Michael Böhm Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe

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Inhaltsangabe zu „Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe“ von Michael Böhm

Leo Petermann geht seinen Neigungen nach: der vermögende Privatier genießt die absolute Ruhe seines Landsitzes und widmet sich seinen Hobbys. Das nötige Kleingeld dafür fließt aus den Anteilen seines Konzerns, für den er nur noch sporadisch als Berater tätig ist. Die friedliche Welt des ehemaligen Managers wird allerdings empfindlich gestört, als sein Nachbar stirbt. Kaum ist der alte Mann unter der Erde, übernimmt dessen Enkel das Regiment auf dem Anwesen, mit seinen Kumpanen terrorisiert er die Bewohner des Weilers mit endlosem Dauerlärm. Leo Petermann wird schnell klar, dass weder Geld noch gute Worte den jungen Mann zur Einsicht bringen werden. Und dann ist da noch sein Stiefsohn. Dieser hat sich mit einem zwielichtigen Geschäftspartner eingelassen, der offensichtlich mit kriminellen Finanzgruppen kooperiert. Eine radikale Lösung muss her, hier wie dort. Wie gut, dass Petermann nach wie vor über ein exzellentes Netzwerk verfügt, das sich darauf spezialisiert hat, Probleme ganzheitlich anzugehen und final zu beseitigen …

Eine spannende Geschichte um einen ziemlich gelassenen Privatier.

— Luzisky
Luzisky

Ist Ruhe die Abwesenheit von Geräuschen? Ein spezieller Krimi, der durch Bein und Mark geht!

— Floh
Floh

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  • Rezension zu Herrn Petersmann unbedingter Wunsch nach Ruhe

    Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    09. July 2017 um 11:14

    Leo Petermann, vermögender Privatier möchte seinen Ruhestand auf seinem Landsitz am See genießen, und nur noch sporadisch ist er für seinen Konzern als Berater tätig. Aber nach dem Tod seines Nachbarn wird die friedliche Idylle rund um den See nachhaltig gestört. Der Enkel erbt, und mit ihm zieht viel Lärm und ungehobeltes Benehmen ein. Leo Petermann erkennt schnell das dieser junge Mann nicht zur Einsicht zu bringen ist. Und zu allem Überfluss hat sich sein Stiefsohn mit einem mehr als zwielichtigen Geschäftspartner eingelassen. Eine radikale Lösung muss her um die Probleme anzugehen und komplett zu beseitigen… Herrn Petersmanns unbedingter Wunsch ist der erste Teil um Leo Petermann aus der Feder von Michael Böhm. Dieser Roman ist für mich eher ein Krimi, auch wenn nicht im klassischen Sinne. Die Geschichte wird aus der Sicht von Leo Petermann erzählt, der nach jahrelanger erfolgreicher Arbeit nun seinen Ruhestand genießen möchte. Als Leser begleitet man ihn durch seinen Alltag und erlebt in Rückblenden die Ereignisse um den Enkel des verstorbenen Nachbarn, alles in einer sehr nüchternen Art. Sehr schnell merkt man dadurch, das Leo Petermann ein Egoist ist und mit ziemlich viel Gefühlskälte ausgestattet ist, bei allem analysiert er erstmal welchen Vorteil er davon hätte. Die Geschichte hat einen angenehmen und besonderen Schreibstil, der mich auf den ersten Seiten doch recht überrascht hat, mich aber von Seite zu Seite immer mehr für sich einnahm. Durch die Erzählweise und durch die Rückblende wurde für mich eine gewisse Grundspannung erzeugt, die für mich bis zum Ende spürbar war. Mein Fazit: Ein etwas anderer Krimi, der mich durch seine ungewöhnliche Art aber für sich einnehmen konnte.

