Micaela Jary Die Villa am Meer

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Inhaltsangabe zu „Die Villa am Meer“ von Micaela Jary

Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee ...

Wundervoller historischer Roman

— Larissa_Schira
Larissa_Schira

Historische Familiengeschichte

— Gartenkobold
Gartenkobold

Eine wundervolle Familiensaga mit historischem Hintergrund vor der einzigartigen Ostsee-Kulisse ...

— MissNorge
MissNorge

Tolle historische Familiensaga, die man einfach gelesen haben muss!

— YH110BY
YH110BY

Eine wunderbare Familiensaga!

— Johanna_Torte
Johanna_Torte

Diese beeindruckende Familiensaga vor einer wunderschönen Kulisse möchte ich auf jeden Fall weiterempfehlen.

— friederickesblog
friederickesblog

Ein schöner historischer Roman zum entspannen.

— MalaikaSanddoller
MalaikaSanddoller

Wunderschöner historischer Roman über die Ostsee

— Diana182
Diana182

Ein historisches Familiendrama zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der Ostsee mit dem Star "Strandkorb". Unterhaltsam und sehr gut!!!

— Nil
Nil

Toller historischer Roman!

— Dion
Dion

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  • Kraftvoller Historienroman rund um den Strandkorb

    Die Villa am Meer
    SimoneQuilitz

    SimoneQuilitz

    10. August 2017 um 10:43

    Der Roman ist zur Jahrhundertwende angesiedelt und blickt nicht nur auf die spannende Geschichte und Entwicklung des Strandkorbs, sondern auch andere damalige Erfindungen wie Seeflieger und neue Bahnverbindungen- aus der Sicht zweier Familien, die nicht nur Freundschaft miteinander verbinden... Schauplatz ist das wundervolle Seebad Warnemünde. Da ich erst vor Kurzem im Heimatmuseum Warnemünde war, hatte ich natürlich noch einen besseren Bezug zu den Beschreibungen im Buch. Micaela Jary versetzt einen mit ihrer wundervollen und kraftvollen Sprache sofort zurück in ein anderes Jahrhundert. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges findet natürlich auch Handlungsstränge und ich finde es sehr interessant, die verschiedenen Meinungen und Auffassungen der damaligen Zeit diesbezüglich zu lesen. Mir hat der Roman aufgrund meiner Affinität zur mecklenburgischen Ostseeküste natürlich besonders gut gefallen- aber auch für jeden anderen ist dies ein wunderbarer Roman bzw. eine kleine Familiensaga. Für Strandkorbfans sowieso 😊

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  • Ein wundervoller, historischer Roman

    Die Villa am Meer
    Larissa_Schira

    Larissa_Schira

    08. August 2017 um 11:06

    Katharina, die 1897 in Rostock lebt, hat die Verlobung mit ihrer großen Liebe Joachim gelöst und heiratet relativ spontan den Hofkorbmacher Olaf Borchers. Trotz ihrer beiden gemeinsamen Söhne fühlt sie sich weder ausgelastet noch glücklich in ihrer Ehe und hegt den Traum, einen eigenen Strandkorbverleih zu eröffnen, der sie zufällig auch Joachim wieder näher bringt...Die Geschichte spielt über einen längeren Zeitraum, bis nach dem zweiten Weltkrieg, und wird nicht nur aus Katharinas Perspektive erzählt, sondern auch aus der von Joachims Ehefrau Greta. Katharina wird für den Leser sofort zum Sympathieträger, mit ihr hofft und bangt man und kann sich stets gut in sie hineinversetzen. Greta hat eher die Rolle ihrer Gegenspielerin inne, sie wirkt recht unsympathisch und engstirnig, was der Geschichte aber eine gewisse Würze verleiht. Das Buch enthielt für mich kaum Längen, wie man sie in historischen Romanen leider oft findet. Dies ist vor allem dem grandiosen Schreibstil der Autorin zu verdanken. Sie nutzt Elemente der damaligen Sprache, verwendet Ausdrücke und Formulierungen aus der Zeit des Romans, und mischt diese mit gut verständlicher, moderner Sprache. So lässt sich das Buch leicht lesen, hilft dem Leser aber auch, sich noch besser in diese Zeit hineinzuversetzen. Die letzten Kapitel haben es geschafft, mich wirklich durch unerwartete Ereignisse zu überraschen. Spätestens ab der Hälfte nahm die Geschichte Fahrt auf und ich konnte das Buch kaum mehr zur Seite legen. Ich würde "Die Villa am Meer" also uneingeschränkt weiterempfehlen, auch an Anfänger in diesem Genre. Dieser historische Roman hat wirklich einiges zu bieten und hat mich begeistert!

