Micaela Jary Sehnsucht nach Sansibar

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Inhaltsangabe zu „Sehnsucht nach Sansibar“ von Micaela Jary

Der Duft exotischer Gewürze, Farben wie aus 1001 Nacht, eine Insel voller Sehnsucht: Sansibar
1888 an Bord eines Dampfers auf dem Weg nach Ostafrika: Die unkonventionelle Reederstochter Viktoria Wesermann, die junge Forschungsreisende Antonia Geisenfelder und die verwöhnte Juliane von Braun schließen Freundschaft. Jede sucht ihr Glück auf der duftenden, exotischen Gewürzinsel Sansibar, doch schon bald geraten die drei in ein Wechselbad aus leidenschaftlichen, verstörenden und berauschenden Gefühlen, in einen schmerzhaften Zwiespalt zwischen orientalischem Traum und den Schatten von Sklavenhandel, blutigen Aufständen und Cholera ...

Auch beim zweiten Versuch leider abgebrochen somit kommt es wohl auf meine Flop Liste :/

— Mausimau

hat meine Erwartungen nicht so recht erfüllen können

— Nachtschwärmer

Viele Klischees aber trotzdem sehr schön geschrieben

— KatharinaJ

Kitschige, klischee-beladene Geschichte. Liest sich aber trotzdem ganz gut

— ShangriLadj

Eine schöne Geschichte mitplötzlichem Ende

— Jenny1900

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  • Verschnörkelter Roman vor tropischer Kulisse

    Sehnsucht nach Sansibar

    GudrunMariaKrickl

    22. June 2016 um 16:07

    EIns vorweg: Micaela Jary kann schreiben. Bei diesem Buch allerdings wäre manchmal weniger mehr gewesen.Inhalt:1888: Drei junge Frauen lernen sich auf der Schiffsreise nach Sanisbar kennen. Jede einzelne hat ihre eigene Geschichte im Gepäck...und vor sich. In Sansibar erwartet sie eine völlig andere Kultur, faszinierend, befremdlich. Jede muss auf ihre Art den Weg finden...Meine Meinung:Der Plot des Buches ist toll und bietet einen hervorragende Plattform, um Sansibar in Szene zu rücken. Dies gelingt Micaela Jary zum einen durch eine umfassende und hervorragende Recherche, zum anderen durch ihre sprachlich geradzu orientalisch anmutenden Formulierungen. Sie lässt Sansibar vor dem Auge des Lesers entstehen und nimmt einen mit in die lebhafte Historie Ostafrikas zur Kolonialzeit. Doch gerade diese "Verschnörkelungen" machen das Lesen manchmal etwas mühsam. Aufhören aber will man nicht, dazu ist die Geschichte wiederum zu spannend. Schwierigkeiten hatte ich zuweilen mit den Charakteren. Da ist Viktoria, klug und selbstbewusst, mit dem klaren Ziel, unterrichten zu wollen. Antonia, gebildet, uneitel und unaufdringlich. Den beiden steht Juliane gegenüber, verwöhnte Tochter eines Weinhändlers, naiv und ein bisschen eingebildet. Alle drei begegnen natürlich bald der (potentiellen) Liebe (außer Antonia, die bringt sie schon mit), und müssen eine Menge Herausforderungen bestehen. Juliane kommt hierbei am besten voran, aber ihre unglaubliche Naivität ist fast schon nervig. Hier ist leider auch keine Entwicklung erkennbar, die aus ihr eine tiefere Persönlichkeit gemacht hätte.Antonia kommt die Vergangenheit in Form von Anna von Rosch in die Quere, was sie zu sehr untypischen Verhaltensweisen veranlasst. Die vielen Tränenausbrüche passten irgendwie nicht zu dem Bild, das ich mir von Antonia gemacht hatte, ich fand sie teilweise richtig peinlich. Viktoria ist noch am besten gezeichnet, ihr Wesen ist nachvollziehbar, aber auch sie ist nah am Wasser gebaut. Hier hätte ich mir gewünscht, dass ihre Neigung, gegen die Normen anzugehen, gerade in Sansibar ruhig und stetig wächst und sie nicht bei jeder Begegnung unterschiedliche Reaktionsweisen an den Tag legt. Besonders fällt mir das auf, wenn sie mit Roger zusammentrifft: Da verbrennt sie mit ihm ihr Korsett, doch an anderer Stelle ziert sie sich, wenn er ihr die Hand reichen will. Sprachlich ist es manchmal schade, dass nicht passendere Formulierungen gefunden wurden: So "trottet" Viktoria nach ihrer Ankunft durch die Gassen der Steinstadt. Diesen Begriff kann ich mir in diesem Zusammenhang nicht vorstellen: da kommt sie nach wochenlanger Reise in ein wildfremdes Land, Viktoria, zupackend und aufrecht. Passt für mich nicht. Oder die Szene auf dem Friedhof, als die Menschen sich "getrollt" hatten nach der traurigen Beerdigung. Diese Begriff war mir zu salopp, fast humoresk, und hat der Episode das Ergreifende genommen.Und so manches Mal bricht eine schön aufgebaute Handlung jäh ab. Gerade bei den Liebesszenen ist mir das so gegangen. Und bei Antonia verliert sich der Reiz völlig, weil die Geschichte irgendwann nur noch im Vorbeigehen zu Ende erzählt wird. Als Max nach Antonia sucht, endlich weiß, was er will, werden die beiden weggeblendet. Stattdessen wird eher der Konlikt seiner früheren Frau gezeigt, der (zumindest mich) eigentlich gar nicht sooo besonders interessiert hat.Fazit:3,5 Sterne, die ich aber auf 4 aufrunde, wegen der ausgesprochen guten Recherche,Ich habe die Atmosphäre gespürt und trotz mancher Klippe das Buch gerne gelesen. Für alle, die ein wenig Kolonialluft schnuppern möchten, eine solide Leseempfehlung.

