Michael Behrendt Steinefresser

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „Steinefresser“ von Michael Behrendt

Arm aber sexy? Der SEK-Mann Wolf Schacht kennt Berlin nicht als Party-Metropole, sondern als Moloch: Mord, Bandenkriminalität und Missbrauch prägen seinen Alltag. Schacht will dem Teufelskreis der Gewalt entkommen – und landet so ausgerechnet bei der Mordkommission. Mit dem SEK-Veteran Wolf Schacht schafft Autor Michael Behrendt einen Ermittlertypen, der ebenso unbefangen wie knallhart an die Arbeit geht. So wird aus einem Mord, der keiner sein durfte, eine erbarmungslose Schlacht, die hoch in politische Machtzirkel und tief in die Geschichte Deutschlands reicht. Bis Berlin buchstäblich in Rauch aufgeht. Schachts Gegner kämpfen um mehr als Macht, Sex oder Geld. Ihr Kapital sind die Schwächen, Abgründe und Perversionen anderer. Schlaft ruhig, Berlinerinnen und Berliner. Oder könnte es sein, dass sie auch Euch schon haben? Eine leicht entzündliche Mischung aus Action-Krimi, Spionage-Thriller und Nachtreise in eine untote deutsch- deutsche Vergangenheit. 'Steinefresser' ist ein Roman; viele Figuren und Verbrechen gehen allerdings auf tatsächliche Ereignisse zurück.

Der härteste Bulle Berlin....naja...man muss ihn nicht mögen

— Callso
Callso

Abgebrochen. Mit diesem Buch tue ich mir sehr schwer. Ich kann mich nicht an das Buch gewöhnen. Optik &Haptik des Buches sind jedoch genial.

— Meteorit
Meteorit

Überzeugende Story, schnörkelloser Schreibstil, authentische Charaktere, offenes Ende und nun wartet man sehnsüchtig auf eine Fortsetzung.

— Fay1279
Fay1279

Den Schreibstil finde ich aus Sicht des SEK-Veteran authentisch: kurz, bündig und hart. Harter Kerl und sanfter Mann

— Taluzi
Taluzi

Abgebrochen da ich mit dem Buch nicht warm wurde

— aftersunblau
aftersunblau

Sehr maskulin. Hart. Zu negativ. Lässt nur die Frage zurück: Ist die Realität WIRKLICH so?

— NiliBine70
NiliBine70

Unterhaltsam, aber paradox

— Lienz
Lienz

Einsamer Wolf alleine im Kampf gegen das Böse. Manchmal etwas überstrapaziert, dennoch durchaus unterhaltsam...

— parden
parden

Hart, gewalttätig, düster. Ein ungewöhnlicher Ermittler wühlt in dunkler deutsch-deutscher Vergangenheit.

— Igelmanu66
Igelmanu66

Knallhart, nichts für schwache Nerven.

— Tamaru
Tamaru

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  • Leserunden
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  • Harter Typ der Schacht!

    Steinefresser
    Fay1279

    Fay1279

    Zum Buch --------- Wolf Schacht ist eigentlich Teamführer einer SEK- Einheit in Berlin. Doch auch an ihm geht die Zeit nicht spurlos vorbei und er will sich umorientieren. Bei einem 2 monatigem Praktikum in der 5. Mordkommission . Doch gleich bei seinem ersten Fall ist das Opfer ein ehemaliger Kollege. Wolf Schacht glaubt jedoch nicht an einen Selbstmord und fängt an nachzuhaken. Aber jemand scheint Angst zu bekommen und setzt alles daran, mögliche Mitwisser zu beseitigen. Ständig werden ihm Steine in den Weg gelegt und niemand scheint den "hirnlosen" Typen vom SEK bei der Mordkommission haben zu wollen. Was er dann jedoch aufdeckt ist scheinbar doch noch nicht Geschichte! Meine Meinung --------------- Ich finde das Cover wirklich gut gewählt, denn genau so sieht ein "Steinefresser" aus. Der Schreibstil ist klar, schnörkellos und unverblümt wie der Protagonist selbst. Der Autor setzt immer mal wieder Rückblenden ein, welche die Hintergründe der Story verständlicher machen. Bei jeder Seite hatte man das Gefühl, dass nichts so ist wie es scheint. Wolf Schacht ist dem Autor wirklich gut gelungen, ein typischer Berliner Hardboy mit trockenem und brutalem "Humor" und einem eigenen Sinn für Gerechtigkeit. Doch auch Schacht hat einen weichen Kern und genau das macht ihn so authentisch. Dem Autor ist hier etwas gelungen, was ich so noch nicht gelesen habe. Ich hatte das Gefühl ich bin wieder in Berlin und hab "so ne krasse Type" vor mir. Die Stimmung Berlins ist wunderbar eingefangen worden. Ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr mich dieses Buch gefesselt hat. Von mir also eine absolute Leseempfehlung mit 5 von 5 Sternen. PS. Kann ich den Schacht mit nach Hause nehmen?

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    • 3
    Floh

    Floh

    25. September 2015 um 06:32
    Arun schreibt Hat mir auch gut gefallen.

    Ja mir auch. Es war rasant, derb und hammerhart.

  • Buchverlosung zu "Steinefresser" von Michael Behrendt

    Steinefresser
    Levante_Verlag

    Levante_Verlag

    Ich habe noch einmal 10 Exemplare von STEINEFRESSER loseisen können. Ja - der spannende Berlin-Thriller mit dem harten SEK-Beamten Wolf Schacht! Jetzt können all diejenigen ein Exemplar ergattern, die beim letzten Mal leer ausgegangen sind. Und auch diejenigen, die über die tollen LOVELYBOOKS-Rezensionen auf das Buch aufmerksam geworden sind. Worum geht es? Lest hier Blog-Einträge vom Autor und Rezensionen aus der Presse und von Lovelybookern und Bloggern.: www.wolf-schacht.de Beantwortet dann einfach diese Frage: Wo werdet Ihr Eure Rezension streuen, wenn Ihr ein Exemplar gewinnt? Wir verlosen unter allen Einsendern (bitte an cm@levante-verlag.de) je ein Exemplar. Einsendeschluss ist Aschermittwoch (denn dann ist ja alles vorbei), der 18.02.2015. Wir freuen uns auf Euch. Alaaf Christoph

