Michael-André Werner

 3 Sterne bei 54 Bewertungen
Autor von Kopf hoch, sprach der Henker, Schwarzfahrer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Michael-André Werner

Kopf hoch, sprach der Henker

Kopf hoch, sprach der Henker

 (37)
Erschienen am 14.11.2014
Schwarzfahrer

Schwarzfahrer

 (16)
Erschienen am 07.03.2016
Ansichten eines Klaus

Ansichten eines Klaus

 (1)
Erschienen am 20.08.2012

Neue Rezensionen zu Michael-André Werner

Neu

Rezension zu "Kopf hoch, sprach der Henker" von Michael-André Werner

Im falschen Film?
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

6 Wochen Gratis-Urlaub in einem Hotel in Irland, Einzelzimmer, Vollverpflegung und Künstlerseminare. Klingt verlockend für jeden der 25 teilnehmenden Künstler, entpuppt sich jedoch als Ente, das Hotel eine Bruchbude ohne funktionierende Heizung, ohne Telefon, keine Einzelzimmer, geschweige denn vernünftige Betten und Matratzen. Nicht einmal Handyempfang gibt es in Newgarden Mansion.
Die Geschichte wird aus Sicht von Karsten, dem Ich-Erzähler, erzählt, sodass man mittendrin statt nur dabei ist.
"Geleitet" wird diese, ich nenne es mal Expedition von Seamus, einem Lyriker aus Dublin der kein besonderes Organisationstalent ist.
Der Aufenthalt in Newgarden Mansion entwickelt sich zu einem Überlebenstrip, da es kaum Lebensmittelvorräte gibt (Seamus verspricht das blaue von Himmel herunter und vergisst es dann doch wieder), gegen Ende verbringen die Künstler eine ganze Woche ohne Lebensmittelnachschub und ergehen sich in Fantasien wie sie Seamus dafür bestrafen können.
Niemand betätigt sich wirklich künstlerisch, abgesehen von Gustav und Burkhard, die schreiben und Gonzales, der im Keller Bretter und Wände mit Gesichtern vollmalt und diese am Ende verbrennt.
Seamus ist unzurechnungsfähig und vergisst immer wieder was er tun wollte oder was ihm gesagt wurde. Das Jill weg ist fällt ihm nicht auf und das Olof tot im Kühlschrank in der Küche liegt verdrängt er auch immer wieder.

Am Anfang des Romans gibt es eine Liste der Personen, die eine Rolle spielen, so kann man zwischendrin zurückblättern, wenn man sich nicht mehr ganz sicher ist, wer wer ist.
Das die Erzählung mit Tag 19 beginnt und dann zurückspringt finde ich etwas kurios, tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch.

Man sollte über ein paar Englischkenntnisse verfügen, am Besten auch ein bisschen spanisch und italienisch.
Mir gefällt der Schreibstil und der schwarze Humor, die Geschichte ist so grotesk, dass ich mich zwischendurch gefragt habe, ob das eine Art Big Brother für Künstler ist oder eine psychologische Studie darüber wie sich Menschen in Extremsituationen verhalten.
Einen Höhepunkt auf den die Geschichte zusteuert gibt es nicht und als ich zuende gelesen hatte war ich etwas ratlos ob des abrupten Endes, aber ich hatte Spaß beim Lesen.