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  • Super Buch für den Sommerurlaub

    Sehnsucht nach Sansibar

    KatharinaJ

    16. August 2015 um 20:24

    Ende des 19. Jahrhunderts besteigen drei ganz unterschiedliche Frauen einen Dampfer von Deutschland nach Ostafrika. Jede mit einer eigenen Geschichte, eigenen Träumen, Plänen und Ängsten. Auf Sansibar zwischen exotischen Düften, blutigen Aufständen und der Cholera hoffen die drei jungen Frauen darauf ihr Glück zu finden. „Sehnsucht nach Sansibar“ hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schreibt angenehm leicht und verständlich mit einer Prise Witz, viel Abenteuer und jeder Menge Liebe zum Detail. Es war das ideale Sommerurlaubsbuch – Leidenschaftliche Liebe, Sklavenhandel und der Glanz von 1.001 Nacht.

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  • Starke Kulisse, schwache Geschichte

    Sehnsucht nach Sansibar

    winter-chill

    23. February 2015 um 16:43

    An Bord eines Dampfers auf dem Weg nach Deutsch-Ostafrika freunden sich 1888 drei ziemlich unterschiedliche Frauen an: die rebellische Reederstochter Viktoria, die  junge Forschungsreisende Antonia und die verwöhnte, etwas naive Juliane. Jede von ihnen hat einen Lebenstraum und sucht ihr Glück. Auf der Insel Sansibar angekommen, treffen die drei Freundinnen schließlich nicht nur auf eine exotische Landschaft, sondern auch auf fremde Kulturen und müssen mit einigen Rückschlägen fertig werden, bis sie ihren Weg finden. „Sehnsucht nach Sansibar“ ist ein ganz netter historischer Frauen-Liebes-Roman, der vor traumhafter Kulisse spielt.  So richtig vom Hocker gerissen hat mich der Roman aber nicht. Positiv ist Jarys Schreibstil. Sie erzählt sehr flüssig, angenehm und feinfühlig. Vor allem wie sie die Landschaften beschreibt, ist großartig. Man sieht Sansibar wirklich bildlich vor sich, spürt die Sonne auf seiner Haut und riecht die exotischen, orientalischen Gewürze und Früchte. Relativ schwach ist allerdings die Geschichte. Die Handlung plätschert die ganze Zeit so vor sich hin und trotz einiger Wendungen passiert eigentlich nicht viel. Im Grunde ist die ganze Geschichte sehr vorhersehbar und zum Teil auch etwas kitschig. Jary schneidet zwar schon auch die blutigen Aufstände der Einheimischen in Ostafrika an sowie den Sklavenhandel und die Probleme mit Cholera, das bleibt aber alles sehr an der Oberfläche. Summa summarum ist „Sehnsucht nach Sansibar“ ganz netter Kitsch für Zwischendurch, der einen für kurze Zeit in eine exotische Welt entführt. Viel erwarten darf man aber nicht. An Jarys jüngsten Roman „Das Haus am Alsterufer“ kommt dieses Buch lange nicht heran.

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  • Sehnsucht nach Sansibar

    Sehnsucht nach Sansibar

    nasa

    28. November 2014 um 14:27

    Sehnsucht nach Sansibar gehört zum Genre der Love and Landscape Romane. Diese Romane haben neben einer Liebesgeschichte und wundervollen Landschaften auch einen historischen Hintergrund.  Dieser ist hier auch zu finden. Laut der Autorin ist dieses Buch eine Liebeserklärung an Sansibar. Dies merkt man schnell an ihren Beschreibungen der Insel. Micaela Jary schafft es den Leser in eine andere Welt zu entführen. Die Beschreibungen der Landschaft und der Düfte sind so lebendig das man die Wärme der Sonne zu spüren meint  und die orientalischen Gerüche riecht. Auch sieht man die Landschaft vor seinem geistigen Auge. Der Schreibstil ist flüssig und leicht, für einen Roman mit historischem Hintergrund aber doch etwas zu modern und locker. Was mir sehr gut gefallen hat sind die drei Hauptcharaktere. Alle drei Frauen versuchen trotz Rückschlägen ihren Weg zu gehen.  Sie haben alle ein Ziel und versuchen alle dieses zu erreichen. Und obwohl sie sehr unterschiedlich sind kommt eine wunderbare Freundschaft zu Stande. 1888 Viktoria hat ihre Eltern kompromittiert und wird von diesen nach Sansibar geschickt. Die junge Reederstochter gehört der Frauen Bewegung in Hamburg an und kämpft für mehr Rechte der Frau. Sie selbst möchte lieber Lehrerin werden statt zu heiraten und selbst Kinder zu bekommen. Viktoria ist eine taffe, sehr sympathische Frau, die versucht ihren Weg zu gehen. Auf dem Schiff nach Sansibar begegnet sie Julia von Braun. Diese junge Frau ist etwas naiv und voller romantischer Ideen und Träume. Sie macht auf den Leser einen etwas labilen Eindruck da sie oft mit ihrer Gesundheit Probleme hat.    Die dritte im Bunde ist Antonia. Sie reist als Sekretärin mit dem Forscher Max Seiboldt. Antonia hegt eine heimliche Liebe zu ihrem Chef und das macht ihr das Leben oft schwer. Sie ist eher die graue Maus unter den der Freundinnen. Sie ist zurückhaltend und hat auch Kleidungstechnisch nicht viel zu bieten. Doch Viktoria und Antonia verstehen sich auf Anhieb, denn beide sind sehr wissbegierig und wollen immer mehr dazu lernen. Die drei neuen Freundinnen versprechen sich auf Sansibar in Kontakt zu bleiben. Doch dies gestaltet sich oft schwieriger als gedacht. Denn jede hat mit neuen Problemen zu kämpfen. Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Durch die sehr unterschiedlichen Charaktere von Viktoria, Julia und Antonia kommt viel Spannung, Abwechslung  und Bewegung in die Geschichte. Es wird immer zwischen den Leben der drei Frauen hin und her gewechselt. Ich habe mit jeder Mitgefühlt und gebangt. Micaela Jary hat mich in eine andere Welt mitgenommen und so ein paar nette Lesestunden geschenkt.

