Michael Böhm Herr Petermann und das Triptychon des Todes

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Inhaltsangabe zu „Herr Petermann und das Triptychon des Todes“ von Michael Böhm

Viel Zeit für die Geliebte, Schach mit dem Nachbarn – Leo Petermann genießt die Ruhe in seinem Landhaus, als die Nachricht eines dubiosen 'Todesfonds' sein friedliches Leben stört. Der perfide Erfinder dieses Fonds ist ein alter Bekannter: Quintus Heinrich, Chef der Cautio-Versicherung, den Petermann von der Uni her kennt. Ein eisiges Duell beginnt, aus dem Peter-mann um jeden Preis als Sieger hervorgehen will und dafür alle seine Möglichkeiten nutzt … Der Nachfolger des für den Friedrich-Glauser-Preis nominierten Krimis um den ungewöhnlichen Herrn Petermann, der für seine wohlverdiente Ruhe alles tut … (Band 1: "Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe")

Etwas konstruierte, aber kurzweilige Geschichte über den coolen Privatier Herrn Petermann, der sich nichts gefallen lässt...

— smayrhofer
smayrhofer

Herr Petermann hat sie alle im Griff. Sich selbst auch? Fantastische Ermittlungen aus besonderer Perspektive und Täter-Opfer-Konstellation.

— Floh
Floh

Spannend, eindrucksvoll und doch ironisch.

— baronessa
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  • Etwas konstruiert, aber kurzweilig - ein würdiger Nachfolger zu Band 1

    Herr Petermann und das Triptychon des Todes
    smayrhofer

    smayrhofer

    26. January 2017 um 09:44

    Dr. Leo Petermann kommt nicht richtig zur Ruhe. Nachdem er in „Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe“ den unmittelbaren Störenfried beseitigen konnte, warten neue Herausforderungen auf den Privatier, der nach seinem anstrengenden Geschäftsleben ja eigentlich eine ruhige Zeit mit seinen Hobbies, seinen Freunden und nicht zuletzt mit seiner neuen Geliebten verbringen möchte. Zunächst wird eben jene Geliebte von einem Fremden belästigt, und dann kehrt plötzlich Leos ehemaliger Geschäftspartner Rainer Fall völlig verängstigt aus seinem selbst gewählten Exil zurück und erzählt eine wirre Geschichte von einem verdächtigen Fonds. Als Rainer kurze Zeit später tot aufgefunden wird, ist Leos Jagdinstinkt geweckt…Die Petermann-Reihe wird oft dem Krimi-Genre zugerechnet; für mich ist das etwas kurz gegriffen. Zwar weisen die Bücher Krimi-Elemente auf, aber auf mich wirken sie eher wie klassische Romane, in denen der Titelheld seinen Gedanken freien Lauf lässt und auch scheinbar unbedeutende Nebenhandlungen ihren Platz haben. Jedenfalls hat Michael Böhm mit dem zweiten Petermann-Buch einen würdigen Nachfolger zu Band 1 vorgelegt. Wieder verfolgen wir die Abenteuer des freundlichen, aber auch berechnenden und skrupellosen Titelhelden mit einer Mischung aus Bewunderung und Ablehnung. Die Grenze zwischen Gut und Böse ist klar gezogen; den sympathischen Freunden und Gehilfen des Herrn Petermann stehen umso unausstehlichere Zeitgenossen gegenüber. Zeitweise wirkt die Geschichte und die im Verlauf auftretenden Zufälle etwas konstruiert, aber das ist für mich ein zumutbares Opfer für eine kurzweilige Geschichte, die echte Krimi-Fans vielleicht enttäuschen wird. Übrigens braucht man – trotz einiger Querverweise zu Vorkommnissen oder Personen – den ersten Band nicht unbedingt gelesen zu haben, um den vorliegenden Band 2 genießen zu können. Stilistisch bleibt sich der Autor weiterhin treu. Der Großteil der Geschichte wird vom Ich-Erzähler Petermann wieder gegeben, nur ab und zu tritt ein „neutraler“ Erzähler an seine Stelle (deutlich gekennzeichnet durch Kursivschrift). Mit dem völligen Verzicht auf die direkte Rede wirken die Dialoge ein wenig losgelöst von den Hauptpersonen. Das mag für den einen oder anderen Leser etwas ungewohnt sein, trübt aber in keiner Weise den Lesegenuss, da gerade durch dieses Stilmittel alles „wie aus einem Guss“ erscheint. Das führt (leider) auch dazu, dass man die relativ kurze Geschichte (nur 179 Seiten) quasi in einem Rutsch durchlesen kann und am Ende eigentlich glaubt, etwas fehlt noch. Aber vielleicht will auch diese Kunst des „Weglassens“ gelernt sein…Alles in allem hat mich auch das zweite Petermann-Buch überzeugt. Demnächst wird wohl der dritte Band in Angriff genommen…

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes
    LaLeser

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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  • Ein unaufhaltsamer Automatismus. WOW, dieser Krimi provoziert!

