Michael Chabon Wonderboys

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Inhaltsangabe zu „Wonderboys“ von Michael Chabon

»Chabons Ironie prickelt wie Cola und hat das Tempo eines Roadmovies.« Gala Grady Tripp ist nicht zu beneiden. Die dritte Ehefrau hat ihn verlassen, die mit seinem Chef verheiratete Geliebte ist von ihm schwanger, und der Roman, an dem er seit Jahren schreibt, erweist sich als unlesbares Monumental-Manuskript. In einem 66er Galaxy kurvt der glücklose Dozent für Creative Writing ein Wochenende lang durch Pittsburgh und zieht Komplikationen magisch an. Ein langes, wildes Wochenende in Pittsburgh.Tripp, ein nicht mehr ganz junger, leicht übergewichtiger Collegelehrer, muss sich und allen anderen wieder einmal beweisen, dass er von der süßen Anarchie der Jugend nicht lassen kann. Ein Meister im Verdrängen und nicht gerade mit Zivilcourage gesegnet, laviert sich Grady durch Eheprobleme und Liebesaffären und die Misslichkeiten eines Wochenendes. Wie die Wonder Boys in dem Roman, an dem er gerade schreibt und für den er auch nach 2600 Seiten noch kein Ende findet, ist er unterwegs zu einem noch unbekannten Ziel. Im Schlepptau hat er seinen Freund und Lektor Terry Crabtree, der von ihm wissen will, wie es um seinen Roman steht, sowie seinen Studenten und Schriftstellerkonkurrenten James Leer, der in der morbiden Traumwelt der Hollywoodstars lebt. Der Roman wurde 2000 von Scott Rudin mit Michael Douglas und Tobey Maguire in den Hauptrollen verfilmt.  

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    Wonderboys
    hankhauser

    hankhauser

    17. October 2016 um 12:00

    Ich bin auf diesen Roman aufmerksam geworden, weil die Verfilmung tatsächlich mein neuester Lieblingsfilm ist und das nicht von ungefähr, denn ich liebe Geschichten, die im Uni- und Schriftstellermilieu spielen. Es geht um Grady Tripp, einen Literaturprofessor und Schriftsteller in einer Sinn- und Schaffenskrise, der im Laufe eines verrückten Wochenendes zu einer wichtigen Entscheidung kommen muss, ob er sich weiter wie ein Blatt im Wind und immerzu stoned treiben lassen will, oder er endlich Verantwortung übernimmt, Farbe bekennt, in Liebesdingen und beruflich. Mit Rat und Tat stehen ihm dabei sein ungeduldiger Lektor und ein herrlich morbider Student zur Seite. Das ist alles sehr schwarzhumorig und wunderbar kurzweilig geschrieben und die Geschichte erinnert mit all ihren skurrilen Begebenheiten und den pointierten, ironischen Dialogen sehr an John Irving, den ich übrigens überaus schätze. Das ist meine erste Rezension hier und ich war ein bisschen nervös, hab aber nicht zu viel verraten und ich kann diesen relativ kurzen Roman nur empfehlen und wer vielleicht selber mal gerne in die Tasten haut, der Film und das Buch sind gleichfalls unheimlich inspirierend, viel Vergnügen!

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  • Ein unvergessliches Wochenende - Wonderboys

