Michael Chabon Das letzte Rätsel

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Inhaltsangabe zu „Das letzte Rätsel“ von Michael Chabon

Linus Steinman, ein stummer neunjähriger Junge, taucht mit seinem Papagei in einem englischen Dorf auf und stört die Ruhe des pensionierten Sherlock Holmes. Eine Hommage an den klassischen Kriminalroman von Pulitzer-Preisträger Michael Chabon. Der 89-jährige Sherlock Holmes, von dem die Dorfbewohner nur ahnen, dass er einst ein berühmter Detektiv war, wohnt zurückgezogen in der englischen Provinz, wo er sich der Bienenzucht widmet. Doch sein beschauliches Leben wird gestört, als Linus Steinman im Dorf auftaucht, neun Jahre alt und stumm, der mit seinem einzigen Begleiter, einem Graupapagei, Hitlerdeutschland entkommen konnte. Doch welche Bedeutung haben die Zahlen, die der Papagei aufsagt? Sind sie eine geheime SS-Chiffre? Oder der Code zu einem Schweizer Bankkonto? Als ein Mord geschieht, sieht sich der alte Meisterdetektiv vor ein schier unlösbares letztes Rätsel gestellt. Nach und nach entfaltet sich die wahre Geschichte des kleinen Jungen und seines Papageis in dieser Hommage an den großen klassischen Krimi. Eine meisterliche Erzählung von Pulitzer-Preisträger Michael Chabon.

Ganz Chabon, aber zu kurz! Sherlock Holmes im Alter ist wunderbar, genau wie Sprache und Stil, man liest sich ein und fest und vorbei...

— thursdaynext

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  • Rezension zu "Das letzte Rätsel" von Michael Chabon

    Das letzte Rätsel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. September 2012 um 12:30

    Sehr zurückgezogen lebt ein alter Mann in einem englischen Dorf und widmet sich der Bienenzucht. Zufällig begegnet er dem kleinen Linus Steinmann, der mit seinem Papagei im Dorf spazieren geht. Irgendetwas muss ihn an dem Jungen gerührt haben, denn als bei dessen Wirtseltern ein Mord geschieht und der Papagei verschwindet, widmet sich der alte Mann mit großer Hartnäckigkeit der Suche nach dem Tier. Im gesamten Verlauf der Geschichte wird nirgendwo der Name des alten Mannes genannt, doch ist jedem in der Region bekannt, wer in ihrer Nachbarschaft lebt: Der große Sherlock Holmes. Seit Jahren hat dieser keinen Fall mehr verfolgt, gleichwohl begegnet man ihm sofort wieder mit Achtung, als er aktiv wird und selbst der Geheimdienst entsendet einen Mitarbeiter aus London: "Man war der Meinung, Sie hätten ein Anrecht auf eine Erklärung." Die Polizei informiert ihn und lässt ihn recherchieren. Vieles deutet darauf hin, dass der Papagei der Schlüssel zu dem ganzen Fall ist: Linus ist ein jüdisches Waisenkind, das aus Deutschland herausgebracht wurde, und das Geplapper seines Papageis gibt Rätsel auf. Endlose Zahlenreihen kann er aufsagen und das bringt die Fantasie der Menschen auf Trab. Sind es Bankkonten oder geheime Chiffres der Deutschen? Hofft jemand, die Zahlen entschlüsseln zu können? Chabon löst das Rätsel um Linus' Papagei sehr schlüssig und auf eine Art, die beim Begreifen Gänsehaut auslösen kann. Sie löst auch ein kluges Gesamtkonzept für dieses Buch auf, dem der Rezensent auf der Krimi-Couch auf die Schliche gekommen ist. Damit zeigt Chabons so kurzes Buch am Ende ein viel umfassenderes Bild, als es auf Anhieb möglich scheint. Und die Dimension der Kriminalität übersteigt bei Weitem das, was selbst der große Sherlock Holmes gewohnt ist. Noch während der Lektüre merkwürdig kommt es an, dass der Schlusspart vom Papagei erzählt wird. Doch wenn sich die Tragweite von Chabons Erzählung erschlossen hat, wird klar, warum dieser Kunstgriff nötig wird. Ein lesenswertes, klug komponiertes Buch. Ganze 126 Seiten ist es lang, kurz vielleicht, dennoch perfekt dosiert.

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