    Herr Petermann und das Triptychon des Todes
    Floh

    Floh

    06. July 2016 um 03:30

    Wieder einmal schafft es der Autor Michael Böhm mit seinem Herrn Petermann für Trubel zu sorgen. Nachdem ich seinen ersten Fall mit und um Leo Petermann gelesen und verschlungen habe, wurde es nun endlich Zeit für seinen zweiten unruhigen Fall. Denn Band 3 wartet bereits auf mich. In Band 2 „Herr Petermann und das Triptychon des Todes“ ist es mit Leos ruhigem Landleben endgültig vorbei und seine Sehnsucht nach Stille fordert seinen Tribut. Auch dieser zweite Krimi aus der Feder des Autors ist gewohnt andersartig und provozierend und kommt beinahe als Thriller daher. Erschienen und entdeckt im Bookspot Verlag (http://blog.bookspot.de/)Zum Inhalt:"Leo Petermann genießt die Ruhe in seinem Landhaus, will viel Zeit mit seiner Geliebten Magdalena erbringen, eine Partie Schach mit dem Freund und Nachbarn Korbinian spielen, sich um den Bau eines Segelbootes kümmern. Doch auf einmal trüben ungute Störungen sein friedliches Leben. Da wird Magdalena von einem Architekten belästigt und auf einem Kongress in Wien trifft er unerwartet seinen Ex-Geschäftspartner, der ihm eine wirre Geschichte von einem geheimen »Todesfonds« erzählt. Als Petermann sich mit dem Fonds zu beschäftigen beginnt, entdeckt er schnell dessen perfide Struktur. Quintus Heinrich, Chef der Cautio-Versicherung, den Petermann von der Uni kennt, ist der Erfinder dieses Fonds. Ein eisiges Duell nimmt seinen Anfang. Petermann gedenkt, unbedingt als Sieger vom imaginären Schlachtfeld zu gehen und nutzt dafür alle seine Möglichkeiten …"Schreibstil:Michael Böhms Feder und seine unfassbare Krimistruktur hat wirklich Seltenheitswert und Wiedererkennungswert. Michael Böhm hat mit seiner Reihe um Leo Petermann einen Krimi geschrieben, der so außergewöhnlich wie selten ist. Sofort fällt mir auf, dass der Autor mit den Perspektiven spielt. Wenn es um Mord geht, erhalten wir Leser in diesen Passagen ganz besondere Einblicke in die Denkstrukturen. Durch seinen Schreibstil aus der Ich-Perspektive wechselnd zum Beobachter erweckt er eine Gesellschaftskritik, die sich aus den Zeilen an die Oberfläche bahnt. Fantastisch. Als Leser üblicher Krimis muss man sich an Herrn Petermanns Welt erst einmal gewöhnen und sich orientieren. Dieses Wagnis wird mit einem einprägsamen Krimi belohnt, der einem Thriller gleicht. Jedes Wort könnte hier auf die Goldwaage gebettet werden und immer wieder für neuen Zündstoff sorgen. Michael Böhm kitzelt diese Wortexplosion fantastisch heraus. Charaktere:Bei Michaels Böhms Krimis wird man nicht nur über den Fall an sich nachdenken, sondern auch über die vielschichtigen Charaktere. Einigen der Charaktere konnte man schon in Petermanns ersten Fall begegnen, es ist dennoch nicht zwingend erforderlich den ersten Teil gelesen zu haben. Besonderheiten und Merkmale einzelnen werden immer wieder gekonnt aufgegriffen und untermalt. Dieser eher kurze Krimi besticht durch viele sehr spezielle Figuren aus Haupt- und Nebenrollen mit wachsamen Psychogrammen und einer unfassbar tiefen Charakterstudie. Hier besitzt Michael Böhm ein feines Gespür die Nuancen und Strukturen der menschlichen Psyche heraus zu kitzeln und in ein Panorama menschlicher Reaktionen zu übermitteln. Leo Petermann ist ein Charakter, der provoziert und polarisiert. Mag man ihm sein Glück mit Magdalena gönnen? Magdalena wird hier eine wichtige