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  • Exotische und farbige Unterhaltung

    Sehnsucht nach Sansibar

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. August 2014 um 13:10

    Der schön gestaltete Buchumschlag hält was er verspricht. Eine lebendige, farbige Geschichte rund um drei junge Frauen im fernen Sansibar. Die Autorin beschreibt anschaulich die farbenprächtige Kultur der Insel und weckt Sehnsucht nach einem Palmenstrand und Gewürzbasar. Eine kurzweilige und gute Unterhaltung, die leider gegen Ende etwas hektisch erzählt wird und ein wenig abrupt endet. Da hätte man sich ein paar Seiten mehr Zeit nehmen können.

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  • Sturm der Gefühle vor exotischer Kulisse

    Sehnsucht nach Sansibar

    Schlehenfee

    18. May 2014 um 19:32

    Hamburg 1888: Reederstochter Viktoria würde gerne frei von den Konventionen ihrer Zeit und Lehrerin an einer Mädchenschule sein. Ein Skandal entsteht, als sie den Mann abweist, den sie auf Wunsch ihres Vaters heiraten soll. Viktoria wird zu Bekannten nach Sansibar geschickt. Auf dem Schiff freundet sie sich mit Juliane, der Tochter eines Weinhändlers, und Antonia, der Sekretärin und Assistentin eines Forschers, an. Alle drei begegnen ihrem exotischen Reiseziel sowohl mit Skepsis als auch mit Abenteuerlust. Wird der Aufenthalt auf der Insel die Schwelle in ein neues Leben sein? Micaela Jarys Roman „Sehnsucht nach Sansibar“ gehört zum Genre der “Love and Landscape“-Romane, die oftmals einen historischen Hintergrund und eine exotische Kulisse mit einer Liebesgeschichte verbinden. Die beiden ersteren Punkte reizten mich mehr als der letzte Aspekt und so war ich gespannt, was mich erwarten würde. Die Geschichte beginnt sehr gut mit der Schilderung der unkonventionellen Viktoria, die unter den Einschränkungen, die Frauen damals auferlegt werden, sehr leidet. Viktoria war mir sehr sympathisch, da sie ein Ziel im Leben und eine rebellische Ader hat. Ihre Freundin Juliane ist eher naiv und romantisch, während Antonia von Viktoria für ihre Forschungsarbeit bewundert wird, sich selbst aber für eine graue Maus hält. Die Freundschaft der drei etwas ungleichen Frauen wird gut beschrieben und gefiel mir, ebenso wie die Beschreibung Sansibars unter der Herrschaft eines arabischen Sultans. Der erste Aspekt, der mir im Buch nicht gefiel, war Antonias Schmachten nach ihrem Vorgesetzten, dem Forscher Doktor Max Seiboldt, das sich einmal seitenweise hinzog und mich langweilte, da sich keine Entwicklung abzeichnete. Während die Reise der Frauen und die Situation auf Sansibar und die Beziehungen zu den Männern, die ihnen dort begegnen, sehr gut und ausreichend geschildert wurden, war mir der Schluss wiederum zu abrupt und zu vage. Julianes Teil der Handlung löst sich plötzlich auf, während es mir unklar ist, ob Viktoria und Antonia noch die Ziele ihres Lebens erreichen können und werden, da nunmehr allein die Liebesbeziehung der beiden im Fokus steht. Eigentlich schade, für mich hätten es ruhig noch ein paar mehr Seiten sein können. Vom Schreibstil her entsprach das Buch meinen Erwartungen und war völlig in Ordnung. Alle Freunde von „Love and landscape“-Romanen mit historischem Bezug kommen auf ihre Kosten und ich werde sicherlich noch ein paar Romane dieses Genres lesen.