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    • 61
  • Harte Männer

    Steinefresser
    Starbucks

    Starbucks

    16. September 2015 um 18:51

    Den Roman „Steinefresser“ von Michael Behrendt wollte ich gern lesen, da der Autor sich als Journalist in der Polizeiredaktion quasi an der Quelle befindet, Verbrechen in zweiter Reihe mitbekommt, da er weiß, wie die Dinge dort ablaufen und auch eigene Erfahrungen mit verarbeitet hat. Und so ist der sogenannte Hardcore-Thriller auch ziemlich ehrlich und schonungslos, wie es scheint, und daher nicht für jeden Leser geeignet. Protagonist ist hier der Ermittler Wolf Schacht, der in die Berliner Mordkommission kommt und einen mysteriösen und unangenehmen Fall bekommt: Ein Polizeibeamter hat sich mit der Dienstwaffe selbst erschossen. Was so schon merkwürdig scheint, entwickelt sich zu einem Netzwerk aus Verbrechen, weiteren Toten und einem Ermittler, der sich immer wieder der Gewalt gegenüber sieht und diese kaum selbst aushalten und auch ausführen kann und darf– doch die Mordkommission ist eben nicht das SEK, hier muss Schacht nun ganz anders arbeiten. Schacht selbst ist der harte Kerl, der auch im Alleingang voran geht. Er wird wie ein ganzer Mann beschrieben, mit Sex und Alkohol, Gewalt und Kompromisslosigkeit. Das war mir etwas zuviel und sicher auch etwas klischeehaft. Auf der anderen Seite ist diese Arbeit vielleicht ohne Alkohol kaum zu ertragen. Ein Sympathieträger war Schacht für mich nicht und wollte dies möglicherweise auch nicht sein. Der Schreibstil des Autors ist etwas gewöhnungsbedürftig. Nicht immer konnte ich gut folgen, und dieses Buch sollte man auch lieber nicht zu lange aus der Hand legen, um der Handlung folgen zu können. Das Ende ist für mich nicht ganz befriedigend und auch nicht ganz verständlich. Es lässt mich doch etwas grübelnd zurück. Damit kann ich dem Buch aber immer noch 3,5 aus 5 Sternen und damit am Ende 4 aus 5 Sternen geben.

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  • dreckig, gnadenlos, gerecht

    Steinefresser
    eskimo81

    eskimo81

    18. April 2015 um 10:57

    Wolf Schachts erster Fall. Der härteste Ermittler, den Berlin je hatte (Zitat vom Rückentext) Wolf Schacht ist Teamleiter eines SEK-Team. Sein Alter, seine Erfahrung "zwingen" ihn dazu, sich mal zu informieren. Mal andere Luft zu schnuppern. Er landet in der Mordkommission - als Praktikant. Sein erster Fall, ein Fall, der keiner sein darf. Trotz allem ermittelt Schacht, heimlich und allein. Macht, Sex und Geld sind für die Gegner nur Mittel zum Zweck. Ich habe einen packenden, fesselnden und genialer Thriller / Krimi erwartet. Gefunden habe ich - ja was eigentlich? Ich bin immer noch verwirrt. Aktuell zweifle ich gerade an meinem "Buch-Auswahlverfahren". Ich hatte noch nie so viel Pech bzw. so viele "schlechte" Bücher als gut eingeordnet wie die letzte Zeit... Ein spezieller und sehr eigener Schriftstil - was ja grundsätzlich nichts schlechtes heissen muss, aber bei diesem Buch, zu viele Szenenwechsel, zu oft beginnt ein Kapitel an einem komplett anderen Ort, zu einer anderen Zeit. Oft blätterte ich zurück und fragte mich, was genau will Michael Behrendt aussagen? Wo spielt die Situation gerade? Ich hatte allzu viele Fragezeichen in meinem Kopf. Viele Sprünge, viele Taten und einfach viel zu viele Infos auf viel zu wenig Seiten. Dann die ganzen unnötigen "Sex-Szenen" - ist ein normaler Thriller / Krimi nur noch "schmuddelig" möglich? Wo bleibt das packende, das fesselnde, die Ermittlungen? Dann kommt das ganze so unrealistisch rüber. Schacht, ein SEK Mitglied kann von jetzt auf sofort eine Ermittlung im tiefen Sumpf alleine bewältigen? Woher hat er auf einmal das Fachwissen, was er dazu benötigt? Auch "Helfer" wie die Rechtsmedizin etc., wie kommt er an die Infos ohne dass er diese Mitarbeiter kennt? Genau diese Details fehlen! Mir fehlt einfach die Ermittlung. Die gehört einfach zu einem guten Krimi / Thriller dazu. Der Schluss, naja, die Leser werden mal wieder gezwungen, eine gesamte Trilogie zu lesen. Der Schluss ist einfach nicht fertig. Schade, bekannt war zwar, dass eine Trilogie geplant ist, aber man könnte fair gegenüber den Lesern sein und klar kommunizieren, dass das Buch nicht fertig ist. Wie oft gibt es über einen Ermittler mehrere Bücher aber jeder Fall ist in sich abgeschlossen? Damit habe ich kein Problem, aber so, so find ich das reine "Kundenfängerei". Was mich auch noch sprachlos gemacht hat, bei den Infos vom Autor Michael Behrendt steht, "aus seiner langjährigen Arbeit verfügt er über Insiderkenntnisse aus der Polizeiszene und zu ungelösten Kriminalfällen. Eine davon verarbeitet Behrendt in seinem vorliegenden Kriminalromandebut" (Zitat vom Buch-Innen-Rücken) Wenn ich dann über die Brutalität der SEK Mitarbeiter lese, gehts mir eiskalt den Rücken runter. Sind die wirklich so skrupellos? Ist Berlin doch noch ein Polizeistaat? Man hinterfragt dann alles doppelt, wahr oder doch Fiktion? Das lässt die Polizei in einem falschen Licht dastehen, was ich persönlich nicht ganz fair finde... Vor allem haben sie sonst schon ein schwerer Stand, mit einem solchen Buch... Tja. Wird der Stand sicherlich nicht besser... Fazit: Eine Empfehlung kann ich definitiv nicht aussprechen. Aber wer weiss, vielleicht gibt es ja Leser, die auch mit einem relativ unklaren Buch klar kommen, welche die Ermittlungen nicht als Hauptpunkt eines Krimis / Thrillers sehen.

