Die Verlorene

von Michael Connelly 
5,0 Sterne bei2 Bewertungen
Die Verlorene
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Beste Spannung, ausgestattet mit reichlich Lokalkolorit a la Westcoastsound. Sehr zu empfehlen!

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Inhaltsangabe zu "Die Verlorene"

Don't mess with Harry - Ermittlerlegende Harry Boschs 21 Fall: eine millionenschwere Erbschaft

Harry Bosch, mittlerweile als Privatermittler tätig, soll den Erben des Milliardärs Whitney Vance finden: Der alte Mann hatte als Student ein Verhältnis mit einer Mexikanerin, die er auf Druck seines Vaters verließ, als die junge Frau schwanger wurde. Ein Leben lang hat Vance sich dafür geschämt, nun will er Wiedergutmachung leisten. Es versteht sich, dass kaum einer in seinem Umfeld von dieser Entwicklung begeistert ist. Bosch ist klar, dass er mit äußerster Vorsicht vorgehen muss. Doch kaum hat er erste Erfolge erzielt, erfährt er vom plötzlichen Tod seines Auftraggebers. Für Harry Bosch bedeutet das nur eines: Jetzt erst recht!

'Bosch at his best.' New York Times

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426281925
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Droemer
Erscheinungsdatum:20.08.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.08.2018 bei Audio Media Verlag erschienen.

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    michael_lehmann-papevor 16 Tagen
    Doppelfall für Harry Bosch

    Doppelfall für Harry Bosch

    Harry Bosch ist in Pension. Privatermittler auf Empfehlung, einerseits, aber auch noch ehrenamtlich für das Polizeipräsidium in San Jose bei Los Angeles tätig. Was sich ganz gut trifft, denn somit hat Bosch, auch wenn das eigentlich nicht gestattet ist, noch Zugang zu internen Polizeiinformationen, wenn er an privaten Fällen nicht weiterkommt.

    Was der Fall seine wird. Erstmal.

    Der Milliardär Whitney Vance sieht offenkundig dem Ende seines Lebens entgegen. Alter und Krankheit schwächen, doch eines treibt den reichen Mann noch um. Dass er, jung, ein Kind gezeugt haben könnte. Und durch seinen Dienst in Vietnam den Kontakt zur Mutter verlor.

    Er engagiert Bosch, einen eventuellen Erben zu finden. Mit dem Wissen, das auch Bosch umgehend klar ist, dass bei einem solchen Vermögen mächtige Angehörige des Aufsichtsrates und manch andere, der von diesem Vermögen abhängig ist, dazu bringen wird, alles zu tun, damit Bosch nicht erfolgreich ermittelt.

    Während Bosch selbst sich in San Jose mit „kalten Fällen“ beschäftigt und einem Serienvergewaltiger auf der Spur ist, der bisher keine Spuren, keine Hinweise, nichts an den Tatorten hinterlassen hat, was helfen könnte, ihn zu finden. Außer DANN vielleicht, die aber nirgends zuzuordnen ist.

    „Jede dieser Vernehmungen bedrückte Bosch nachhaltig, und ob er wollte oder nicht, musste er jedes Mal an seine Tochter denken und welche Auswirkungen ein solcher Übergriff auf sie hätte“.

    Beide Fällen verlaufen im Buch parallel und bieten somit durchaus Abwechslung in der Handlung. Gepaart mit der bekannten Handschrift Connellys, die Ermittlungen als „gute, alte Detektivarbeit“ detailliert zu beschreiben und in Szene zusetzten. Das muss man mögen, denn auch wenn Connelly in diesem Buch die Beschreibung der Ermittlungen etwas kürzt und nicht mehr so stark wie früher verfolgt, einige Längen und eher trockene Passagen tauchen natürlich dennoch im Buch auf.

    Wobei gerade im letzten Drittel die Spannung, die Verhörtechnik und ebenfalls die Gefahr für Bosch selbst steigt und temporeich inszeniert wird.

    Und die Zeit drängt, denn eine Kollegin könnte sich in den Fängen des Vergewaltigers befinden. Während sich auch die Schlinge der privaten Ermittlungen zuzieht und einer Lösung in der ein oder anderen Form entgegenstrebt.

    Trotz mancher Kleinteiligkeit in der Ermittlungsarbeit bietet der neue Bosch zwei interessante Fälle, die mit überraschenden Wendungen dafür sorgen, dass der Leser sich nie zu sicher fühlt, schon zu wissen, wer der Täter und was genau vorgefallen ist.

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    detlef_knuts avatar
    detlef_knutvor einem Monat
    Kurzmeinung: Beste Spannung, ausgestattet mit reichlich Lokalkolorit a la Westcoastsound. Sehr zu empfehlen!
    Westcoastsound inklusive

    Neu erschienen ist die deutsche Fassung des vorliegenden (21.) Harry-Bosch-Romans. Ich genieße wieder das Gefühl von Sanftheit und Entspanntsein bei diesem mitreißenden Krimi. Connelly fängt mich immer wieder mit seinem Schreibstil ein.

    Hieronymus (Harry) Bosch, ehemals Detective beim LAPD, jetzt im Ruhestand als Privatermittler und in Teilzeit beim San Fernando Police Department tätig. Privat ermittelt er einen Auftrag von einem der reichsten Männer Amerikas. Seine Cold Cases beim SFPD muss er auch liegen lassen, denn ein Serienvergewaltiger geht in San Fernando Valley um, bei dem Bosch wegen seinen Erfahrungen hinzugezogen wird. Zwischen diesen Fällen versucht er, sein Privatleben mit seiner Tochter auf die Reihe zu bringen.

    Ich weiß nicht, wie der Schriftsteller Connelly ist schafft, zwischen all den zahlreichen Informationen, trotz Schießereien und Hetzjagten eine Atmosphäre aufzubauen, die beinahe besinnlich wirkt. Ich komme mir beim Lesen vor, als wäre ich am Flughafen LAX in ein Mietauto gestiegen und cruise bei Tempo 50 bis nach Hollywood. Zurückgelehnt und entspannt. Dabei lasse ich die Informationen über den Vietnamkrieg, die Strukturen und Arbeitsweisen der Polizeikräfte, die Stadtpläne und Stadtviertel von LA und umliegenden Counties auf mich einwirken. Die Sonne bahnt sich langsam durch die diesige Luft ihren Weg. Bosch zofft sich mit Vorgesetzten oder anderen Leuten, er isst und trinkt mit Kolleginnen und Kollegen. Man spürt seinen Drang, nicht zum Abstellgleis zugehören. Bosch ist ein sehr erfahrener Ermittler. Meist bleibt er ruhig und entspannt bei seiner Arbeit, obwohl er auch mal kräftig ausrasten kann. Aber diese Gelassenheit des Profis geht beim Lesen auf den Leser über. Zumindest bei mir ist das so.

    Eigentlich werden in diesem Krimi zwei unterschiedliche Fälle gelöst. Jeder für sich in separaten Strängen, die sich gelegentlich überschneiden. Im Kopf der Leser und bei Bosch sind beide Fälle präsent. Und Bosch bekommt als Protagonist die zusätzliche Aufgabe, die Ermittlungen in beiden Fällen zu organisieren, weil er von unterschiedlichsten Seiten ins Visier genommen wird. Der Knaller ist aber das Ende des Romans. Obwohl komplett plausibel und bei genauem Nachdenken eigentlich nicht unerwartet, präsentiert der Autor am Ende eine völlig überraschende Auflösung. Beste Spannung, ausgestattet mit reichlich Lokalkolorit a la Westcoastsound. Sehr zu empfehlen!

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2018

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