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  • Sensucht nach Sansibar

    Sehnsucht nach Sansibar

    Gelinde

    10. January 2014 um 14:20

    Sehnsucht nach Sanibar von Micaela Jary, erschienen beim Goldmann Verlag 1888: Eine Reise nach Sansibar, und das Leben dort, wird für drei junge Frauen die Wende zu einem ganz neuen Leben. Das so ganz andere Leben: Glanz und Prunk wie aus Geschichten aus 1001 Nacht und die Armut und Krankheiten auf der anderen Seite. Eine Achterbahn aus orientalischem Traum, leidenschaftlichen Gefühlen, Sklavenhandel und blutigen Aufständen. Wo werden die drei Frauen ihren Platz finden? Der Roman beginnt in Hamburg. Die junge Viktoria, Tochter eines Kaufmanns soll ein Schiff taufen. Dabei gehen ihr so viele Gedanken durch den Kopf. Gedanken die für eine junge Frau zur damaligen Zeit zu fortschrittlich sind, sie lassen erkennen, dass Viktoria ihrer Zeit voraus ist und sich auch nicht anpassen will. Als ihr Vater sie ohne ihr Wissen, und aus finanziellen Gründen verheiraten will, kommt es zum Eklat. Um Sie gesellschaftlich wieder zu etablieren und bis sozusagen Gras über die Sache gewachsen ist, wird Viktoria für ein Jahr nach Sansibar, zu einem bekannten Kaufmann, verbannt. Auf dem Schiff nach Sansibar lernt sie zwei andere junge Frauen kennen und sie werden Freudinnen. Die kapriziöse und verwöhnte Luise von Braun, die ihren reichen Vater begleitet. Für sie ist das Leben ein einziges Abenteuer und sie saugt es gierig auf. Als sie in Sansibar einen charismatischen Prinzen kennenlernt, fühlt sie sich wie in 1001 Nacht. Antonia hingegen ist eine Frau die mit beiden Beinen im Leben steht. Sie hat es bis zur Assistentin des berühmten Forschers und Wissenschaftler Max Seibold geschafft, mit dem sie die Ansteckungswege der Cholera erforschen will. Sie ist unsterblich in ihren Chef verliebt und nach dem in Sansibar die geheimnisvolle Anna von Roth auftaucht und Antonia ein verhängnisvoller Fauxpas passiert, sieht sie ihren einzigen Ausweg in der Flucht. Werden die drei Freundinnen ihr Glück finden ? Die Geschichte ist sehr spannend und einfühlsam geschrieben. Das Fühlen + Denken der Personen ist sehr gut beschrieben. Auch die Orte des Handelns, sei es im Harem, auf der Plantage, in der fremden Stadt oder in der exotischen Landschaft. Ich fühlte mich überall mittendrin. Fazit: Ein wunderbares Buch, das mich in die Ferne träumen lässt, das den Zeitgeist sehr gut wiederspiegelt und sehr gut zeigt, welchen Kampf die Frauen aufnahmen um für Rechte zu kämpfen und einzustehen die wir heute als Normal empfinden.

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  • Drei sehr unterschiedliche Frauen kämpfen im traumhaft schönen Sansibar für ihre Träume

    Sehnsucht nach Sansibar

    LettersFromJuliet

    05. December 2013 um 16:19

    Meine Meinung Nachdem mich “Die Bucht des blauen Feuers” nicht so begeistern konnte, wollte ich dir Autorin noch eine Chance geben. Bei beiden Büchern waren die Ideen wirklich gut, die Klappentexte klingen vielversprechend und die Cover sind wunderschön. Aber die Umsetzung gelingt meiner Meinung nach leider nicht so wirklich. Der Schreibstil ist ganz gut, allerdings habe ich mittlerweile einige historische Bücher gelesen, die einen besseren Schreibstil hatten, bzw. Schreibstile hatten, die mir besser gefielen. Das ist ja letztendlich Geschmackssache, allerdings fand ich ihn für einen historischen Roman zu modern. Schön fand ich, dass wir es mit drei so unterschiedlichen Frauen zu tun haben, die alle versuchen ihren Weg zu gehen, welcher nicht gerade einfach ist. Jede geht anders mit Rückschlägen um und versucht auf eine andere Art und Weise ihre Ziele zu erreichen. Deswegen ist es sehr gut, dass die Sichtweisen immer wechseln. Antonia, die den Forscher Max Seiboldt begleitet, hat sich scheinbar dazu entschieden sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Sie wirkt recht stark, wobei sie heimliche Gefühle hegt für ihren Chef, was ihr zum Verhängnis werden könnte. Viktoria kommt aus reichem Hause und wird zur Strafe nach Sansibar geschickt. Sie will sich nicht einem Mann unterordnen und lieber für sich selbst sorgen, weshalb Antonia für sie zum Vorbild wird. Viktoria wurde von der Autorin der meiste Platz in der Geschichte eingeräumt und ich mochte sie von den drei Frauen am liebsten. Es muss damals schwer gewesen sein als Frau für sich selbst zu sorgen, gerade wenn man aus der oberen Schicht kommt und die Eltern dies nicht zulassen wollen. Darum bewundere ich ihren Willen und ihren Mut. Aber vielleicht entdeckt sie ja doch noch die Liebe für sich… Juliane ist recht naiv und benimmt sich wie ein verwöhntes kleines Püppchen. Sie und ihr Vater kommen beim Sultan unter, was ihr anfangs sehr zu schaffen macht, da sie nur unter Frauen ist. Manchmal trifft man jedoch selbst hier auf einen Mann, der ein Herz zum höher schlagen bringen kann. Die drei Frauen wollen nach ihrer Ankunft in Kontakt bleiben, was sich allerdings als gar nicht so einfach erweist, da jede ein ganz anderes Leben führt. Die Handlung wird sehr realistisch geschildert, denn auch wir in der heutigen Zeit kennen so eine Problematik. Im Nachhinein gefällt mir der Roman besser als beim Lesen. Gerade durch die drei verschiedenen Charaktere kommt viel Dynamik und Abwechslung in die Geschichte und man merkt wie vielschichtig die Handlung aufgebaut ist. Trotzdem denke ich nicht, dass ich diesen Roman nochmal lesen werde. Fazit Drei sehr unterschiedliche Frauen kämpfen im traumhaft schönen Sansibar für ihre Träume. Gute Idee, nett umgesetzt, muss man nicht unbedingt gelesen haben.

