen Skepsis, gelesen.

    Dazu kommt, dass der Roman einen sehr großen Zeitabschnitt abdeckt – über 20 Jahre. Da kann man natürlich nicht flüssig alle Vorkommnisse erzählen, sondern muss prägnante Stellen herausgreifen, an denen die Figuren Entscheidungen treffen müssen oder etwas Schicksalhaftes passiert. Dadurch wirkte das Buch auf mich aber etwas „bruchstückhaft“.

    Der Schreibstil hat mir gefallen, er war gut und flüssig zu lesen. Trotzdem konnte mich das Buch nicht über die Maßen fesseln. Gesundes Mittelmaß nach meiner Einschätzung.

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    bettinahertzs avatar
    bettinahertzvor 9 Monaten
    Warnemünde im Kaiserreich und den Goldenen Zwanzigern

    Die Villa am Meer Autor: Micaela Jary Rostock- Warnemünde kurz vor der Jahrhundertwende 1897: Katharina entscheidet sich gegen die Liebe und geht eine Vernunftehe mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers ein. Ihr Herz gehört allerdings einem anderen, Joachim, Seemann mit Leib und Seele, der kurz vor dem Kapitänspatent steht. Dennoch versucht Katharina ihr Bestes, um mit ihren Mann glücklich zu werden. Dies ändert sich schlagartig an dem Tag, als sie Olaf versucht zu überzeugen, ihr eigenes Geschäft zu gründen – einen Strandkorbverleih an der Ostsee. Aber es kommt anders für Katharina, als sie sich je erträumt hatte und mit der Zeit werden die veralteten Ansichten Olafs inkl. der große Altersunterschied zwischen ihnen fast unüberbrückbar. Und sie trifft wieder auf Joachim. Der historische Roman Die Villa am Meer von Micaela Jary ist eine tolle Familiengeschichte und entführt uns ins wunderbare deutsche Seebad Warnemünde in der Zeit zwischen 1897 bis 1821. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Katharina und Greta (Joachims Ehefrau) erzählt, die beide vom Wesen kaum unterschiedlicher sein können. Dennoch kämpft jede für sich und ihre Wertvorstellungen. Kein leichtes Unterfangen, haben es doch Ehefrauen zu dieser Zeit aufgrund enormer Standesdünkel nicht leicht und Rechte als Frauen allgemein gilt damals schlechthin als Fremdwort. Aber keine ist bereit, ihr Ziel aufzugeben. Der Schreibstil ist sehr bildhaft, emotional und tiefgründig. Mit Katharina und Olaf bzw. Joachim und Greta hat Micaela Jary tolle authentische Charaktere geschaffen. Die Autorin lässt uns sehr viel in die Gedankenwelt vor allem die von Katharina und Greta eintauchen und man fühlt, leidet und hofft dadurch hautnah mit Ihnen mit. Zusätzlich kombiniert sie ihre Geschichte geschickt mit den historischen Fakten, der größte hier sicher der erste Weltkrieg, der unaufhörlich auch auf Warnemünde zurollt. Des Weiteren bekommt man ganz nebenbei einen Einblick in die Geschichte des Strandkorbes, der doch tatsächlich seinen Ursprung in Warnemünde hat. Bei meinem nächsten Besuch dorthin, muss ich unbedingt ins Heimatmuseum gehen. Die Villa am Meer ist mein erster Roman von Micaela Jary und er hat mir super gefallen. Die Reihe Das Haus am Alsterufer steht schon parat und ich freue mich darauf. Für dieses hier gibt es von mir fünf verdiente Sterne.

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    SimoneQuilitzs avatar
    SimoneQuilitzvor einem Jahr
    Kraftvoller Historienroman rund um den Strandkorb

    Der Roman ist zur Jahrhundertwende angesiedelt und blickt nicht nur auf die spannende Geschichte und Entwicklung des Strandkorbs, sondern auch andere damalige Erfindungen wie Seeflieger und neue Bahnverbindungen- aus der Sicht zweier Familien, die nicht nur Freundschaft miteinander verbinden...