    Wonderboys
    bauerhepeter

    bauerhepeter

    30. September 2016 um 14:45

    Die Zeit vergeht aber turbulente Momente eines unvergesslichen Wochenende bleiben : The Wonderboys von Michael Chabon Ende September dieses Jahr verstarb, völlig überraschend und leider nur von wenigen beachtet ,der amerikanische Filmregisseur Curtis Hanson .Dieser Regisseur und Produzent schenkte uns mit der Verfilmung von James Ellroys Noirkrimi LA Confidental den prägenden Los Angeles Film schlechthin . Unterhaltsam und dicht inszeniert brachte es ihm einen Oscar ein und lieferte auch gleich die zukünftige Messlatte mit , an der sich weitere Gangsterfilme aus dieser legendären Stadt wohl zu messen haben. Doch Curtis Hanson blieb nicht nur mit „ Am wilden Fluss „ ( Kevin Bacon ,Meryl Streep ) und „ Die Hand an der Wiege „,ein Alptraum jeder Elternteile ,die zur Beaufsichtigung ihrer Sprösslinge Kindermädchen anheuern, seinem Lieblingsgenre Krimis und Thriller treu . sondern wollte auch mal Heiteres mit etwas skurrilem Tiefgang präsentieren. Dies gelang ihm mit der Romanverfilmung von Wonder Boys des Washingtoner Michael Chabon eindrucksvoll. Michael Chabon überraschte schon mit seinen Debüt „ Die Geheimnisse von Pittsburgh „ seiner Abschlussarbeit , sehr positiv viele , die ihn bis jetzt noch nicht auf ihrer Rechnung hatten. Der letzte Sommer nach Abschluss der High School oder des Colleges vor Eintritt ins geordnete Erwachsenenleben mit möglichem Berufsanfang, Partnerwahl, Familienplanung. auch gleichnamiges titelgebendes Thema bei zum Beispiel Steve Tesch als begrenzte Bühne um sich auf humorvolle ,tragikomische , aber warmherzige Art zeittypischen Themen wie Freundschaften, Beziehungen ,Sexueller Orientierung Elternproblemen zu nähern und sie mit leidenschaftlichem Sprachwitz zu erleben. Nachdem sein nächstes Buchprojekt letztendlich kläglich scheitere wegen zu großem Umfang und keinem Zumendekommen übertrug der bekennende Quenn und Comicfan seine gemachten Erfahrungen unterschwellig mit autobiographischen Zügen auf seine neuste Romanarbeit und fertig war die Nährboden für " Wonder Boys ". Auch dieses Werk spielt naheliegend in Pittsburgh, der Stadt der vielen Flüsse und Brücken wo Michael Chabon seinen Bachelor erlangte. Einem kauzigen , den legalen und illegalen Rauschmittel nicht abgeneigtem Professor für Kreatives Schreiben ,der noch immer vom Erfolg seines ersten Romans zehrt und wie so oft dem Druck einen würdigen Nachfolger zu liefern sich nicht gewachsen sieht steht ein turbulentes Wochenende bevor , dass man so schnell einem anderen nicht wünscht. Die Ehe steht vor dem endgültigem Aus ,sein bisexueller anreisender Lektor erwartet ein lieferbares Manuskript und die Geliebte eröffnet ihm ihre Schwangerschaft. Vieles gäbe es zu klären und in Ordnung zu bringen wäre da nicht ein lebensmüder Student den es zu retten gilt ,eine attraktive Studentin ,die von ihm mehr erwartet als nur Wissensvermittlung . ein gestohlenes wertvolles Kleid, und eine zu entsorgende Hundeleiche. Turbolenzen über Turbolenzen auf einem drogengeschwängerten Campusgelände voller Selbstironie .Sarkasmus und Situationskomik. Etwaige Langatmigkeiten ,die immer wieder zu recht moniert werden und besonders den Drogenunerfahrenen und - uninteressierten auffallen sind im autobiographischen Ansatz zu sehen. Hier scheinen öfters Protagonist und Autor beabsichtigt eins sein zu sollen denn auch Michael hatte seine damalige Scheidung , seine Drogenphase und sein Buchprojekt welches an solchen Ungereimtheiten scheiterte. Von diesem konnte sich Curt Hanson, begeisterter Film und Fotoliebhaber unbekümmert lösen bei seiner filmischen Umsetzung und das ganze griffiger und straffer ausgestalten. Dabei hilft ihm ein exzellentes Schauspielerensemble allen voran ein Michael Douglas ( Basic Instinct , Wall Street )der hier mal nicht als aalglatter Banker oder cooler Cop daherkommt sondern zugedröhnt im Bademantel fettleibig durchs Bildgeschehen herumschlürft. Ein intelligenter , aber depressiv veranlagter Student , der immer für Überraschungen gut ist, passend besetzt mit Tobey Maquire ( Spider man , Gottes Werk und Teufels Beitrag ) und Robert R . Downey jr ( Sherlock Holmes ) als der lustige Lektor von Douglas sowie Frances Mc Dormand ( Fargo ) als die Geliebte hieven in sehr guter Spiellaune und witzig hintersinnigen Dialogen auch ma l gekonnt über einige Durchhänger und lassen die komödiantische Satire über das Uni - und Schriftstellerleben zu einem leider damals kommerziell gefloppten Vergnügen werden. Holen wir sie trotzdem und auch in Andenken an Hanson als Buch und Film mal wieder aus unseren Regalen hervor oder entdecken sie erfreut auch mal erst ganz neu. RIP Curtis .Wir werden dich und deine Filme vermissen. Danke für alles. PS: Es ist gut möglich , dass noch einige Werke, also Bücher und Dvds der oben erwähnten Künstler auf meinen Aussortierregalen zu haben sind. Einfach mal durchstöbern oder gezielt die Autorennamen in die angebotene Suchfunktion eingeben. Danke und viel Glück