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  • Böse Spiele

    Steinefresser
    Baerbel82

    Baerbel82

    „Steinefresser“ von Michael Behrendt beginnt mit einem krassen Prolog. Anschließend lernen wir Wolf Schacht kennen. Eigentlich ist er ein SEK-Mann, knallhart und ein Schläger. In seinem ersten Fall ermittelt er aber als Praktikant beim LKA. Zusammen mit seinem Kollegen Quiquek, der in Wirklichkeit Sven heißt, soll er den angeblichen Selbstmord von Heiko Brettschneider untersuchen. Der war als Personenschützer für Staatssekretär Arnold Tiedge tätig. Und was hat der kleine Junge aus dem Prolog damit zu tun? Als weitere Menschen unter ominösen Umständen sterben, fühlt sich auch Schacht bedroht… SEK, LKA, BStU, MfS, Stasi, HV A, das sind die Hauptakteure in „Steinefresser“, einer spannenden Mischung aus Kriminalroman, Action-, Polit- und Spionage-Thriller und eine Hommage an Berlin. Es geht um ein düsteres Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, sexuelle Perversionen, Erpressung und Verrat - Ewiggestrige und um Selbstjustiz. Michael Behrendt ist ein Profi, „Steinefresser“ sein Krimidebüt. Ein gut recherchiertes Buch, mit einem ganz intensiven Spannungsbogen und einem überraschenden Finale. Viele Ebenen des organisierten Verbrechens und des Ermittlungsapparates werden berührt. Geheimdienstliche Aktivitäten sind im Spiel. Der einzelne Mensch wird oftmals hart getroffen von den Handlungen der Mächtigen und ihrer skrupellosen Handlanger. Die Figuren haben Ecken und Kanten, die Geschichte lebt - neben der Spannung - auch von Wortwitz und pfiffigen Dialogen. Diese Elemente heben den Krimi heraus aus dem üblichen Tätersuche-Genre. Wolf ist kein einfacher Charakter. Gegenüber Frauen empfindet er Macht, Macht ist sexy. Sex and Crime. Für mich ist „Steinefresser“ daher eher ein Männerbuch: Boxen, Karate, Polizei-Interna und Nutten. Und von allem etwas „too much“: zu viel Gewalt, zu viel Testosteron. Fazit: Das Buch ist ein echter Slow Burner, kommt langsam - aber gewaltig. Eine hochkomplexe, spannende Geschichte und der gelungene Auftakt einer Trilogie.

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    • 5
  • Kalt wie ein Stein - schwach wie ein miese Tatort-Folge

    Steinefresser
    Callso

    Callso

    12. April 2015 um 11:48

    Buch beendet und abgehakt. Ganz am Ende habe ich mich sogar nur für zwei Sterne entschieden. Ein Buch ohne Spannung, ohne Esprit, dafür mit viel Klischee, mit viel Bumms und mit allerlei abgedroschenen Sprüchen. Wolf Schacht ist so was wie der härteste Polizist Berlins. Einer, der kräftig austeilt, der Rocker verprügelt, mit Nutten schläft und gerne Whiskey trinkt. Einer, der alleine ermittelt, der aber zugleich einen Spürsinn wie ein junger Hund hat. Der Geschichte fehlt der rote Faden. Vom vermeintlichen Polizisten-Selbstmord, vom Tötungsdelikt im Rotlichtviertel, von alten Stasi Akten und von schlimmen Vorkommnissen in der Jugend. Von allem gibt es ein kleines Stückchen. Es gibt Ärger in Polizeikreisen und Zeugen, die HIV infiziert sind. Das war mir alles zu viel, zu aufgesetzt und zu TV tauglich, wenn aber leider auf RTL2-Niveau. Zum Schluss habe ich mich beim Lesen ordentlich gequält. Zwischendurch war das Buch aber halbwegs ordentlich, aber unter dem Strich wurde ich von dem deutschen Werk reichlich enttäuscht.

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  • sanft und brutal

    Steinefresser
    Taluzi

    Taluzi

    Schon das Cover macht deutlich, dass es sich um keinen leichten Roman handelt. Man sieht einen SEK-Mann in Uniform, das Gesicht ist verdeckt und der schwere Helm liegt zwischen seinen Beinen. Den Leser erwartet einen knallharter Krimi, dessen Figuren und Ereignisse teilweise auf wahren Begebenheiten beruhen Der SEK-Veteran Wolf Schacht will kein Steinefresser mehr sein. Sein Alter und sein Gewissen agieren ihn umzudenken. Er will weg von der Brutalität, Menschenfeindlichkeit und Gewalt. Daher macht Wolf Schacht ein Praktikum bei der Mordkommission in Berlin! Schnell ist ihm klar die Aufgaben und Zurückhaltung eines Praktikanten liegen ihm nicht. Als der Personenschützer des Staatssekretärs Tiedge tot aufgefunden wird. Ist Schacht der einzige im Team der Mordkommission, der an dem Selbstmord zweifelt. Er geht alleine auf Ermittlungstour. Das was er herausfindet und wer alles mit drin hängt, hätte er in seinen schlimmsten Albträumen nicht vermutet. Nun geht es ums blanke Überleben. Der Schreibstil ist kurz, bündig und hart. Aber das habe ich auch nicht anders erwartet bei dem Cover. Den Schreibstil finde ich aus Sicht des SEK-Veteran authentisch. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich mich in den ersten Kapiteln damit schwer getan habe. Der Protagonist Wolf Schacht hat mir gut gefallen. Es war die richtige Mischung aus harter Kerl und sanfter Mann. Gerührt hat mich die Szene als er seinen Kollegen Uli besuchte. Hier kam sein weicher Kern zum Ausdruck und erklärte sein Umdenken bei seinem Job. In anderer Situationen, z. B. im Sportzentrum gegenüber dem Araber war er knallhart und brutal. Die Geschichte spielt in Berlin. Obwohl es schon eine Weile her ist, als ich in Berlin war, so konnte ich manches doch wiedererkennen und hatte das Gefühl mitten drin zu sein in der Stadt. Ein gelungener Lokalkrimi. Ich möchte auf jeden Fall mehr lesen von Wolf Schacht bzw. seinem Autor Michael Behrendt.