    Schauplatz ist das wundervolle Seebad Warnemünde. Da ich erst vor Kurzem im Heimatmuseum Warnemünde war, hatte ich natürlich noch einen besseren Bezug zu den Beschreibungen im Buch. Micaela Jary versetzt einen mit ihrer wundervollen und kraftvollen Sprache sofort zurück in ein anderes Jahrhundert. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges findet natürlich auch Handlungsstränge und ich finde es sehr interessant, die verschiedenen Meinungen und Auffassungen der damaligen Zeit diesbezüglich zu lesen.

    Mir hat der Roman aufgrund meiner Affinität zur mecklenburgischen Ostseeküste natürlich besonders gut gefallen- aber auch für jeden anderen ist dies ein wunderbarer Roman bzw. eine kleine Familiensaga. Für Strandkorbfans sowieso 😊

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    Larissa_Schiras avatar
    Larissa_Schiravor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wundervoller historischer Roman
    Ein wundervoller, historischer Roman

    Katharina, die 1897 in Rostock lebt, hat die Verlobung mit ihrer großen Liebe Joachim gelöst und heiratet relativ spontan den Hofkorbmacher Olaf Borchers. Trotz ihrer beiden gemeinsamen Söhne fühlt sie sich weder ausgelastet noch glücklich in ihrer Ehe und hegt den Traum, einen eigenen Strandkorbverleih zu eröffnen, der sie zufällig auch Joachim wieder näher bringt...

    Die Geschichte spielt über einen längeren Zeitraum, bis nach dem zweiten Weltkrieg, und wird nicht nur aus Katharinas Perspektive erzählt, sondern auch aus der von Joachims Ehefrau Greta. Katharina wird für den Leser sofort zum Sympathieträger, mit ihr hofft und bangt man und kann sich stets gut in sie hineinversetzen. Greta hat eher die Rolle ihrer Gegenspielerin inne, sie wirkt recht unsympathisch und engstirnig, was der Geschichte aber eine gewisse Würze verleiht.
    Das Buch enthielt für mich kaum Längen, wie man sie in historischen Romanen leider oft findet. Dies ist vor allem dem grandiosen Schreibstil der Autorin zu verdanken. Sie nutzt Elemente der damaligen Sprache, verwendet Ausdrücke und Formulierungen aus der Zeit des Romans, und mischt diese mit gut verständlicher, moderner Sprache. So lässt sich das Buch leicht lesen, hilft dem Leser aber auch, sich noch besser in diese Zeit hineinzuversetzen.

    Die letzten Kapitel haben es geschafft, mich wirklich durch unerwartete Ereignisse zu überraschen. Spätestens ab der Hälfte nahm die Geschichte Fahrt auf und ich konnte das Buch kaum mehr zur Seite legen.

    Ich würde "Die Villa am Meer" also uneingeschränkt weiterempfehlen, auch an Anfänger in diesem Genre. Dieser historische Roman hat wirklich einiges zu bieten und hat mich begeistert!


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    dermoerderistimmerdergaertners avatar
    dermoerderistimmerdergaertnervor einem Jahr
    Warnemünde zur Kaiserzeit

    Inhalt: Rostock-Warnemünde 1897. Die junge Katharina heiratet kurzentschlossen den wesentlich älteren verwitweten Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers, obwohl sie eigentlich einen anderen liebt: Joachim, einen Seemann. Aber ein Leben als Seemannsfrau kann und will sie nicht führen. Trotz dieser Umstände tut Katharina ihr Bestes, um eine glückliche Ehe zu führen.
    Als sie nach einigen Jahren beginnt, eigene Geschäftsideen zu entwickeln - sie plant, einen von ihr geführten Strandkorbverleih zu eröffnen - ist ihr Mann strikt dagegen und das Verhältnis der Eheleute wird immer schlechter.
    Meine Meinung: Die Geschichte beginnt im Jahr 1897 mit der Hochzeit von Katharina und Olaf und endet 1921, drei Jahre nach dem ersten Weltkrieg. Erzählt wird hauptsächlich aus den Perspektiven von Katharina und Greta, Joachims Frau. Im Buch gibt es einige Zeitsprünge, die mich in der ersten Hälfte der Geschichte etwas verwundert haben. Gerade die Anfangszeit der Ehe und Joachims Reaktion darauf, hätte mich interessiert. 
    Ich fand es interessant über die Rolle der Frau zu Anfang des letzten Jahrhunderts zu lesen. Katharina entwickelt sich im Laufe der Jahre von einer jungen unsicheren Frau zu einer selbstbewußten Geschäftsfrau, die sich von ihrem Mann nicht alles bieten lässt und auch allein zurecht kommen kann. Aber trotz aller Schwierigkeiten hält sie unter allen Umständen an ihrer Ehe fest.
    Greta hat zum Glück eine etwas kleinere Rolle in der Geschichte. Sie wirkt unsympathisch, verbittert, misstrauisch und sehr naiv. Sehr viele ihrer Gedankengänge und Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen und sie nervte mich zunehmend.
    Insgesamt sind mir alle Charaktere etwas fremd geblieben, so dass ich nicht richtig mit ihnen mitfiebern konnte und ihr Schicksal mich nicht sehr berührte. Außerdem fand ich die Geschichte sehr langatmig und ohne Schwung.

