Michael Blake

 3.8 Sterne bei 80 Bewertungen
Autor von Der mit dem Wolf tanzt, Der Tanz des Kriegers und weiteren Büchern.

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Michael BlakeDer mit dem Wolf tanzt
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Der mit dem Wolf tanzt
Der mit dem Wolf tanzt
 (58)
Erschienen am 01.03.1999
Michael BlakeDer mit dem Wolf tanzt
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Der mit dem Wolf tanzt
Der mit dem Wolf tanzt
 (8)
Erschienen am 13.03.2007
Michael BlakeDer Tanz des Kriegers
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Der Tanz des Kriegers
Michael BlakeDer Himmel der Krieger
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Der Himmel der Krieger
Der Himmel der Krieger
 (4)
Erschienen am 01.05.1999
Michael BlakeDances with Wolves
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Dances with Wolves
Dances with Wolves
 (1)
Erschienen am 25.04.1991
Michael BlakeEin Mann gibt nicht auf
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Ein Mann gibt nicht auf
Ein Mann gibt nicht auf
 (1)
Erschienen am 01.03.1995
Michael BlakeWords of Love
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Words of Love
Words of Love
 (0)
Erschienen am 01.07.1992
Michael BlakeIndian Yell
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Indian Yell
Indian Yell
 (0)
Erschienen am 31.08.2006

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Rezension zu "Der Tanz des Kriegers" von Michael Blake

Ein "Tanz" in den Abgrund
SiColliervor 3 Jahren

Doch Weiser Vogel ahnte, was dies alles bedeutete: Die Comanchen und alle, die so waren wie sie, waren zum Aussterben verurteilt. (Seite 225)

Meine Meinung

John Dunbar war schon lange tot. Wenn man an die seltsamen Umstände denkt, unter denen er seinerzeit an die Siedlungsgrenze versetzt wurde und zu den Comanchen kam, ist es kein Wunder, daß man ihn als tot betrachtete - falls sich überhaupt noch jemand an ihn erinnerte. Ihm war das sicherlich mehr als recht, lebte er doch glücklich und zufrieden mit seiner Familie schon seit über zehn Jahren bei den Comanchen. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte das bis zu seinem Ende so bleiben können. Aber nicht immer gehen Wünsche in Erfüllung.

Denkt man an die Zeit, in der die Handlung dieses Romans beginnt, wird dem geneigten Leser sofort klar, daß es die letzten Jahre des freien Lebens der Comanchen sind. Ihre Zeit ging zu Ende und würde bald für immer vorüber sein. So schloß „Der mit dem Wolf tanzt“ - und dieses Ende ist der Inhalt vom „Tanz des Kriegers“. Ich habe das Buch darob mit einer gewissen Beklemmung begonnen, war mir doch bewußt, daß da harter Stoff auf mich zu kommen würde, daß es vermutlich auch unter den Hauptfiguren Tote zu beklagen sein würden - und daß die Welt, wie sie im Vorgängerbuch sowie hier zu Beginn beschrieben wird, endgültig untergegangen sein wird.

Meine Vorahnung hatte mich nicht getrogen.

Stilistisch empfand ich den „Tanz des Kriegers“ besser als seinen Vorgänger; inwieweit das möglicherweise (auch) an der Übersetzung liegt, habe ich nicht weiter erkundet. Allerdings habe ich mich an manchen Stellen ertappt zu wünschen, daß es doch eher umgekehrt wäre. Zwar ist auch hier die Sprache eher Richtung nüchtern und sachlich denn ausladend beschreibend; aber die Ereignisse waren auch so noch schlimm genug, daß ich immer wieder beim Lesen einhalten und kurz pausieren mußte, und sei es nur, weil wieder mal ein Staubkorn oder ähnliches ins Auge geflogen war und ich auf wieder klare Sicht warten mußte.

Ich habe schon manches zum Thema Indianerkriege / Untergang des freien Lebens gelesen, aber noch nie fand ich den Kontrast zwischen der Lebensweise der Indianer und der des Weißen Mannes so kraß und beeindruckend beschrieben wie hier. Das Buch wird, bis auf wenige Kapitel, konsequent aus Sicht des Roten Mannes erzählt, ebenso wie Begegnungen zwischen Roten und Weißen. Vor allem in diesen Szenen des direkten Aufeinandertreffens werden die großen, vielleicht unüberbrückbaren, Gegensätze der beiden Lebensweisen deutlich. Genau so, wie mehr als deutlich wird, daß die Weiße, im Gegensatz zur Roten, keine andere neben sich duldet und entweder bedingungslose Unterwerfung fordert - oder mit Vernichtung droht. Und letztere im Zweifel eher früher denn später vollzieht.