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    • 2
    Arun

    Arun

    27. March 2015 um 22:57
  • Ein harter Kerl, der sich gerne selbst widerspricht

    Steinefresser
    Lienz

    Lienz

    09. March 2015 um 21:02

    Wolf Schacht, der Praktikant, ist ein harter Kerl. Er redet nicht viel, sondern tut und macht. Vor allem macht er sich unbeliebt mit seinen einsamen Ermittlungen, die von jeder Weisung durch Vorgesetzte losgelöst erscheinen. Das geht so weit, dass Ränke gegen ihn geschmiedet werden. Doch er macht unbeirrt weiter, ein Bluthund, der die Fährte aufgenommen hat. Und er deckt Ungeheuerliches auf, abstoßende menschliche Abgründe – sowohl in der Vergangenheit als auch im Jetzt und Hier. Zu guter Letzt gibt es eine böse Wendung, doch Schacht wäre nicht Schacht, wenn er sich davon bremsen ließe. Er zieht seine Mission durch, bis zum bitteren Ende. Zwischen hinein streut Michael Behrendt überraschend sanfte Momente. Sie sind es, die aus dem harten Kerl Schacht einen Mann mit Herz machen, die meine Sympathie geweckt haben. Als gelernter Journalist schreibt Michael Berendt stets so, dass ich weiterlesen wollte. Und er zeichnet den markanten, etwas in die Jahre gekommenen SEK-Mann und Kripo-Praktikanten in einer Weise, dass ich ihn als Romanhelden mag. Zwar hat die dargestellte polizeiliche Ermittlungsarbeit nichts mit der Realität zu tun. Und das ist meiner Meinung nach besser, als zu versuchen, echte Polizeiarbeit genau nachzuzeichnen. Das klappt nie. Somit ist die gewählte dichterische Freiheit vollkommen richtig am Platz. Warum also „nur“ 4 Punkte? An anderer Stelle hätte ich die korrekten Ausdrücke erwartet, z.B. nicht „Pathologe“. Manchmal stimmen die Satzbezüge nicht, in meinen Augen vermeidbare Schwächen in der Grammatik. Und manchmal wird für meinen Geschmack zu viel geschwafelt, z.B. wenn Allgemeinwissen über HIV/Aids wiedergegeben wird. Auch erschien mir Schachts Ermittlungsmethode paradox, voller Widersprüche. Und wie er letztlich ans Ziel kommt, bleibt sein Geheimnis. Trotz der genannten Kritikpunkte hat mir „Steinefresser“ echtes Lesevergnügen bereitet und ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne einmal einem etwas anderen Typ Ermittler über die muskulöse Schulter schauen will. Ein gelungenes Debüt.

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  • Der einsame Wolf...