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    Gartenkobolds avatar
    Gartenkoboldvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Historische Familiengeschichte
    spannende emotionale Familiengeschichte

    Bewertet mit 5 Sternen

    Klappentext: Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee ...



    Die beiden Protagonistinnen Katharina und Greta, Frauen aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts, die eine, selbstbewusst und kämpferisch, die andere, aus einfachen Verhältnissen stammend und sehr auf den Aufstieg bedacht.

    Katharina ist heimlich mit Joachim verlobt, doch er will es zu etwas bringen, bevor er um ihre Hand anhält, Katharina möchte aber nicht warten und entscheidet sich für die Ehe mit Olaf Borchers, einem um mehr als 20 Jahre älteren distinguierten Geschäftsmann. Als ihr nach ein paar Jahren Ehe der Sinn danach steht, ein eigenes Geschäft zu eröffnen, da ihr die Rolle als Ehefrau und Mutter zweier Söhne nicht ausreicht, torpediert Olaf ihre Pläne, doch Katharina, einmal ein gefasstes Ziel vor Augen, gibt nicht auf, dass ihr Mann sie hintergeht, ist dabei Wasser auf die Mühlen…

    Ganz anders dagegen Greta, die Simon heiratet, in der Hoffnung auf einen Wiederaufstieg in die Gesellschaft. Als Simon nach einem Unfall nicht mehr rehabilitiert wird, sieht sie sich wieder am Rande der Gesellschaft und versucht durch Missgunst und Neid Katharina zu schaden, da sie in Erfahrung bringen konnte, das Simon Katharinas Jugendliebe war. Sie lässt keine Gelegenheit aus, um Zwistigkeiten und Zank zu säen und verschont weder ihre Tochter noch Simon, dass Simon ein Jobangebot von Katharina erhält, bringt das Fass zu Überlaufen…

    Wie schon in den andern Romanen versteht es die Autorin, ihre Charaktere authentisch darzustellen, mit Fehlern und Schwächen, ihr Schreibstil ist flüssig und spannend von der ersten bis zur letzten Seite, sowohl Katharina als auch Greta sind auf einer einen Seite starke Frauen, beide mit völlig unterschiedlichen Beweggründen, während die eine, Katharina , mit Fleiß und Beharrlichkeit zum Ziel kommt, geht Greta den völlig anderen Weg und ist beherrscht von ihrem gesellschaftlichen Aufstieg, den sie mit allen Mitteln versucht, für sich entsprechend umzusetzen.

    Eine beeindruckende Familiensaga vor dem historischen Hintergrund der Zeit zwischen 1897 und 1921 mit sehr gut eingeflochtenen historischen Ereignissen.

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    Eliza08s avatar
    Eliza08vor einem Jahr
    Der Strandkorbverleih

    Auch mit ihrem neusten Romanen wird Micaela Jary die Herzen ihrer Fans erobern, denn sie liefert wieder beste Unterhaltung im Genre der Familiensagas. Wer dazu noch das Meer, im speziellen die Ostsee mag, wird diesen Ausflug in vergangene Zeiten lieben.

