Michael Connelly Schwarzes Echo

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Inhaltsangabe zu „Schwarzes Echo“ von Michael Connelly

Harry Boschs erster Fall! Detective Harry Bosch, unbequem, aber brillant, wird zu den berüchtigten Hollywood Detectives strafversetzt, weil er in vermeintlicher Notwehr einen Unbewaffneten erschossen hat. Doch der einstige Superstar des Morddezernats von Los Angeles hat nicht lange Zeit, sich darüber zu ärgern: Bei einem Routinefall erkennt er in einem toten Junkie einen ehemaligen Kameraden aus dem Vietnamkrieg wieder. Er glaubt schon bald nicht mehr an einen Drogentod – und stößt auf eine undurchsichtige Geschichte von Korruption und Machtgier.

Gute Details über L.A. und manche Einzelheiten der Polizeiarbeit, als Thriller wird es aber erst zum Ende hin rasant und spannend.

— wallofbooks

Kein schlechter Roman, der mich aber auch nicht richtig mitreißen konnte. Michael Connelly sollte man trotzdem gelesen haben.

— marcusjohanus

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    Schwarzes Echo

    Stefan83

    Wenn es eines Beweises bedarf, dass Übung tatsächlich den Meister macht, hat Michael Connelly ihn mit „Schwarzes Echo“ mehr als glaubhaft und überzeugend angetreten. 1992 veröffentlicht und ein Jahr darauf sogleich mit dem Edgar Award für den besten Erstlingsroman ausgezeichnet, nimmt das Buch einen Platz im doch sehr überschaubaren Kreis der Kriminalromane ein, welche auf Anhieb Fuß im Genre fassen konnten bzw. mehr noch, ihren Debütwerkcharakter von der ersten bis zur letzten Seite mit einer schlafwandlerischen Sicherheit verleugnen, die sonst nur „alten Hasen“ des Krimi-Geschäfts zu Eigen und vorbehalten ist. Im Fall Connelly hat diese auf Anhieb vorhandene schriftstellerische Professionalität allerdings auch eine interessante Vorgeschichte, belegte der in Philadelphia geborene Autor doch lange Zeit Kurse in „Kreativem Schreiben“, während er nebenbei als Kriminalreporter in seiner neuen Heimat Los Angeles seine Brötchen verdiente. Beste Voraussetzungen also um sein Handwerk zu erlernen und sich zwischen Cops und Verbrechern in genau jenem Milieu zu bewegen, welches später Schauplatz seiner Romane werden sollte. Die dunkle Seite Hollywoods, die finsteren Abgründe der Stadt der Engel – sie wurden das Setting für seinen umtriebigen Protagonisten, den Detective der Mordkommission Hieronymus „Harry“ Bosch, der in „Schwarzes Echo“ zum ersten Mal die literarische Bühne betritt und seine Feuertaufe mit Bravour meistert. Kurz zum Inhalt: Der „Lake Hollywood“ in den Santa Monica Mountains. 1924 als riesiger, künstlicher See samt Staudamm angelegt, dient er nicht nur als Trinkwasserreservoir für die Großstadt Los Angeles, sondern gleichzeitig vielen Obdachlosen und Drogenabhängigen aus dem nahen Umkreis als Unterschlupf, welche sich in den Leitungen und Rohren vor neugierigen Augen zurückziehen oder einfach nur den nächsten Schuss setzen wollen. Tote durch Überdosis – sie sind hier keine Seltenheit, weshalb der Fund einer Leiche in einer alten Abwasserröhre mit der üblichen Routine bearbeitet wird. Zumindest solange, bis Detective Hieronymus „Harry“ Bosch an den Tatort gerufen wird. Bosch, erst vor kurzem von der Eliteeinheit des Morddezernats von Los Angeles zu den berüchtigten Hollywood Detectives strafversetzt – er soll im so genannten „Dollmaker“-Fall in vermeintlicher Notwehr einen Unbewaffneten erschossen haben – glaubt nicht an einen Tod durch „goldenen Schuss“. Das Fixer-Besteck scheint fingiert. Und auch die gebrochenen Finger des Toten lassen vermuten, dass dieser nicht ganz freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Hinzu kommt: Bosch kennt den Toten. William Meadows war wie Bosch vor zwanzig Jahren Soldat in Vietnam, wo sie Seite an Seite in einer Einheit dienten, welche sich auf die Ausräucherung der von den Vietcong angelegten unterirdischen Gänge spezialisiert hatten. Ihr furchtloser Kampf in der tiefen Finsternis führte später zu einem vom Feind gefürchteten Namen - „Tunnelratten“. Bosch hatte Meadows nach dem Krieg nur noch einmal getroffen und dem damals drogenabhängigen, ehemaligen Kriegskameraden bei einem Entzug geholfen, wodurch die jetzige Todesursache umso unwahrscheinlicher erscheint. Als sich nun sogar das FBI einschaltet und der IAD, die Internal Affairs, Bosch ins Visier nimmt, ist seine Neugier endgültig geweckt. An der Seite der FBI-Agentin Eleanor Wish führt er seine Ermittlungen gegen alle Widerstände weiter und stößt schließlich auf eine Spur, welche Meadows nicht nur in Verbindung mit einem spektakulären Bankeinbruch aus dem Jahr zuvor bringt, sondern ein weit größeres Komplott vermuten lässt, das bis in die höchsten Kreise von Justiz und Politik reicht. Als Bosch erkennt, worum es geht, ist es fast zu spät … „Schwarzes