Dieses Pappbilderbuch ist der burner! Vielleicht bzw. gerade deshalb, weil wir Leser unser Lesen/Betrachten mit einer falschen Voraussetzung starten...
Das querformatige, kleine Pappenbuch beginnt damit, das wir auf der oberen Seite ein indigenes Kind(mit Angel plus Köder) in Fellkleidung sehen und auf der Unteren ein Fischlein - das sich unter dem Eis, auf dem das Kind unterwegs ist - wie dieses in Richtung Wasserloch bewegt. Als das KInd dann am Loch Angel+Angelhaken mit Köder auswirft, kann Fischlein nicht widerstehen, aber manchmal überschätzt man sich eben.. Nun kommen auf beiden "Ebenen" Freunde und Familie dazu, die helfen wollen: oben die Menschen, die dem Kind beim Einziehen der Angel helfen wollen und unten Pinguin, Robbe, Eisbär und Wal, die am Fischkind ziehen, bis Gottseidank: zack! - die Angelschnur reisst... Und während oberirdisch die (erst gestürzte, aber unverletzte) Familie unverichteter Dinge wieder nach Hause geht, hat der kleine Fisch etwas zu essen - hurra ;-) Das Großartige an dieser Bildergeschichte ist, das am Anfang der Name Nouka genannt wird und wir menschlichen Leser automatisch davon ausgehen, das damit das Menschenkind gemeint ist, das Essen besorgen will - tada - denkste....!!
Ella Charbon hat das Geschehen im Eismeer und Umgebung in minimalistischen Andeutungen von Landschaft im Hintergrund, hellblauem Wasser samt dkl.blauem Fischlein sowie dem indigenen Kind+seiner Familie in Braun-, Beige-,Gelb-und Blautönen in eine ruhig-weiße Umgebung integriert. Auch die Dynamik beim Ziehen an den jeweiligen Protagonsten ist genau fokussiert und das Ende mit mampfenden Fischlein Nouka amüsant - ein gelungenes Bilderbuch mit Hintersinn!
Kann man aber sicherlich trotzdem schon mit Zweijährigen betrachten.... ;-)











