Michèle Minelli Die Ruhelosen

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Inhaltsangabe zu „Die Ruhelosen“ von Michèle Minelli

Eine opulente europäische Familiensaga

Nur dank eines Zufalls stößt die Zürcher Ornithologin Aude auf eine Spur ihrer Familiengeschichte, die in eine andere, ferne Zeit führt. Während seit Jahrhunderten ihre Vorfahren der eigenen Herkunft stets den Rücken gekehrt haben, wendet sich Aude nun genau dieser Vergangenheit zu.
All die unglaublichen Legenden über unstete Friseure, raffinierte Maskenbildner, begnadete Musiker, tüchtige Krämer und deren eigensinnige Frauen, in denen sich die Großmama beim Erzählen verstrickt hatte, fügen sich plötzlich zusammen. Vor Aude breitet sich ein verführerisches Geflecht aus drei Familien über acht Generationen und 150 Jahre aus.
Michèle Minelli lockt uns mit unzähligen sinnlichen, skurrilen, tragischen und leidenschaftlichen Episoden in diese, bis in die k. u. k. Zeit zurückreichende, Familiensaga von europäischem Format.

"Eine fesselnde, manchmal auch erschütternde Familienchronik." Neue Zürcher Zeitung

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    Die Ruhelosen

    urwort

    24. March 2014 um 10:15

    Eine opulente Familienchronik erstreckt sich über 150 Jahre und umfasst drei Familien, dessen Wurzeln ihrer acht Generationen sich über mehrere Länder verzweigen. Der Stammbaum am Ende des Buches ist eine große Hilfe zur Orientierung und Koordinierung der zahlreichen Charaktere, die kommen und gehen, wie es ihnen beliebt. Den Bogen zur Gegenwart übernimmt Aude, die der sechsten Generation entspringt. Erst gen Ende beschäftigt sich die Lektüre mit ihren Nachforschungen ihrer Familiengeschichte. „In seinem Kopf waren die Gedanken zu einer wilden Jagd aufgebrochen, die er in ein Stillleben versuchte zu verwandeln, in etwas, das Sinn ergab.“ Als wäre dies der Leitspruch des Buches. Die drei Familien ziehen von Generation zu Generation „wie Zugvögel“ durch die Zeit und durch die Länder, bis sie sich unabhängig voneinander – zufällig – an verschiedenen Orten in der Schweiz niederlassen. Die leichte Lektüre ist durchtränkt von Beziehungen hier und Streitigkeiten dort: zwischen Mann und Frau, Eheleuten und Kindern, alle gegen jeden. Neid, Wollust, Unzucht. Perückenmacher, Musiker, Kaufleute. Und vieles mehr. Es treten sehr, sehr viele Charaktere auf. Und in dieser großen Masse kann niemand recht begeistern. Wichtige politische Ereignisse der Zeit finden auf engem Raum Platz, während gepuderte Frauen einen ganzen Saal mit ihren Perücken einnehmen dürfen. „Sie in ihrem weißen Tüllkleid mit der taubengrauen Schlaufe unter der Brust und dem himmelblauen Blütenkranz, der sich durch ihr Haar zog, und die runde Sonne am Himmel oben, die dieses Glück mit heißen, gleißenden Strahlen guthieß.“ Die Kapitel sind kurz und nichtssagend, nehmen an anderer Stelle wieder ihre Fährte auf, doch der Leser tappt etwas im Dunkeln, da bei all den vielen, barockschmucken Aufzählungen von den Farben und Formen der Puderdöschen, Spangen und dem Interieur das Wesentliche verschwimmt. Die Sprache ist poetisch, beschwingt, leicht, gefällt auf den ersten Blick – keine Frage – doch leider ist es nur die Hülle, die glänzt. Die Autorin Michèle Minelli erzählt zum Teil autobiographisch, stellte Recherchen an, in welchen sie durch Europa reiste, Andenken sammelte, Interviews führte und sich davon inspirieren ließ. Man möchte fast Erbarmen haben bei all den vielen Nachforschungen – auch beim Anblick der wenigen, aber durchaus positiven Rezensionen... Doch ich spreche ja wie immer nur von mir. Denn das Cover passt zur Geschichte, es ist eben ein Frauenschmöker. Ohne Anspruch. Habe gehört, manche mögen das. 

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  • Rezension zu "Die Ruhelosen" von Michèle Minelli

    Die Ruhelosen

    Delphine

    25. June 2012 um 23:18

    Hier meine Rezension auf Französisch: http://www.goethe.de/ins/fr/bor/prj/lit/112/aad/min/frindex.htm

  • Rezension zu "Die Ruhelosen" von Michèle Minelli

    Die Ruhelosen

    Gospelsinger

    24. April 2012 um 23:00

    Drei Familien aus drei Ländern. Drei Familien mit unterschiedlichen Berufen und mit unterschiedlichen Schicksalen. Drei Familien, die miteinander verbunden sind, die etwas gemeinsam haben, denn es sind drei Familien, deren Mitglieder gleich Zugvögeln durch Europa ziehen. Drei weitverzweigte Familien. Ich war beim Lesen sehr froh, dass auf der Innenseite des Schutzumschlags die Stammbäume dieser Familien, die sich in der heutigen Generation verbinden, abgedruckt sind. Ich wäre sonst nicht in der Lage gewesen, all die unterschiedlichen Charaktere zu unterscheiden. Denn diese barock-üppige Geschichte zieht sich über acht Generationen hinweg, das sind nun einmal eine Menge Personen. Musiker, Friseure, Kaufleute und Maskenbildner bevölkern diesen überbordenden Roman, vor allem aber starke Frauen. Jeder einzelne Charakter wächst einen ans Herz, so einfühlsam und lebendig sind sie beschrieben. Genau das war aber auch ein Problem, das ich mit diesem Buch hatte. Die einzelnen Personen gerieten einfach zu schnell wieder aus dem Blickfeld, dabei hätte ich gern mehr von ihnen gelesen. Natürlich geht das nicht, wenn man so viele Generationen in einem einzigen Buch unterbringt. Denn das ist auf der anderen Seite auch wieder die Stärke dieses Buches. Ein ganzes Zeitalter wird lebendig; über einen Zeitraum von 150 Jahren hinweg kann man verfolgen, wie die Familien sich weiterentwickeln, wie sie mit veränderten Rahmenbedingungen und Schicksalsschlägen umgehen. Dass die politischen Ereignisse eine so geringe Rolle im Buch spielen, war für mich ein weiterer Faktor, der die Familiengeschichten so authentisch macht. Denn auch wenn die große Politik direkte, meist finanzielle, Auswirkungen auf die Familien hat, spielte sie im Alltag der damaligen Menschen doch eine wesentlich geringere Rolle als in unserem Zeitalter der umfassenden und schnellen Information. Viel wichtiger war das Wetter, das über die Qualität der Ernten entschied. Der poetische Schreibstil hat mir gut gefallen, und trotz einiger Längen liest sich das Buch sehr unterhaltsam. Ein richtiger Schmöker eben, genau richtig für verregnete Wochenenden.

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