Michael Chabon Die Vereinigung jiddischer Polizisten

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Inhaltsangabe zu „Die Vereinigung jiddischer Polizisten“ von Michael Chabon

Eine Hommage an die Krimis der 1940er Jahre.Detective Meyer Landsman, abgetakelter Polizist und chronisch depressiv, soll einen Mordfall aufklären. Eigentlich reine Routine. Doch Landsman lebt im fiktiven jüdischen Distrikt Sitka in Alaska, der in Kürze wieder an die USA zurückfallen soll. Für seinen rabenschwarzen Kriminalroman hat Michael Chabon tief in die Geschichte eingegriffen und ein aberwitziges Szenario gewählt: 1948 ist der Staat Israel zusammengebrochen, die Juden wurden nach Alaska umgesiedelt. Als nun die erneute Vertreibung droht, brechen alte Feindschaften auf und Landsman gerät in ein sirrendes Wespennest voller politischer Intrigen und religiösem Wahn. Ein herrlich respektloser Krimi mit schrägen Charakteren, funkelnd vor furiosem Witz und beißendem Sarkasmus.
»Ein Krimi wie ein Film noir.« Vanity Fair
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#EGOLAND

Die Bewertung fällt mir schwer, weil es auf der einen Seite krass und fesselnd, auf der anderen Seite so egoistisch und unmoralisch ist.

Tanja_Radi

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    Die Vereinigung jiddischer Polizisten

    thursdaynext

    Selten habe ich mich so sehr durch ein Buch gequält, das mich gleichzeitig derart faszinierte. Ungewohnt sperrig und zähflüssig, besonders da es sich um einen Chabon, meinen neuen Lieblings Autor handelt. Weglegen war auch keine Lösung, ja, schlichterdings unmöglich. Also durchpflügen. Gerade die vielen jiddischen Worte, welche unabdingbar für die Erfassung der Atmosphäre im fiktiven Sitka waren erschwerten Lesefluss und Leselust. Die unausgesprochenen Anspielungen, ebenfalls Bestandteil des authentischen kopfkinolastigen Krimi Noir Ambiente können geneigte Leser in Wahn und/oder Verzweiflung treiben. Glücklich dem Wahn entkommen liest man verzweifelt begierig weiter.... Michael Chabon führt in diesem Roman seine Leser an der Nase herum wie ein mittelalterlicher Bärenführer seinen bedauernswerten, räudigen unglückseligen altgedienten, seit Jahren ermatteten Tanzbären. Im Gegensatz zum Bär folgt man frei- , aber widerwillig. Diese Story hallt noch lange nach, ich fürchte fast ich werde nie ganz frei davon. Widerwillig, gequälte doch höchste Anerkennung meinerseits! Sollte mich eine/r meiner Freunde/innen mal extrem nerven und lektüre-und geschmacksmässig ist Übereinstimmung zu erkennen, weiß ich was es zum Geburtstag gibt. "Das ist verdammt rührend ", sagt Dick. Er beugt sich vor und drückt auf seine Gegensprechanlage. "Minty, hol mein Bärenfell aus dem Müll und bring es rein, damit ich darauf kotzen kann." Absolute Leseempfehlung meinerseits, aber sagt nicht ich hätte euch nicht gewarnt. 3 Dodos

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    • 5

    thursdaynext

    10. March 2015 um 16:29
  • Rezension zu "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" von Michael Chabon

    Die Vereinigung jiddischer Polizisten

    Kurile

    05. September 2010 um 18:42

    Ein wildes und aufregendes Buch voller Wörter, die ich nie zuvor gehört habe, voller Ideen, von denen ich nicht dachte, dass sie jemand haben kann.

  • Rezension zu "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" von Michael Chabon

    Die Vereinigung jiddischer Polizisten

    rallus

    08. December 2009 um 11:54

    Ein jiddischer Krimi Noir mit fiktiven Elementen - in einer literarisch hochwertigen Sprache geschrieben. Trotz der manchmal recht witzigen Beschreibung und schrägem Humor, wollte bei mir keine Lust aufkommen dieses Buch zu lesen. Es wurde arg zäh und der Lesefluss kommt, wenn überhaupt, sehr schleppend. Trotz alledem sicherlich ein literarisch sehr wertvolles Stück Prosa, durch die ungewöhnliche und mit jiddsichem Humor und Wörtern gespickte Sprache recht schwierig zu lesen.

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  • Rezension zu "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" von Michael Chabon

    Die Vereinigung jiddischer Polizisten

    Schneewittchenzwerg

    02. July 2008 um 10:29

    Meyer Landsman, Polizist in Sitka, der Hauptstadt der Juden, ermittelt zusammen mit seinem Partner in einem Mordfall. Ein ehemaliges Schach-Wunderkind wurde erschossen... Auf der Suche nach dem Mörder stoßen sie auf den Vater des Opfers, der nicht sonderlich überrascht reagiert. Schon vor Jahren hat er den Sohn für tot erklärt... Mich hat dieser Krimi sehr gefesselt, ich habe das Buch geschenkt bekommen und war erst skeptisch. Aber die Geschichte ist spannend, toll überlegt und erzählt. Ich kann es jedem ans Herz legen!