Wer sich darauf einlässt findet gute Unterhaltung

Kommentieren0
6
Teilen
Krimifee86s avatar

Rezension zu "Kopf hoch, sprach der Henker" von Michael-André Werner

Bei einem Thriller gibt es mehr zu lachen!
Krimifee86vor 3 Jahren

Klappentext: Sechs Wochen Irland für lau, Unterkunft im Hotel (Luxus!) und Verpflegung (Guinness!) inklusive - mit diesem Künstlerstipendium hat Karsten Kühne das große Los gezogen.
Glaubt er. Doch als er mit den anderen Stipendiaten in Newgarden ankommt, reibt sich der Nachwuchsschriftsteller erst mal die Augen: Die Unterkunft ist ein verfallenes, abgeranztes Hotel mitten in der irischen Einöde. Es gibt keine Lebensmittel, keine richtigen Betten (schon gar keine Einzelzimmer), kein Internet, kein Telefon, keinen Handyempfang - und die Heizung funktioniert nicht. Die anderen europäischen Künstler stellen sich als Architekten, Archäologen, Maler und Friedensdienstler heraus, die aus unterschiedlichen Gründen nach Irland eingeladen worden sind.
Der Veranstalter und Organisator Seamus verspricht immer wieder, die Situation zu verbessern: Er gehe noch Lebensmittel einkaufen (ja, auch für die Laktoseintoleranten, Veganer und strenggläubigen Juden), er werde die Rückflüge umbuchen, er werde die Briefe zur Post bringen, aber er bittet um Geduld, er habe in Dublin ein weiteres wichtiges Projekt zu betreuen.
Anfangs versuchen die Teilnehmer noch, zu entkommen und wieder in die Zivilisation zu gelangen. Die Engländerin Jill geht auf eigene Faust los, um Hilfe zu holen. Man hört nie wieder etwas von ihr. Nach und nach arrangieren sich die Verbliebenen mit der Situation. Pokerrunden etablieren sich, die Künstler arbeiten mit dem Material, das sie vorfinden (nicht viel). Die Situation spitzt sich zu, als es mehrere Tage keine Lebensmittel gibt, ein Teil des Hauses einstürzt (was die Unterkunftssituation sichtlich verschlechtert) und einer der Schweden tot aufgefunden wird ...

Cover: Gibt es in Irland besonders viele Kühe oder besonders viele Kleeblätter? Denn ansonsten weiß ich nicht so richtig, was das Cover mit dem Buch zu tun hat. Aber gut, die Kuh steht unter einer Schlinge, also hat es immerhin irgendwie etwas mit dem Titel zu tun. Ich meine, eigentlich finde ich das Cover sogar ziemlich ansprechend und würde es mir im Laden sicher auch näher ansehen. Aber einen Bezug zum Buch kann ich nicht finden.

Schreibstil: Ich weiß nicht, was ich zu dem Schreibstil sagen soll. Also erstmal das Gute: Man konnte dem Autor gut folgen und hat immer alles gut verstanden. In dem Buch geht es ja um mehrere Personen aus verschiedenen Ländern, die auch immer mal wieder in ihren Landessprachen sprechen. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, das was sie sagen, nebenbei zu übersetzen oder so einzufügen, dass es für den Lesefluss nicht störend war.
Negativ: Ich glaube, der Autor fand sich selbst sehr lustig, ich jedoch überhaupt nicht. Das Buch war überhaupt nicht witzig geschrieben, alles wirkte irgendwie flach und ab und an wollte der Autor das dann durch besonders anzügliche Witze / Bemerkungen wieder wettmachen, was jedoch nur gelang.
Auch die Charaktere blieben für mich extrem flach. Vor allem Karsten aus dessen Perspektive die Geschichte ja erzählt wird, der aber genau wie alle anderen einfach nichts auf die Kette bekommt. Die Untätigkeit all dieser Personen wirkte vollkommen unglaubwürdig. So würde sich einfach niemand behandeln lassen. Definitiv nicht. Und deshalb ist es auch eigentlich egal, was die Charaktere so sagen / machen und tun (was ja nicht viel, bzw. einfach immer jeden Tag aufs Neue gleich ist), man nimmt es ihnen einfach nicht ab.
Die einzige, die in meinen Augen realistisch gehandelt hat, war Jill, die jedoch dann relativ schnell verschwunden ist, ohne, dass man wieder von ihr hört.

Die Story: An sich klang die Geschichte wirklich gut und man hätte sehr viel daraus machen können. Das hat der Autor aber leider nicht geschafft.
Es geht um mehrere Künstler, die in einem Haus in Irland untergebracht werden und sich dort künstlerisch betätigen sollen. Jedoch wird eigentlich nichts von dem, was ihnen im Vorfeld versprochen wurde, eingehalten. Schlechte / undichte Unterkunft, kein Essen, keine Materialien etc. Soweit, so lustig.
Jedoch verläuft von da an jeder Tag in der Unterkunft gleich. Und das sind ungefähr 20 davon. Seamus (der Organisator) kommt vorbei (oder auch nicht), die Stipendiaten meckern, Seamus besänftigt sie, die Stipendiaten spielen Poker oder gucken fernsehen, essen was (oder auch nicht) und meckern weiter. *gähn*
Dann macht sich eine ganz waghalsige Künstlerin (Jill) auf den Weg um Hilfe zu holen. Dummerweise taucht sie nicht wieder auf und bleibt verschwunden.
Und dann stirbt Olof. Aber das interessiert irgendwie überhaupt niemanden und alle leben ihr Leben einfach so weiter nur eben dann mit einem Toten in der Kühltruhe.
Mir fällt da echt nichts zu ein, das Ganze ist einfach absolut realitätsfremd und vollkommen abstrus. Und dabei nicht einmal im geringsten lustig.