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  • Warnemünde zur Kaiserzeit

    Die Villa am Meer
    dermoerderistimmerdergaertner

    dermoerderistimmerdergaertner

    05. August 2017 um 20:11

    Inhalt: Rostock-Warnemünde 1897. Die junge Katharina heiratet kurzentschlossen den wesentlich älteren verwitweten Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers, obwohl sie eigentlich einen anderen liebt: Joachim, einen Seemann. Aber ein Leben als Seemannsfrau kann und will sie nicht führen. Trotz dieser Umstände tut Katharina ihr Bestes, um eine glückliche Ehe zu führen.Als sie nach einigen Jahren beginnt, eigene Geschäftsideen zu entwickeln - sie plant, einen von ihr geführten Strandkorbverleih zu eröffnen - ist ihr Mann strikt dagegen und das Verhältnis der Eheleute wird immer schlechter.Meine Meinung: Die Geschichte beginnt im Jahr 1897 mit der Hochzeit von Katharina und Olaf und endet 1921, drei Jahre nach dem ersten Weltkrieg. Erzählt wird hauptsächlich aus den Perspektiven von Katharina und Greta, Joachims Frau. Im Buch gibt es einige Zeitsprünge, die mich in der ersten Hälfte der Geschichte etwas verwundert haben. Gerade die Anfangszeit der Ehe und Joachims Reaktion darauf, hätte mich interessiert. Ich fand es interessant über die Rolle der Frau zu Anfang des letzten Jahrhunderts zu lesen. Katharina entwickelt sich im Laufe der Jahre von einer jungen unsicheren Frau zu einer selbstbewußten Geschäftsfrau, die sich von ihrem Mann nicht alles bieten lässt und auch allein zurecht kommen kann. Aber trotz aller Schwierigkeiten hält sie unter allen Umständen an ihrer Ehe fest.Greta hat zum Glück eine etwas kleinere Rolle in der Geschichte. Sie wirkt unsympathisch, verbittert, misstrauisch und sehr naiv. Sehr viele ihrer Gedankengänge und Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen und sie nervte mich zunehmend.Insgesamt sind mir alle Charaktere etwas fremd geblieben, so dass ich nicht richtig mit ihnen mitfiebern konnte und ihr Schicksal mich nicht sehr berührte. Außerdem fand ich die Geschichte sehr langatmig und ohne Schwung.

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  • spannende emotionale Familiengeschichte

    Die Villa am Meer
    Gartenkobold

    Gartenkobold

    28. July 2017 um 22:14

    Bewertet mit 5 SternenKlappentext: Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee ... Die beiden Protagonistinnen Katharina und Greta, Frauen aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts, die eine, selbstbewusst und kämpferisch, die andere, aus einfachen Verhältnissen stammend und sehr auf den Aufstieg bedacht.Katharina ist heimlich mit Joachim verlobt, doch er will es zu etwas bringen, bevor er um ihre Hand anhält, Katharina möchte aber nicht warten und entscheidet sich für die Ehe mit Olaf Borchers, einem um mehr als 20 Jahre älteren distinguierten Geschäftsmann. Als ihr nach ein paar Jahren Ehe der Sinn danach steht, ein eigenes Geschäft zu eröffnen, da ihr die Rolle als Ehefrau und Mutter zweier Söhne nicht ausreicht, torpediert Olaf ihre Pläne, doch Katharina, einmal ein gefasstes Ziel vor Augen, gibt nicht auf, dass ihr Mann sie hintergeht, ist dabei Wasser auf die Mühlen…Ganz anders dagegen Greta, die Simon heiratet, in der Hoffnung auf einen Wiederaufstieg in die Gesellschaft. Als Simon nach einem Unfall nicht mehr rehabilitiert wird, sieht sie sich wieder am Rande der Gesellschaft und versucht durch Missgunst und Neid Katharina zu schaden, da sie in Erfahrung bringen konnte, das Simon Katharinas Jugendliebe war. Sie lässt keine Gelegenheit aus, um Zwistigkeiten und Zank zu säen und verschont weder ihre Tochter noch Simon, dass Simon ein Jobangebot von Katharina erhält, bringt das Fass zu Überlaufen…Wie schon in den andern Romanen versteht es die Autorin, ihre Charaktere authentisch darzustellen, mit Fehlern und Schwächen, ihr Schreibstil ist flüssig und spannend von der ersten bis zur letzten Seite, sowohl Katharina als auch Greta sind auf einer einen Seite starke Frauen, beide mit völlig unterschiedlichen Beweggründen, während die eine, Katharina , mit Fleiß und Beharrlichkeit zum Ziel kommt, geht Greta den völlig anderen Weg und ist beherrscht von ihrem gesellschaftlichen Aufstieg, den sie mit allen Mitteln versucht, für sich entsprechend umzusetzen.Eine beeindruckende Familiensaga vor dem historischen Hintergrund der Zeit zwischen 1897 und 1921 mit sehr gut eingeflochtenen historischen Ereignissen.