Schlüsselrolle spielen, nicht zuletzt die sexuelle Belästigung zeigt Auswirkungen auf Leos und ihr Denken. Dieser Krimi wird beinahe ausnahmslos aus dem Gedankengut der Charaktere erzählt. Mit unglaublicher Intensität. Der Autor Michael Böhm streut kleine Puzzleteile, gibt minimale Hinweise, lässt der Phantasie des verwirrten Lesers freien Raum. Der Leser wird unaufhaltsam zur Marionette von Petermanns Tun und Handeln und seinen Gedanken. Michael Böhm hat eine interessante Mischung aus Protagonisten und Nebenrollen erschaffen, die er zu einem komplexen Bild verwebt. . Meinung:Das Treiben rund um Leo Petermanns Leben, seinem friedvollen Glück und das überstürzte Unglück reißen auch den Leser sehr vom Hocker. Mir hat der erste Krimi schon unfassbar selten gute Unterhaltung geboten. Auch dieser zweite Fall hat es in sich und gibt dem Leser Stoff zum Nachdenken und Sinnieren. Die Ermittlungen und Motive sind fernab des üblichen Mainstream. Mit Petermann begibt man sich in eine andere Welt der Kriminalistik. Ich finde die Erzählkunst einfach unglaublich, sie erscheint so simpel, aber baut ein undurchdringbares Geflecht auf. Verblüffend, intensiv und provozierend. Möchte man einen Leo Petermann in seinem Umfeld wissen? Der Autor Böhm reizt den Leser zum Schubladendenken und lässt diesen gekonnt damit auflaufen. Gerade die schöne heile Welt bröckelt langsam vor sich hin und immer neue Abgründe und Wahrheiten oder Halbwahrheiten tun sich auf. Psychische Störungen, Lug und Betrug, Rache, Vergeltung, Neid und Missgunst...Wahn, Fanatismus, Überzeugung und Kaltblütigkeit ohne Moral und Skepsis. Ein Machtwerk, was mit Menschenleben bezahlt wird. Ein Todesfond. Allein dieses Ausmaß bringt Stoff für einen unverwechselbaren Krimi, der Schreibstil und die Umsetzung geben ihr Übriges. Ich freue mich schon bald Petermanns neuen Fall erleben zu dürfen. Cover:Ein Cover ergänzt sich perfekt mit Petermanns ersten Fall. Auch der dritte Band, ich habe ihn schon bewundern können, passt sich perfekt Petermanns Welt an. Der Autor:"Michael Böhm wurde im Jahr 1947 im Taunus geboren und verbrachte dort auch seine Kindheit und Jugend. Der gelernte Schriftsetzer-Meister war unter anderem jahrelang in der Datenverarbeitung von Großunternehmen tätig, seit einigen Monaten ist er im Ruhestand. Der Autor schreibt seit seiner Jugendzeit, in der Schule war er Redaktionsmitglied der Schülerzeitung, danach erste Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien. Zwei Erzählungen erschienen unter dem Titel »Hirtmoor-Chronik«. Später folgten die beiden Kriminalromane »Homer und der Tote vom Schlossberg« und »Homer und ein Freund aus alten Tagen«. Michael Böhm ist verheiratet und lebt in Dachau bei München."Fazit:Eine sehr gelungene Fortsetzung die ihrem Stil und ihrer Besonderheit treu bleibt. 4,5 Sterne für diesen Mut zum Exzentrismus. Michael Böhm gibt dem Leser keine Meinung vor. Alles was man sich beim lesen dieses Krimis denkt, entsteht durch den unglaublichen und ungelenktem Automatismus. Hier ist meine Rezension zum ersten Teil:http://www.lovelybooks.de/autor/Michael-B%C3%B6hm/Herrn-Petermanns-unbedingter-Wunsch-nach-Ruhe-1066979301-w/rezension/1110326149/

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    • 4
  • Ungwohnter Schreibstil in einem wunderbaren Deutsch

    Herr Petermann und das Triptychon des Todes
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    16. November 2015 um 17:34