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  • Sansibar

    Sehnsucht nach Sansibar

    Luc

    02. December 2013 um 22:53

    Inhalt: Ende des 19. Jahrhunderts. Für junge Reederstöchter schickt sich das Überbordwerfen von Konventionen nicht. Die resolute Viktoria Wesermann soll eigentlich eine Buddel Sekt vor den einzuweihenden Schiffsrumpf werfen, ohrfeigt aber lieber ihren, vom Vater auserkorenen Verlobten, weil dieser sich als eitler Pfau erweist. Und überhaupt, wer sagt denn das eine Frau nicht die gleichen Rechte ausüben darf, wie ein Mann? Um Gras über die Peinlichkeit wachsen zu lassen schickt der Vater sie nach Sansibar. Es gibt schlimmere Strafen. Zum Beispiel in einen Mann verliebt zu sein, der nur seine Arbeit im Kopf hat. Antonia Geisenfelders Vorgesetzter Doktor Seiboldt ist ein solch seltenes Exemplar, der umtriebige Forscher will auf Sansibar der Cholera auf die Schliche kommen. Antonia unterstützt das Unterfangen. Nach einer Liebesnacht wähnt sie sich bereits am Ziel. Noch ahnt sie nicht, wer auf Sansibar, den Herrn Doktor erwartet. Die dritte im Bunde ist die verwöhnte Juliane. Sie reist mit ihrem verwitweten Vater und schließt sich Antonia und Viktoria an. Sicherlich hätte sie sich niemals träumen lassen am Reiseziel in einem Harem leben zu müssen. Und einem glutäugigen Prinzen zu begegnen, hätte sie Daheim als Unfug belächelt. Die drei Frauen schließen Freundschaft auf dem Schiff. Nach der Ankunft beginnt Viktorias konfliktbeladene Beziehung zu einem Kaufmann, der die Andersartigkeit der Afrikanerinnen in jeder Hinsicht zu schätzen weiß. Viktorias Selbstwerdungsprozess gipfelt in einer fulminanten Korsettverbrennung. Meinung: Die große Stärke dieses Romans ist die Anschaulichkeit, mit der das Buch geschrieben ist. Der Erzählstil ist ein Wirbelsturm an Sinnlichkeit. Man riecht, sieht, schmeckt, fühlt und hört Sansibar und beginnt gar seinen heimischen Reis mit scharfem Curry zu würzen. Bilderreichtum und punktgenaue sprachliche Muskelspielereien stören tatsächlich zu keinem Zeitpunkt den Lesefluss. Im Gegenteil: Es ist ein Genuss „Sehnsucht nach Sansibar“ zu lesen. Mal punktet der Text mit Witz. Mal verweilt er in Romantik. Auch tragische Augenblicke kommen nicht zu kurz. Die Handlung wirkt dagegen relativ vorhersehbar. Wenn sie am Ende auch klug eingeflochtene Wendungen erfährt, die mich auch in dieser Hinsicht versöhnlich gestimmt hat, bleibt dieser Umstand für mich ein kleines Manko im Romanaufbau. Ansonsten fand ich "Sehnsucht nach Sansibar" unterhaltsam. Ein Buch für das Urlaubsgepäck!

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  • Naja,..

    Sehnsucht nach Sansibar

    Captain

    27. July 2013 um 20:31

    Drei junge Damen/Mädels sind auf dem Weg mit einem Dampfer nach Sansibar. Auf dem Dampfer lernen sie sich kennen und werden Freundinnen. Dort erwartet sie eine neue Welt, die jede von ihnen auf ihre eigene weise kennenlernt, Die Mädels bleiben weiterhin in Kontakt und versuchen ihre Freundschaft aufrecht zu erhalten. Die großen Gefühle kommen natürlich auch nicht zu kurz. Hört sich alles gut an, aber leider holen mich die Charaktere überhaupt nicht ab; es packt einen einfach nicht. Besorgt habe ich mir das Buchl, da es hier so gut bewertet worden war, aber meins war es leider nicht.

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  • "Sehnsucht nach Sansibar" weckt das Fernweh, die Sehnsucht ...

    Sehnsucht nach Sansibar

    Lesegenuss

    06. July 2013 um 14:27

    Es ist eine Angewohnheit von mir, bevor ich ein neues Buch zu lesen beginne, lasse ich die Seiten durch meine Finger gleiten. Blatt um Blatt. Dabei fiel mein Blick auf die Fußnote des Romans und mit der begann ich dann auch zu lesen. Hieraus ist zu ersehen, dass die Autorin sehr gründlich für ihre Story recherchiert hatte. Dies zeigt auch eine Teilauflistung der Bücher, u. a. zur Hintergrundthematik. „Sehnsucht nach Sansibar“ spielt Ende des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt 1888. Die Insel im Indischen Ozean war bis 1890 ein freies, selbständiges Sultanat. Drei junge Frauen, die aus den unterschiedlichsten Gründen für einen gewissen Zeitraum Deutschland verlassen, lernen sich auf der Schiffsreise nach Sansibar kennen. Die Eltern von Viktoria Wesermann, einer Reedereistochter, schicke diese nach Sansibar, nachdem sie die Familie öffentlich bloß stellte, und die geplante, geschäftlich wichtige, Hochzeit mit der besten Partie von Hamburg ausschlug. Man bedenke, was für uns heute selbstverständlich ist, galt damals nicht. Da wurde gekuppelt, versprochen, arrangiert und die Frau hatte zu gehorchen. Viktoria aber wollte Lehrerin werden und hatte Kontakt zur Frauenbewegung. Antonia Geisenfelder ist auf einer Forschungsreise zur Untersuchung der Cholera mit dabei. Unglücklicherweise hat sie sich in ihren Chef verliebt. Juliane von Braun, die Dritte aus dem Trio, ein verwöhntes, junges Mädchen, die ihren Vater auf der Reise nach Sansibar begleitet. Sein Aufenthalt dort führt ihn zum Sultan von Sansibar. Zitat – Erster Teil: Das Leben besteht aus zwei Teilen: die Vergangenheit – ein Traum; die Zukunft – ein Wunsch. Arabisches Sprichwort Viktoria, Antonia und Juliane, drei unterschiedliche Charaktere, und doch schließen sie miteinander Freundschaft. Im Laufe der Handlung blickt der Leser in das Leben der Frauen. Und nach ihrer Ankunft in Sansibar versprechen sie sich, miteinander Kontakt zu halten. Freundschaft ist ein wichtiger Bestandteil – in jedem Leben. „Sehnsucht nach Sansibar“, wohl wissend nicht Kath, dieses Blattzeug, gekaut zu haben, befindet man sich wie unter einer Dunstglocke, umgeben von betörenden Düften, entführt in eine andere Welt. Nicht mehr hier – einfach berauschend. Sansibar, die Gewürzinsel im Indischen Ozean, wer sich die Bilder im weltweiten Netz anschaut, verfällt dem Charisma und möchte sofort hinreisen. Sansibar, Ende des 19. Jahrhunderts, die Distanz zwischen der dunkelhäutigen Bevölkerung und den Weißen, dieser Unterschied zwischen Arm und Reich, die blutigen Aufstände ... Zitat: S. 239 Mit all ihren Sinnen erfasste sie das Elend auf dieser Seite der Lagune, welche die noble Steinstadt von dem erbärmlichen Viertel der Eingeborenen trennte.  - Und doch sind da die Träume, Hoffnung, warten auf ein Wunder. Fazit: „Sehnsucht nach Sansibar, bei den momentanen sonnigen Tagen ideal zum Lesen, aber nicht nur dann. Micaela Jarys Wortschatz, ihre wunderbare Art den Leser hiermit bildlich an Orte zu entführen, ist ein einzigartiger Lesegenuss. Die exotische Insel verführt nicht nur drei Protagonistinnen, und die Romantik kommt auch nicht zu kurz im Buch. Ein Ende mit Abschied – Sehnsucht nach Sansibar. Die Charaktere, die Handlung, alles hat mich für sich eingenommen. Genießen Sie die einzigartige Reise nach Sansibar.