    Das Cover verspricht schon sehr viel Stil und Flair und genau dies liefert der Roman, eine Familiengeschichte die alle Facetten des aufstrebenden Bürgertums an der Ostsee zu Beginn des 20. Jahrhunderts abbildet. Der Klappentext gibt eine gute Zusammenfassung dessen, was zu Beginn des Romans geschieht, dennoch geht es in diesem Roman um viel mehr; es geht um den strategischen Nutzen der Ostseeinseln während des 1. Weltkrieges, um die Tradition der Strandkörbe an der Ostsee und es geht um die verschiedenen Rollenbilder innerhalb der Familie, die sich gerade zu Beginn des Jahrhunderts ändern.

    Die Geschichte zweier Familien und zweier Liebender, die aber ihren Weg nicht zu einander finden, weil Traum und Wirklichkeit sich scheinbar erst einmal nicht vereinbaren lassen. Ehen die aus Kalkül und gesellschaftlichem Ansehen geschlossen werden, zeichnen ein Bild der damaligen Gesellschaft. Tradition und neue Ideen treffen immer mehr aufeinander und wenn jeweils nur ein Ehepartner einer Partei angehört, ist eine Entfremdung vorprogrammiert. Die Gesellschaft befindet sich im Aufbruch, dies werden die nächsten Jahre unwillkürlich zeigen.

    Der Roman ist chronologisch aufgebaut und in drei Teile untergliedert, Datumangaben zu Beginn der Kapitel erleichtern dem Leser die Einordnung des Geschehens in den Kontext. Der Schreibstil von Micaela Jary ist wieder sehr angenehm zu lesen, sehr bildhaft beschreibt die Autorin die Landschaft und schafft so ein ganz besonderes Flair. Die Figuren sind sehr gut und vielschichtig gezeichnet, besonders die Protagonisten: Katharina und Olaf, sowie Joachim/Jochen und Greta sind hervorragend ausgearbeitet, sodass man von diesen Figuren eine realen Eindruck gewinnt.

    Mir hat dieser Roman wieder sehr gut gefallen und ich habe den Ausflug an die Ostsee sehr genossen. Die Autorin erklärt im Nachwort noch einige nützliche Dinge und rundet somit den positiven Gesamteindruck ab.

    Ein toller Sommerroman, den man nicht nur im Strandkorb lesen kann, sondern auch auf der Liege, dem Gartenstuhl oder der Couch. Ein klein wenig Meer-Flair ist garantiert und beste Unterhaltung sowieso. Ein Sommer-Muss für alle Fans des Genres „Familiensaga“. Kauf- und Leseempfehlung für alle!

    So kann ich nur viel Spaß mit Katharina und ihrem Strandkorbverleih wünschen!

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    MissNorges avatar
    MissNorgevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine wundervolle Familiensaga mit historischem Hintergrund vor der einzigartigen Ostsee-Kulisse ...
    Eine Familiensaga mit historischem Hintergrund

    Kurz zur Geschichte
    (lt.Verlagsseite)
    Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee.

    Meine Meinung
    Ein dicker Wälzer, mit 512 Seiten, die sich aber haben in Windeseile durchlesen lassen, weil der Schreibstil wirklich hervorragend zu lesen ist.
    Mit *Die Villa am Meer* hat die Autorin Micaela Jary eine wundervolle und intensive Familiensaga geschrieben, vor dem historischen Hintergrund von Rostock und Warnemünde. Ich glaube, passendere Orte hätte man für diese Geschichte nicht finden können, es fügt sich alles zu 100% zusammen und hätte auch nicht anders sein dürfen. Ein Roman, welcher mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten hat. Mit Katharina und Greta begleitet man zwei Frauen, die sich zu Anfang mit ihrem Leben arrangiert haben. Beide haben Männer geheiratet, die sie nicht aus vollem Herzen lieben, die ihnen aber beide ein unbeschwertes Leben ermöglichen. Bis beide Frauen merken, das kann doch nicht alles sein, was uns das Leben zu bieten hat. Katharina bekommt ihr neues Leben besser in den Griff, als Greta. Diese kann einem schon fast leid tun, als sie sich unsterblich in einen Schauspieler verliebt, der ihr zwar Briefe schreibt, aber dann bekommt sie die Augen geöffnet auf unangenehme Weise. Ich fühlte mich beim Lesen immer mehr zu Katharina hingezogen, denn bei Greta fühlte ich fast mehr Schadenfreude, wenn ihr etwas nicht gelang.
    Einziger Kritikpunkt ist, das ich schon vor der Hälfte des Buches ahnte, wie es enden wird und genauso kam es auch. Das war leider etwas zu vorhersehbar, dies hat mich aber nicht davon abgehalten völligst in die Geschichte abzutauchen.
    Neben historischen Fakten erfährt man sehr viel über die Stellung der Frau zur damaligen Zeit, die wirklich nicht einfach war. Neben den Hauptprotagonisten sind auch die Nebenpersonen sehr deutlich und gut ausgearbeitet, allen voran Nora Wedding. Sehr interessant war auch die Geschichte zur Entstehung der Strandkörbe, die werde ich bei meinem nächsten Urlaub an der Küste nun mit anderen Augen sehen und mich immer daran erinnern.

