Micha-el Goehre

 4,3 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor*in von Jungsmusik und Straßenköter.

Alle Bücher von Micha-el Goehre

Cover des Buches Jungsmusik (ISBN: 9783746629124)

Jungsmusik

(16)
Erschienen am 15.04.2013
Cover des Buches Straßenköter (ISBN: 9783944035666)

Straßenköter

(4)
Erschienen am 15.12.2016

Neue Rezensionen zu Micha-el Goehre

Cover des Buches Straßenköter (ISBN: 9783944035666)
Annejas avatar

Rezension zu "Straßenköter" von Micha-el Goehre

Anneja
Schade dass die Reihe schon zu Ende ist

Nach vielen turbulenten Erlebnissen mit Torben und seiner Clique ging es nun mit „Straßenköter“ in den finalen Band der Reihe. Eigentlich schade, denn auch wenn mir der Autor Heavy Metal nicht schmackhaft machen konnte, haute er mich der Handlung und seinem Humor jedes Mal aus den Socken. Man kann sich demnach vorstellen, dass ich äußerst gespannt war, wie dies nun enden sollte.


Gleich zu Anfang ging man dann auch gleich in die Vollen und zeigte, warum Torben seine Frau die Sachen packt und ihn verlässt. Und ganz ehrlich? Der Grund war äußerst verständlich! Jedoch fehlte mir etwas und das war ein Torben, der um seine Frau kämpfte und probierte das Problem aus dem Weg zu räumen. Dieser Aspekt des Buches ärgerte mich tatsächlich bis zum Ende, denn gerade nach dem langen Kampf um Lucy hätte ich hier mehr erwartet.


Statt Entschuldigungen, bekam ich dafür aber noch weitere emotionale Eingriffe in Torbens Leben zu lesen. Diese führten dann schließlich dazu, dass Torben der Manager einer Metal-Band wurde, die gerade ihre CD veröffentlicht hatte und damit auf Tour ging. Und auch wenn ich mich über Torbens mangelnden Kampfgeist ärgerte, waren die Erlebnisse auf dieser Tour einfach der Kracher. Mehr als einmal habe ich Tränen gelacht, da ich einfach nicht glauben konnte, was ich da las. Zwar gab es auch ernstere Stellen, die auch zum Nachdenken anregten, aber dies war immer gut vermischt, sodass die Handlung mich dauerhaft fesselte.


Da dies das Finale war, erhoffte ich mir natürlich ein Ende, bei dem ich mit gutem Gewissen wusste, dass Torben nun auf einem guten Weg wäre. Dieses Ende bekam ich auch, aber eben deutlich schwächer als erhofft. Denn für mich endete das Ganze zu früh. Und da es keinen Epilog gab, sondern nur ein paar Zusätze in Form von Metal-Weisheiten, war ich doch schon ein wenig enttäuscht. Auf mich machte dies den Eindruck, dass Torbens Geschichte vielleicht doch noch nicht ganz zu aus erzählt war und sich der Autor deswegen für ein doch recht offenes Ende entschied. 


Fazit:

 

Auch wenn man mich mit dem Start und dem Ende des Bandes nicht ganz glücklich machte, haute die Mitte einfach mal so richtig rein. Wie auch bei den anderen Bänden muss man dafür nicht einmal Metal-Fan sein, sondern nur einen Sinn für Humor haben. Wenn man dann noch Bier und charismatische Charaktere mag, dürfte man sich hier glatt wie Zuhause fühlen. Für mich war Torbens Reise auf jeden Fall ein absolutes Highlight, dass ich so schnell nicht vergessen werde.

Cover des Buches Jungsmusik (ISBN: 9783981447514)
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Rezension zu "Jungsmusik" von Micha-el Goehre

Anneja
Selten war Metal so unterhaltsam und interessant

Da ich schon des Öfteren kleine Highlights im Verlag entdeckte, wollte ich mich nun auch an „Jungsmusik“ versuchen. Dabei hatten ich und das Buch recht wenig gemeinsam. Ich höre nämlich überhaupt keine Musik (und schon garnicht Metal) noch habe ich einen Hang zu Partys, bei dem der Alkohol oftmals in Sekundenschnelle verschwindet. Was wir aber gemeinsam hatten, war der Humor und genau der schaffte es die Story wirklich zu einem Highlight werden zu lassen. 


 


Torben ist Metal-DJ und kommt zusammen mit den Leuten aus seiner Clique an einen Punkt wo man darüber nachdenken muss, was der Sinn des eigenen Lebens ist und wie eigentlich die Zukunft aussehen soll. Torben hat in der Hinsicht aber noch mehr Probleme, denn er ist in seine beste Freundin verliebt. Dass er zudem auch noch arbeitslos gemeldet ist, macht die ganze Sache auch nicht besser. Aber zum Glück gibt es da den Metal, ach und Bier. 


 


Um es kurz zu machen, dieser Band war schonungslos, wenn es um den Verzehr von alkoholischen Getränken ging, zumal auch Hunde in den Genuss von Bier kommen durften. Hier den Moralapostel heraushängen zu lassen, fände ich aber falsch, denn hier dürfte die alte Floskel „Wir waren ja auch mal jung!“ locker ziehen. Trotzdem gab es natürlich Momente, in denen ich einfach nur dachte, dass das ja garnicht ginge. Zum Glück hielten sich die Grenzen. 