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  • Der Strandkorbverleih

    Die Villa am Meer
    Eliza08

    Eliza08

    09. July 2017 um 10:52

    Auch mit ihrem neusten Romanen wird Micaela Jary die Herzen ihrer Fans erobern, denn sie liefert wieder beste Unterhaltung im Genre der Familiensagas. Wer dazu noch das Meer, im speziellen die Ostsee mag, wird diesen Ausflug in vergangene Zeiten lieben. Das Cover verspricht schon sehr viel Stil und Flair und genau dies liefert der Roman, eine Familiengeschichte die alle Facetten des aufstrebenden Bürgertums an der Ostsee zu Beginn des 20. Jahrhunderts abbildet. Der Klappentext gibt eine gute Zusammenfassung dessen, was zu Beginn des Romans geschieht, dennoch geht es in diesem Roman um viel mehr; es geht um den strategischen Nutzen der Ostseeinseln während des 1. Weltkrieges, um die Tradition der Strandkörbe an der Ostsee und es geht um die verschiedenen Rollenbilder innerhalb der Familie, die sich gerade zu Beginn des Jahrhunderts ändern. Die Geschichte zweier Familien und zweier Liebender, die aber ihren Weg nicht zu einander finden, weil Traum und Wirklichkeit sich scheinbar erst einmal nicht vereinbaren lassen. Ehen die aus Kalkül und gesellschaftlichem Ansehen geschlossen werden, zeichnen ein Bild der damaligen Gesellschaft. Tradition und neue Ideen treffen immer mehr aufeinander und wenn jeweils nur ein Ehepartner einer Partei angehört, ist eine Entfremdung vorprogrammiert. Die Gesellschaft befindet sich im Aufbruch, dies werden die nächsten Jahre unwillkürlich zeigen. Der Roman ist chronologisch aufgebaut und in drei Teile untergliedert, Datumangaben zu Beginn der Kapitel erleichtern dem Leser die Einordnung des Geschehens in den Kontext. Der Schreibstil von Micaela Jary ist wieder sehr angenehm zu lesen, sehr bildhaft beschreibt die Autorin die Landschaft und schafft so ein ganz besonderes Flair. Die Figuren sind sehr gut und vielschichtig gezeichnet, besonders die Protagonisten: Katharina und Olaf, sowie Joachim/Jochen und Greta sind hervorragend ausgearbeitet, sodass man von diesen Figuren eine realen Eindruck gewinnt. Mir hat dieser Roman wieder sehr gut gefallen und ich habe den Ausflug an die Ostsee sehr genossen. Die Autorin erklärt im Nachwort noch einige nützliche Dinge und rundet somit den positiven Gesamteindruck ab. Ein toller Sommerroman, den man nicht nur im Strandkorb lesen kann, sondern auch auf der Liege, dem Gartenstuhl oder der Couch. Ein klein wenig Meer-Flair ist garantiert und beste Unterhaltung sowieso. Ein Sommer-Muss für alle Fans des Genres „Familiensaga“. Kauf- und Leseempfehlung für alle! So kann ich nur viel Spaß mit Katharina und ihrem Strandkorbverleih wünschen!

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  • Eine Familiensaga mit historischem Hintergrund

    Die Villa am Meer
    MissNorge

    MissNorge

    06. July 2017 um 20:31

    Kurz zur Geschichte(lt.Verlagsseite)Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee.Meine MeinungEin dicker Wälzer, mit 512 Seiten, die sich aber haben in Windeseile durchlesen lassen, weil der Schreibstil wirklich hervorragend zu lesen ist.Mit *Die Villa am Meer* hat die Autorin Micaela Jary eine wundervolle und intensive Familiensaga geschrieben, vor dem historischen Hintergrund von Rostock und Warnemünde. Ich glaube, passendere Orte hätte man für diese Geschichte nicht finden können, es fügt sich alles zu 100% zusammen und hätte auch nicht anders sein dürfen. Ein Roman, welcher mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten hat. Mit Katharina und Greta begleitet man zwei Frauen, die sich zu Anfang mit ihrem Leben arrangiert haben. Beide haben Männer geheiratet, die sie nicht aus vollem Herzen lieben, die ihnen aber beide ein unbeschwertes Leben ermöglichen. Bis beide Frauen merken, das kann doch nicht alles sein, was uns das Leben zu bieten hat. Katharina bekommt ihr neues Leben besser in den Griff, als Greta. Diese kann einem schon fast leid tun, als sie sich unsterblich in einen Schauspieler verliebt, der ihr zwar Briefe schreibt, aber dann bekommt sie die Augen geöffnet auf unangenehme Weise. Ich fühlte mich beim Lesen immer mehr zu Katharina hingezogen, denn bei Greta fühlte ich fast mehr Schadenfreude, wenn ihr etwas nicht gelang. Einziger Kritikpunkt ist, das ich schon vor der Hälfte des Buches ahnte, wie es enden wird und genauso kam es auch. Das war leider etwas zu vorhersehbar, dies hat mich aber nicht davon abgehalten völligst in die Geschichte abzutauchen. Neben historischen Fakten erfährt man sehr viel über die Stellung der Frau zur damaligen Zeit, die wirklich nicht einfach war. Neben den Hauptprotagonisten sind auch die Nebenpersonen sehr deutlich und gut ausgearbeitet, allen voran Nora Wedding. Sehr interessant war auch die Geschichte zur Entstehung der Strandkörbe, die werde ich bei meinem nächsten Urlaub an der Küste nun mit anderen Augen sehen und mich immer daran erinnern.Fazit*Die Villa am Meer* von Micaela Jary hat mich sehr gut unterhalten. Man erlebt Warnemünde im Kaiserreich und die Zeiten der 1920er Jahre vor der prächtigen Ostsee-Kulisse, so das ich beim Lesen oftmals den Wind auf der Haut spürte und den Duft der Ostsee in der Nase hatte. 

