Michael Brückner

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Autor von Achtung! Bargeldverbot!, Die Akte Wikipedia und weiteren Büchern.

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Achtung! Bargeldverbot!

Achtung! Bargeldverbot!

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Erschienen am 26.11.2015
Die Akte Wikipedia

Die Akte Wikipedia

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Erschienen am 25.06.2014
Vorsicht Währungsreform!

Vorsicht Währungsreform!

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Erschienen am 29.03.2012
Politische Korrektheit

Politische Korrektheit

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Erschienen am 24.10.2013
Geld von seiner heiteren Seite

Geld von seiner heiteren Seite

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Erschienen am 10.08.2017
Perfekter Redner in 60 Minuten

Perfekter Redner in 60 Minuten

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Erschienen am 08.12.2014

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Rezension zu "Achtung! Bargeldverbot!" von Michael Brückner

Mit dem Bargeld werden auch Freiheit und Selbstbestimmung verschwinden
R_Mantheyvor 3 Jahren

Es gehört zu den politischen Praktiken der EU, hin und wieder einen Versuchsballon zu starten. Folgt darauf keine bedeutende Reaktion in den Mitgliedsstaaten, dann kann man frohen Mutes zum nächsten Schritt übergehen. Misstrauische Bürger werden bemerkt haben, dass es in diesem Zusammenhang immer wieder Einlassungen gibt, die am Nutzen von Bargeld zweifeln. Bisher kommen solche Äußerungen in Deutschland vor allem aus dem Bankenbereich. Darüber muss man sich nicht wundern, denn die Banken gehören zu den größten Profiteuren, wenn es kein Bargeld mehr geben sollte. Während es in Deutschland bisher kaum Einschränkungen beim Bezahlen mit Bargeld gibt, existieren in anderen EU-Ländern bereits erhebliche Restriktionen. Insofern kann man ein kommendes Bargeldverbot nicht mehr so ohne Weiteres in den Bereich von Verschwörungstheorien schieben. Es besteht eine erhebliche Gefahr, dass dieser Albtraum in nicht allzu ferner Zukunft Realität werden wird.

Darauf und auf die erheblichen Folgen geht der Autor dieses Buches recht ausführlich ein. Natürlich kommt ein Bargeldverbot nicht über Nacht. Es kann auf verschiedenen Wegen vorbereitet werden, wie Michael Brückner schreibt. Dazu gehören finanzielle Repressionen wie Zusatzgebühren oder Steuern auf Bargeldzahlungen, Einschränkungen in der Höhe einer Zahlung und andere Maßnahmen, die von einem propagandistischen Trommelfeuer begleitet werden, das dem Bürger erklären wird, wie schmutzig Bargeld in jeder Beziehung und wie umständlich es zu handhaben ist. Bargeld gehöre nicht mehr in die moderne Welt, es sei die Währung der Kriminellen und Steuerhinterzieher und sei besonders für Geldwäsche sehr nützlich. Und damit wolle man doch wohl nichts zu tun haben. Komisch nur, dass es bisher ging.

All diese Argumente lassen sich leicht widerlegen. Man kann das in diesem Buch schnell nachlesen. Ebenso befasst sich Brückner mit dem naiven Argument, wer nichts zu verbergen habe, müsse auch nichts befürchten. Wer so argumentiert, könne auch gleich seine ganze Privatsphäre für jedermann offenlegen. Man muss noch nicht einmal viel Phantasie besitzen, um sich die Folgen eines Bargeldverbots klar zumachen. Beispielsweise lassen sich bei Kartenzahlungen ganze Bewegungsprofile erstellen. Das persönliche Kaufverhalten liegt plötzlich offen. Wenn schon Meldeämter Daten an Privatunternehmen verkaufen, dann werden das Banken doch wohl erst recht tun. Ganz nebenbei liegt es bei fehlendem Bargeld im Ermessen der Banken oder des Staates, ob man an sein Konto kommt oder nicht. Als 2013 in Zypern Banken pleite gingen, hafteten Kontoinhaber mit. Ungefragt selbstverständlich. Zwar war die Einlagengröße, ab der die Haftung zog, relativ hoch, doch das kann sich schnell ändern, wenn es keinen Ausweg mehr aus dem Bankensystem gibt. Negativzinsen lassen sich sinnvoll nur durchsetzen, wenn der Bürger zu Bankkonten gezwungen wird. Ebenso werden die absehbaren Staatspleiten viel einfacher und widerstandsloser auf die Bürger abzuwälzen sein.

Man sollte sich mit diesen Fragen schon gründlich beschäftigen, wenn man es bisher noch nicht getan hat. Michael Brückners Buch kann dabei eine gute Hilfe sein. Es zeigt beiläufig auch, wie seit Jahren mit verschiedenen Argumenten das Netz der finanziellen Überwachungen immer dichter geknüpft wurde. Wenn es erst einmal dicht genug ist, wird wahrscheinlich auch der Letzte begreifen, dass es nicht nur um Reiche geht, wie suggeriert wird, sondern um alle.

