Michael Bienert

 4,7 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor*in von Die Zwanziger Jahre in Berlin, Kästners Berlin und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Michael Bienert, geboren 1964, lebt als freier Autor in Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Berliner und Potsdamer Kulturgeschichte in Zeitungen und Büchern, darunter Schiller in Potsdam 1804 (2013), Die Entdeckung Berlins (2014), Kästners Berlin (2014, 4. Auflage 2017), E.T.A. Hoffmanns Berlin (2015), Döblins Berlin (2017). Weitere Informationen zum Autor unter www.text-der-stadt.de.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Michael Bienert

Cover des Buches Die Zwanziger Jahre in Berlin (ISBN: 9783957230652)

Die Zwanziger Jahre in Berlin

(6)
Erschienen am 17.01.2019
Cover des Buches Kästners Berlin (ISBN: 9783945256008)

Kästners Berlin

(3)
Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Moderne Baukunst in Haselhorst (ISBN: 9783957230508)

Moderne Baukunst in Haselhorst

(2)
Erschienen am 17.04.2015
Cover des Buches Brechts Berlin (ISBN: 9783947215270)

Brechts Berlin

(2)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Das kunstseidene Berlin (ISBN: 9783947215850)

Das kunstseidene Berlin

(1)
Erschienen am 28.10.2020
Cover des Buches Kaiserzeit und Moderne (ISBN: 9783929829471)

Kaiserzeit und Moderne

(1)
Erschienen am 01.06.2007

Neue Rezensionen zu Michael Bienert

Cover des Buches Kästners Berlin (ISBN: 9783945256008)
AndreasKuecks avatar

Rezension zu "Kästners Berlin" von Michael Bienert

AndreasKueck
...auf den Spuren des großen Literaten Kästner!

Michael Bienert ist der absolute Kenner für das literarische Berlin: Neben seiner Tätigkeit als Kulturjournalist fungiert er im realen Leben ebenso wie zwischen zwei Buchdeckeln als versierter literarischer Stadtführer (www.text-der-stadt.de). Der interessierte Leser kann sich gemeinsam mit ihm auf Spurensuche begeben und je nach persönlichem Gusto einen Blick auf die literarischen Schauplätze von Bertolt Brecht, Alfred Döblin, E.T.A. Hoffmann oder Erich Kästner werfen.

Bienert folgt sehr akribisch aber nicht detailversessen dem großen Literaten auf seinen Wegen durch das Berlin zwischen den Jahren 1927 und dessen Tod. Dabei unterteilt er die Kapitel klug in Lebensphasen und Schaffensperioden ein. In den Lebensphasen Kästners begleiten wir ihn durch das pulsierende kulturelle Berlin der Vorkriegsjahre, besuchen mit ihm Kabaretts, Cafés und Theater und machen einen Abstecher ins Zeitungsviertel. Die Kriegsjahre engen den Freigeist nicht nur in seiner Kreativität ein. Auch geografisch wird Kästners Radius enger. Sowohl die Bücherverbrennung als auch die Reichspogromnacht erlebte er hautnah mit. Persönliche Repressalien durch die Gestapo veranlassten ihn, sich zunehmend zwischen den schützenden Wänden seiner Wohnung zurückzuziehen, da er sich nur hier wirklich sicher fühlte. Nach dem Krieg zog Kästner nach München, fühlte sich Berlin dank Familie und Freunden weiterhin verbunden.

Auch Kästners Figuren flanieren durch die Straßen der Weltmetropole: Emil und die Detektive scheuchen uns quer durch Berlin auf der Suche nach einem üblen Dieb. Pünktchen und Anton geben uns einen Einblick sowohl ins noble Villenviertel als auch in die zwielichtige Gegend rund um die Weidendammer Brücke. Seine Romanfigur Jakob Fabian lässt er plan- und ziellos durch das dekadente und verruchte Wedding treiben.

Anhand von historischen Straßenkarten mit detaillierten Ortsangaben kann ich als Leser den jeweiligen „Spaziergängen“ folgen und gemeinsam mit dem Autor und seinen Geschöpfen durch das frühere Berlin schlendern. Die Atmosphäre der damaligen Stadt wird durch zeitgenössische Dokumente, Fotografien und Postkarten heraufbeschworen. Demgegenüber vermitteln die aktuellen Fotos der Straßen und Orte einen guten Eindruck über die Veränderungen, die eine Stadt zwangsläufig über die Jahre bzw. Jahrzehnte durchlebt.

Michael Bienert überzeugt in jedem Kapitel mit fundierten Kenntnissen über das Leben und Wirken Erich Kästners. Doch auch der große Literat kommt hier selbst zu Wort und liefert uns in Anekdoten, Zitaten, Tagebucheintragungen und Artikeln seine persönliche Sicht auf „sein“ Berlin.

Die Fülle an Informationen wird komplementiert sowohl durch Anmerkungen von Bienert zu den jeweiligen Kapiteln als auch um ein Adressbuch „Kästners Berlin von A bis Z“, das trotz seines Umfangs keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt: Kästner war ein sehr umtriebiger Mensch, der Kontakte quer durch die Stadt pflegte. Wer kann da schon genau sagen, wo er sich überall „rumgetrieben“ hatte.

Michael Bienerts vorliegendes Werk über Erich Kästner nötigt mir Respekt ab. So schafft der Autor den schwierigen Spagat zwischen Sachbuch, Bildband und Zitaten-Sammlung äußerst informativ und unterhaltsam.

Cover des Buches Die Zwanziger Jahre in Berlin (ISBN: 9783929829280)
Brigitte_Kraechans avatar

Rezension zu "Die Zwanziger Jahre in Berlin" von Michael Bienert

Brigitte_Kraechan
Nach der Lektüre des Buches wünschte ich mir mehr Zeit in Berlin verbringen zu können

Durch die Recherche zu meinem Buch, das im Berlin der Zwanziger Jahre spielt, war ich für Informationen, die der vorliegende Wegweiser gibt, schon sensibilisiert. Trotzdem fand ich darin Tipps und Anregungen, die ich so noch nicht in anderen Büchern über die Zwanziger Jahre gelesen hatte. Insbesondere die Kapitel über das Bauen in dieser Zeit und was davon im heutigen Berlin übrig geblieben ist, waren für mich neu und interessant. Mein nächster Berlin Aufenthalt wird mich sicherlich zu den angesprochenen Orten  in Kapitel 5 "Wohnen im Weltkulturerbe" führen - ich bin gespannt

Cover des Buches Kästners Berlin (ISBN: 9783945256008)
tartines avatar

Rezension zu "Kästners Berlin" von Michael Bienert

tartine
Auf Erich Kästners Spuren in Berlin

Ich habe ein Jahr drin geschmökert, bin immer wieder eingetaucht und habe die beschriebenen Stellen im Emil und Fabian nachgelesen. Das Buch ist sehr schön gemacht, mit vielen Fotos und Zeitdokumenten. Mich hat sehr fasziniert, wie intensiv der Autor recherchiert hat und auf Spurensuche gegangen ist. Nun, es scheint sein Hobby zu sein, ein schönes Hobby!

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