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  • Lebenslügen und ewige Liebe

    Die Villa am Meer
    cosima73

    cosima73

    02. July 2017 um 14:29

    Katharina liebt Joachim, es ist die ganz grosse Liebe. Als dieser jedoch für zwei Jahre in den See sticht, um seine beruflichen Chancen für später besser zu machen, weiss Katharina, dass sie nicht zur Seefahrerfrau taugt, dass sie sich vor Sehnsucht verzehren wird. Ein Jahr nach Joachims Abfahrt tritt sie mit Olaf Borcherts, einem älteren, erfolgreichen Unternehmer, der sein Vermögen mit Strandkörben gemacht hat, vor den Traualtar. Er ist zwar nicht die grosse Liebe, verspricht aber ein sicheres Leben und Halt. Das muss sie sich bei aufkommenden Zweifeln selber immer wieder sagen. Es war ein zweiter Abschied von Joachim. Diesmal noch endgültiger als der Brief, den sie ihm geschrieben und dem sie das wunderschöne Gesangbuchbeigelegt hatte. Tränen stiegen in ihr hoch. Die Ehe erweist sich immer mehr als Gefängnis. Nicht nur trauert sie ihrer grossen Liebe Joachim nach, auch sonst stösst sie an Grenzen: Sie würde gerne selber als Geschäftsfrau etwas bewirken und nicht nur den Stoff für die Strandkörbe ihres Mannes aussuchen, doch das ist in der Zeit anfangs des 20. Jahrhunderts noch nicht gerne gesehen. Dass sie bei ihren Bestrebungen ausgerechnet auf Joachim zählen kann, macht die Situation nicht einfacher. Beurteilung Villa am Meer ist eine Familiensage, ein historischer Roman und die Geschichte des Strandkorbs in einem. Zwar soll der Roman ausdrücklich nicht als Sachbuch über den Strandkorb, sondern als fiktive Geschichte verstanden werden, trotzdem wirkt das hier geschilderte sehr authentisch. Micaela Jary erzählt in einer eingängigen, leicht lesbaren, flüssigen Sprache die Geschichte einer Frau, die auf ihre grosse Liebe verzichtet, um ein Leben in gesicherten Bahnen zu führen. Es ist die Geschichte einer Frau, die alles daran gibt, trotz dieser schwierigen Voraussetzung glücklich zu sein mit ihrem Mann, die ihren Mann unterstützt, aber auch selber Ambitionen hat und damit aneckt. Entstanden ist ein Roman, der durch einen stimmigen Plot, plastische Figuren und einen authentischen Schauplatz – der aufstrebende wilhelminische Urlaubsort Warnemünde an der deutschen Ostseeküste – besticht. Ein wunderbares Buch für den Sommerurlaub am Strand oder zu Hause im Liegestuhl. Fazit: Ein stimmiger Plot mit plastischen Figuren und einer flüssigen Sprache, ein Roman, der zugleich Familiensaga wie auch historischer Roman ist und die Geschichte einer Liebe, die überdauert, auch wenn sie nicht gelebt werden kann. Sehr empfehlenswert.

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  • Die Villa am Meer

    Die Villa am Meer
    YH110BY

    YH110BY

    11. June 2017 um 10:26

    Katharina lebt im Jahre 1897 an der Ostsee, in Warnemünde. Ihre Verlobung mit Joachim, dem Seefahrer hat sie gelöst und kurzentschlossen den reichen Manufakturbesitzer Olaf Borchert, der Strandkörbe herstellt, geheiratet. Olaf ist wesentlich älter als sie, verwitwet und hat schon einen erwachsenen Sohn. Doch Katharina kann ihre Liebe zu Joachim nie vergessen und macht ihn zum Geschäftsführer ihres Strandkorbverleihs. Katharinas Mann betrügt sie mit der Gouvernante seiner beiden Söhne und bietet ihr als Entschädigung eine eigene Villa am Meer an. Dort richtet sie auch eine kleine Pension für Feriengäste ein. Mehr will ich jetzt gar nicht von diesem wundervollen historischen Roman verraten. Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und gefesselt. Es ist spannend, fesselnd, aber auch gefühlvoll geschrieben und die Seiten sind nur so dahin geflogen.Die einzelnen Charaktere, aber auch die Gegend, in der der Roman spielt, sind wundervoll beschrieben worden. Ich konnte mir alles richtig gut vorstellen. Das Buch ist eines der besten historischen Romane, die ich gelesen habe und hat mich total begeistert und berührt. Ich kann es jedem wärmstens weiterempfehlen und werde mir auch die anderen Bücher dieser Autorin zulegen.

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  • Eine wunderbare Familiensaga

