Wonderboys

von Michael Chabon 
4,1 Sterne bei41 Bewertungen
Wonderboys
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Mirocos avatar

etwas verschroben

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Inhaltsangabe zu "Wonderboys"

'Chabons Ironie prickelt wie Cola und hat das Tempo eines Roadmovies.' Gala
Grady Tripp ist nicht zu beneiden. Die dritte Ehefrau hat ihn verlassen, die mit seinem Chef verheiratete Geliebte ist von ihm schwanger, und der Roman, an dem er seit Jahren schreibt, erweist sich als unlesbares Monumental-Manuskript. In einem 66er Galaxy kurvt der glücklose Dozent für Creative Writing ein Wochenende lang durch Pittsburgh und zieht Komplikationen magisch an. Ein langes, wildes Wochenende in Pittsburgh.Tripp, ein nicht mehr ganz junger, leicht übergewichtiger Collegelehrer, muss sich und allen anderen wieder einmal beweisen, dass er von der süßen Anarchie der Jugend nicht lassen kann. Ein Meister im Verdrängen und nicht gerade mit Zivilcourage gesegnet, laviert sich Grady durch Eheprobleme und Liebesaffären und die Misslichkeiten eines Wochenendes.
Wie die Wonder Boys in dem Roman, an dem er gerade schreibt und für den er auch nach 2600 Seiten noch kein Ende findet, ist er unterwegs zu einem noch unbekannten Ziel. Im Schlepptau hat er seinen Freund und Lektor Terry Crabtree, der von ihm wissen will, wie es um seinen Roman steht, sowie seinen Studenten und Schriftstellerkonkurrenten James Leer, der in der morbiden Traumwelt der Hollywoodstars lebt. Der Roman wurde 2000 von Scott Rudin mit Michael Douglas und Tobey Maguire in den Hauptrollen verfilmt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462040272
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:24.11.2008

Rezensionen und Bewertungen

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    hankhausers avatar
    hankhauservor 2 Jahren
    Ein Fest der Absurditäten und Extravaganz...

    Ich bin auf diesen Roman aufmerksam geworden, weil die Verfilmung tatsächlich mein neuester Lieblingsfilm ist und das nicht von ungefähr, denn ich liebe Geschichten, die im Uni- und Schriftstellermilieu spielen. Es geht um Grady Tripp, einen Literaturprofessor und Schriftsteller in einer Sinn- und Schaffenskrise, der im Laufe eines verrückten Wochenendes zu einer wichtigen Entscheidung kommen muss, ob er sich weiter wie ein Blatt im Wind und immerzu stoned treiben lassen will, oder er endlich Verantwortung übernimmt, Farbe bekennt, in Liebesdingen und beruflich. Mit Rat und Tat stehen ihm dabei sein ungeduldiger Lektor und ein herrlich morbider Student zur Seite. Das ist alles sehr schwarzhumorig und wunderbar kurzweilig geschrieben und die Geschichte erinnert mit all ihren skurrilen Begebenheiten und den pointierten, ironischen Dialogen sehr an John Irving, den ich übrigens überaus schätze. Das ist meine erste Rezension hier und ich war ein bisschen nervös, hab aber nicht zu viel verraten und ich kann diesen relativ kurzen Roman nur empfehlen und wer vielleicht selber mal gerne in die Tasten haut, der Film und das Buch sind gleichfalls unheimlich inspirierend, viel Vergnügen!

    Kommentare: 2
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    bauerhepeters avatar
    bauerhepetervor 2 Jahren
    Ein unvergessliches Wochenende - Wonderboys

    Die Zeit vergeht  aber  turbulente Momente eines unvergesslichen Wochenende bleiben :  The Wonderboys von Michael Chabon