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  • Sehnsucht nach Sansibar (Micaela Jary)

    Sehnsucht nach Sansibar

    NicBooks

    21. May 2013 um 22:14

    {Ich musste wirklich nachschlagen wo Sansibar genau liegt, Ostafrika war klar aber wo genau,..schmunzelt..natürlich habe ich es gefunden und das Buch konnte gelesen werden. Ich kaufte es hauptsächlich auch wegen dem wunderbaren Cover, eine Kaufentscheidung auf jeden Fall. Die Leseeinführung ist sehr gut geschrieben und machte den Kauf perfekt.} Sansibar, ist eine ostafrikanische Insel im Indischen Ozean, der Name klingt doch schon fantastisch, es hört sich nach Ferne an, Basars, Gewürze, Paläste und Sultans. Am Bord eines Dampfers im Jahre 1888 auf dem Weg nach Sansibar treffen drei Frauen aufeinander, zum einen Antonia, die etwas verwöhnte Juliane von Braun und Viktoria Wesermann. Jeder der drei hat unterschiedliche Gründe für diese Reise, Viktoria musste wegen eines Skandals diese Reise antreten, für sie ist es aber keine Strafe sondern ein Weg in die eigene Freiheit, Juliane von Braun begleitet ihren Vater, der geschäftlich dort zu tun hat sowie Antonia, sie ist Sekretärin an der Seite von Dr. Max Seiboldt, selbst aber den Traum hegt, als Ärztin zu arbeiten. Die drei Frauen schließen während der Überfahrt Freundschaft und beschließen trotz allem was sie dort erwartet künftig in Kontakt zu bleiben und so beginnt für jede einzelne die Reise ihres Lebens, durch Sansibar.... {Micaela Jary gewährt einen Einblick in das späte 19. Jahrhundert, zum dieser Zeit war es für Frauen recht schwierig ihre eigenen Träume und Bedürfnisse zu erfüllen. Sansibar ist geprägt von den schlechten Zuständen und Unruhen im Land. Man gewinnt ein Einblick in die Kultur und das Leben derer Menschen. Noch heute zählt Sansibar zu dem ärmsten Gegenden in Afrika. Jary schafft es uns zu verzaubern und uns in eine andere Welt zu entführen.}

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  • Rezension zu "Sehnsucht nach Sansibar" von Micaela Jary