    Die Villa am Meer
    Johanna_Torte

    Johanna_Torte

    05. June 2017 um 21:54

    1897 - Obschon ihr Herz einem Anderen gehört, heiratet Katharina den verwitweten und wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers. Dessen Sohn ist gegen die Heirat der beiden, jedoch tut Katharina ihr Bestes, eine Familie zu gründen und eine manierliche Ehefrau zu sein. Nicht nur ein persönlicher Schicksalsschlag führt dazu, dass Katharina nicht nur Ehefrau sein, sondern ihren Weg auch auf beruflicher Ebene versuchen möchte. Sie möchte einen Strandkorbverleih führen. Leichter gesagt, als getan. Das Cover hat mich arg angesprochen, da man auf diesem schon echtes deutsches Kulturgut ausmachen konnte, den Strandkorb, untermalt mit dem Strand und den Dünen der schönen Ostsee. Die Geschichte spielt in Warnemünde und Rostock. Wir erleben die sympathische Protagonistin, die ihr Leben als Ehefrau durch einen Strandkorbverleih vervollständigen will. Es ist wahrlich eine Familiensaga zweier Familien, wobei das Augenmerk auf Katharina liegt, die die Geschichten herrlich miteinander verwebt. Die Ostsee, die Kraft des Meeres und das Leben der Menschen an der Ostsee ist großartig beschrieben. Die Geschichte ist wunderbar recherchiert. Ich für meinen Teil konnte so viel aus der Zeit der Jahrhundertwende lernen. Die Ereignisse zu dieser Zeit wurden vortrefflich mit eingefügt ohne die Geschichte zu überladen. Wer Familiensagen liebt, sollte dieses Juwel lesen. Auch jeder, der die Ostsee liebt, denn hier kriegt man Lust, ans Meer zu fahren und die Ostsee zu erleben. Ich vergebe für diese wundervolle Familiengeschichte überzeugte 5 Sterne! Erschienen im Goldmann-Verlag UVP: 9,99 € ISBN: 978-3-442-48595-6

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  • Leserunde zu "Die Villa am Meer" von Micaela Jary

    Die Villa am Meer
    Goldmann_Verlag

    Goldmann_Verlag

    Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit einem älteren Manufakturbesitzer steht unter einem schlechten Stern. Denn die junge Katharina will mehr im Leben als Hausfrau und Mutter sein, sondern ihr eigenes Geschäft gründen. Als plötzlich auch noch ihr ehemaliger Verlobter Joachim auftaucht, wird Katharina auf eine harte Probe gestellt: Denn ihr Herz gehört Joachim schon seit langer Zeit. In ihrem neuen Roman „Die Villa am Meer“ stößt Micaela Jary die Türen zur unvergleichlichen Belle Epoque auf – und erzählt den mutigen Lebensweg einer Frau, die in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg um ihre Unabhängigkeit kämpft. Wollt ihr den gefühlvollen, historischen Roman unserer Bestellerautorin Micaela Jary als eine der Ersten in Händen zu halten? Dann verratet uns, warum ihr ausgerechnet an dieser Leserunde teilnehmen möchtet und bewerbt euch um eines von 20 Exemplaren. Frau Jary freut sich darauf, mit euch über ihr Buch zu plaudern. Bewerben könnt ihr euch bis zum 23. März 2017. Eine wunderschöne Villa am Strand, zwei gesunde Söhne und ein fürsorglicher Ehemann, der sie umsorgt - die junge Katharina hat eigentlich alles, was sich eine Frau der Kaiserzeit wünschen kann – oder sich wünschen darf. Mit modernen Strandkörben hat ihr Mann ein Vermögen verdient und kann ihr so materielle Sicherheit bieten. Doch diese Vernunftehe fühlt sich für Katharina mehr und mehr wie ein Gefängnis an. Das liegt nicht nur an ihrer einstigen großen Liebe, die sie nicht vergessen kann, sondern auch an dem tiefen Bedürfnis, sich einen eigenen Platz in der Welt zu schaffen. Mit einem Strandkorbverleih will sie ihren Geschäftssinn beweisen und ein Stück Eigenständigkeit erlangen. Doch eine Frau, die ihren eigenen Weg sucht, ist nicht unbedingt gern gesehen und Katherinas ehemaliger Verlobter wird plötzlich ihr wichtigster Unterstützer…

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    • 371
  • Eine historische Familiensaga mit großen Gefühlen an einem beeindruckenden Schauplatz