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    • 7
  • wer meine Stille durchdringt.... Der hohe Preis der Ruhe

    Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe
    Floh

    Floh

    Zu diesem Buch bin ich gelangt, als ich auf den Seiten des Verlags gestöbert habe, es wurde mir dort so schmackhaft gemacht, der Titel versprach viel und das Cover lus zum Träumen ein. Kann dahinter ein packender Krimi stecken? Auf nur knapp 170 Seiten? Ja, das geht und ist dem Autor sehr gut gelungen. Erschienen im bookspot Verlag (http://blog.bookspot.de/) Zum Inhalt: "Leo Petermann geht seinen Neigungen nach: der vermögende Privatier genießt die absolute Ruhe seines Landsitzes und widmet sich seinen Hobbys. Das nötige Kleingeld dafür fließt aus den Anteilen seines Konzerns, für den er nur noch sporadisch als Berater tätig ist. Die friedliche Welt des ehemaligen Managers wird allerdings empfindlich gestört, als sein Nachbar stirbt. Kaum ist der alte Mann unter der Erde, übernimmt dessen Enkel das Regiment auf dem Anwesen, mit seinen Kumpanen terrorisiert er die Bewohner des Weilers mit endlosem Dauerlärm. Leo Petermann wird schnell klar, dass weder Geld noch gute Worte den jungen Mann zur Einsicht bringen werden. Und dann ist da noch sein Stiefsohn. Dieser hat sich mit einem zwielichtigen Geschäftspartner eingelassen, der offensichtlich mit kriminellen Finanzgruppen kooperiert. Eine radikale Lösung muss her, hier wie dort. Wie gut, dass Petermann nach wie vor über ein exzellentes Netzwerk verfügt, das sich darauf spezialisiert hat, Probleme ganzheitlich anzugehen und final zu beseitigen …" Schreibstil: Michael Böhm hat einen Krimi geschrieben, der so außergewöhnlich wie selten ist. Sofort fällt mir auf, dass es hier keine Dialoge gibt. Dennoch gibt es hier eine neuartige und funktionierende Weise, die Protagonisten nahe zu bringen und diese durch ihre Gedanken und Gefühle zu Leben zu erwecken. Zu Beginn musste ich mich als Leserin zunächst auf den eher ungewöhnlichen und seltenen Schreibstil einstellen und in den Lesefluß kommen. Die Sätze sind sehr komplex und der Kern der Aussage kristallisiert sich erst etwas zögerlich hinaus, dadurch wird ein schnellerer Lesefluss zunächst ausgebremst, aber es deutet auch auf Anspruch hin. Kein Buch zum wegschmökern. Für dieses Buch braucht es Muße und Ruhe, genau das, was Herr Leo Petermann auf dem Kimmling Hof finden wollte. Das Buch wird aus der Perspektive von unserem Herrn Leo Petermann geschildert. Leo Petermann bezeichnet sich direkt zu Beginn als Mörder. So ist der unwissende Leser direkt geschockt und erlebt nicht nur Mörder Petermann, sondern auch einige Überraschungen. Stilistisch reizt der Autor den Leser zum Schubladendenken, lässt diesen aber gekonnt auflaufen. Geschickt erschafft der Autor Böhm einen unblutigen, aber dennoch sehr spannenden Krimi der Extraklasse. Charaktere: Konsequent und ohne Dialoge erfahren wir diese Geschichte aus der Perspektive des selbsternannten Täters Leo Petermann. Egozentrisch, unnahbar, in sich gekehrt und gefühlskalt wirkt dieser Charakter. Aber auch verletzlich, abgebrannt, einsam und verloren.  