Recht bald wird aber klar, daß es einen weiteren Grund gibt, weshalb die Indianer auf mittlere und längere Sicht kaum eine Chance hatten: nämlich ihre Uneinigkeit. Als die Bedrohung von außen immer größer wurde, zerfielen die Gemeinschaften in zwei Lager: die, die für die alte Lebensweise kämpfen wollten und die, die Frieden und bis zu einem gewissen Grade Anpassung wollten. Mir fiel beim Lesen fatalerweise eine, eigentlich wohl recht weit hergeholte, Parallele zu unserer heutigen Zeit ein: die aktuelle Flüchtlingskrise hat in der EU quasi zur Bildung von zwei Lagern geführt, die sich mehr oder weniger unversöhnlich gegenüber stehen. Was aus solcher Uneinigkeit folgt (oder folgen kann), mag sich jeder selbst ausmalen. Andererseits, seit wann hat der Mensch je aus der Geschichte gelernt?

Oder wann haben Lernwillige jemals etwas zu sagen gehabt? Recht deutlich wird der Kontrast in einer der bewegendsten Szenen des Buches, nämlich der Ansprache, die Häuptling Zehn Bären im Weißen Haus in Gegenwart des Präsidenten hält. Letzterer zeigt seine Ignoranz, vor allem aber sein Unverstehen, mehr als überdeutlich in seiner Erwiderung darauf. Es gab nichts mehr zu sagen. Außer mit der Sprache der Waffen.

Danach ging es relativ schnell; aber auch das hat seine Gründe. Denn während die Delegation der Indianer in Washington empfangen wurde, liefen die Kriegsvorbereitungen der US Army auf Hochtouren. Die wesentlichen im Buch beschriebenen Schlachten haben tatsächlich, und mit demselben Ausgang wie im Roman, stattgefunden. Wieder und wieder habe ich mich beim Lesen gefragt, wie eine Nation, ein Staat, der sich - um es sehr vorsichtig auszudrücken - mit solchen doch recht zweifelhaften Methoden (vom Vertragsbruch bis hin zu Ausrottung ganzer Völker) zu seiner Größe (?) erhoben hat, einen moralischen oder gar einen Führungsanspruch erheben kann. Aber damals wie heute zählt offensichtlich die reine wirtschaftliche und militärische Macht und Stärke. Was bedeuten da schon Ethik und Moral?

Am Ende angekommen, man hat es längst geahnt, ist das freie Leben der Indianer nicht mehr existent, und haben viele, zu viele, der vertrauten und liebgewordenen Figuren die Sterne überquert. Zurück bleiben Erinnerungen und Legenden, mögen sie wahr oder erfunden sein, an die, die einmal waren. Und wenn irgendwo ein Wolf heult, wer weiß, ob es nicht auch unter ihresgleichen eine Erinnerung gibt an den, der einstens genannt wurde Der-mit-dem-Wolf-tanzt.


Kurzfassung

In melancholischer Grundstimmung wird die Geschichte von Der-mit-dem-Wolf-tanzt weitererzählt - bis hin zum tragischen Ende der Comanchen.

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Rissas avatar

Rezension zu "Der mit dem Wolf tanzt" von Michael Blake

Langweilig
Rissavor 3 Jahren

Inhalt
An der westlichen Siedlungsgrenze der USA, 1863: Der amerikanische Bürgerkrieg tobt, doch nach einer Heldentat wird Lieutenant John J. Dunbar auf eigenen Wunsch in den Westen versetzt. Doch als er Fort Sedgewick erreicht, ist es verlassen, und aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände gerät seine Versetzung in Vergessenheit.
Auf sich alleine gestellt versucht Dunbar, dennoch einen geregelten Tagesablauf zu führen und das vernachlässigte Fort herzurichten. Gesellschaft leisten ihm einzig sein Pferd Cisco sowie ein alter Wolf – bis eines Tages Indianer auf ihn aufmerksam werden, die ein Auge auf sein Pferd geworfen haben.
Als er allerdings eine schwer verletzte junge Frau auf der Prärie findet und sie in das Lager der Comanchen bringt, ändert sich sein ganzes Leben…

