Michael Brenner

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Michael BrennerJüdische Kultur in der Weimarer Republik
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Jüdische Kultur in der Weimarer Republik
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 (2)
Erschienen am 01.03.2016
Michael BrennerGeschichte des Zionismus
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Geschichte des Zionismus
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Erschienen am 21.07.2016
Michael BrennerIsrael
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Israel
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Erschienen am 28.11.2016
Michael BrennerDer lange Schatten der Revolution
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Der lange Schatten der Revolution
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Erschienen am 17.06.2019
Michael BrennerÖffentliches Baurecht
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Öffentliches Baurecht
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Erschienen am 01.12.2013
Michael BrennerDer Holocaust in der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft
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Der Holocaust in der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft
Michael BrennerDeutsch-jüdische Geschichte in der Neuzeit Bd. 2: Emanzipation und Akkulturation 1780-1871
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Michael BrennerGeschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart
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Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart

Neue Rezensionen zu Michael Brenner

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M

Rezension zu "Israel" von Michael Brenner

Sehr fundiert und übersichtlich
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Sehr fundiert und übersichtlich

„Ein Staat wie jeder andere?“, mit dieser Frage beginnt Michael Brenner, Spezialist für Jüdische Geschichte und Kultur, seine Betrachtungen und die Darstellung der Historie des Staates Israel in der jüngeren Geschichte.

Eine Frage, die sich zu Recht stellt, denn eher sind es die ständigen Konflikte, die inneren Reibungen, die Auseinandersetzungen um die Hauptstadt Jerusalem mit ihrem Neben- und Miteinander von Islam und Judentum, der Terrorismus, die Siedlungspolitik, die offene Palästinenserfrage und fast unendlich viel mehr an Spannungen, die täglich die Nachrichten über Israel darstellen.

Ein höchst gefährdeter Staat, ein selbst gefährdender Staat, ein ewig scheinender Unruheherd in und um das geographische Gebiet herum, das scheint die Realität und Normalität Israels zu sein. Sehnsuchtsort der jüdischen Gemeinde weltweit (zumindest zu bestimmten Zeiten der Geschichte) und Rückkehrort des biblischen Volkes (und Staates) Israel.

Sorgfältig und in der Sprache sehr verständlich geht Brenner in seinem übersichtlichen Werk der Frage des modernen Staates Israel nach, angefangen bei der Entstehung des Zionismus und seines bekanntesten Vordenkers Theodor Herzl zum Ende des 19 Jahrhunderts hin. Jene Idee von einem „ganz normalen Staat im Reigen der ganz normalen Staaten“, die sich Schritt für Schritt durchsetzte, Anhänger gewann, durch die Ereignisse des Nationalsozialismus eine hohen, äußeren Druck erfuhr, der die Dinge intern stark beschleunigte und der dann kämpferisch eine Art „Landnahme“ durchführte, die im Lauf der Jahrhunderte ihresgleichen sucht.

„Die Kerle wollen glücklich sein“. Das mag als Ausgangspunkt durchaus eine Beschreibung darstellen. Wie aber jenes „Glück“ des eigenen Staates sich entfaltete, wie es verstanden wurde, welche Strömungen als pro und contra daran beteiligt waren und wie sich dieser Saat bis heute in einem umfassenden Spannungsrahmen verwirklicht und darstellt, davon bietet das Buch ein sehr bewegtes und gründliches Bild.

Brenner arbeitet dabei auch jenen „Grundgegensatz“ heraus, der als Motiv für die bewegte Geschichte des Staates Israel nicht zu unterschätzen ist. Das Selbstverständnis Israels einerseits als „ganz normaler Staat“ im politischen Sinne und das Selbstverständnis (zumindest in Teilen) des Judentums, als „auserwähltes Volk“ auch „Gottes Licht in der Welt“ zu sein und damit es auf staatlicher Ebene eben „auch anders“ zu machen „als die anderen“.

Hier deutet sich bereits auch die Grundthese an, die Brenner formuliert und im Hintergrund seiner gesamten Darlegungen als roten Faden beibehält und weiter entfaltet. Dass bei aller Anstrengung der theoretischen Vordenker und der praktischen Politiker, das „ganz Normale“ in den Vordergrund zu rücken und zum Maßstab des politischen Handelns zu setzen, dennoch gilt (und praktisch nachgewiesen werden kann): „Zu tief verankert waren die jahrhundertealten Vorstellungen von den Juden als „den Anderen“, um sie in wenigen Jahrzehnten spurlos verschwinden zu lassen“.

Was eben auch für das Selbstverständnis handelnder Politiker und kulturell einflussreicher Personen im Israel der Moderne gilt. In Verbindung mit dem Genozid und der dann quasi eigenmächtigen Proklamation des Staates Israel kommen zwei weitere, für die Außensicht auf Israel und das Selbstverständnis des Staates selbst hinzu, die bis in die Gegenwart hinein das Bild außen wie innen entscheidend mitbestimmen.

Eine sehr interessante, ruhige und sachliche Lektüre, die den Zionismus, die Gründung des Staates, die innere wie äußere Geschichte und die dahinterliegenden Haltungen nachvollziehbar vor Augen führt.

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