Echo“ (der Begriff ist übrigens dem Vokabular der echten „Tunnelratten“ entnommen und spielt auf die Sinneseindrücke der im vollkommenen Dunkeln kämpfenden Soldaten an) mag zwar in diesem knappen Anriss der Handlung wie der übliche 0815-Kriminalroman tönen, ist dies aber mitnichten. Trotz Vietnam-Trauma und Eigensinn in polizeilichen Ermittlungen – Michael Connelly versteht es, die gängigen Fehler der Genre-Konkurrenz zu umgehen, welche uns stets aufs Neue mit weiteren stereotypen Protagonisten langweilen, die vor allem eins gemeinsam haben: Sie wirken wie am Reißbrett entworfen. Nicht so „Harry“ Bosch. Wie bei Dave Robicheaux, Hauptfigur des Autors James Lee Burke und ebenfalls Cop mit Vietnam-Hintergrund, sind die Kriegserfahrungen des Detectives aus L.A. lediglich ein Eckpfeiler des großen Gerüsts, das Connelly in den folgenden Bänden immer mehr verfeinert und erweitert (Die Thematik Vietnam wird dabei erst viel später im Roman „Neun Drachen“ wieder in großem Stil aufgegriffen). Das ist insofern bemerkenswert, da der Autor scheinbar bereits zu diesem äußerst frühen Zeitpunkt schon längerfristig geplant, das „Universum“ rund um Bosch mit Weitblick entworfen hat. Ob Irvin Irving oder Eleanor Wish – in Michael Connellys L.A. ist die Welt sprichwörtlich klein, trifft man in nachfolgenden Romanen immer wieder auf alte Bekannte, wobei der Autor, der mittlerweile an mehreren Reihen parallel schreibt, diese miteinander verknüpft, wodurch ein stimmiges, großes Ganzes, eine dichte Chronologie entsteht und die Authentizität von Connellys Welt nochmals unterstrichen wird. Zudem: Bosch als reines Produkt des Vietnamkriegs zu zeichnen, hätte nicht nur dessen Persönlichkeit arg limitiert – es hätte auch die weitere Entwicklung schwierig macht, vielleicht sogar sehr schnell in eine Sackgasse geführt. Connelly umgeht diese einseitige Typisierung und legt damit, möglicherweise auch unbewusst, den Grundstein für den Erfolg dieser inzwischen so langlebigen Reihe. Der andere liegt in der Darstellung von „Harry“ Bosch begründet. Ganz in der Tradition der klassischen „Noirs“ von Chandler und Hammett begegnet uns hier ein raubeiniger, kettenrauchender Detective und Einzelgänger, für den Recht und Gerechtigkeit zwei Seiten einer Medaille sind. Bosch hat nicht viel mit den Regularien der Justiz und dem schwerfälligen, weil oft korrupten Polizeiapparat am Hut. Er hält sich nicht ans Handbuch, meidet offizielle Dienstwege, traut seinen Kontaktleuten im Halbschatten der kriminellen Unterwelt mehr über den Weg, als hochrangigen Polizeifunktionären oder Politikern, von denen er lediglich geduldet wird, weil er Pate für eine beliebte Fernsehserie steht, welche der Justiz gute Publicity beschert. Daran konnten selbst die Ereignisse des „Dollmaker“-Falls nichts ändern (Wer darüber noch mehr wissen möchte, dem lege ich „Die Frau in Beton“ ans Herz), der übrigens auch auf Seiten des Lesers Zweifel an Bosch weckt. Hat Bosch den vermeintlichen Frauenmörder kaltblütig ermordet? War es wirklich nur Notwehr? In „Schwarzes Echo“ gibt es darauf keine konkrete Antwort, was wiederum das Profil des Hauptprotagonisten zusätzlich schärft, der die Gesetze ohnehin schon bis zum Bruchpunkt (und vielleicht auch irgendwann darüber hinaus?) dehnt und für den Revanchismus einen legitimen Weg darstellt, Dinge wieder ins Lot zu bringen. Dinge, die sonst selbst von der Polizei dem größeren Ganzen geopfert werden. „Harry“ Bosch ist DER Grund warum „Schwarzes Echo“ überzeugt. Glaubhaft, düster, hart, kompromisslos und doch lässig wandelt er durch die Straßen von L.A., das Michael Connelly derart plastisch zum Leben erweckt hat, wie das nur den ganz großen Krimi-Autoren vorbehalten ist. Ob am Mullholland Drive oder im hölzernen Einzimmerausleger in den Hügeln unter Hollywood – selten kam ein Debüt so atmosphärisch daher, hat ein Buch auf Anhieb soviel Flair ausgestrahlt und L.A.-Luft geatmet. Kopfkino vom Feinsten – und inzwischen eine Seltenheit im Meer der vielen seelenlosen, modernen Mainstream-Schmöker, welche ihre Handlung auf Teufel komm raus von Seite eins bis zum Ende der Spannung wegen durchpeitschen und für die stimmungsvolle Beschreibungen nur Bremsklötze darstellen, die unnötig Tempo rausnehmen. „Schwarzes Echo“ ist das Gegenteil: Ein stilistischer Brückenschlag zwischen alt und neu, zwischen „Hardboiled“ und „Police Procedural“, der sich klassischer Elemente bedient (das Ende weckt sowohl Erinnerungen an Greenes „Der dritte Mann“ als auch an „Chinatown“) und doch mit dem prüfenden Blick des Journalisten das Scheinwerferlicht auf die Probleme richtet, welche im Los Angeles von heute noch genauso allgegenwärtig sind, wie in dem von 1933 oder eben 1992. Unbedingte Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Schwarzes Echo" von Michael Connelly