Fazit: Durch dieses Buch musste ich mich wirklich durchquälen. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass es vielleicht doch noch irgendwann lustig wird, dass irgendetwas passiert, das dem Buch eine neue Wendung gibt. Aber leider war dem nicht so. Jeder Tag war absolut gleich – gleich unsinnig und gleich langweilig. Ich bin echt total enttäuscht von diesem Buch und deshalb gibt es von mir auch nur ein mageres Pünktchen.

Kommentieren0
7
Teilen
Klene123s avatar

Rezension zu "Kopf hoch, sprach der Henker" von Michael-André Werner

Nichts ist so schlimm, dass es nicht noch schlimmer sein könnte
Klene123vor 3 Jahren

Das Buch beginnt spannend mit einem Kapitel aus der Zukunft. Nach Vorstellung der einzelnen Kuenstlern aus verschiedenen Laendern und dem einleitenden Kapitel wird dann chronologisch weitergeschrieben. Die Ankunft der Stipendiaten und die Reaktion auf Ihre Bleibe ist noch sehr vielversprechend, aber von da an geht es bergab.

Es wurde den teilnehmenden Kuenstlern 6 Wochen mit Einzelzimmern, Vollverpflegung und Austausch mit Ihresgleichen versprochen. Sie bekamen ein Matratzenlager, Sporades Essen und Gleichgueltigkeit der Teilnehmer. Der Leiter der Expidition Seamus ist total ueberfordert und wahrscheinlich auch total verrueckt. Die einzelnen Teilnehmer arbeiten nicht zusammen, um ihr Los zu bessern, sondern bekriegen sich noch untereinander, schoen nach Laendern getrennt.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass 24 junge Menschen sich so etwas gefallen lassen. Am liebsten moechte man selbst Seamus eine ueberziehen, sein Auto nehmen und Hilfe holen.

Aber nein, die Geschichte plaetschert weiter vor sich hin und gipfelt in den wirklich unwahrscheinlichen Schluss.

Nichts ist so schlimm, dass es nicht noch schlimmer sein koennte, wie wahr, wie wahr.

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
mwerners avatar
Hallo Ihr Lieben.
Ich lade Euch herzliche zu einer Leserunde ein. Diesmal geht es um Märchen. Moderne Märchen. Märchen von heute. Märchen für das 21. Jahrhundert. Nicht immer ernst gemeinte. Also durchaus auch lustige Märchen. Absurde Märchen. Aber keine für Kinder. Wer aus diesem Buch also seinen Kindern vorlesen möchte, sollte schon sehr alte Kinder habe, erwachsene Kinder. Keine kleinen Kinder.
Die Märchen sind vor allem von Lesebühnen- und Poetry-Slam-Autoren und -Autorinnen geschrieben, zum Beispiel von Lars Ruppel, Jan-Philipp Zymny, Andy Strauß, Thilo Bock, Björn Högsdal, Matthias Reuter, Ahne, Micha Ebeling, Sabrina Schauer, Heiko Werning, Sarah Bosetti & Daniel Hoth, Leo Fischer, Kirsten Fuchs, Sebastian Krämer u. v. a. m.

So, wir funktionert das ganze?
1. Bewerben (also eine Nachricht schreiben
2. Einsendeschluss ist der 1. Dezember.
3. Ausgewählt werden.
4. Eine Nachricht bekommen, dass man ausgewählt wurde und ein Buch bekommt.
5. Es gibt 13 Bücher. Das passt irgendwie zu Märchen.
6. Lesen.
7. Drüber reden bzw. schreiben.

Und wer am 3. Dezember in Berlin ist, kann ja zur Buchpremiere kommen. Da lesen einige der Autorinnen und Autoren. Um 21 Uhr, in der Galerie ORi, Friedelstraße 8, Berlin-Neukölln. Der Eintritt ist frei, aber es gibt Kekse.
Zur Leserunde
mwerners avatar
Vor vielen Jahren war ich in Irland. Ein schönes Land, leider hab ich kaum was davon gesehen. Aber ich habe darüber geschrieben. Einen dicken Roman. Nun ist er fertig. Und erscheint. Er heißt "Kopf hoch, sprach der Henker" und ich möchte zu einer Leserunde einladen. Zehn Exemplare liegen bereit. Ich freue mich über Bewerbungen - und dann werden wir mal sehen, ich mach das zum ersten Mal.
winterdreams avatar
Letzter Beitrag von  winterdreamvor 4 Jahren
Zur Leserunde

Community-Statistik

in 73 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks