Michael Buselmeier Wunsiedel

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Inhaltsangabe zu „Wunsiedel“ von Michael Buselmeier

Im Sommer 1964 hat der junge Ich-Erzähler Moritz Schoppe in dem oberfränkischen Städtchen Wunsiedel zehn leidvolle Wochen zugebracht; sein Engagement bei den dort alljährlich stattfindenden Luisenburg-Festspielen geriet zum Fiasko. Seine Bearbeitung des 'Götz von Berlichingen' wurde als 'zu intellektuell' verworfen, er bekam nur winzige Rollen zu spielen, auch für den angehenden Regisseur gab es angesichts schlampiger Inszenierungen so gut wie nichts zu lernen. Er litt an Heimweh. Unter den Schauspielern blieb er ein Fremder, Überflüssiger, von allen verlassen, auch von seiner Freundin, die ihn während seiner Abwesenheit betrog (wie bei Shakespeare Cressida den Troilus). Allein die Lektüre der Romane des in Wunsiedel geborenen Jean Paul, die poetische Kraft seiner Sprache, hielt ihn am Leben.44 Jahre später stellt sich der einstige 'Verfinsterungsort' für Schoppe anders dar. Zwar hat er anfangs Schwierigkeiten, sich zurecht zu finden, doch es gefällt ihm auf Anhieb in der würzigen Luft des Fichtelgebirges, er unternimmt romantische Wanderungen in die fränkische Vergangenheit, forscht nach den Gräbern seiner Wirtsleute, seines alten Intendanten, und steht unerwartet vor dem Grab von Rudolf Heß. Auch den Hauptort frühen Unglücks, die Naturbühne der Luisenburg, sucht er auf, doch das einst so geliebte Theater ist ihm gänzlich fremd geworden, der Theaterrock endgültig zerschlissen. Im Gehen und Beobachten liegt die Chance eines Neuanfangs.

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    Wunsiedel
    Cosifan

    Cosifan

    15. January 2014 um 14:01

    Das schmale Büchlein schildert die Empfindungen eines Mannes, der in seiner Jugend gern Schauspieler geworden wäre und der ganz am Anfang seiner Laufbahn die Empfehlung erhält, das lieber zu lassen. Es beschreibt das Örtchen Wunsiedel im Jahre 1964 und das Fichtelgebirge und eine Reise 44 Jahre später dorthin. Teilweise etwas langatmig entfalten sich Orte und Stimmungen, teilweise ganz informativ erfährt man Splitter der Geschichte des Ortes und der Theatergeschichte. Ich habe das Buch einerseits ganz gern gelesen, andererseits hat es mich teilweise gelangweilt. Eine eindeutige Empfehlung ist mir nicht möglich.

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  • Rezension zu "Wunsiedel" von Michael Buselmeier

    Wunsiedel
    Golondrina

    Golondrina

    17. December 2011 um 12:13

    Ein Mann kehrt nach Jahrzehnten an den Ort seines jugendlichen Scheiterns als Schauspieler zurück - nach Wunsiedel - und ich frage mich, warum er das macht. Das Scheitern war umfänglich - mit der Schauspielerei wurde es nichts, die eigenen Ansprüche an die Kunst und das Theater konnte er gegen seine Kollegen und den Regisseur nicht durchsetzen und musste fortan für die Zeit des Engagements unter ihrer Ablehnung leiden und schliesslich wendet sich seine Liebe von ihm ab und einem Herrn X. zu. Harter Toback für einen jungen Menschen und so richtig hat sich Moritz Schoppe auch nach den vielen Jahren nicht mit diesem Versagen abgefunden und mit der Richtung, die sein Leben aufgrund dieser schicksalhaften Wochen in Wunsiedel annahm. Also warum die Rückkehr? Selbstmitleid? Masochismus? Der Autor äussert sich nicht dazu. Und so war dieses Buch auch bei mir mehr dazu angetan, mich in eine trübselige Stimmung zu versetzen; einzig die Beschreibung der oberfränkischen Landschaft konnte mich etwas aufheitern. Ausserdem: merkwürdige Schachtelsätze, denen am Ende das Verb verloren geht. Mag ich nicht.

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  • Rezension zu "Wunsiedel" von Michael Buselmeier

    Wunsiedel
    devildoll

    devildoll

    13. December 2011 um 21:57

    hätte ich dieses buch nicht für ein seminar lesen müssen, ich hätte es nach 20 seiten in den müll geworfen. ein protagonist, der sich selbst bemitleidet, weil er nur ein mittelklassiger schauspieler ist, allen anderen die schuld gibt und sich in endlosen schwulstigen naturbeschreibungen verliert, quält den leser bis ans ende des buches. mein einziger gedane war da nur noch: bitte lass es enden! ich würde auch null sterne vergeben. bei manchen büchern fragt man sich wirklich, wie sie es auf die shortlist des deutschen buchpreises geschafft haben...

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  • Rezension zu "Wunsiedel" von Michael Buselmeier

    Wunsiedel
    Boris

    Boris

    19. November 2011 um 12:00

    Ein kleiner, großer Roman! Der Erzähler berichtet über einen 10 wöchigen Aufenthalt Sommer 1964 in Wunsiedel. Er hat dort sein erstes Engagement bei den Sommerfestspielen. Über 40 Jahre später besucht der Erzähler wieder die Kleinstadt in Franken. Mit Anfang 20, beim ersten Besuch leidet er an der Routine des Theaterbetriebs, der Überheblichkeit der Kollegen, dem "Neuling" gegenüber. Dann erreicht ihn auch noch ein Brief der geliebten Freundin aus Heidelberg, in dem sie ihm das Auftauchen eines früheren Geliebten mitteilt. Beim zweiten Besuch begibt sich der Erzähler auf Spurensuche, nach Spuren der eigenen Jugend, auch Spuren seiner Peiniger aus der Theaterzeit. Das gipfelt in einer wunderschönen Szene auf dem Friedhof an den Gräbern der Intendanten der Festspiele. Diese Erzählstränge werden dann noch mit Reflexionen über Jean Paul und anderen Romantikern verschränkt. Man wundert sich: das Buch ist doch nur 160 Seiten stark! Ein Kunststück, das mich an den wunderbaren W.G.Sebald erinnert. Ein größeres Kompliment fällt mir nicht ein.....

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