Michael Amon Yquem oder Schlafende Konten

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Inhaltsangabe zu „Yquem oder Schlafende Konten“ von Michael Amon

Was hat eine Verkostung von 125 Jahrgängen des legendären und sündteuren Süßweins von Château d'Yquem mit der Arisierung jüdischer Vermögen zu tun? Und was hat eine österreichische Provinzstadt mit den "schlafenden Konten" bei Schweizer Banken, eine junge Jüdin namens Ruth mit dem "Buch Rut" des Alten Testaments, sowie das Alles zusammen mit Sartre und Camus, mit Marx und Bakunin zu tun? Die Handlung führt nicht nur in die merkwürdige Welt der Luxusweine und ihrer snobistischen Rituale sondern auch in eine nur zu gern verleugnete Vergangenheit. Jeder und jede trägt - wissentlich oder unwissentlich - ein Geheimnis mit sich herum, hängt am Gängelband der Vergangenheit und versucht, sich mehr oder weniger geschickt davon freizumachen. "Am Tag der Vollendung meines vierzigsten Lebensjahres wurde mir mit unbarmherziger Deutlichkeit klar, daß ich inzwischen mehr anständige Weine als ebensolche Menschen kennengelernt hatte. Ich war also nicht verwundert, mit einem Mal festzustellen, daß mich in den vergangenen Jahren der Charakter von Menschen immer weniger und der von Weinen immer mehr zu interessieren begann." So eröffnet der Ich-Erzähler seine Geschichte. Auf der Suche nach der legendären Flasche Yquem 1740 jagt der Erzähler quer durch Europa hiner einer Fälscherbande her: der Besuch einer unter Weinkennern legendären Verkostung von 125 Jahrgängen Yquem (ein zentrales Kapitel des Buches), Piemont und Paris sind die Stationen der Reise. In Paris - wo der nach Aufdeckung seiner Vergangenheit geflüchtete Jürgensen den 1740er Yquem übergeben will - kommt es zur großen Abrechnung. "Dann werden wir sehen, wer recht hat: Sartre oder ich", so die lakonische Folgerung des Ich-Erzählers. Eine Geschichte, lapidar und weit ausholend zugleich, die selbst beim Blick in die schaurigsten Abgründe der menschlichen Seele noch die Ironie des Absurden erkennt. Ein Roman und ein Kriminalroman voll melancholischem Sarkasmus - mit leisem Humor unterlegt. (Quelle:'E-Buch Text/27.07.2011')
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  • Rezension zu "Yquem oder Schlafende Konten" von Michael Amon

    Yquem oder Schlafende Konten

    stephanie_bauerfeind

    24. September 2012 um 22:41

    Schwer etwas zu diesem Buch zu sagen. Gefallen hat es mir, obwohl es Längen gab durch die ich mich quälen musste, glücklicherweise waren diese nicht zu zahlreich. Der Autor verknüpft viele Themen (Alt-Nazis, Arisierungen, Weinkenner, Kriegsverbrecher, Fremdenhass, Liebe) zu einem Buch - ein Krimi ist es in meinen Augen nicht - das mich nun nicht gelangweilt hat, aber auch nicht wirklich vom Hocker gerissen. Wenn ich die Pressestimmen und Rezensionen bei amazon lese, dann liegt es wahrscheinlich an mir als Leser und nicht am Buch.

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