    Steinefresser
    parden

    parden

    DER EINSAME WOLF... Der SEK-Veteran Wolf Schacht kennt von Berlin vor allem die düsteren Seiten: Mord, Missbrauch, Organisierte Kriminalität. Seine Einheit führt einen ebenso brutalen wie aussichtslosen Krieg. Schacht will dem Teufelskreis der Gewalt entkommen und landet dabei ausgerechnet in der Berliner Mordkommission. Sein erster Fall, der gar keiner sein darf, zieht ihn in eine schmutzige Affäre, die hoch in politische Machtzirkel reicht - und tief in die Geschichte Deutschlands: Ost und West. Schachts Gegner agieren eiskalt. Macht, Sex und Geld sind für sie nur Mittel zum Zweck. Das Gesetz, das Gute konnte man nicht nur mit Moral und Anstand verteidigen, sondern auch mit Mitteln, die nicht erlaubt waren. Schacht war sicher, dass der Staat, der ihm diese Gesetze auferlegte, von ihm insgeheim verlangte, dass er sie manchmal übertrat. Den Rechtsstaat hin und wieder abschaffen, um ihn vor sich selbst zu retten. Ein harter Kerl ist dieser Wolf Schacht, ein Alphatier, so sagt man wohl. Anerkannt als Anführer in seiner SEK-Truppe aus lauter harten Kerlen, einer für alle, alle für einen. Doch in letzter Zeit kommt Schacht ins Grübeln. Altersmäßig wird er nicht mehr lange mithalten können mit den hohen Anforderungen des SEK. Und wenn er sich anschaut, wohin sein Leben steuert: einsam, gewaltbereit, Alkohol in allen Lebenslagen - ist er sich nicht mehr sicher, ob es das ist, was er wirklich will. Als er die Möglichkeit erhält, zwei Monate als Praktikant in einer Berliner Mordkommission zu hospitieren, greift er zu. Vielleicht ist es tatsächlich an der Zeit, sich umzuorientieren? Man musste sich immer noch vom 'polizeilichen Gegenüber' unterscheiden, wie es hieß. Manchmal fehlte nicht viel - manchmal überschritten sie auch diese Grenze. Gleich sein erster Fall ist gar keiner. Wird zumindest behauptet. Ein Personenschützer und ehemaliger Kollege Schachts wird erschossen in seinem Auto aufgefunden, Selbstmord vermutlich. Schnell wird den untersuchenden Mordkommissaren nahegelegt, die Akte zu schließen, schließlich der Fall dem Staatsschutz übergeben. Auch wenn Schacht keinerlei Erfahrungen in Ermittlungsarbeit hat, ahnt er - offenbar als einziger - dass hier etwas nicht stimmt. Und als dann noch ein Mitarbeiter der Stasi-Unterlagen-Behörde sowie ein schwuler Politiker ums Leben kommen und auch diese Mordfälle inszeniert wirken, ist Schacht klar, dass die drei Fälle irgendwie zusammenhängen müssen. Nur wie? Sein Jagdinstinkt ist geweckt. Wer in dieser Stadt glaubte wirklich, dass man Menschen zur Ausübung von Gewalt ausbilden konnte, ohne dass die jemals über die Stränge schlugen? Der Exzess war in Wahrheit kalkuliert. Und zum Berufsalltag geworden. Warum konnte mich dieser Krimi nicht wirklich überzeugen? Es gab durchaus interessante Themen und Hintergründe, die hier immer wieder aufblitzten, und auch die Figur Wolf Schacht ist durchaus interessant, wenn auch nicht sympathisch. Aber die Punkte 'roter Faden' und 'Glaubwürdigkeit' kommen mir hier doch etwas zu kurz. Zum einen springt der Roman, sicher auch bedingt durch die meist kurzen Kapitel, zum Teil sehr: Sprünge in Zeit, Handlung, Themen, Personen, Zusammenhängen, die mich gelegentlich verwirrten und mich vor die Wahl stellten, entweder die vergangenen Seiten noch einmal nachzulesen oder aber einfach weiterzulesen in der Hoffnung, dass sich das ganze schließlich logisch erschließen würde. Das war aber nicht immer der Fall. Vielleicht wären hier weniger Hintergründe mehr gewesen, die dafür konsequenter dargelegt und ausgebaut. So blieb vieles nur angerissen und z.T. bis zum Ende offen. Zum anderen finde ich es wenig glaubwürdig, dass jemand, der von Ermittlungsarbeit keine Ahnung hat und nur Zielstrebigkeit, Menschenverstand und Härte in die Waagschale werfen kann, es nicht nur alleine mit drei Mordfällen gleichzeitig aufnimmt, sondern sich auch noch erfolgreich gegen massive Widerstände ganz besonderer Art durchsetzt, und das gleich von verschiedenen Seiten. Und es gab einiges, was ich nicht verstanden habe, so z.B. weshalb er von einigen Menschen unter der Hand ermutigt und unterstützt wurde, in diesen Fällen zu ermitteln. Was sollte er aufdecken, das sie nicht selbst aufdecken konnten? Es gab keinen direkten Anlass für das, was er in sich spürte: Tatendrang und Aggressivität. Er hatte eine seltsame Wut in sich. Diese Wut, vor der er Angst hatte, weil sie einfach ganz von selbst über ihn kam. Und weil er sie nicht kontrollieren wollte. Doch neben diesen eher negativen Aspekten hat mich der Roman durchaus unterhalten. Er führt an zahlreiche Berliner Schauplätze, wobei man merkt, dass der Autor weiß, wovon er schreibt. Er zeigt auch das Verhältnis zwischen den einzelnen Polizeiabteilungen auf, das keineswegs immer offen und von Vertrauen geprägt ist. Und er bietet einen durchaus interessanten Charakter mit dem harten Wolf Schacht, der wohl noch zwei weitere Bände über Zeit und Gelegenheit erhalten wird, sich zu entwickeln, denn geplant ist eine Trilogie. Das ist auch gut so, denn das Ende lässt den Leser echt am ausgestreckten Arm verhungern. Verdammt: wie geht es weiter?! © Parden

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    • 8
  • Steinefresser - Michael Behrendt

    Steinefresser
    nef

    nef

    07. February 2015 um 21:15

    Inhalt: Wolf Schacht hat die Chance mal etwas anderes auszuprobieren. Statt mit seinen Kollegen vom SEK die harten Fälle zu knacken, begibt er sich als Praktikant in die Mordkommission. Er weiß, dass ihn die Jahre auf der Straße auf eine Art verändern, die ihm nicht gefallen und so denkt er darüber nach in einen ruhigeren Bereich innerhalb der Polizei zu wechseln. Allerdings landet er schnell wieder genau dort wo er herkommt, nur dass er dieses Mal nicht mitten im Getümmel steht. Noch bevor der erste Tag bei der Mordkommission für Wolf Schacht beginnt, steht er am See und darf sich einen vermeidlichen Selbstmörder anschauen. Wolf kennt den Toten, Heiko Brettschneider. Eigentlich hätte Brettschneider keinen Grund sich das Leben zu nehmen, erst Recht nicht mit der rechten Hand - schließlich war er Linkshänder. Bei seiner Recherche dringt Wolf immer weiter in das Privatleben von Heiko Brettschneider und erkennt, dass sein Leben von klein auf zum Scheitern verurteilt war. Der tote Personenschützer soll jedoch nicht der einzige Fall für Wolf bleiben. Nur einen Tag später wird ein Mann erstochen, während er mit einer Escort Dame unterwegs ist. Ein einziger Stich ins Herz - tödlich. Allem Anschein nach haben diese zwei Fälle nichts miteinander zu tun, würde Wolf nicht so ein dummes Gefühl haben. Er gräbt sich immer weiter in den Fall und hat schon bald einige Feinde in den eigenen Reihen. So ganz kann sich Wolf in seiner Rolle als Praktikant der Mordkommission nicht zurechtfinden und fällt schnell in alte Gewohnheiten zurück. Sehr zu seinem Nachteil, wie sich bald herausstellen wird. Meinung: 'Steinefresser' ist der erste Teil einer Trilogie um den SEK-Beamten Wolf Schacht. Es steht bereits fest wie der zweite Teil heißen wird, es gibt jedoch noch keinen Erscheinungstermin dazu. Sehr Schade, denn das Ende ist solch ein Cliffhanger dass ich nun da sitze und grübel wie es wohl weiter geht mit ihm. So richtig sympathisch ist Wolf nicht, also nicht auf den ersten Blick. Er ist ein harter Hund, ein Steinefresser. So werden die Polizisten genannt die an vorderster Front stehen, zum Beispiel bei den berühmt und berüchtigten Maikrawallen in Berlin. Diese Männer sind nicht auf Deeskalation aus, sie wollen die Muskeln spielen lassen. So ist Wolf auch. Zwar durch und durch ein Mann der Gerechtigkeit, aber auch manchmal auf der Suche nach ein wenig Aggressionsabbau. Dass er sich dabei immer an den schweren und bösen Jungs vergreift kann man ihm jedoch wieder zu Gute halten. Er versucht durch den Abstecher zur Mordkommission von diesem Weg weg zu kommen, aber so ganz gelingt ihm das nicht. Schließlich ist ihm die Art über die Jahre in Fleisch und Blut über gegangen. Man lernt während des Lesens immer mehr sogenannte Steinefresser kennen und unter ihnen ein paar wirklich goldige Jungs. Mich hat die Art des Buches verwirrt. Teilweise waren große Sprünge zwischen Kapitelende und nächstem Kapitel, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte. Da kam es mir so vor, als würde ein Teil fehlen. Trotzdem hat es sich wirklich gut weggelesen. Nachdem ich dann so richtig drin war in der Geschichte und selbst mitermitteln wollte, wurde es mir allerdings zu politisch und da hat mich der Autor wieder völlig verloren. Das ist einfach so gar nicht meins. Die Geschichte an sich war aber weiterhin spannend und ich wollte nun auch wissen wer sich denn hier nun die Finger schmutzig gemacht hat und vor allem warum. Ich will unbedingt den nächsten Teil lesen um zu wissen wie es weiter geht und vielleicht wird es dann weniger politisch ;o) Einige Stellen sind recht brutal, aber nicht schlimmer zu lesen als jeder Thriller zu sehen. Laut Klappentext hat Michael Behrendt in diesem Buch einige Fälle der Polizei in diesem Buch aufgearbeitet und lässt uns somit an der Arbeit der Polizei teilhaben. So als Berlinerin kann ich mir natürlich viele Stellen gut vorstellen, die in diesem Buch als Schauplätze dienen. Das macht es irgendwie persönlicher =o)

