Michael Bulgakow Der Meister und Magarita

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Inhaltsangabe zu „Der Meister und Magarita“ von Michael Bulgakow

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  • Rezension zu "Der Meister und Magarita" von Michael Bulgakow

    Der Meister und Magarita

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    24. October 2012 um 07:45

    Das Buch „Meister und Margarita“ ist ursprünglich in den 1960er Jahren in einer stark zensierten Fassung erschienen und avancierte damals nicht nur im Osten zum Kultbuch. Als Bulgakow mit 49 Jahren starb, hatte er die letzten zwölf Jahre an seinem Lebenswerk „Meister und Margarita“ geschrieben. In den drei verschiedenen Erzählebenen wimmelt es nur so von satirischen Anspielungen, allegorischen Bildern, aberwitzigen Plots und phantastischen Ereignissen. Hier wird nicht nur mit dem damaligen korrupten und bürokratischen sowjetischen Alltag abgerechnet. Auch Duckmäuser, Spießer und der Kulturbetrieb schlechthin bekommen satirische Ohrfeigen. Ein Lyriker und ein Kritiker halten einen Disput. Der Lyriker hat ein Gedicht über Pontius Pilatus verfasst, mit dem der Kritiker überhaupt nicht einverstanden ist. Während die beiden ihren Disput über dieses Gedicht austrage, mischt sich ein mysteriöser Fremder in das Gespräch mit ein. Er behauptet, er wäre damals dabei gewesen. Die Geschichte, die er erzählt, weicht ein wenig von der überlieferten Version ab und dennoch, keiner glaubt ihm. Als dann aber der Tod des Kritikers auf genau auf die Art und Weise eintritt, wie es der Fremde vorhersagte, beginnt der Boden der Realität des Lyrikers zu schwanken. In der Irrenanstalt, in der sich der Lyriker wiederfindet, wird er von jemandem aufgesucht, der sich selbst nur als "Meister" bezeichnet. Der Meister war hier eingewiesen worden, weil er ein Buch über Pontius Pilatus geschrieben hatte, das ihm nur Scherereien einbrachte. Einzig seine große Liebe, Margarita, hatte an ihn geglaubt. Der Meister ist der einzige, der der Erzählung des Lyrikers glaubt - und in der geschilderten Person sofort Voland, den Satan, erkennt. Margarita wird in dieser Zeit von einem seltsamen Mann angesprochen - und zur Ballkönigin auf des Satans Mitternachtsball gemacht. Ihre Belohnung hierfür: sie darf sich etwas wünschen. Und wünscht sich den Meister frei und zurück. Das Meisterwerk des magischen Realismus liegt nun endlich in der längst überfälligen Neuübersetzung vor. Der mittlerweile leider etwas in Vergessenheit geratene russische Autor Michael Bulgakow entführt den Leser mit seiner allegorischen, phantasievollen und satirische Schilderung in die stalinistische Zeit der sowjetischen Gesellschaft der 1930er Jahre und sie hat gerade in der heutigen Putin-Ära nichts, aber auch wirklich nichts von ihrer Aktualität verloren.

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