Der Autor Michael Böhm treut kleine Puzzleteile, gibt minimale Hinweise, lässt der Phantasie freien Raum, deutet an, weist hin, benutzt nur ganz selten aufgebauschte Effekthascherei und lässt den Leser lange im Dunkeln. Der Leser wird unaufhaltsam zur Marionette von Petermanns Tun und Handeln und seinen Gedanken. Nach und nach entwickelt sich Sympathie und volles Verständnis mit der Tat und dem Täter... gruselig und verstörend. Hier gibt es nur wenige Protagonisten, aber die Wahl der Charaktere ist mit Bedacht geschehen. Michael Böhm hat eine interessante Mischung aus Protagonisten und Nebenrollen erschaffen. Gerade die Ermittlerin in dem Fall gerät an ihre Grenzen. Sie weiß wen sie suchen muss, ist aber dennoch machtlos. Das Psychogramm von Leo Petermann ist hervorragend ausgearbeitet, Schritt für Schritt kommen wir Leser diesem Protagonisten sehr nahe und bauen Solidarität mit dem Täter auf.Petermann, ein egozentrischer, gefühlskalter, von der Umwelt distanzierter Autist, er ist perfektionistisch und plant punktgenau und minutiös. Ein Person aus Nähe und Grauen. Ein seltsamer Protagonist, der für den Leser einen Suchtfaktor darstellt! Meinung: Das Treiben rund um die sickernden Erkenntnisse, Entdeckungen, Recherchen, Ermittlungen und Enthüllungen, um den Mordhergang, die Sehnsucht, das Motiv, die Erzählweise, die Umstände und Kulissen haben mich einfach gefesselt. Diese Andersartigkeit, den neuen Mut des Autors, die speziellen Psychogramme....all das macht diesen Krimi zu einem ganz besonderen Buch. Der Autor Böhm reizt den Leser zum Schubladendenken und lässt diesen gekonnt damit auflaufen. Gerade die schöne heile Welt bröckelt langsam vor sich hin und immer neue Abgründe und Wahrheiten oder Halbwahrheiten tun sich auf. Psychische Störungen, Lug und Betrug, Rache, Vergeltung, Neid und Missgunst...Wahn, Fanatismus, Überzeugung und Kaltblütigkeit ohne Moral und Skepsis....Schließlich bringt es viel Potential für eine Kriminalhandlung gepaart mit verschrobenen Persönlichkeiten, das Wahren der Idylle, und dem Drag und Wunsch nach Ruhe. Auch die Schauplätze sind gekonnt gewählt und machen das Geschehen auf Kimmlings Hof lebendig und real, hier hätte ich mir dennoch mehr Flair vorstellen können. Die Kapiteleinteilung gefällt mir sehr gut und lassen das Buch sehr locker wirken. Gegen Ende gibt es nun dann die vielen Antworten auf die vielen offenen Fragen und die Handlungsstränge laufen zusammen. Und vor allem gibt es am Ende eine unglaubliche Wendung und Erkenntnis, das Petermann doch nicht so ist, wie er ist..... Cover: Ein Cover, hat mich ganz besonders angesprochen mitsamt dem Titel und das im Genre Krimi! Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, das Buch liegt wunderbar in der Hand und gibt ein stimmiges Bild. Der Autor: "Michael Böhm wurde im Jahr 1947 im Taunus geboren und verbrachte dort auch seine Kindheit und Jugend. Der gelernte Schriftsetzer-Meister war unter anderem jahrelang in der Datenverarbeitung von Großunternehmen tätig, seit einigen Monaten ist er im Ruhestand. Der Autor schreibt seit seiner Jugendzeit, in der Schule war er Redaktionsmitglied der Schülerzeitung, danach erste Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien. Zwei Erzählungen erschienen unter dem Titel »Hirtmoor-Chronik«. Später folgten die beiden Kriminalromane »Homer und der Tote vom Schlossberg« und »Homer und ein Freund aus alten Tagen«. Michael Böhm ist verheiratet und lebt in Dachau bei München." Fazit: Ein sehr sonderbarer Krimi fern vom Mainstream mit einzigartiger Note und Tiefgang! Großartig!