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  • Leserunde zu "Steinefresser" von Michael Behrendt

    Steinefresser
    Levante_Verlag

    Levante_Verlag

    Nachdem so viele Anfragen bei uns eingegangen sind, machen wir es: Es gibt eine Leserunde zum wohl härtesten SEK Beamten Berlins. Bevor ich Euch erzähle, warum Ihr das Buch haben müsst, lest einfach die Rezensionen (http://www.wolf-schacht.de/) Eurer Mit-Lovelybooker. Wer diesen Thriller nicht kennt, hat im Krimi-Winter 2014 richtig was verpasst! Die Winter in Berlin sind knallhart. Fast so hart, wie dieses Buch. Kein Buch ohne eine Gewinnspielfrage: Der Autor von STEINEFRESSER Michael Behrendt bekommt im Buchtrailer einen so heftigen Schlag (Autsch!) ab, dass Blut fliesst: a) aufs Ohr b) die Nase c) die Nieren Bitte schickt die richtige Antwort an cm@levante-verlag.de.  NICHT hier posten, sonst verderbt Ihr ja den anderen den Spaß. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir 10 Exemplare dieses spannenden Thrillers. Und im Gegenzug erwarten wir nur eine Rezension.... Wie meinte eine Freundin letztlich: >>Das schenke ich 'meinem Typ' - eigentlich liest der nicht, aber STEINEFRESSER ist ja ein Film.<< Jetzt wünschen wir Euch allen viel Glück und freuen uns auf Eure Lösungen!  Euer Christoph PS Wir haben den Autor Michael Behrendt für eine Schluss-Runde mit Euren Fragen eingeladen. Glaubt mir - Ihr werdet etliche Fragen haben!

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    • 149
    Levante_Verlag

    Levante_Verlag

    02. February 2015 um 11:53
  • Spannend, unberechenbar, außergewöhnlich

    Steinefresser
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    Er ist Teamführer beim SEK, ein altgedienter Veteran und nun neuerdings auch Pratikant bei der Mordkommision in Berlin… er ist Wolf Schacht. Da er sich langsam nicht nur der Altersgrenze für das SEK sondern auch seiner persönlichen Gewissengrenze nährt, muss er schließlich eine Alternative suchen. Doch kaum ist er im Dienst erschießt sich ein ehemaliger SEK-Kolleg, welcher als Personenschützer beim Staatssekretär Tiedge gearbeitet hat. Doch obwohl es erhebliche Zweifel an der Selbstmordtheorie gibt, wird der Fall vom Staatsschutz sofort kleingeredet und jegliche Ermittlungen unterbunden. Doch diese haben die Rechnung ohne Praktikant Wolf gemacht, denn dieser beschließt einfach seine Kontakte zu nutzen und die Ermittlungen auf eigene Rechnung zu machen, doch schon bald zieht der Fall Kreise, welche er sich nie hätte vorstellen können. Stasi, die Linke, die Rechte, der Staatsschutz und viele mehr spielen ihre Ränkesüielchen und Schacht ist mittendrin. Kann das wirklich gut gehen? Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Cover zeigt einen SEK-Mann in voller Montur. Dem Leser wird gezeigt, wie sein Protagonist ist, allerdings ohne Gesicht und mit genug Freiheit, dass man sich seinen eigenen Helden kreiieren kann. Der Titel ist auf den ersten Blick etwas unverständlich, aber im Laufe des Buches wird es schnell klar, was sich hinter diesem Titel verbirgt und er passt wirklich sehr gut. Bevor sich der Sinn erschließt, macht er einen aber auf jeden Fall neugierig, was sich hinter diesen Worten wohl verbirgt. Der Protagonist ist genau das, was sich jeder Mann wünscht. Stark, zu allem bereit, auch mal gegen alle Regeln, für die Gerechtigkeit und immer für seine Freunde da. Einfach ein starker Typ mit einer Menge Intuition und einem seltsamen Charme, der aber auch irgendwie anziehend ist. Auch wenn es in diesem Buch durchaus mal etwas gewalttätiger wird, ist es doch irgendwie immer für eine gute Sache und der Protagonist kennt zwar manchmal seine Grenzen nicht, hat aber dann ein Gewissen, welches sich meldet und ihm auch mal zu schaffen macht. Er ist einfach kein gewissenloser Kerl, sondern trotz seiner Eskapaden irgendwie sympathisch. Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir persönlich sehr gut. Nicht nur, dass mit dem SEK einmal ganz andere Truppen in den Vordergrund treten, auch dass hier mit einigen Dingen aus DDR-Zeiten aufgeräumt wird und auch mal ein wenig die Stasi einbezogen wird bzw. die Nachfolger der Stasi gefällt mir. Auch wenn nie genau geklärt wird, was Fiktion und was Realität ist, so bin ich mir recht sicher, dass diese Geschichten näher an der Realität als an der Fiktion sind. Es ist einfach mal anders und ich bin tatsächlich ziemlich sicher, dass es auf jeden Fall auch ein Buch ist, dass beim männlichen Geschlecht punkten kann. Der Spannungsbogen wird früh gespannt und bis zur letzten Seite durchgehalten, wenn man ehrlich ist sogar bis zum letzten Satz. Auch der Schreibstil ist eingängig und schön, so dass sich das Buch flüssig und angenehm lesen lässt. Es macht einfach eine Menge Spaß und selbst wenn man noch so eifrig versucht mitzuraten, ich denke, dass die Mehrheit der Leser nicht auf die Lösung kommt. Daher gibts ein Extralob dafür, dass es endlich einmal ein Krimi ist, dessen Ausgang nicht vorhersehbar ist. Das gibt es ja inzwischen leider viel zu selten. Von mir gibts eine Leseempfehlung auf der ganzen Linie, eine Geschenkempfehlung für alle Männer und natürlich gibts auch noch Punkte und zwar – wie könnte es auch nach der Rezi anders sein – 5 von 5.