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  • Leserunde zu "Tschick" von Wolfgang Herrndorf

    Tschick
    Daniliesing

    Daniliesing

    Da sehr viele Interesse an einer Leserunde und am Austausch über das Buch "Tschick" bekundet hatten, starte ich hier mal direkt eine Runde. Jeder, der das Buch schon kennt oder noch kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen sich zu beteiligen. Es lohnt sich wirklich dieses Buch zu entdecken! Hier noch die Inhaltsbeschreibung: "Ein klappriges Auto kam die Straße runtergefahren. Es fuhr langsam auf unser Haus zu und bog in die Garagenauffahrt ein. Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte. ‹Ah›, sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. ‹Macht das Spaß?›" Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn. Los geht's :-)

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    • 26
  • Rezension zu "Wonderboys" von Michael Chabon

    Wonderboys
    Bri

    Bri

    01. September 2010 um 11:55

    Ein Roadmovie in Buchform „Wonder Boys“ ist der Titel des Romans an dem Grady Tripp, Uniprof, Autor und Konsument feinsten Dopes, nun schon seit sieben Jahren arbeitet und kein Ende findet. Vom Verlag nach einem sehr erfolgreichen Roman, für den er einen PEN Award bekommen hat, zu einem weiteren verpflichtet, mit Vorschüssen ausgestattet und von seinem besten Freund und Lektor, Terry Crabtree, immer wieder angespornt, findet er sich am Wochenende des alljährlich in Pittsburgh stattfindenden WordFestes, mehr als nur einmal in einer misslichen Lage wieder: Terry reist zum WordFest an und will endlich das Manuskript sehen, von dem Grady immer wieder behauptet hat, es stünde kurz vor der Vollendung. Seine Frau Emily verlässt Grady just an diesem Wochenende. Sara Gaskell, Rektorin der Uni und Geliebte Gradys, eröffnet ihm, dass sie schwanger ist. James Leer, einer seiner Studenten, ist offensichtlich lebensmüde, was Grady dazu veranlasst,ihn unter seine Fittiche zu nehmen. Grady sieht sich also der Aufgabe, seinen Studenten zu retten, seine Beziehungen zu Emily und Sara zu klären, seinem Roman einen passenden Schluss zu geben, um wenigstens ein paar Seiten vorweisen zu können, die Terry lesen kann und wird gleichzeitig gebeutelt von plötzlichen, immer wieder auftretenden Schwindelanfällen. Es liegt ein Wochenende vor ihm, das sein ganzes Leben verändern wird. Dieses skurrile Wochenende mitzuerleben hat mir großen Spaß gemacht. Sicherlich gibt es ein paar Stellen, die im Film kürzer und prägnanter dargestellt sind, was dem Ganzen ein bisschen mehr Zug verleiht, als im Buch. Andererseits werden die Charaktere im Buch durch verschiedene Einschübe deutlicher als im Film. Im Großen und Ganzen sind die Abenteuer des Grady Tripp, die auch einen Teil des Lebenswegs Michael Chabons autobiographisch nachzeichnen. aber durchweg eine lohnende Lektüre und Freunden des etwas anderen Humors wärmstens zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Wonder Boys" von Michael Chabon

    Wonderboys
    dr_wort

    dr_wort

    02. December 2007 um 14:17

    Oh je - es musste ja kommen. Dies ist das Buch, bei dem ich den Film besser finde, als seine literarische Vorlage. was das Drehbuch in gewitzten Dialogen und pointierten Szenen präsentiert, wird durch den nicht langatmigen aber stark überreflektierten Stil Chabons schlapp und unwürzig. Es fehlt "das Besondere", was im Film durch die verkanppung und Überspitzung (auch der brillierenden Schauspieler!) gelingt. Fazit: Nett - aber nicht nett genug.

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