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    • 14
  • "Stumm verschwand er im schwarzen Abgrund."

    Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. July 2015 um 16:11

    Herrn Petermanns unbedingten Wunsch nach Ruhe kann man durchaus nachvollziehen. Gerade hatte er seine Firma verkauft und seinen Altersruhesitz gefunden, da dröhnen nicht weit von ihm entfernt Motoren und Partylärm durch die einstmals so friedliche Stille am See. Gut zureden half nichts. Und weil Herr Petermann ein Mann der Tat ist, löst er ein Problem auf seine Art. Konsequent und ohne zu zögern. Man ahnt schon, was passiert sein muss, auch wenn es erst irgendwann später in dieser rabenschwarzen Erzählung erklärt wird. Doch irgendwer muss Petermann bei seiner Problemlösung beobachtet haben, denn er erhält Post vom Ruhiggestellten. Aber natürlich besitzt Petermann ein weites Netzwerk, das auch dieses Problem aus der Welt zu schaffen helfen wird. Die Geschichte hat etwas sehr Böses, und Petermann erweist sich als ein Soziopath, der seine Gefühlsarmut hinter einer Fassade aus umgänglicher Freundlichkeit zu verstecken versteht. Doch wer weiß, vielleicht steckt in manchem von uns ein wenig Petermann, wenn man nur so könnte, wie man gelegentlich wollte? Die Geschichte besitzt alles, was man für einen guten Roman bräuchte. Allerdings hatte ich eine Weile ziemliche Schwierigkeiten, dem sperrigen und leider oft grundlos gehetzten Stil des Autors zu folgen. Hinzu kommen gewisse Marotten, die sich durch das ganze Buch ziehen. Beispielsweise formuliert der Autor einen eigentlich einfachen und kommafreien Sachverhalt so: "Der Baron trank Wasser, stilles, wie immer."(75). So zerhackt wie dieser Satz, erweist sich oft der ganze Erzählstil. Da die Geschichte vom eiskalten und Ruhe schaffenden Petermann selbst erzählt wird, erwartet man doch einen eher lakonisch kühlen und vor allem ruhigen Stil. Doch beim Erzählen verlässt Herrn Petermann seltsamerweise die Ruhe. Der Autor gibt eigentlich nur Petermann Raum zur Entfaltung. Alle anderen Figuren bleiben blass. In dieser schwarzen Geschichte gab es viel mehr Platz, als der Autor ihr tatsächlich gelassen hat. Das ist ein wenig schade. Mit den genannten Einschränkungen hat sie mir dennoch ganz gut gefallen.

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  • Welche wunderbare Ruhe

    Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe
    baronessa

    baronessa

    und dann kommen ein paar Typen hierher und es ist aus mit der Stille. Herr Petermann lebt auf dem Land. Ein gesichertes Ruhepolster macht ihm das möglich. Arbeiten tut er nur ab und zu, ansonsten genießt er die Stille der Natur und seine Beschaulichkeiten. Höflich, zuvorkommend und freundlich – so kennt man den reichen Mann. Aber Petermann ist hart, ehrgeizig und gewissenlos. Als eine Motorradbande lärmend die Ruhe stört, ergreift er die Initiative. Er handelt niemals leichtfertig, sondern wohlüberlegt. Petermann nutzt sämtliche Ressourcen, damit sein Refugium nicht leichtfertig zerstört wird. Als die Polizei Ermittlungen anstellte, störte das Petermann nicht. Seine Rüstung legt er erst ab, als er die Künstlerin Magdalena kennenlernt. Die Geschichte besteht aus zwei Teilen, die in Kapiteln unterteilt sind. Herr Petermann ist der Erzähler der Geschichte. Sie wird aus seiner Sichtweise geschildert. Den Propagandisten kann man als gefühlskalt und gewissenlos beschreiben. Er ist nur auf seinen Vorteilt bedacht und lässt keinen Menschen an sich herankommen. Er hält Abstand und ist mit sich selbst zufrieden. Ich würde ihn als Egoisten bezeichnen. Sozial eingestellt ist er jedenfalls nicht, es sei denn, es kommt ihm zugute. Die Geschichte kann man gut lesen, sie ist aussagekräftig. Das Cover passt auch sehr gut zur Geschichte und man kann sich die Ruhe und Stille gut vorstellen. Dass Einzige was mir nicht gefällt, ist der lange Titel.