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  • Rezension zu "Steinefresser"

    Steinefresser
    Zsadista

    Zsadista

    26. January 2015 um 19:29

    Wolf Schacht ist Teamleiter einer Berliner SEK Gruppe. Doch leider kommt er langsam an seine Altersgrenze für den Job. So sieht er sich nach einem neuen Beschäftigungsumfeld um und landet bei der Mordkommission Berlin. Dort wird er gleich ins kalte Wasser geworfen. Ein ehemaliger Kollege und momentaner Personenschützer hat angeblich mit seiner Dienstwaffe Selbstmord begangen. Irgendetwas stimmt an dem Fall nicht. Allerdings wird Schacht und das Team um die Mordkommission schnell kalt gestellt. Denn offiziell ist es nun einmal Selbstmord und somit werden die Ermittlungen abgeschlossen. Parallel wird auch noch eine Prostituierte und ihr Freier ermordet. Der Fall ist auch wieder ganz klar, der Freier hat die Dame umgebracht und anschließend sich selbst. Doch auch diesmal riecht Schacht mehr, als nur ein kleiner Braten. So wirft sich Schacht in die eigenen Ermittlungen. Doch er ahnt nicht, in welches Wespennest er damit sticht. „Steinefresser“ hat mich optisch schon angesprochen. Der Titel und das Cover hat mich direkt in den Bann gezogen. Die Aufmachung der Kapitel ist mir auch neu und ich fand die Art ziemlich gut. So wusste ich auf jeder Seite, wo ich genau bin. Die Kapitel sind auch recht kurz gehalten, so dass man gerne mehr liest, als man eigentlich Zeit hat. Schacht und seine Truppe erscheinen als knallharte Typen. Obwohl auch die andere Seite aufgezeigt wird, wenn es z.B. um den Kollegen Uli geht. Wolf Schacht ist einfach eine tolle Person. Irgendwie hatte ich auch gleich den Vergleich zu „Mick“ Brisgau von „Der letzte Bulle“. Wobei Schacht ganz klar in eine andere Richtung geht. Schacht landet gleich am Anfang mit der Kollegin im Bett, was ich gar nicht leiden kann. Dieser neue Trend in Büchern mag ich überhaupt nicht. Normal gibt es dafür einen Stern Abzug von mir, hier allerdings nicht. Zu Schacht passt es eben und der Rest der Story ist so klasse, dass ich hier gerne ein Auge zu drücke. Der Roman ist hart und ungeschönt. Es wird nichts in rosa Blümchen eingepackt und genau das gefällt mir sehr gut. Ich kann das Buch nur empfehlen, allerdings sollte man nicht ganz so zartbesaitet sein. 