Meine Meinung
Den meisten sollte der Titel des Buches bekannt sein, wurde es doch mit großem Erfolg verfilmt. Ich selbst kenne den Film bisher nicht, was für eine unabhängige Betrachtung des Buches wahrscheinlich nicht verkehrt ist.
Inhaltlich bietet der Roman nicht allzu viel Neues. Es geht um einen aufgeschlossenen, noblen Mann, der sich an der Natur um ihn herum erfreut und sich nach und nach für die Comanchen erwärmt und an ihrem Leben Anteil nimmt. Über seine Vergangenheit erfährt der Leser so gut wie nichts. Es werden zwar ein paar Andeutungen gemacht, doch werden diese nicht weiter ausgeführt. Dadurch bleibt die ganze Figur doch ziemlich blass.
Auch die anderen Charaktere werden auf wenige Eigenschaften reduziert, der Medizinmann ist weise, verständnisvoll und neugierig, der Krieger wild und ungestüm, und auch Die-sich-mit-der-Faust-behauptet bleibt ziemlich blass, obwohl hier wenigstens ein winziger Einblick in ihre Vergangenheit gegeben wird.
Gleiches gilt für den Alltag und die Zeremonien im Lager der Comanchen, sie werden nur oberflächlich betrachtet, wenn sie gerade für den Fortgang der Geschichte wichtig sind. Etwas mehr Betonung wird auf die Beschreibung der Natur, der Prärie, der Büffeljagd und die mutwillige Zerstörung durch die Weißen gelegt, doch auch diese Beschreibungen sind recht knapp gehalten.
Gelegentlich erfährt man durch Tagebucheintragungen, wie viel Zeit vergangen ist. Diese kommt mir jedoch meist viel zu kurz für all das Erlebte vor. So wird beispielsweise beschrieben, wie der Wolf sich an Dunbar gewöhnt, doch beläuft sich diese Gewöhnungsphase, in der Dunbar den Wolf noch nicht einmal täglich sieht, auf ein paar wenige Tage. Auch die Zeit, in der er sich mit den Indianern anfreundet und ihre Sprache lernt, erscheint mir viel zu knapp.
Der Schreibstil lässt leider sehr zu wünschen übrig. Die Sätze sind sehr kurz gehalten und einfach strukturiert, wodurch sie oft abgehackt wirken und wenig Spannung aufkam. Auch hatte ich so meine Probleme mit dem Satzbau, bei dem gelegentlich mal das Prädikat gefehlt hat, was ich auf die Übersetzung zurückführe. Ich hoffe doch, dass das im Original nicht der Fall ist. Außerdem werden dem Leser offensichtliche Dinge erst noch unter die Nase gerieben. So wird beispielsweise erklärt, dass der Name Loo-Ten-Nant, mit dem die Indianer Dunbar zunächst bezeichnen, sich von Lieutenant, seinem Rang, mit dem er sich vorgestellt hat, ableitet.
Wörter aus der Sprache der Comanchen kommen nicht vor, sondern werden in die Sprache des Buches, in diesem Fall also die deutsche, übertragen, selbst sämtliche Namen, von denen Dunbar die Bedeutung zunächst nicht kennt, werden übersetzt.
Die meisten der Probleme, die ich mit diesem Buch hatte, lassen sich dadurch erklären, dass es wohl direkt mit der Absicht geschrieben wurde, als Grundlage für einen Film zu dienen, für den vertiefende Informationen einfach unwichtig sind. Das erklärt zwar die Defizite, doch wird das Buch dadurch leider nicht besser…

Fazit
Das Buch hätte gut sein können, doch die sehr knappen, oberflächlichen Beschreibungen und der schlechte Schreibstil verhindern dies. Während ich die erzählte Geschichte um den noblen Soldaten ganz interessant fand, konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Ich fand das Buch schlichtweg langweilig.

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Reneesemees avatar

Rezension zu "Der mit dem Wolf tanzt" von Michael Blake

Erst Buch dann Film
Reneesemeevor 5 Jahren

Mit einem Stab von 48 Schauspieler, 130 Mitarbeitern, 500 Statisten, 300 Pferden und über 3000 Büffeln nimmt sich Costner viel Zeit, diese sooft gefilmte Geschichte erneut und neu zu erzählen mit traumhaften Bildern über den Reichtum der unberührten Prärie South Dakotas mit einer Mehrzahl von Nachfahren ihrer Ureinwohner in der Verkörperung ihrer eigenen Sprache und Tradition sowie einer berührenden und einfühlsamen grandiosen Filmmusik.

Im Kern eine romantische Liebesgeschichte ist dieser Film darüber hinaus vor allem ein faszinierendes Portrait in harmonischen nie anklagenden oder verdammenden mit Spannung. Ruhe sowie Humor und amüsanten Ereignissen und Begegnungen durchsetzten der Geschichte und Wahrheit gerecht werdenden Facetten über das Volk der Indianer per se sowie ihr Zusammentreffen mit den Yankees und einer neuen Lebensform von uns glorifizierend als Zivilisation bezeichnet.

Ich kann euch das Buch und den Film nur empfehlen

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