    Schwarzes Echo

    Wortklauber

    26. January 2011 um 20:15

    Harry Bosch war ein anerkannter Elite-Cop beim Los Angeles Police Department, bevor ihm ein schwerwiegender Fehler unterlief, der ihn diesen Job kostete. Er erschoss einen Mann, der sich zwar unzweifelhaft als der gesuchte Serienmörder entpuppte, der jedoch unbewaffnet war. Damit war ihm die Anerkennung der Bevölkerung und der Medien sicher, für seinen Arbeitgeber war er jedoch untragbar geworden. Deshalb wird er zur unbeliebten Hollywood-Einheit versetzt. Er wird zu einem Leichenfund gerufen: ein Routinefall, wie es scheint, ein toter Junkie in einer Betonröhre. Bosch erkennt in dem Toten einen ehemaligen Kameraden aus dem Vietnamkrieg, eine Tunnelratte, wie er selbst eine war. Anstatt den Fall schnell als Überdosis zu den Akten zu legen, verlässt Bosch sich auf seine Intuition und seinen Spürsinn. Er wird misstrauisch und findet bald Hinweise, die nahe legen, dass da jemand nachgeholfen hat. Und dass der Tote in einen spektakulären Raub verwickelt war. Dieser Roman, der mittlerweile gut 20 Jahre auf dem Buckel hat, zählt zweifelsohne zu den klassisch erzählten Krimis. Bosch ist in mancher Hinsicht ein Klischee-Bulle: einer, der in seinen Kleidern schläft, wenig Beziehungen pflegt, keine Freunde hat, und auch keine Frau. Er raucht zuviel und hat ein Talent, sich Feinde zu machen. In einer korrupten Welt ist er der einsame Wolf, jenseits des Buddy-Tums der Polizeiwelt. Obwohl er seine Ecken und Kanten hat, ist er eindeutig der Gute, kein strahlender Held, aber ein aufrechter Mann mit Prinzipien, mit eigenen Regeln, wann er das Gesetz beugen kann und wann er sich, seine Karriere als Polizist, notfalls dafür opfern würde. Und als solcher bekommt er es natürlich mit einigen eher bis eindeutig negativ gezeichneten „Kollegen“ zu tun: mit einem Partner, der eigentlich viel lieber Makler ist, mit dem FBI und der Dienstaufsicht, die es auf ihn abgesehen hat und ihm immer noch am Zeug flicken will – was ihn natürlich nur umso aufrechter erscheinen lässt. Der Roman ist handwerklich solide erzählt, die Übersetzung wackelt da und dort etwas, das Ende ist nicht unbedingt überraschend, aber spannend erzählt, mit einem klassischen Showdown und allem, was dazu gehört.