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  • Gefahrensucher

    Steinefresser
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    »Alice hatte ihn erkannt. Hatte erkannt, warum er, warum seine Freunde so waren. Alice hatte es einmal in einem Zitat zusammengefasst, das, soweit Schacht sich erinnerte, von dem Schriftsteller George Orwell stammte: „Die Menschen schlafen nachts nur deshalb friedlich in ihren Betten, weil harte Männer bereitstehen, um für sie Gewalt auszuüben.“ Das Gesetz, das Gute konnte man nicht nur mit Moral und Anstand verteidigen, sondern auch mit Mitteln, die nicht erlaubt waren. Schacht war sicher, dass der Staat, der ihm diese Gesetze auferlegte, von ihm insgeheim verlangte, dass er sie manchmal übertrat. Den Rechtsstaat hin und wieder abschaffen, um ihn vor sich selbst zu retten.« Wolf Schacht, Teamleiter beim SEK, sieht die Altersgrenze für den Dienst in seiner Spezialeinheit langsam aber stetig auf sich zukommen. Auf der Suche nach einer Aufgabe für die Zeit „danach“ landet er für zwei Monate in der Berliner Mordkommission. Gleich sein erster Fall darf kein Fall sein: Ein Polizist hat sich mit seiner Dienstwaffe erschossen und während Schacht und seine Kollegen noch die Wohnung untersuchen, wird ihnen die Angelegenheit schon vom Staatsschutz abgenommen. Schacht hat keinerlei Erfahrung, was Ermittlungsarbeit angeht. Aber er merkt, dass an dem Selbstmord irgendetwas nicht stimmen kann. Auf eigene Faust macht er sich auf die Suche und gerät in einen Sumpf aus noch mehr Toten, Gewalt, Spitzelei, Bandenkriminalität, organisiertem Verbrechen und einem düsteren Stück deutsch-deutscher Geschichte. Dieser Ermittler ist anders als alles, was wir bisher kennengelernt haben. Er ist intelligent, aber Gewalt bestimmte nun mal seinen bisherigen Arbeitsalltag. Und abgesehen von der Tatsache, dass schon mal hin und wieder das Knie zwickt, merkt er an sich, seinen Gedanken und Taten, dass es an der Zeit ist, etwas zu ändern. Denn obgleich er überzeugt ist, auf der richtigen Seite zu stehen und richtig zu handeln, scheint das tägliche Pensum an Gewalt einen Einfluss auf ihn auszuüben, der ihm nicht behagt. »Es gab keinen direkten Anlass für das, was er in sich spürte: Tatendrang und Aggressivität. Er hatte eine seltsame Wut in sich. Diese Wut, vor der er Angst hatte, weil sie einfach ganz von selbst über ihn kam. Und weil er sie nicht kontrollieren wollte.« Seine neuen Vorgesetzten sind mit seiner Anwesenheit überhaupt nicht glücklich. Ich habe mir bislang nie Gedanken darüber gemacht, ob es unterhalb der verschiedenen „Arten“ von Polizisten Vorbehalte gibt. In diesem Buch lernte ich reichlich davon kennen. Die einen sind „hirnlose Polizeischläger“, die anderen „gegelte Anzugträger“. (Besonders süß, daher muss ich es hier kurz erwähnen: Die Wasserschutzpolizei wird von den „Schlägern“ als „Entenpolizei“ tituliert.) Was sich daraus ergibt, reicht von Frotzeleien bis hin zu offener Feindseligkeit. »Ob der weiß, dass er bei uns die Tür nicht eintreten darf?« Schacht selbst hat zwar ein ordentliches Selbstvertrauen, weiß aber durchaus, dass ihm zu seiner neuen Aufgabe noch jede Menge fehlt. »Einen Tatort in diesem Stadium zu sehen, war für Schacht eine ungewohnte Sache. Im normalen Leben waren sie die Ersten, die ankamen, und die Ersten, die wieder verschwanden. Das Chaos, das sie manchmal am Tatort hinterließen, fiel dann in ein anderes Ressort. Die Ermittelei, das Sichern kleinster Beweise – ein halber, ausgespuckter Kaugummi oder eine Zigarettenkippe – überließen sie den anderen. Wenn es Blutspuren gab, kamen die manchmal von ihnen.« Er kann auch schön selbstironisch sein… »Beim SEK schießen wir erst und schauen dann.« …am Umgangston gegenüber Hinterbliebenen muss er aber wirklich noch arbeiten. »Nein, er hat nichts Illegales gemacht, er hat sich nur erschossen.« Jedenfalls erfährt der Leser einiges über den Alltag und die Sorte von Menschen, die beim SEK arbeiten. Ich mochte diese Kapitel. Sie waren sehr gewalttätig, aber interessant. Ebenso wie Schachts Psyche. Ein bisschen weniger Alkohol hätte es für mein Empfinden aber sein können. Mir kam Schacht so vor wie jemand, der auf direktem Wege ist, ein Alkoholiker zu werden. Was übrigens auch für diverse andere Charaktere in diesem Buch gilt. Soll das besonders männlich wirken? Wird nicht dem Leser der Eindruck vermittelt, dass ein echter Kerl ruhig täglich „ordentlich tanken“ kann und trotzdem topfit ist und in der Lage, Auto zu fahren? Nicht falsch verstehen – ich mag Charaktere mit Schwächen. Und sollte Schacht ein Alkoholproblem haben, wäre das für mich in Ordnung, sofern nicht gleichzeitig vermittelt wird, dass dies im Grunde überhaupt nichts ausmacht. Der Fall, der kein Fall sein darf, nimmt im Laufe der Handlung ordentlich Fahrt auf – ich habe ja oben ein paar Punkte aufgezählt. Das Problem mit der Gewalt ist für Schacht nicht leicht in den Griff zu kriegen, körperbetonter Einsatz ist nun mal sein Ding. Auch, wenn er beispielsweise im Bordell ermitteln muss ;-) Am Ende geht es Schlag auf Schlag, laufen innerhalb kürzester Zeit viele Fäden zusammen. Ein bisschen viel vielleicht, das Ende (mit Cliffhanger) kam mir ein wenig zu plötzlich. „Steinefresser“ ist der Auftakt zu einer Trilogie, die hoffentlich bald fortgesetzt wird. Fazit: Hart, gewalttätig, düster. Ein ungewöhnlicher Ermittler wühlt in dunkler deutsch-deutscher Vergangenheit.

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    • 9
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    19. January 2015 um 23:18
  • Einsamer Wolf

    Steinefresser
    Tamaru

    Tamaru

    05. January 2015 um 08:32

    Wolf Schacht, SEK Beamter, muss langsam aber sicher daran denken sich neu zu orientieren. Er steuert auf die Altersgrenze beim SEK zu und macht deshalb ein Praktikum bei der Mordkommission. Mit offenen Armen wird er dort nicht empfangen aber das kümmert Schacht wenig. Er nimmt seine eigenen Ermittlungen auf und rauscht in eine schmutzige Affäre die bis in die höchsten Kreise der Politik reicht. Schacht läßt sich nicht aufhalten bis er alle Details und Hintermänner kennt. Denn eins hat Schacht beim SEK gelernt, Rückzug und Aufgeben sind keine Option. Ich fand das Buch klasse, es ist knallhart geschrieben und zieht einen direkt in seinen Bann. Mir gefällt Wolf Schacht, ein SEK Mann der einiges erlebt hat, nach seinen eigenen Regeln vorgeht, auch wenn das nicht immer gesetzes konform ist. Ein Mann mit Charakter, der nicht aus seiner Haut kann, aber immer für sein Team einsteht. Das macht ihn sympathisch und authentisch. Bitte mehr davon.

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