Michael A. Stackpole Der Weg des Richters

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Inhaltsangabe zu „Der Weg des Richters“ von Michael A. Stackpole

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  • Immer mehr Fortsetzungen - Kommerz oder Nutzen für den Leser? Fantasy-Kolumne Juli 2013

    muchobooklove

    muchobooklove

    Fantasy-Kolumne Juli 2013 von Philip: Schon wieder ein Reihe? Haben die Autoren keine neuen Ideen mehr? Liebe (Fantasy-)Autoren, als ich neulich einmal mehr durch meine Lieblingsbuchhandlung gewandelt bin und vor meinem liebsten Regal, dem Fantasyregal, stehengeblieben bin, fiel es mir auf einmal auf. Es gibt nahezu nur noch Buchreihen und Fortsetzungen wie Das Lied von Eis und Feuer, die Zwerge, Tagebuch eines Vampirs, die Orks, Helden des Olymp, etc. Die Dystopien scheinen auch kein Ende zu finden werden nur noch als Trilogien herausgebracht. Wo sind die Einzelromane hin oder übersehe ich die einfach nur? Wir Leser lieben einerseits eure Buchreihen und verschlingen jeden neuen Roman, andererseits wünschen wir uns auch wieder mehr eigenständige Werke. Für wirkliche Fans dieser Reihen, die diese Welten lieben, ist es toll, in diesen zu versinken und immer weitere Aspekte, neue Handlungen und neue Charaktere zu entdecken. Wer sich für komplexe Zusammenhänge und eine sich stetig weiter entwickelnde Welt begeistern kann, freut sich über jede Fortführung und sieht einen wirklichen Nutzen darin. Man kann so in seiner liebsten Fantasywelt neue Orte, Landschaften und Geschichten entdecken und ein weiteres Abenteuer mit seinen geliebten Protagonisten erleben. Doch frage ich mich ernsthaft, ob man als Autor dauerhaft neue Aspekte in die Buchreihe einbauen kann? Sind die Ideen nicht irgendwann einmal aufgebraucht und bekommt man als Leser in Band XY deshalb nur noch das Gleiche zu lesen? So erging es mir beispielsweise bei der Ulldart-Saga von Markus Heitz, die aus neun Romanen besteht. Zwar habe ich die Romane anfänglich gerne gelesen, doch hätte man die Handlung auch spätestens nach sechs Romanen beenden können. Öfter musste ich dann etwas lesen, das mir schon bekannt vorkam. Als Leser möchte ich aber auch bei voranschreitender Handlung wieder was Neues entdecken. Nehmen wir uns auch nochmal das Beispiel der Saga Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin (mit aktuell fünf englischen Romanen, sieben sind insgesamt geplant) oder die Orks von Michael Peinkofer vor. Zwar mag ich beide Geschichten ausgesprochen gerne und möchte wirklich viel davon lesen. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob es jemals, vor allem bei den Orks, ein Ende dieser Romane geben wird? Ist das Ende nach wie vor offen? Oder ist diese Buchserie einfach zu erfolgreich um sie zu beenden? Uns Lesern ist es wichtig, abschätzen zu können, ob eine Serie zu Ende geht und ob wir damit abschließen können. Anstrengend ist es auch, wenn man wie im Fall von George R. R. Martin jahrelang auf die Folter gespannt wird und sich die Veröffentlichung immer wieder verzögert, so dass ungewiss bleibt, ob es überhaupt noch weitergehen wird. Ich wünsche mir zukünftig, dass ihr eure Geschichten auf nur einen oder wenige Romane begrenzt, die Zeitabstände bei den Fortsetzungen geringer gehalten werden und wir Leser dafür weiterhin auf hohem Niveau unterhalten und überrascht werden. Dabei wären auch neue Kombinationen denkbar, in denen nicht immer nur der Ork gegen den Zwerg kämpft, sondern z.B. auch mal Fantasy mit Krimi wie in der Rivers of London Reihe verknüpft wird. Bitte beschränkt euch dabei nicht nur auf ein einziges Thema bzw. eine Welt, damit wir im Fantasyregal unserer liebsten Buchhandlung demnächst wieder eine größere Abwechslung entdecken können. Oder liegt es letztendlich gar nicht an den Autoren selbst, sondern an den Vorgaben der Verlage?

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  • Rezension zu "Der Weg des Richters" von Michael A. Stackpole

    Der Weg des Richters
    Ehana

    Ehana

    03. August 2011 um 01:37

    Standalone-Romane sind im Fantasy-Genre ja fast schon eine Seltenheit geworden - hier ist einer. Das Buch erzählt die Geschichte von Nolan, einem Tahlion-Rechtsprecher, der durch das Land reist, um Verbrecher ihrer gerechten Strafe zuzuführen, was im Extremfall heißt, dass er ihnen die Seele aus dem Leib zieht. Etwas gewöhnungsbedürftig ist bei dem Buch, dass wechselweise jeweils ein Kapitel aus Nolans Jugend, in dem seine Erlebnisse während seiner Ausbildung erzählt werden, und eines aus der Gegenwart, in dem man von seinen Aufträgen als voll ausgebildeter Rechtsprecher erfährt, aufeinander folgen. Beide Handlungsstränge werden von Nolan als Ich-Erzähler geschildert, was bei den Wechseln nach meinem Leseerlebnis immer eine gewisse "Umgewöhnung" erfordert hat, bei einer Schilderung aus der 3. Person wäre dies vielleicht nicht so sehr der Fall gewesen - ich bin allerdings generell kein Fan von Ich-Erzählern. Zu Beginn des Jetztzeit-Handlungsstrangs hat Nolan erst einige kleinere Aufträge zu erledigen, bevor er an den Hof eines Königs geschickt wird, wo er ein geplantes Attentat aufzuklären hat, dessen Täter nicht mit herkömmlichen Mitteln getötet werden kann. Wegen der zeitlichen Sprünge und der unwichtigeren Aufträge im Vorfeld dauert es etwas, bis die Geschichte in Fahrt kommt, aber später (überraschendes Ende!) wird klar, weshalb man als Leser all das Hintergrundwissen aus Nolans Vergangenheit braucht. Hier und da tauchen ein paar abgedroschene Elemente auf (spitzohrige Ælven, die in finsteren Wäldern leben), aber dafür entschädigen der interessante Protagonist und die spannenden Details aus dem Rechtsprecheralltag. Bezüglich der Ausstattung des Buches wäre eine Karte noch fein gewesen - so kann man doch nicht ganz leicht nachvollziehen, welcher der Orte wo liegt. Bei der Bewertung schwanke ich zwischen 3 und 4 Sternen, habe mich allerdings dann für drei entschieden, weil es an andere Bücher, denen ich 4 Sterne geben würde, doch nicht ganz heranreicht. ;-)

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