    Fazit
    *Die Villa am Meer* von Micaela Jary hat mich sehr gut unterhalten. Man erlebt Warnemünde im Kaiserreich und die Zeiten der 1920er Jahre vor der prächtigen Ostsee-Kulisse, so das ich beim Lesen oftmals den Wind auf der Haut spürte und den Duft der Ostsee in der Nase hatte. 

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    cosima73s avatar
    cosima73vor einem Jahr
    Lebenslügen und ewige Liebe

    Katharina liebt Joachim, es ist die ganz grosse Liebe. Als dieser jedoch für zwei Jahre in den See sticht, um seine beruflichen Chancen für später besser zu machen, weiss Katharina, dass sie nicht zur Seefahrerfrau taugt, dass sie sich vor Sehnsucht verzehren wird. Ein Jahr nach Joachims Abfahrt tritt sie mit Olaf Borcherts, einem älteren, erfolgreichen Unternehmer, der sein Vermögen mit Strandkörben gemacht hat, vor den Traualtar. Er ist zwar nicht die grosse Liebe, verspricht aber ein sicheres Leben und Halt. Das muss sie sich bei aufkommenden Zweifeln selber immer wieder sagen.

    Es war ein zweiter Abschied von Joachim. Diesmal noch endgültiger als der Brief, den sie ihm geschrieben und dem sie das wunderschöne Gesangbuchbeigelegt hatte. Tränen stiegen in ihr hoch.

    Die Ehe erweist sich immer mehr als Gefängnis. Nicht nur trauert sie ihrer grossen Liebe Joachim nach, auch sonst stösst sie an Grenzen: Sie würde gerne selber als Geschäftsfrau etwas bewirken und nicht nur den Stoff für die Strandkörbe ihres Mannes aussuchen, doch das ist in der Zeit anfangs des 20. Jahrhunderts noch nicht gerne gesehen. Dass sie bei ihren Bestrebungen ausgerechnet auf Joachim zählen kann, macht die Situation nicht einfacher.

    Beurteilung
    Villa am Meer ist eine Familiensage, ein historischer Roman und die Geschichte des Strandkorbs in einem. Zwar soll der Roman ausdrücklich nicht als Sachbuch über den Strandkorb, sondern als fiktive Geschichte verstanden werden, trotzdem wirkt das hier geschilderte sehr authentisch.

    Micaela Jary erzählt in einer eingängigen, leicht lesbaren, flüssigen Sprache die Geschichte einer Frau, die auf ihre grosse Liebe verzichtet, um ein Leben in gesicherten Bahnen zu führen. Es ist die Geschichte einer Frau, die alles daran gibt, trotz dieser schwierigen Voraussetzung glücklich zu sein mit ihrem Mann, die ihren Mann unterstützt, aber auch selber Ambitionen hat und damit aneckt.

    Entstanden ist ein Roman, der durch einen stimmigen Plot, plastische Figuren und einen authentischen Schauplatz – der aufstrebende wilhelminische Urlaubsort Warnemünde an der deutschen Ostseeküste – besticht. Ein wunderbares Buch für den Sommerurlaub am Strand oder zu Hause im Liegestuhl.

    Fazit:
    Ein stimmiger Plot mit plastischen Figuren und einer flüssigen Sprache, ein Roman, der zugleich Familiensaga wie auch historischer Roman ist und die Geschichte einer Liebe, die überdauert, auch wenn sie nicht gelebt werden kann. Sehr empfehlenswert.

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    YH110BYvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolle historische Familiensaga, die man einfach gelesen haben muss!
    Die Villa am Meer

    Katharina lebt im Jahre 1897 an der Ostsee, in Warnemünde. Ihre Verlobung mit Joachim, dem Seefahrer hat sie gelöst und kurzentschlossen den reichen Manufakturbesitzer Olaf Borchert, der Strandkörbe herstellt, geheiratet. Olaf ist wesentlich älter als sie, verwitwet und hat schon einen erwachsenen Sohn. Doch Katharina kann ihre Liebe zu Joachim nie vergessen und macht ihn zum Geschäftsführer ihres Strandkorbverleihs. Katharinas Mann betrügt sie mit der Gouvernante seiner beiden Söhne und bietet ihr als Entschädigung eine eigene Villa am Meer an. Dort richtet sie auch eine kleine Pension für Feriengäste ein. Mehr will ich jetzt gar nicht von diesem wundervollen historischen Roman verraten. Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und gefesselt. Es ist spannend, fesselnd, aber auch gefühlvoll geschrieben und die Seiten sind nur so dahin geflogen.Die einzelnen Charaktere, aber auch die Gegend, in der der Roman spielt, sind wundervoll beschrieben worden. Ich konnte mir alles richtig gut vorstellen. Das Buch ist eines der besten historischen Romane, die ich gelesen habe und hat mich total begeistert und berührt. Ich kann es jedem wärmstens weiterempfehlen und werde mir auch die anderen Bücher dieser Autorin zulegen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Goldmann_Verlags avatar

    Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit einem älteren Manufakturbesitzer steht unter einem schlechten Stern. Denn die junge Katharina will mehr im Leben als Hausfrau und Mutter sein, sondern ihr eigenes Geschäft gründen. Als plötzlich auch noch ihr ehemaliger Verlobter Joachim auftaucht, wird Katharina auf eine harte Probe gestellt: Denn ihr Herz gehört Joachim schon seit langer Zeit.

    In ihrem neuen Roman „Die Villa am Meer“ stößt Micaela Jary die Türen zur unvergleichlichen Belle Epoque auf – und erzählt den mutigen Lebensweg einer Frau, die in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg um ihre Unabhängigkeit kämpft.

    Wollt ihr den gefühlvollen, historischen Roman unserer Bestellerautorin Micaela Jary als eine der Ersten in Händen zu halten? Dann verratet uns, warum ihr ausgerechnet an dieser Leserunde teilnehmen möchtet und bewerbt euch um eines von 20 Exemplaren. Frau Jary freut sich darauf, mit euch über ihr Buch zu plaudern. Bewerben könnt ihr euch bis zum 23. März 2017.

    Eine wunderschöne Villa am Strand, zwei gesunde Söhne und ein fürsorglicher Ehemann, der sie umsorgt - die junge Katharina hat eigentlich alles, was sich eine Frau der Kaiserzeit wünschen kann – oder sich wünschen darf. Mit modernen Strandkörben hat ihr Mann ein Vermögen verdient und kann ihr so materielle Sicherheit bieten. Doch diese Vernunftehe fühlt sich für Katharina mehr und mehr wie ein Gefängnis an. Das liegt nicht nur an ihrer einstigen großen Liebe, die sie nicht vergessen kann, sondern auch an dem tiefen Bedürfnis, sich einen eigenen Platz in der Welt zu schaffen. Mit einem Strandkorbverleih will sie ihren Geschäftssinn beweisen und ein Stück Eigenständigkeit erlangen. Doch eine Frau, die ihren eigenen Weg sucht, ist nicht unbedingt gern gesehen und Katherinas ehemaliger Verlobter wird plötzlich ihr wichtigster Unterstützer…

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