Michael Berka

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Cover des Buches Es tut sich was um Barbara. Barbara und die vier Bibis. (ISBN: B00285K9NI)
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Rezension zu "Es tut sich was um Barbara. Barbara und die vier Bibis." von Michael Berka

Ein Buch, das ich in meiner Kindheit besessen habe
KarinJvor 3 Monaten

Inhalt:

Laut Untertitel handelt es sich hierbei um eine fröhliche Feriengeschichte. In 8 Kapiteln auf 62 Seiten, einige davon sind Illustrationen, erleben Barbara und ihre vier Freundinnen (man nennt sie "die Bibis" nach ihren Mützen) einiges, das für Erheiterung und ein bißchen Aufregung sorgt. Zu Beginn werden die Mädchen vorgestellt: die ungeschickte Christa, die in der Schule ein großes Faß Tinte fallen lässt und das ganze Klassenzimmer verschmutzt; die gewissenhafte Anneliese; die forsche Heidi; Erika aus reichem Haus, der Freundschaft wichtiger ist als Besitz; und Barbara, die für ihre Mutter Geld verdienen möchte und nach den Ferien in der Fabrik arbeiten soll, denn eine Ausbildung kann man sich nicht leisten. Erst einmal sind jedoch Ferien und die verbringen die 5 auf einer Tour im Faltboot. Sie spielen den überheblichen Mädchen der Oberklasse einen Streich, treffen die Jungs von der Teufelsinsel, finden eine Bucht am Fluß zum Zelten und so weiter. Eine Fortsetzung erfährt die Geschichte im Band "Barbara, dir winkt das Glück".

Bewertung:

Nachdem mir Szenen der Geschichte so lange im Kopf geblieben sind, hat sie wohl Eindruck auf mich gemacht. Ich weiß, dass ich sie damals mit großen Interesse gelesen habe. Im Gespräch der Mädchen tauchen viele Ideen (wie ein Schulstreik) und Ereignisse auf. Das ergibt Tempo und Lebhaftigkeit. In guter Erinnerung blieben mir der positive Ton und die Freundschaft zwischen den Mädchen. Man neckt sich vielleicht. Aber es ist immer klar, dass man sich gegenseitig gern hat. Eine Szene weiß ich noch, wo die Gruppe unvermutet auf ihre Lehrerin trifft, und diese ein Kompliment macht. Das Mädchen ist überrascht, weil dies aus einem "Versagen" ihrerseits heraus entstanden ist. Die Botschaft, dass Fehler eine Chance sind, ist auch heute noch aktuell und in unserer Leistungsgesellschaft wichtig; und mir gefällt, dass der Autor Michael Berka eine für die damalige Zeit (1960er Jahre) sehr fortschrittliche Haltung einnimmt. Ich mag außerdem, dass Michael Berka neben der Handlung auch Gefühle darstellt. Denn Menschen sind eigentlich wichtiger als Ereignisse. Zudem hat er geschickt lehrreiche Elemente z. B. über Bernstein in die Handlung integriert. Der Sprache merkt man die Enstehungszeit an; vieles würde man heute nicht mehr so schreiben (z. B. Verniedlichungsformen, Ohrfeigen). Die Darstellung wirkt zudem etwas kindlich, als adressiere man 12 bis 14 jährige Kinder, auch wenn man sie teils siezt. Dementsprechend sind die Mädchen laut Angabe tatsächlich so alt, dass sie im nächsten Jahr Abitur machen, also 17 bis 18 Jahre alt. Ich glaube aber nicht, dass Jugendliche in diesem Alter heute noch Interesse an diesem Buch hätten. Das Ende kommt dann sehr rasch, ein Handlungsstrang bleibt dabei offen; und es wird auf den Folgeband verwiesen. Ich gebe dem Buch 5 nostaligsche Sterne.

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