    Sehnsucht nach Sansibar

    Tanzmaus

    31. January 2013 um 09:42

    An Bord eines Dampfers begegnen sich 1888 drei junge Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jede hat ihren Grund, die Heimat zu verlassen und ihr Glück in Sansibar zu suchen. Umgeben von Träumen, Wünschen, Ängsten, aber auch Hoffnung, lernen sie sich an Bord näher kennen und stellen fest, dass gerade diese Eigenschaften sie verbinden. Daher beschließen sie, auch nach der Landung in Sansibar in Kontakt zu bleiben und füreinander da zu sein. Im ersten Teil des Buches lernt der Leser die drei Protagonistinnen näher kennen. Jede stellt sich und ihr Leben vor. So bekommt man einen guten Überblick und weiß die Protagonistinnen einzuschätzen. Im zweiten Teil folgt man immer abwechselnd einer der Frauen. Man liest, was ihnen widerfährt und wie es ihnen geht. Im dritten und letzten Teil spitzt sich dann die Handlung zu. Die Lebensstränge überschneiden sich. Nicht immer wird das erreicht, was man erreichen wollte und sowohl Spannung wie auch die Dramatik ziehen an. Was den Reiz dieses Buches sicherlich ausmacht, ist der fortwährende Wechsel zwischen den drei Frauen, ihren unterschiedlichen Charakter, Lebensweg und die Suche nach dem ganz persönlichen Glück. Das Cover ist träumerisch schön. In warmen Farben gehalten spiegelt es die Thematik wieder. Der Ausblick auf das Meer mit den Segelbooten lädt auch schon beim Betrachten zum Träumen ein. Zu Beginn des Buches findet man eine Landkarte. Sehr detailliert und leicht unübersichtlich, aber dennoch nützlich bei der Verfolgung der Geschichte. Am Ende des Buches kann sich der Leser über ein Nachwort der Autorin zur Geschichte, Quellenangaben, persönliche Anmerkungen und einer Danksagung freuen. Mit Begeisterung habe ich mich ans Lesen gemacht und durfte mich über einige spannende Stunden im Leben der drei Frauen freuen. Die Autorin hat sehr gründlich zur Thematik recherchiert. Dies wird im Lauf der Geschichte deutlich. Die Quellenangaben habe ich erst zum Schluss entdeckt und fand mich in meiner Vermutung, dass Micaela Jary hier viel recherchiert hat, bestätigt. Die drei Protagonistinnen werden im ersten Teil vorgestellt und nehmen immer mehr Farbe an. Durch die unterschiedlichen Charaktere, merkt man schnell, welche der drei Frauen einem selbst sympathisch ist. Ich fand es von der Autorin gut gelungen, dass sie diese Unterschiede im Wesen der Frauen das komplette Buch durchgehalten hat und die Frauen nicht irgendwann zu einer verschmolzen. Die Handlung startet mit einem Prolog und Viktoria. Sie lernt man als erste kennen. Die Geschichte beinhaltet viele Wendungen und Spannungspunkte. Im letzten Drittel zieht die Autorin die Spannung noch einmal an und verknüpft ein spannendes Abenteuer mit einer ergreifenden Liebesgeschichte. Ein ruhigeres Ende lässt den Leser die Geschichte weiter träumend zurück. Sprachlich ist das Buch in der heutigen Sprachgebung geschrieben und daher einfach und leicht lesbar. Das Ende ist realistisch und nachvollziehbar. Dank der bildlichen Beschreibungen der Autorin, ist dieser Roman ein Fest für alle Sinne. Sei es, dass man mit den Frauen sich die kunterbunte Welt Sansibars anschaut oder auf den Märkten oder Plantagen die Gerüche von Gewürzen und dem Land atmet. Eingetaucht in die zauberhafte, farbenfrohe Welt von Sansibar Ende des 19. Jahrhunderts, fällt es dem Leser letztlich schwer, die drei Frauen loszulassen und wieder ins 21. Jahrhundert zurückzukehren. Fazit: Ein Sehnsuchtsroman, der seiner Einordnung gerecht wird. Spannend, farbenfroh und nachwirkend, bekommt der Leser hier Unterhaltung vom feinsten. Eine ganz klare Leseempfehlung für die grauen tristen Wintertage.

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  • Rezension zu "Sehnsucht nach Sansibar" von Micaela Jary

    Sehnsucht nach Sansibar

    Eliza08

    Eine Insel, die die Menschen seit Generationen fasziniert, das Tor nach Afrika, genau das ist Sansibar. Eine Insel wie aus 1001 Nacht, Paläste, Basare, betörende Düfte und der Aufbruch in ein neues Leben. Für drei Frauen aus Deutschland wird Sansibar zu ihrem Schicksal. Viktoria Westermann muss ihre Heimatstadt verlassen, da sie ihren zukünftigen Ehemann in aller Öffentlichkeit beleidigt und sich nicht dem Willen ihres Vaters fügt, der ihr diesen Ehemann ausgesucht hat. Auf dem Schiff trifft sie die junge Assistentin des Forschers Dr. Seibold, Antonia Geisenfelder. Antonia würde für ihre große Liebe alles auf sich nehmen und dem attraktiven Forscher bis ans Ende der Welt folgen. Die dritte im Bunde ist Juliane von Braun, sie begleitet ihren Vater einen einflussreichen Weinhändler nach Sansibar, um dort mit den Prinzen Geschäfte abzuschließen. Es dauert nicht lange und Juliane hat sich Hals über Kopf in den Prinzen Omar verliebt. Er zeigt ihr eine Welt, die sie noch nicht gesehen hat. Sie darf sogar im Frauentrakt des großen Palastes wohnen. Aber hat ihre Liebe eine Chance, schließlich ist der Prinz bereits verheiratet und hält sich auch große Anzahl an Geliebten? Antonia hingegen muss feststellen, dass es wohl auch noch eine andre Frau gibt die Dr. Seibold etwas bedeutet. Ist sie für ihn wirklich nur eine Assistentin? Auch Viktoria gerät in den Strudel der Gefühle, Roger Lessing einer der wichtigsten Geschäftsmänner Sansibars kreuzt immer wieder ihren Weg, dabei will sie sich doch ganz allein auf ihren Traum, Lehrerin zu werden, konzentrieren. Micaela Jary zeichnet ein eindrucksvolles Porträt dreier Frauen, die auf der einen Seite nicht unterschiedlicher sein könnten und doch so viel gemeinsam haben. Sie suchen die Chance nach einem neuen Leben, wollen das alte Leben hinter sich lassen und ihre Träume verwirklichen. Es ist sehr beeindruckend zu Lesen, das allein der Wille „Berge versetzen kann“ und man so seinem Traum ein wenig näher kommt. Dazu die wundervollen und bildhaften Beschreibungen Sansibars, das förmlich vor dem inneren Auge des Lesers entsteht. Tauchen sie ein in eine Welt, wie sie sienoch nie gesehen haben und begeben sie sich auf die Reise nach Sansibar.