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  • Rezension zu "Schwarzes Echo" von Michael Connelly

    Schwarzes Echo

    BTOYA

    21. March 2009 um 05:02

    1. Harry Bosch-Roman: Harry Bosch, Elitepolizist unter den Detectives im Los Angeles Police Department, hat in vermeintlicher Notwehr einen Unbewaffneten erschossen. Zur Strafe wird er zu einer berüchtigten Einheit der Polizei von Hollywood versetzt. Bei einem Routinefall erkennt er in einem toten Junkie einen ehemaligen Kameraden aus dem Vietnamkrieg wieder. Einige merkwürdige Spuren lassen Bosch den Verdacht schöpfen, dass der Tote nicht freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Sein Jagdinstinkt erwacht. Zum Autor: Michael Connelly (* 21. Juli 1956 in Philadelphia, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Während seiner Schulzeit entdeckte er die Romane Raymond Chandlers und beschloss, seinen Lebensunterhalt ebenfalls mit Schreiben zu verdienen. Connelly studierte an der University of Florida Journalismus und Kreatives Schreiben. Ab 1980 arbeitete er zunächst als Journalist bei verschiedenen Zeitungen in Florida, wo er sich vor allem auf Kriminalreportagen spezialisierte. 1986 führte er und zwei weitere Reporter eine Serie von Interviews mit Überlebenden eines Flugzeugabsturzes in Fort Lauderdale, die ihn auf die Nominierungsliste für den Pulitzerpreis brachte. Dies verschaffte ihm einen Job als Polizeireporter für die angesehene Los Angeles Times. Connelly war somit in der Heimat von Chandlers Privatdetektiv Philip Marlowe angekommen. Drei Jahre später schrieb Connelly den ersten Roman um den Polizeibeamten „Hieronymus Bosch“, genannt „Harry“. Der Name des Helden war Programm. Harry Bosch ist ein von einer Mission getriebener Moralist, der seine Vorstellung von Ordnung in eine chaotische Welt zu bringen versucht, die den Bildern des gleichnamigen mittelalterlichen Malers ähnelt. Der erste Roman The Black Echo (dt. Schwarzes Echo) erschien 1992 und wurde mit dem Edgar Award für den besten Erstlingsroman von den Mystery Writers of America ausgezeichnet. Seither veröffentlichte Connelly zahlreiche Romane, die meisten mit Harry Bosch als Helden, sowie mehrere Kurzgeschichten. Er hat alle wesentlichen internationalen Auszeichnungen des Krimi-Genres gewonnen. Heute zählt Connelly zu den erfolgreichsten Autoren der USA, gilt als einer der führenden Repräsentanten des Kriminalromans und war von 2003 bis 2004 Präsident der Organisation Mystery Writers of America. 2002 verfilmte Clint Eastwood mit Blood Work den gleichnamigen Roman, einen Krimi ohne Connellys bevorzugten Helden Harry Bosch. 2000 produzierte Connelly eine TV-Serie über Computerkriminalität: Level 9. Michael Connelly lebt mit seiner Familie in Florida. Mehr unter: http://www.michaelconnelly.com http://www.powells.com/authors/connelly.html

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