    Die Villa am Meer
    friederickesblog

    friederickesblog

    01. June 2017 um 08:03

    Klappentext:   Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee …     Die Autorin:   Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Vor allem die Recherche über vergangene Zeiten und alte Geschichten haben es ihr angetan. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin und München, manchmal taucht sie aber auch zum Schreiben in einem kleinen Landhaus im Landkreis Rostock ab.     Das Cover:   Das größtenteils in Creme- und Naturtönen gehaltene Cover zeigt in der oberen Hälfte eine elegante, im Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts gekleidete Frau mit einem breitkrempigen Hut, der wie ein Sonnenhut anmutet, sowie in der unteren Hälfte eine Strandlandschaft mit Strandkörben im Vordergrund und einem großen, vornehm aussehenden Haus im Hintergrund. Somit verbindet das Cover auf eine sehr schöne Weise die wesentlichen Elemente des Romans: die Hauptfigur Katharina, in deren Leben eine Villa am Meer und Strandkörbe eine wesentliche Rolle spielen. Der Buchtitel in lilafarbener Schrift bildet hierzu einen harmonischen Kontrast.     Die Geschichte (Achtung: Spoiler!):   Warnemünde an der Ostsee, am Ende des 19. Jahrhunderts: Die junge Katharina heiratet den zwanzig Jahre älteren Witwer Olaf, obwohl sie heimlich mit ihrer großen Liebe Joachim, einem Steuermann, verlobt war. Allerdings hat sie die Verlobung gelöst, als sich Joachim, um in seiner Karriere voranzukommen, auf eine zweijährige Seereise begeben hatte und sie das Alleinsein nicht ertragen konnte. Olaf, der eine Korbmachermanufaktur besitzt, scheint ihr mehr Sicherheit und ein beständigeres Leben bieten zu können. Erik, Olafs erwachsener Sohn aus erster Ehe, ist ein Lebemann, der das Geld seines Vaters mit vollen Händen ausgibt und Katharina vom allerersten Tag vehement ablehnt. Obwohl Katharina Olaf zwei weitere Söhne schenkt, zieht er Erik den beiden vor. Als Katharina anschließend noch eine Fehlgeburt erleidet, kühlt das Verhältnis zwischen ihr und Olaf merklich ab.   Joachim heiratet in seiner Enttäuschung eine andere: Greta, die einer ehemals angesehenen, jedoch verarmten Familie entstammt und in einer Ehe mit einem angehenden Kapitän die Chance auf gesellschaftlichen Wiederaufstieg sieht. Während Greta zu Hause ihre Tochter Friederike zur Welt bringt, geschieht auf hoher See ein Unglück, bei dem Joachim schwer verletzt wird. Da ihm die Schuld an dem Unfall zugeschrieben wird, ist seine Seefahrerkarriere abrupt zu Ende.   Eines Tages muss Katharina erfahren, dass Olaf sie betrügt – und das ausgerechnet mit der Gouvernante der beiden Söhne. Da Olaf überhaupt kein schlechtes Gewissen zeigt und auch nicht bereit ist, die Affäre zu beenden, schließt Katharina mit ihm ein Arrangement: Sie lässt sich nicht von ihm scheiden, um ihre Söhne nicht zu verlieren und Olafs Ansehen in der Gesellschaft als Fabrikant und Hoflieferant nicht zu zerstören. Dafür erhält sie eine Villa an der Ostsee, und Olaf erlaubt ihr, einen Strandkorbverleih zu gründen. Sie möchte nicht mehr von Olaf abhängig sein, sondern etwas Eigenes aufbauen. Da jedoch zur damaligen Zeit Frauen in der Leitung eines Unternehmens nicht gern gesehen wurden, muss sie einen Geschäftsführer einstellen – und das ist ausgerechnet ihr ehemaliger Verlobter Joachim, der nach seinem Unfall ohne Arbeit ist. Schon bei den ersten Begegnungen mit ihm spürt Katharina, dass sie ihn nie vollständig aus ihrem Herzen verbannt hatte und dass sie ganz tief drinnen immer noch etwas für ihn empfindet …     Meine Meinung:   Von Micaela Jary hatte ich schon mit Begeisterung den Roman „Das Haus am Alsterufer“ gelesen und bin dementsprechend mit hohen Erwartungen an die Lektüre von „Die Villa am Meer“ herangegangen. Ich wurde mit nur sehr geringen Abstrichen nicht enttäuscht.   Wie sie im Nachwort beschreibt, hat die Autorin den Roman sehr ausführlich und gründlich recherchiert, sodass er ein Stück deutscher Geschichte vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Jahr 1921 widerspiegelt, wobei die historischen Fakten auf angenehme, unaufdringliche Weise eingeflochten werden und eher im Hintergrund bleiben. Zusammen mit den wirklich gelungenen Schauplatzbeschreibungen, die den einstigen Charme der Ostseebäder wiederaufleben lassen, und dem eindrücklichen Schreibstil entsteht eine sehr harmonische, authentische Atmosphäre, in die man sich als Leser unheimlich gut hineinversetzen kann.   Die Figuren wirken in ihrem Denken und Handeln weitestgehend glaubhaft und der damaligen Zeit angemessen, sodass man beim Lesen mit ihnen fühlt und leidet. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Rolle der Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert darzustellen. Lediglich Greta kam mir in ihrer blinden Schwärmerei für den Schauspieler Walter Trautwein ein wenig überzogen vor. Ich habe mich beim Lesen gefragt, ob eine Frau wirklich so naiv sein kann, für alles, was dieser Herr tat (oder nicht tat), eine Entschuldigung zu finden, und wenn diese – aus meiner nur ganz subjektiven Sicht – noch so sehr an den Haaren herbeigezogen war. Aber vielleicht dachten und handelten die Frauen damals in Bezug auf Männer tatsächlich so, und wir können uns das aus heutiger Sicht nur nicht mehr vorstellen. Katharina ist demgegenüber ja doch sehr fortschrittlich und eigenständig. Ohnehin sind in diesem Buch die Frauen die starken Charaktere, nicht nur Katharina, sondern auch die Gouvernante Nora Wedding und selbst Greta, die viel Mut beweist und mir am Schluss sogar ein bisschen leidtat. Demgegenüber nehmen die Männer allgemein eher eine schwächere Position ein.   Zwar kann man sich – wie bei so vielen Liebesgeschichten – irgendwann denken, dass es zu einem Happy End für Katharina und ihre große Liebe kommt. Dennoch gab es auf dem Weg dorthin einige überraschende Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Positiv zu erwähnen ist auch der originelle Epilog mit Joachims Tochter Friederike, auf dem man sogar eine Fortsetzung aufbauen könnte. Vielleicht ist diese ja bereits in der Entstehung?   Diese beeindruckende Familiensaga vor einer wunderschönen Kulisse möchte ich auf jeden Fall weiterempfehlen.   Susanne von „friederickes Bücherblog“

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  • Eine historische Familiensaga, absolut lesenswert - es macht Lust auf Meer und Urlaub

    Die Villa am Meer
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    25. May 2017 um 10:31