     Ende September dieses Jahr verstarb, völlig überraschend und leider nur von wenigen  beachtet ,der amerikanische Filmregisseur  Curtis Hanson .Dieser  Regisseur und Produzent schenkte uns mit  der Verfilmung von James Ellroys Noirkrimi   LA  Confidental den prägenden Los Angeles Film  schlechthin . Unterhaltsam und dicht inszeniert brachte es ihm einen Oscar ein und lieferte auch gleich die zukünftige Messlatte mit , an der sich weitere Gangsterfilme  aus dieser legendären Stadt wohl  zu messen haben. Doch   Curtis  Hanson   blieb nicht nur  mit  „ Am  wilden Fluss „  ( Kevin Bacon ,Meryl Streep ) und   „ Die Hand an der Wiege „,ein Alptraum jeder Elternteile ,die  zur Beaufsichtigung ihrer Sprösslinge Kindermädchen anheuern, seinem Lieblingsgenre Krimis und Thriller treu . sondern wollte auch mal Heiteres mit etwas skurrilem Tiefgang präsentieren. Dies gelang ihm   mit der Romanverfilmung   von Wonder Boys des  Washingtoner Michael Chabon eindrucksvoll.

    Michael Chabon überraschte schon mit seinen Debüt „ Die Geheimnisse von Pittsburgh „ seiner Abschlussarbeit , sehr positiv   viele , die ihn bis jetzt noch nicht auf ihrer Rechnung hatten. Der letzte Sommer nach Abschluss der  High School oder des Colleges vor Eintritt ins geordnete Erwachsenenleben mit möglichem  Berufsanfang, Partnerwahl, Familienplanung. auch gleichnamiges titelgebendes Thema bei zum Beispiel Steve Tesch  als  begrenzte Bühne um sich auf humorvolle ,tragikomische , aber warmherzige Art zeittypischen Themen wie Freundschaften, Beziehungen ,Sexueller Orientierung Elternproblemen  zu nähern und sie mit leidenschaftlichem  Sprachwitz zu erleben. Nachdem sein nächstes Buchprojekt  letztendlich kläglich scheitere wegen zu  großem Umfang und  keinem Zumendekommen übertrug  der bekennende  Quenn und Comicfan  seine gemachten Erfahrungen unterschwellig mit autobiographischen Zügen auf seine neuste  Romanarbeit und fertig war die  Nährboden für " Wonder Boys ". Auch dieses Werk  spielt naheliegend in Pittsburgh, der Stadt der vielen Flüsse und Brücken wo  Michael Chabon  seinen Bachelor erlangte. Einem kauzigen , den legalen und illegalen Rauschmittel nicht abgeneigtem Professor für Kreatives Schreiben ,der noch immer vom Erfolg seines ersten Romans zehrt und wie so oft dem Druck einen würdigen Nachfolger zu liefern sich  nicht gewachsen sieht  steht ein turbulentes Wochenende bevor , dass man so schnell einem anderen nicht wünscht. Die Ehe  steht vor  dem endgültigem  Aus ,sein bisexueller anreisender Lektor erwartet  ein  lieferbares  Manuskript und die Geliebte eröffnet ihm ihre Schwangerschaft. Vieles gäbe es zu klären und in Ordnung zu bringen wäre da nicht ein lebensmüder Student den  es zu retten gilt ,eine attraktive Studentin  ,die von ihm  mehr erwartet als nur  Wissensvermittlung .  ein gestohlenes wertvolles Kleid, und eine  zu entsorgende Hundeleiche. Turbolenzen über Turbolenzen auf einem drogengeschwängerten Campusgelände voller Selbstironie .Sarkasmus und Situationskomik. Etwaige Langatmigkeiten  ,die immer wieder zu recht moniert werden und besonders den Drogenunerfahrenen und  - uninteressierten auffallen  sind im  autobiographischen Ansatz zu sehen. Hier scheinen öfters Protagonist und Autor beabsichtigt eins sein zu sollen denn auch Michael hatte seine damalige Scheidung , seine Drogenphase und sein Buchprojekt welches  an solchen Ungereimtheiten  scheiterte. Von diesem konnte sich  Curt Hanson, begeisterter Film und Fotoliebhaber  unbekümmert lösen bei seiner filmischen  Umsetzung und das ganze griffiger und straffer ausgestalten. Dabei hilft ihm ein exzellentes Schauspielerensemble allen voran ein Michael Douglas  ( Basic Instinct , Wall Street )der  hier  mal  nicht als aalglatter  Banker oder  cooler Cop daherkommt sondern   zugedröhnt  im Bademantel fettleibig  durchs Bildgeschehen herumschlürft. Ein intelligenter , aber depressiv veranlagter Student  , der immer für Überraschungen gut ist,  passend besetzt mit Tobey Maquire ( Spider man , Gottes Werk und Teufels Beitrag ) und  Robert R . Downey jr ( Sherlock Holmes )  als    der  lustige  Lektor von Douglas sowie Frances Mc Dormand ( Fargo ) als die Geliebte  hieven in   sehr guter Spiellaune und witzig hintersinnigen Dialogen  auch  ma l gekonnt über einige Durchhänger und lassen die  komödiantische Satire über das Uni - und Schriftstellerleben zu einem leider damals kommerziell gefloppten Vergnügen werden. Holen wir sie trotzdem und auch in Andenken an Hanson als  Buch und Film mal wieder aus unseren  Regalen hervor  oder entdecken sie erfreut auch mal erst ganz  neu. RIP Curtis .Wir werden dich und deine Filme vermissen. Danke für alles.

    PS: Es ist gut möglich ,  dass noch einige Werke, also Bücher und Dvds der oben erwähnten Künstler auf meinen Aussortierregalen zu haben sind. Einfach mal durchstöbern oder gezielt die  Autorennamen in die angebotene Suchfunktion eingeben. Danke und viel Glück

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    Bris avatar
    Brivor 8 Jahren
    Rezension zu "Wonderboys" von Michael Chabon

    Ein Roadmovie in Buchform

    „Wonder Boys“ ist der Titel des Romans an dem Grady Tripp, Uniprof, Autor und Konsument feinsten Dopes, nun schon seit sieben Jahren arbeitet und kein Ende findet. Vom Verlag nach einem sehr erfolgreichen Roman, für den er einen PEN Award bekommen hat, zu einem weiteren verpflichtet, mit Vorschüssen ausgestattet und von seinem besten Freund und Lektor, Terry Crabtree, immer wieder angespornt, findet er sich am Wochenende des alljährlich in Pittsburgh stattfindenden WordFestes, mehr als nur einmal in einer misslichen Lage wieder:
    Terry reist zum WordFest an und will endlich das Manuskript sehen, von dem Grady immer wieder behauptet hat, es stünde kurz vor der Vollendung.
    Seine Frau Emily verlässt Grady just an diesem Wochenende.
    Sara Gaskell, Rektorin der Uni und Geliebte Gradys, eröffnet ihm, dass sie schwanger ist.
    James Leer, einer seiner Studenten, ist offensichtlich lebensmüde, was Grady dazu veranlasst,ihn unter seine Fittiche zu nehmen.

    Grady sieht sich also der Aufgabe, seinen Studenten zu retten, seine Beziehungen zu Emily und Sara zu klären, seinem Roman einen passenden Schluss zu geben, um wenigstens ein paar Seiten vorweisen zu können, die Terry lesen kann und wird gleichzeitig gebeutelt von plötzlichen, immer wieder auftretenden Schwindelanfällen.
    Es liegt ein Wochenende vor ihm, das sein ganzes Leben verändern wird.

    Dieses skurrile Wochenende mitzuerleben hat mir großen Spaß gemacht. Sicherlich gibt es ein paar Stellen, die im Film kürzer und prägnanter dargestellt sind, was dem Ganzen ein bisschen mehr Zug verleiht, als im Buch. Andererseits werden die Charaktere im Buch durch verschiedene Einschübe deutlicher als im Film.

    Im Großen und Ganzen sind die Abenteuer des Grady Tripp, die auch einen Teil des Lebenswegs Michael Chabons autobiographisch nachzeichnen. aber durchweg eine lohnende Lektüre und Freunden des etwas anderen Humors wärmstens zu empfehlen.

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    dr_worts avatar
    dr_wortvor 11 Jahren
    Rezension zu "Wonder Boys" von Michael Chabon

    Oh je - es musste ja kommen. Dies ist das Buch, bei dem ich den Film besser finde, als seine literarische Vorlage. was das Drehbuch in gewitzten Dialogen und pointierten Szenen präsentiert, wird durch den nicht langatmigen aber stark überreflektierten Stil Chabons schlapp und unwürzig.
    Es fehlt "das Besondere", was im Film durch die verkanppung und Überspitzung (auch der brillierenden Schauspieler!) gelingt.
    Fazit: Nett - aber nicht nett genug.

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    Mirocovor 2 Monaten
    Kurzmeinung: etwas verschroben
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    Martina
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