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  • Rezension zu "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" von Michael Chabon

    Die Vereinigung jiddischer Polizisten

    Clari

    19. June 2008 um 18:24

    In Alaska wird die Stadt Sitka als die Hauptstadt der Juden ausgegeben. Auch so könnte man sich also die Gründung eines Judenstaates vorstellen: nach dem Holocaust und dem Zusammenbruch des Staates Israel 1948 gründen die Juden in Alaska vorübergehend einen neuen Staat. Inzwischen droht auch hier die erneute Ausweisung. Verrückt mutet das Szenario an und ist doch durchaus vorstellbar: überall in der Welt könnte ein Judenstaat entstehen. Und immer wieder würde das Dasein der Menschen eines Tages durch Vertreibung enden. Visionäre Ausblicke! Mit erheblichem Aufruhr beginnt der Roman von Michael Chabon, der in diesem fiktiven Staat spielt: in einem Hotel in der Stadt wird ein ehemaliges Schach-Wunderkind ermodert aufgefunden! Und Kriminalkommissar Meyer Landsman rätselt, wer der Mörder sein könnte! Meyer Landsman und sein Kollege geraten bei der Suche nach dem Mörder an den Vater des Opfers: es ist der angesehene Rabbi Heskel Shpilman, ein feister Koloss von einem Mann. Die Todesnachricht überrascht ihn nicht. Er hat den Sohn schon vor Jahren für tot erklärt und das Kaddisch über ihn gesprochen, weil er auf die schiefe Bahn geraten war. Landsman bleibt beharrlich auf seinem Kurs. Ihm scheinen die äußeren Bedingungen für den Mord rätselhaft. So habe der Sohn als kleiner Junge gewisse Anzeichen von sich gegeben, dass er der ersehnte Tzaddik ha-Dor, Gerechter seiner Generation, eine Art Messias, sein könne. Bei der nachfolgenden Suche nach dem Mörder von Mendel Shpilman verstrickt sich Landsman in weit reichende Schwierigkeiten. Eine ausgedehnte Intrige und Vertuschung bei der Aufklärung des Mordes von ganz oben wird ihm zum Verhängnis. Er wird vom Dienst suspendiert, lässt aber nicht locker. Seine Frau Bina schützt ihn. In einer sehr anrührenden Szene begegnet Landsman seiner Ex Frau Bina, die neuerdings seine Vorgesetzte in der Mordkommission ist. Immer noch spürt man die Zärtlichkeit, die sie einst verbunden hat. Verhalten und scheu bleiben sie sich ferne, und nur die Sehnsucht nach ihr ist immer noch spürbar,---und bleibt es bis zuletzt! Auf abenteuerlichen Wegen gelangt Landsman in eine abgelegene Gegend, erlebt spannende Suchoptionen, erfährt vom Tod seiner Schwester und deckt ein weit verzweigtes Netz von spinnerten und abwegigen jüdischen Religionsfanatikern mit politischen Absichten auf. Ein Abenteuer löst das andere ab und bietet Spannung pur. Landsman kommt seinem Wunsch, die Aufklärung des Mordes an Mendel Shpilman voran zu treiben, immer näher. Das Buch ist voller hintergründiger Einzelheiten und Anspielungen auf die jüdische Religion, Geschichte und Tradition. Abenteuerliche Winkelzüge und kaum vorstellbare Verwicklungen führen den Leser an der Nase herum. Scharfzüngig und geistreich reiht sich eine Spitze an die andere. Szenen voller Tiefenschärfe und geheimnisvoller Rituale verlangen dem Leser einige Kenntnis über jüdisches Brauchtum ab. Die eigentliche Kriminalgeschichte ist eingebettet in die fiktive Geschichte dieses imaginierten jüdischen Staates in Alaska. Befreiungs- und Erlösertheorien wechseln ab mit kriminellen und politischen Machenschaften, und das Ende ist gut. Michael Chabon, der Pulitzerpreisträger, sprüht über vor Ideen, wenn es darum geht, eine Fantasiegeschichte zu erfinden. Seine Prosa, durchmischt mit vielen jiddischen Ausdrücken, die nicht jeder immer gleich übersetzen kann,--aber dazu gibt es ein Anmerkungsverzeichnis, --- ist temporeich und witzig. Man sollte auf der Hut sein, zu glauben, dass man die Geschichte gleich versteht. Der Autor verlangt uns Wissen um die jüdische Geschichte, Witz und Humor ab, um die vielen skurrilen Einzelheiten zu begreifen. Hat man sich aber einmal eingelesen, kann man von dem Text nicht mehr lassen! Eine Leistung ist die Übersetzung von Andrea Fischer, die sich wieder einmal als ein hervorragendes Sprachgenie erweist.

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  • Rezension zu "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" von Michael Chabon

    Die Vereinigung jiddischer Polizisten

    loretta

    10. June 2008 um 21:16

    Interessantes Szenario: Jüdischer Kleinstaat in Alaska. Doch auch unter den Frommen scheint die Sehnsucht nach dem Messias, keine Grenzen zu kennen. Eigentlich am Ende mit sich und der Welt, deckt Landsmann schließlich doch ein Komplott auf. Toller Plot, sympathischer Antiheld, Schwarzer Krimi trifft jiddischen Humor. Literarisch aber auch irgendwie cool.

  • Rezension zu "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" von Michael Chabon

    Die Vereinigung jiddischer Polizisten

    asita

    22. March 2008 um 10:49

    Ein exzellent geschriebenes, vielschichtiges Buch, das seiner grenzüberschreitenden Intention vollauf gerecht wird.
    'der standard'

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