    Die Familiensaga "Die Villa am Meer" erzählt die Geschichte von zwei persönlich unterschiedlichen, starken Frauen, sowie dem historischen Ereignis rund um die Erfindung des Strandkorbs. Handlungsort ist hauptsächlich Warnemünde an der Ostsee. Ich habe diesen Ort schon mehrfach besucht, bin durch die Gassen geschlendert, im Museum gewesen, am Strand entlang gegangen und den herrlichen Blick über das Meer genossen. Insofern hatte das Lesen des Romans eine ganz besondere Atmosphäre für mich. Bei den beiden Hauptcharakteren handelt es sich um zwei junge Frauen, Katharinaund Greta. Nachdem Johanna nicht den erwarteten Antrag von ihrem Joachim erhielt, da dieser für zwei Jahre auf See gehen würde, heiratet sie 1897 den über 20 Jahre älteren Witwer Olaf Borchers, einem wohlhabenden Manufaktorbesitzer aus Rostock. Aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor. Aus erster Ehe hatte Olaf Borchers noch einen Sohn mit in die Ehe gebracht, Erik, der aber Katharina große Probleme bereitet. Als im Jahr 1902 Friederike, die Tochter von Greta und Joachim geboren wird, kommt die Nachricht, dass dieser bei einem Schiffsunglück schwer verletzt wurde. Der Roman spielt in dem Zeitraum 1897 bis 1921. Es ist die Zeit des Kaiserreichs wie auch der 1. Weltkrieg von 1914-1918. Katharina gehört nicht zu den Frauen, die untätig daheim ihr Leben genießen. Sie braucht Beschäftigung, gegen den Willen ihres Mannes. Doch nach einem Eklat erhält sie von ihm die Einwilligung zu einem Strandkorbverleih. Auf der einen Seite eine Charaktere, Katharina, die ihren Weg geht, die andere, Greta, sich ihr Leben mit Joachim anders vorgestellt hatte. Der gesellschaftliche Fall nach dem Unglück war tief. Nur gut, dass Katharina zur Führung des Geschäfts eine männliche Person an der Seite braucht und das wird Joachim. Doch die Eifersucht nagt an Greta. Die Autorin Micaela Jary hat ernste Themen, historischen Hintergrund rund um eine Romance wunderbar geschrieben. Beide Frauen sind gut dargestellt, vor allem ihre Entwicklung (oder auch nicht) im Laufe der Geschehnisse. Dieses Buch im Urlaub am Strand zu lesen, ideal. Aber auch so macht es Lust auf Meer und Urlaub. Ich kann "Die Villa am Meer" sehr empfehlen. Am Ende habe ich es mit einem positiven Gefühl zugeklappt. "Starke Frauen" gab es schon immer, oder sollte man emanzipiert schreiben?!

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  • historischer Roman der vor toller Kulisse spielt, mich aber nicht komplett überzeugt hat

    Die Villa am Meer
    Manja82

    Manja82

    22. May 2017 um 14:17

    KurzbeschreibungRostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee ...(Quelle: Goldmann Verlag)Meine MeinungVon Micaela Jary hatte ich bereits den einen oder anderen Roman gelesen und für gut befunden. Nun hielt ich ihr neuestes Werk „Die Villa am Meer“ in den Händen und war sehr neugierig auf die Geschichte, die mich hier erwarten würde. Vom Klappentext her wurde ich sehr angesprochen und so begann ich gespannt mit dem Lesen.Von den Charakteren hat Micaela Jary hier ein glückliches Händchen bewiesen. Sie sind alle richtig gut beschrieben und wirkten so vorstellbar auf mich.Katharina gefiel mir wirklich gut. Zu Beginn war sie eher noch sehr schüchtern und eher ein graues Mäuschen, je weiter ich im Geschehen vorankam desto mehr entwickelte sich Katharina. Sie wird immer stärker und selbstbewusster, weiß ziemlich genau was sie will.Olaf Borchers empfand ich dagegen als eher unsympathisch. Er war mir zu glatt, zu normal. Immer wenn ich ihm etwas näherkam entglitt er mir wieder und ich wusste nicht mehr so recht wie ich ihn nehmen sollte.Dann ist das noch Greta, Joachims Frau. Sie ist eher sehr eifersüchtig und pessimistisch eingestellt. Eigentlich gehörte sie zur oberen Gesellschaft, dann aber hat ihr Mann einen Unfall und fällt ins Bodenlose. Ein Loch wo es nicht so einfach ist wieder rauszukommen. Joachim und Greta aber versuchen ihr Bestes.Die Mischung dieser Charaktere ist gelungen und sie geben der Geschichte das gewisse Etwas, jeder bringt hier eigene Dinge mit, die ihn ausmachen.Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und lässt sich richtig gut lesen. Ich bin leicht und locker durch die Seiten gekommen und konnte ohne Probleme folgen.Die Handlung klang vom Klappentext her wirklich gut. Und zunächst hatte ich auch ein richtig gutes Gefühl, es baute sich Spannung auf. Es ist eine Familiengeschichte, die in der Kaiserzeit in Deutschland, genauer in Rockstock und Warnemünde, spielt. Die Beschreibungen sind auch wirklich sehr gut und anschaulich.Dann aber flaute es doch merklich ab, es zog sich in die Länge, plätscherte zum Teil nur dahin. Hier verschenkt Micaela Jary doch einiges an Potential. Sie hat zwar sehr gut recherchiert, bringt diese Dinge aber in meinen Augen nicht ganz so ein wie ich es mir erhofft hatte.Das Ende ist wiederum wirklich gut und in meinen Augen passend gehalten. Es schließt die Handlung wirklich gut und schlüssig ab.FazitAlles in Allem ist „Die Villa am Meer“ von Micaela Jary ein historischer Roman, der vor einer tollen Kulisse spielt, mich aber nicht komplett überzeugen konnte.Gut beschriebene Charaktere, ein leicht und flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die zunächst richtig spannend gehalten ist, dann aber leider doch merklich nachlässt, um dann zum Ende hin nochmals spannend zu werden, haben mir nichts desto trotz sehr schöne Lesestunden beschert.Durchaus lesenswert!