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  • Rezension zu "Sehnsucht nach Sansibar" von Micaela Jary

    Sehnsucht nach Sansibar

    Die_Buecherfresser

    16. November 2012 um 12:13

    "Eine exotische Reise & die Sehnsüchte dreier Frauen " ** Inhalt: Drei Frauen. Drei Schicksal. So treffen Viktoria, Antonia und Juliane 1888 an Bord eines Schiffes aufeinander. Ihr aller Ziel ist Sansibar, an der Küste Ostafrikas. Alle drei Frauen sind aus unterschiedlichen Gründen nach Sansibar aufgebrochen und dennoch ist es ihre wachsende Freundschaft, die den Freundinnen auf der Reise in ein neues Land Halt gibt. Während Viktoria auf Selbstständigkeit hofft, um ihre Ziele durchzusetzen, genießt Juliane das Leben im Palast des Sultans, während Antonia auf Forschungsreise ist. Doch nicht alles auf Sansibar ist so schön, wie es die Beschreibungen erzählen und so machen sich die drei Freundinnen auf in das Abenteuer ihres Lebens … ** Story 4.5/5 Spannung 3.5/5 Charaktere 4/5 Recherche 4/5 Tiefgang 4/5 ** Meinung: Mit “Sehnsucht nach Sansibar” entführt und die Autorin Micaela Jary nach Sansibar, Ende es 19. Jahrhunderts. Durch die Perspektive dreier junger Frauen, die zu guten Freundinnen werden, erlebt man Sansibar auf eine ganz unterschiedliche Art und Weise. ** Bei den Protagonisten handelt es sich um Viktoria Wesermann, einer Reederstochter, die von ihren Eltern nach Sansibar geschickt wird, nachdem sie in Hamburg Aufsehen erregt hat. Dazu gesellt sich Antonia Geisenfelder, die als Assistentin auf einer Forschungsreise dabei ist, bei der die Cholera genauer untersuchen werden soll. Die dritte im Bunde ist Juliane von Braun, die ihren Vater begleitet und im Palast des Sultans eine ganz neue Welt kennenlernt. Alle drei Frauen sind jung und ungebunden. Sie haben ihre eigenen Vorstellungen und Erwartungen und dennoch finden sie zueinander und werden auf dem Weg nach Sansibar gute Freundinnen. ** Der riesige Vogel erhob sich aus der roten Felswand in den schon am Morgen so tiefblauen Himmel, dass er zweifellos mit dem Farbton des Zwiebelmusters auf dem Meissener Porzellan konkurrieren konnte, das sonntags bei Familien von Braun den Tisch zierte. (Seite 68) ** Mir persönlich waren Viktoria und Antonia am liebsten. Juliane ist eher die Sorte Frau, die ich prinzipiell meiden würde. Dennoch ist es im dem Genre ein frischer Wind, dass es nicht direkt nur um Landschaft und Liebe geht, sondern hier vor allem auch um die Freundschaft zwischen den Frauen. Dadurch erlebt der Leser Sansibar auf drei verschiedene Art und Weisen, sodass man Sansibars schöne Seiten im 19. Jahrhunderts erlebt, aber ebenso wie düstere. ** Obwohl die Handlung sich an gewissen Stellen etwas in die Länge zieht, konnte mich “Sehnsucht nach Sansibar” in jedem Fall begeistern. Es gibt extrem viele schöne Landschaftsbeschreibungen, die mich in Sansibar ankommen ließen. Zudem sind die Unterhaltungen zwischen Viktoria, Antonia und Juliane immer wieder sehr belustigend. Natürlich spielt das Thema Liebe auch in diesem Roman eine große Rolle, denn immerhin ist “Sehnsucht nach Sansibar” einer dieser typischen Landschafts-Liebe Romane, der jedoch durch seine Exotik hervor sticht. Letztendlich findet nicht jede der drei Freundinnen ein direktes Happy End und es gibt auch einiges Leid in den letzten Kapitel, dennoch fand ich die unterschiedlichen Leben dreier Frauen richtig interessant und spannend zu verfolgen. ** Sie schenkte ihm ein freundliches Lächeln, das nicht ganz so unverbindlich ausfiel, wie es wünschenswert gewesen wäre. »Ich werde Sie gewiss besuchen kommen, Herr Lessing.« (Seite 200) ** Insgesamt vergebe ich 4 Sterne. “Sehnsucht nach Sansibar” fällt vor allem durch seine exotischen Landschaftsbeschreibungen auf und der Freundschaft zwischen drei jungen Frauen. Zwar bleiben die typischen Merkmale dieses Genres deutlich erhalten, aber gerade dieser Aspekt, dass die Freundschaft stark betont wird und es nicht immer nur die Liebe sein muss, finde ich überzeugend. ** Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Dabei wechselt die Autorin immer wieder die Perspektiven und bezaubert mit fremdländischen Landschaftsbeschreibungen, die Lust auf Sansibar machen. ** Das Cover find ich sehr exotisch und stimmig. Gerade durch das Titelbild wurde mein Interesse für diese Geschichte geweckt. Im Inneren besticht der Roman vor allem durch die Einteilung in verschiedene Teilen, sowie einer alten Karte von Sansibar zu Beginn der Geschichte. ** Seine Worte verführten sie mehr, als sein Mund oder seine Hände es vermocht hätten. Ihr Herz trommelte in wildem Aufruhr gegen die Brust ihr Körper drängte sich seinem Leib entgegen. (Seite 405) ** Fazit: Von mir erhält “Sehnsucht nach Sansibar” 4 gute Sterne. In mir hat die Geschichte den Drang nach Abenteuerlust im Süden geweckt! Für Leser dieses Genres wird “Sehnsucht nach Sansibar” garantiert ein Lesevergnügen werden, allen anderen Leserseien gewarnt, dass es nicht zu wenige Landschaftsbeschreibungen gibt ;-)

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