Michael Chabon Mann sein für Anfänger

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Inhaltsangabe zu „Mann sein für Anfänger“ von Michael Chabon

Dann ist ein Mann ein Mann In diesen einfühlsamen, provokanten, humorvollen und sehr persönlichen Essays schreibt einer der bekanntesten und brillantesten amerikanischen Autoren über sein Leben und die schwierige Aufgabe, braver Sohn, kluger Mann, leidenschaftlicher Ehemann und guter Vater zugleich zu sein. Was bedeutet es eigentlich, Mann zu sein? Michael Chabon betrachtet seine eigene Familiengeschichte, um Antworten zu finden. Als geliebter Sohn von Eltern, die sich scheiden ließen, als Ehemann und vor allem als Vater vierer Kinder, denen er Werte vermitteln möchte, ohne sie zu bevormunden, erzählt Chabon, was ihm im Leben wichtig ist. Warum wird ein Mann zum guten Vater erklärt, nur weil er mit einem Kind auf den Schultern einkaufen geht, warum haben so viele Frauen Angst davor, als schlechte Mutter zu gelten, warum muss ein Mann eine Bohrmaschine bedienen können, und warum sind die Legosteine von früher Bausätzen gewichen, mit denen man nicht mehr spielen kann?Ohne moralischen Zeigefinger beleuchtet Chabon das Thema von allen Seiten und zeigt auf unverwechselbare Art, wie schwer und wie leicht das Leben eines Mannes ist. Ein Buch für Männer und Frauen.

Autorenbiographie in Essay Form und wie immer bei Chabon hinreißend gut geschrieben. He's "the man who can"

— thursdaynext
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  • Rezension zu "Mann sein für Anfänger" von Michael Chabon

    Mann sein für Anfänger

    Clari

    15. October 2011 um 17:34

    Von Vätern, Ehemännern und Söhnen...... Michael Chabon, den man in guter Erinnerung hat mit seinem pfiffigen und hintergründigen Krimi "Die Vereinigung jiddischer Polizisten", hat sich in seinem neuen autobiographischen Buch dem Thema "Männer" gewidmet. In irgendeiner Weise hat jeder Mann mit "Vätern" zu tun, sei es dem eigenen oder dem als Vater von eigenen Kindern. Michael Chabon ist Vater von vier Kindern, und sie regen zu ständiger Reflexion an. Vorausgeschickt sei seine Einsicht, dass der Autor sich in dieser Rolle nicht immer so ganz wohl fühlt, weil ihn die Kinder vor Aufgaben stellen, die nicht immer leicht zu lösen sind. Er sinniert darüber nach, warum Väter besonderer Erwähnung zuteil werden, wenn sie im Supermarkt nett mit ihren Kindern umgehen. Niemals würde man sich über Mütter wundern, wenn sie liebevolle Mütter sind. In den ungünstigsten Augenblicken fragen die Kinder ihn nach Dingen, die ihn in Verlegenheit bringen. Darf man den Kindern die Fragen nach dem eigenen jugendlichen Drogenkonsum verweigern? Er sehnt in diesen Zeiten seine Frau herbei, mit der er sich über alle Fragen, die ihre gemeinsamen Kinder betreffen, verständigen kann. Auch stellt sich die Frage, wo man die vielen Kunstwerke der Kinder lässt. Man entsorgt sie schweren Herzens, weil sie womöglich den Haushalt überschwemmen würden,--und natürlich dürfen die lieben Kleinen davon nichts erfahren! Michael Chabon hat eine witzige, scharfsinnige und kluge Einschätzung seiner Vaterrolle vorgenommen. Sie präsentiert sich voller Humor und wirkt absolut authentisch. Selten nur mögen sich Eltern zu so klarer Selbsterkenntnis durchringen. Nicht genug damit ist seine Geschichte über Väter und Söhne reich an Anekdoten über erste Lieben, verschmähte Liebe, kuriose Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht, Treue, Liebe , Anhänglichkeit und dem Verhältnis zu den eigenen Eltern, frühen Freundinnen und ersten Sexerfahrungen.Ohne witzige und selbstironische Betrachtungen geht es dabei nicht zu. Das Judentum bekommt ebenso seinen Teil freundlicher Kritik ab ab wie die Rituale christlichen Lebens. Anlässlich der Bat Mizwa seiner Tochter Sophie befallen Michaael Chabon elegische Gedanken: "....als ihre Hand den Pfad der hebräischen Buchstaben auf dem Pergament nachfuhr, stellte ich fest, dass ich nicht an das Verstreichen der Zeit dachte, sondern an ihre unergründliche Stille, ihre Unbeweglichkeit, an die große universelle Fiktion, dass es so etwas wie Zeit überhaupt gibt." Das klingt nachdenklich und zeigt den Tiefgang, der, bei aller Komik über das Mannsein, dem Buch innewohnt. Wie tröstlich, dass am Ende jeder weiß, dass niemand vollkommen ist, und Fehler uns Menschen eigen sind. Auch Kinder werden bei gelungener Sozialisation lernen müssen, dass ihre Eltern nicht die Ideale bleiben, zu denen man als Kleinkind aufgeschaut hat. Chabon hat dieses in eine humorvoll witzige Satire gekleidet, die man mit Vergnügen liest.

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