 


Was sich weniger in Grenzen hielt, waren die Informationen zum Thema Musik und besonders zum Metaler sein. Der Autor beschrieb in kleineren Zwischenabschnitten nicht nur die verschiedenen Arten von Metal, sondern räumte auch mit Klischees auf. Ok, ein paar wurden auch bestätigt. Aber es zeigte sich eben auch das Metal leben, nicht immer nur daraus bestand es wirklich den ganzen Tag über auszuleben. Partys am Wochenende oder auf Festivals lockten dann eben auch Personen, welchen man auf den ersten Blick den Hang zu dieser Musik nicht zugetraut hätte. Am besten fand ich übrigens den Abschnitt über die sogenannte Pommesgabel. Wie ihr kennt die Pommesgabel nicht? Dann knickt mal Daumen, Mittel- und Ringfinger nach innen und dreht die Handfläche nach innen. Jetzt dürfte alles klar sein. 


 


Auch wenn Torben im Zentrum des Geschehens stand, war es unglaublich toll etwas über seine Freude und deren Leben zu erfahren. Wie sich nämlich herausstellte, hatten so gut wie alle Sorgen, Probleme oder eben auch Entscheidungen zu treffen, welche ihr ganz Leben beeinflussten. Doch auch hier traf der Ernst stets auf den allseits anwesenden Humor und machte so manche kritische Situation zu einem puren Lachfeuerwerk.


 


Ja, ich bin begeistert, denn der Autor schaffte das Thema Metal, bei welchem ich sonst eher die Nase gerümpft hätte, spannend, interessant und unglaublich witzig wiederzugeben. Die Dialoge der einzelnen Charaktere waren ein Festschmaus für meine Lachmuskeln und schafften es trotzdem den Ernst des Lebens und die Hindernisse die es dabei bereithielt, toll zu verbinden. Band 2, wir sehen uns bald. 

 


Metal, das Leben und der ganze restliche Scheiß, wäre eine tolle Zusammenfassung für dieses Buch. Fast schon ungefiltert steuerte ich mit Torben und seinen Freunden durch das Leben welches zwar stellenweise urkomisch war, aber auch mal die beinharte Wahrheit darüber offenbarte. Trotzdem war dies einer der ehrlichsten Coming of Age-Romane, die ich je gelesen hatte und das soll schon was heißen.

Cover des Buches Straßenköter (ISBN: 9783944035666)
P

Rezension zu "Straßenköter" von Micha-el Goehre

PaulD
Ein würdiges Ende...

Drei Jahre mussten die Leser warten, bis nach diversen Terminverschiebungen endlich der Nachfolger von "Jungsmusik" und "Höllenglöcken" in den Regalen stand. In diesen beschreibt Autor Micha-El Goehre die Höhen und Tiefen im Leben einer Gruppe junger Metal-Fans. Insbesondere jedem, der sich in der Metal-Szene heimisch führt, wird das eine oder andere in den Romanen beschriebene Ereignis bekannt vorkommen.
Nachdem die ersten beiden Bücher der "Jungsmusik"-Trilogie vom Werben um die Traumfrau des Protagonisten Torben sowie die anschließende Heirat handelten, beginnt der dritte Teil direkt mit einer Katastrophe. Nach einem durchzechten Abend erwacht Torben neben einer vollkommen fremden Frau, worauf seine Ehefrau Lucy mit sofortigem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung reagiert. Als könnte es nicht noch schlimmer kommen verliert er auch noch seinen Job, seine Oma stirbt, der Club, in dem er regelmäßig Metal-Parties veranstaltet, brennt ab, und seine Stammkneipe wird vom Ordnungsamt dicht gemacht. Was läge also näher, als das notwendigste zusammenzupacken und eine aufstrebende Metal-Band auf ihrer ersten Tour durch die Clubs der Republik zu begleiten?
Wie man es schon von den beiden Vorgängern, sowie den Kurzgeschichten und Poetry-Slam-Texten des Autors gewöhnt ist, gerät die Truppe dabei natürlich in allerhand skurrile Situationen, sei es ein Festival, dessen Veranstalter mit der Gage durchgebrannt ist, oder eine spontane Übernachtung in einem rumänischen Gefängnis. 
Dazu kommen noch die ständigen Versuche, die Noch-Ehefrau zurückzugewinnen. 
Leider leidet das vorliegende Werk ein wenig darunter, dass die aus den ersten beiden Teilen bekannte Clique hier nur selten auftaucht. Stattdessen fokussiert sich die Handlung größtenteils auf Torbens Abenteuer mit der Chaos-Kapelle "Clothelines from Hell". Auch diese sind zwar äußerst unterhaltsam, reichen dabei aber meistens leider nicht ganz an Teil 1 und 2 heran.
Trotzdem wird die Lektüre dieses Buches nie langweilig und man ist fast schon ein bisschen traurig, wenn das Ende gekommen ist, da man sich insbesondere als Metalhead gut mit den verschiedenen Charakteren identifizieren kann und mit ihnen mitfühlt.
Auch wenn er hier nicht ganz an seine beiden Vorgänger-Werke heranreichen kann, ist Micha-El Goehre auch mit diesem Roman ein kleines Meisterwerk gelungen.
Als Bonusmaterial sind hier noch fünf "Jungsmusik"-Kolumnen aus dem "Legacy"-Magazin enthalten, die sich ebenfalls mit den wichtigsten Themen im Leben eines Metalheads befassen.
 
P.S. Für alle Motörhead-Fans hält der Roman noch eine kleine Überraschung bereit.

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