    Bereits im ersten Band wollte sich Dr. Leo Petermann, Gründer und Chef des Software-Konzerns „Pythagoras“, aus dem aktiven Berufsleben zurückziehen. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin wollte er in der bayrischen Abgeschiedenheit ruhige Tage verleben. Doch es sei ihm nicht gegönnt. Auf einem Kongress in Wien, bei dem Petermann eine Rede halten soll, tritt sein alter Kompagnon an ihn heran. Er habe Angst und bittet Petermann um Hilfe, denn das dubiose Versicherungsunternehmen Cautio scheint Versicherungen zu verkaufen, die bei Todesfall selbst als Erben auftreten. Dabei kommen die Versicherungsnehmer scheinbar auf natürliche Weise ums Leben. Aber so ganz glaubt der Kompagnon von Petermann dies nicht. Tatsächlich nimmt sich Petermann der Sache an und deckt tatsächlich einige Todesfälle auf. Als Petermann feststellt, dass auch sein Vater bei diesem Versicherungsunternehmen eine Versicherung abgeschlossen hat, arbeitet die Zeit gegen ihn… Das Buch ist die Fortsetzung von „Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe“ aus dem Jahre 2013. Beide Bücher sind zwar eigenständig, jedoch freut man sich, wenn man Herrn Petermann nach so langer Zeit wiedersieht. Aber zunächst muss sich der Leser umgewöhnen. Im Gegensatz zu anderen Büchern, verzichtet der Autor auf Dialoge und schreibt alles aus der Sicht von Herrn Petermann. Das erfordert eine Umstellung und bremst den Lesefluss erst einmal aus. Eine Umstellung jedoch lohnt sich, denn zeitgleich verfügt der Autor über die Gabe sprachlich nicht nur ein sehr gutes Deutsch zu schreiben, sondern den Leser mit dem ungewohnten Stil an das Buch zu binden. Auch die Landschaftsbeschreibungen sind sehr schön ausgeführt und lassen das Kopfkino lebendig und farbenfroh werden, was wunderbar zu de, gewählten Cover passt. Leider ist das Ende sehr abrupt gekommen. Mir war es im Vergleich zum Tempo des restlichen Buches deutlich zu schnell, obwohl die Spannung bis zuletzt gehalten werden konnte. Auch konnte ich die Lösung des Falls nicht ganz überzeugen. Fazit: Trotzdem habe ich das Buch gerne lesen, vor allem, nachdem ich die Anfangsprobleme hinsichtlich des ungewohnten Schreibstils überwunden hatte. Gerade sprachlich ist das Buch eine schöne Herausforderung, die mir sehr gut gefallen hat.

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  • Eiskalt und raffiniert

    Herr Petermann und das Triptychon des Todes
    baronessa

    baronessa

    20. August 2015 um 20:16

    Als seine Freundin Magdalena belästigt wird - kümmert sich Petermann darum. Als sein Ex-Geschäftspartner ihn um Hilfe bittet – kümmert sich Petermann auch darum. Nichts ahnend, in welchem Teufelskreis er damit hineingerät. Aber Petermann ist einer Herausforderung nicht abgeneigt, auch wenn es Tote gibt. Sein ruhiges Leben ist damit vorbei. Petermann kennt keine Moral, erst recht nicht, wenn er selbst bedroht wird.   Die ganze Geschichte möchte ich nicht verraten, denn sonst ist die Spannung weg.   Das ist der zweite Band eines „Ruheständlers.“ Wie schon im ersten Teil ist der Protagonist sehr eigensinnig, zynisch und eiskalt. Die Eigenschaften hat der Autor gut rausgearbeitet und sind an dieser Figur sehr glaubwürdig. Alle anderen Personen sind zweitrangig und werden in der Erzählphase beschrieben. Ansonsten ist der Protagonist in der Ich-Phase. Mich wundert es, dass diesmal wieder der Protagonist so unbehelligt davon kommt. Bekannte oder Freunde akzeptieren seine Eskapaden, die Polizei ermittelt nicht gegen ihn. Alles läuft so, wie er es einfädelt – eigentlich passiert das nicht im Leben. Das hat mich irritiert, denn perfekt ist keiner. Der Autor hat diesmal die Versicherungskonzerne, ebenso wie die Politik aufs Korn genommen. Die Gier nach Macht und Geld hat der Autor gut umgesetzt. Obwohl das Cover unscheinbar aussieht, sollte man sich nicht daran stören. Einerseits passt es zur Geschichte, anderseits steckt die Dramatik in dem Geschehen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und der Spannungsbogen ist bis zum Schluss vorhanden.

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