Die Folgen eines Bargeldverbots lassen sich auf wenigen Seiten abhandeln. Brückners Buch ist hingegen etwas dicker. Das liegt daran, dass er sich einige Male wiederholt und auch Themen behandelt, die zwar mit einem Bargeldverbot irgendetwas zu tun haben, aber dennoch sehr weit ab vom Wesentlichen liegen, wie etwa die heute gängigen verschiedenen Bezahlsysteme und ähnliche Themen. Ob sich ein Bargeldverbot verhindern lässt, bleibt offen. Vieles hängt nicht nur vom Willen der Bürger ab, sondern auch vom Schicksal der EU und ihrer Kunstwährung.

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Rezension zu "Die Akte Wikipedia" von Michael Brückner

"Die lässige Beziehung zur Wahrheit"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia gilt bei vielen Menschen als Quelle unstrittigen Wissens. Oft wird dabei übersehen, dass sich Wikipedia ein Monopol erarbeitet hat, an dem wohl (ähnlich wie bei Google) nur noch schwer zu rütteln ist. Man kennt jedoch weder die anonymen Schreiber von Wikipedia, noch liegen die Strukturen dieser sich durch Spenden finanzierenden Gruppe wirklich offen.

Was sind das für Menschen, die unentgeltlich Artikel für diese Plattform verfassen und dabei nicht einmal sicher sein können, dass ihre Arbeit nicht von anderen anonymen Mitstreitern in einer Weise verändert wird, die ihnen vielleicht nicht gefällt? Der Autor dieses schmalen Buches zitiert Untersuchungen, nach denen es sich dabei mehrheitlich um entweder relativ junge Leute, meist Studenten, oder um Pensionäre und dabei oft um Lehrer handelt.

Ursprünglich hatte der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales vor, eine Online-Enzyklopädie nach dem Muster bekannter Lexika aufzubauen. Er suchte sich dazu Mitstreiter, die erst einmal eine Qualifikation nachweisen mussten. Doch dieses Projekt scheiterte kläglich daran, dass der Ausstoß von relevanten Artikeln so langsam ablief, dass es wohl noch Jahrzehnte gedauert hätte, um die Buchform abzulösen. Also musste die sogenannte Schwarmintelligenz herhalten, bei der jeder, der sich einfachen Bedingungen unterwarf, mitmachen konnte. Dieses Modell führte zu einem rasanten Ausstoß von Artikeln und begründete den Erfolg des Projektes.

Die nachzuweisende Qualifikation der Mitstreiter wurde also durch eine vorgeblich demokratische Struktur ersetzt, die vor Fehlern und Einseitigkeit schützen sollte. Aber funktioniert das tatsächlich? Offensichtlich nicht, denn es existieren zahlreiche auch haarsträubende Beispiele, von denen die meisten in diesem Buch angeführt werden, die das Funktionieren dieses Modelles in Zweifel ziehen. Darauf kann man aber auch ohne einen praktischen Test kommen, denn die Achillesferse eines solchen Modells bilden die Menschen, die sich für dafür begeistern lassen. Dass dabei ein typisches Abbild der Gesellschaft oder der wissenschaftlichen Gemeinde zustande kommt, ist sehr unwahrscheinlich, denn Idealismus korreliert nachweislich besonders gerne mit linken Weltanschauungen.

Und so verwundern die in diesem Buch angeführten Beispiele für mangelnde Neutralität wohl kaum. Aber das ist nicht der einzige Kritikpunkt, den der Autor anführt. Angeblich sind wenigstens 60% aller Beiträge über Unternehmen fehlerhaft. Ebenso existieren Beweise, dass große Unternehmen in der Lage sind, solche Beiträge in ihrem Sinne zu verändern. Und wen wundert in diesem Zusammenhang eigentlich noch, dass große PR-Agenturen raffiniert und massiv bei Wikipedia manipulieren? Beispiele findet man im Text.

Angesichts dieser Tatsachen gewinnt leider die massive Verstärkung solcher Effekte durch den nicht mehr recherchierenden, sondern mit Wikipedia arbeitenden Journalismus eine besondere Bedeutung. Auf diese Weise werden selbst offensichtliche Fehler kritiklos in die Welt getragen und durch ihre massenhafte Wiederholung für viele Menschen zur scheinbaren Wahrheit. In diesem Sinne dient Wikipedia gewissermaßen als Propagandaplattform für bestimmte Inhalte, die man nicht mehr als solche erkennt, weil sie schließlich in einer hohes Vertrauen genießenden Enzyklopädie stehen. Dass diese Enzyklopädie von anonymen Schreibern zusammengestellt wird, die von einer (wie der Autor dies nennt) sektenartigen Struktur dominiert werden, wird dabei den meisten Nutzern nicht bewusst sein.

Der Autor steht mit seiner Kritik nicht allein. Viele angesehene Institutionen halten Wikipedia schon lange nicht mehr für eine vertrauenswürdige Quelle. Wenn man es nicht auch so schon wusste oder ahnte, dann wird man wohl nach dem Lesen dieses Buches vielleicht etwas vorsichtiger mit seinem Vertrauen sein.