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  • Eine starke Frau geht ihren Weg

    Die Villa am Meer
    jenny_wen

    jenny_wen

    18. May 2017 um 09:33

    Inhalt: In jungen Jahren schon hat Katharina ihr Herz an Joachim verschenkt. Doch Joachim arbeitet auf sein Schiffsexamen hin und muss für zwei Jahre auf der Nord- und Ostsee herumschippern.  In dieser Zeit heiratet Katharina den Korbmacher Olaf Borchers und schon die Hochzeit ist sehr prunkvoll. Ihre Brautkrone so schwer, das sie gezwungen ist, sehr gerade zu gehen, den Kopf hochzuhalten und den Blick geradeaus zu richten.  Doch Katharina hat noch mit anderen Widrigkeiten zu kämpfen. Da ist der Sohn von Olaf, der sich aufführt, wie ein Kindergartenkind, wo er aber doch 20 Jahre ist. Er hält die Ehe zwischen seinem Vater und Katharina nicht für gut und sorgt immer wieder für Schwierigkeiten, die Katharina natürlich durchschaut, doch Olaf ist dafür blind. Sagt ihr sogar, sie solle sich da nicht einmischen, sie habe auch von der Unternehmensführung keine Ahnung, als sie ihn um einen Strandkorbverleih bat.  Notgedrungen fügt sie sich, doch der Traum bleibt.... Der Charakter von Katharina gefiel mir beim Lesen sehr gut. Man konnte während des Lesens miterleben, wie sie sich weiter entwickelte, von einem schüchternen Mäuschen hinzu einer starken Frau, die weiß, was sie will.  Olaf Borchers hingegen war mir irgendwie sehr aalglatt vorgekommen. Man bekam ihn beim Lesen kaum zu fassen, so muss es wohl auch seiner Frau ergangen sein.  Greta, die Frau von Joachim, hingegen war das genaue Gegenteil von Katharina. Sehr pessimistisch, zerfressen von Eifersucht. Aber auch sie hat mit den Widrigkeiten des Lebens zu kämpfen. Gehört sie doch erst zur oberen Riege der Gesellschaft, fällt sie mit dem Unfall ihres Mannes in ein tiefes Loch und weiß nicht, wie sie da heraus kommen soll. Langsam aber sicher arbeiten sich Joachim und Greta wieder hoch.  Etwas gestört hat mich allerdings, dass die Autorin hier sehr wenig mit Spannungsbögen gearbeitet hat. So hat man manchmal das Gefühl gehabt, die Handlung plätschert nur so dahin. Manchmal kam ich an einem Punkt, an dem der Spannungsbogen aufgebaut wurde und kaum zwei-drei Seiten später war er wieder weg. Eigentlich schade, denn ich finde, auch in einem solchen Roman mit historischen Hintergründen kann man das einbauen. Mein Fazit: Ein fast gelungenes Buch, mit einem tollen Schreibstil von Micaela Jary. Mein erstes Buch übrigens von der Autorin. Die Villa am Meer erhält von mir 4 Sterne.

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  • Ein schöner historischer Roman

    Die Villa am Meer
    MalaikaSanddoller

    MalaikaSanddoller

    17. May 2017 um 15:16

    Die junge Katharina heiratet den doppelt so alten Olaf Borscher. Die ersten Ehejahre verlaufen relativ friedlich und Katharina ist sogar oft glücklich, aber dann verändert ein heftiger Schicksalsschlag ihr Leben und sie hat Mühe zu ihrem ‘normalen’ Dasein zurückzukehren.An sich hat mir der Roman gut gefallen. Die Personen wurden real beschrieben, Katharina war mir von Anfang an sympathisch und auch die Erzählung aus unterschiedlichen Perspektiven war sehr nachvollziehbar.Das Buch hatte einen angenehmen Schreibstil, auch die Umgebungsbeschreibungen waren sehr realistisch, wodurch ich mir alles plastisch vorstellen konnte.Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und könnten so auch wirklich bestanden haben. Während des Lesens hatte ich das Gefühl, das die Autorin diese Epoche gründlich recherchiert hat. Das finde ich bei einem historischen Roman sehr wichtig.Nur hat sich der Roman leider ein bisschen gezogen, wodurch mich das Buch nicht fesseln konnte. Das fand ich schade, da die Geschichte durchaus viel Potential hat.Insgesamt ein schöner historischer Roman, der sich perfekt zum zwischendurch Entspannen eignet.

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