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    • 2
  • "Störe meine Kreise nicht!"

    Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    Leo Petermann hat einen Schlussstrich gezogen und seinen Job als Chef des Softwareriesen „Pythagoras“ an den Nagel gehängt. Bei einem Ausflug, auf der Suche nach einem Ort für seinen Lebensabend, stößt er auf den Kimmling-Hof. Was genau ihn dorthin gezogen hat, kann er selbst nicht mehr sagen, aber es war für ihn die richtige Entscheidung, sein Unternehmen zu verkaufen und den Hof zu kaufen. Jetzt will er die Ruhe genießen, dem Schreiben frönen und sich der afrikanischen Kunst wie seinem geliebten Rosengarten widmen. Leider hat er die Rechnung ohne die Nachbarn gemacht. Der Besitzer des Nachbarhauses stirbt und sein Enkel übernimmt das Anwesen. Dies wäre an sich kein Weltuntergang, doch der Enkel fällt Herrn Petermann doch sehr mit ständigem Motorengedröhn und lautstarken Partys auf die Nerven. Für Herrn Petermann stellt dieses rücksichtslose Verhalten den Vorhof zur Hölle dar. Auch ist der Enkel beratungsresistent und seine Appelle an ihn zu mehr Rücksichtnahme verpuffen. Es wird sogar noch schlimmer mit dem Lärm. Herr Petermann sieht sich gezwungen, eine endgültige Lösung herbeizuführen. Dank seiner alten Verbindungen sollte dies sogar machbar sein. Denn sein unbedingter Wunsch nach Ruhe ist übermächtig … Michael Böhm hat einen Krimi geschrieben, wie man ihn nur selten auf dem Buchmarkt findet. Ohne Dialoge schafft es der Autor, die Protagonisten agieren zu lassen. Allein durch seinen Schreibstil erwachen sie zum Leben und werden für den Leser greifbar. Zu Beginn muss man sich als Leser zunächst auf den doch eher ungewöhnlichen Schreibstil erst einmal einstellen. Mit langen Schachtelsätzen wird ein schnellerer Lesefluss zunächst ausgebremst. Auch die fehlenden Dialoge tragen nicht zum schnelleren Lesen bei. Doch dadurch schenkt einem das Buch genau das, was Herr Petermann so dringend sucht: Ruhe. Zwar hat das Buch lediglich 169 Seiten und wirkt daher extrem dünn, doch der Inhalt bietet sehr viel mehr. Aus der Perspektive von Leo Petermann, der sich gleich im ersten Satz als Mörder bezeichnet, erlebt der Leser nicht nur Leo Petermann, sondern auch einige Überraschungen. Stilistisch reizt der Autor den Leser, deutet an und lässt ihn nicht von der Leine. Dabei schafft er nach und nach Unterbewusst beim Leser Verständnis für Herrn Petermanns Situation und sein Handeln. Geschickt baut der Autor einen unblutigen, aber dennoch sehr spannenden Krimi der Sonderklasse. Man sollte sich als Leser jedoch bewusst sein, dass die ersten Seiten, auf denen man sich erst an den ungewöhnlichen Schreibstil des Autors gewöhnen muss, die schwersten sind. Danach fällt einem dies nicht mehr auf und man versinkt in einem wunderbaren Kriminalroman. Das Buch ist im Bookspot-Verlag in der edition 211 erschienen. Daher ist es ein gebundenes Buch mit einem Schutzumschlag und verfügt als besonderes Highlight auch über ein Lesebändchen. Fazit: Ein anspruchsvoller Krimi, der den Leser auf eine ganz besondere Art und Weise zu fesselnd weiß.

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