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Rezension zu "Vorsicht Währungsreform!" von Michael Brückner

"Wenn der Staat Pleite macht, dann geht natürlich nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger."
R_Mantheyvor 3 Jahren

Zahlen lügen bekanntlich nicht. Auch wenn mancher Berufsoptimist treuherzigen Mitmenschen immer noch einreden möchte, dass Deutschlands Schulden zurückgefahren oder gar bezahlt werden können, die Zahlen sprechen eine ganz andere und sehr deutliche Sprache. Und wenn man sich ein wenig tiefer mit der Materie befasst, dann wird man bald verstehen, dass die rasant steigende Staatsverschuldung Deutschlands demnächst in einer Pleite enden muss.

Diese Tatsache stellt den Ausgangspunkt des Buches von Michael Brückner dar. Nun existieren schon einige Bücher mit ähnlichem Inhalt. Viel Neues wird der Leser also nicht erwarten können, wenn er Vorgängerbücher bereits gelesen hat. Brückner unterteilt seinen Text in fünf Abschnitte. Zunächst befasst er sich mit den verschiedenen Varianten der Entschuldung eines Staates bei seinen Bürgern, angefangen von der Inflation bis zur Währungsreform.

Dass Banken und Staaten pleite gehen können, wissen wir inzwischen nicht nur aus der Geschichte. Die meisten großen europäischen Banken wären in einer funktionierenden Marktwirtschaft bereits zusammengebrochen. Doch der Steuerzahler musste sie retten, obwohl er das nicht wirklich wollte. In Wahrheit erlebte er hier jedoch nur das Vorspiel seiner wirklichen Enteignung, denn Bankenkrisen sind in der Regel - wie die Geschichte zeigt - ein starker Hinweis auf kommende Staatspleiten. Der zweite Abschnitt zeigt solche Beispiele aus der jüngsten Geschichte, und er räumt auch mit dem Irrtum auf, dass Zentralbanken als Retter in der Not auftreten werden. Sie tun das zwar, verzögern und verschlimmern aber nur die wirkliche Katastrophe.

Im dritten Abschnitt zeigt der Autor dann im Groben den Verlauf von Währungscrashs, angefangen mit dem deutschen Albtraum von 1923, über die Reform von 1948 bis zur Einführung der D-Mark im Osten Deutschlands. Auch andere Währungsreformen, etwa die in Argentinien, Russland und der Türkei kommen zur Sprache. Egal, wie die Abläufe konkret ausfielen, verloren haben immer die Sparer. Beispielsweise verfielen 1948 94 Prozent des Wertes von Sparguthaben in Deutschland.

Übrigens zeigen Währungsreformen auch, dass man mit Immobilien nicht auf der sicheren Seite ist. Der Autor weist nicht umsonst auf die Erhebungen bei der jüngsten Volkszählung hin. Dies ist dann schon Teil des vierten Abschnitts, in welchem dem Leser deutlich vor Augen geführt wird, dass seine Vermögensverhältnisse keineswegs ein Geheimnis für den Staat darstellen.

Im letzten Abschnitt erteilt der Autor Ratschläge zum Vermögenserhalt. Als Kriterien dafür nennt er Werthaltigkeit, Mobilität, Diskretion, Verfügbarkeit und Fungibilität, also die Möglichkeit, bestimmte Vermögenswerte wieder schnell zu Geld zu machen.

Im Hinblick auf diese Kriterien sollte man nach Ansicht des Autors Geldwert-Anlagen tunlichst meiden und stattdessen besser in Gold und Silber investieren. Für Profis empfiehlt er Diamanten. Die schmalen Hinweise dazu in diesem Buch werden also für den unerfahrenen Leser keineswegs reichen, um hier irgendwelche fundierten Entscheidungen treffen zu können. Für Profis sind sie dagegen wohl überflüssig. Ähnliches kann man auch über die Hinweise zu Edelsteinen, Perlen und Porzellan bemerken

Immobilien haben sich als Vermögensretter nicht unbedingt bewährt. Der Autor nennt in diesem Zusammenhang einige Tücken, die aus der Vergangenheit bekannt sind. Dass er dann am Ende noch Wald und Ackerland als Anlageform nennt, deutet auf eine gewisse Inkonsistenz hin, denn diese Möglichkeit widerspricht wohl etwas der geforderten Fungibilität einer Anlage. Ähnliche, aber letztlich unwesentliche Ungereimtheiten findet man auch an anderen Stellen. Beispielsweise spielt der Autor den Ablauf einer zukünftigen Währungsreform für einen Fall durch, den er davor als unwahrscheinlich bezeichnet hat.

Das Buch kann man ganz einfach zusammenfassen: Erstens, der Zusammenbruch der gegenwärtigen deutschen Währung wird garantiert kommen. Zweitens, der Bürger wird die Zeche zahlen. Drittens, wenn man Vermögen besitzt, dann sollte man einen nicht kleinen Teil davon diskret in Gold umtauschen und sicher aufbewahren. Der Text führt dem Leser die tatsächliche Situation angenehm rational und ohne Polemik vor Augen.

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