Michael Connelly Sein letzter Auftrag

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Inhaltsangabe zu „Sein letzter Auftrag“ von Michael Connelly

Nach dem Welterfolg „Der Poet“ ein neuer packender Thriller um den Polizeireporter Jack McEvoy Nach zwanzig Jahren wird Jack McEvoy als Polizeireporter aus den Diensten der L.A. Times entlassen. Er erhält eine Frist von zwei Wochen, wenn er seine Nachfolgerin einarbeitet. So demütigend das Angebot ist, McEvoy geht darauf ein. Er will seine letzte große Story schreiben: ein unschuldig unter Mordverdacht stehender Jugendlicher, der als Bauernopfer herhalten soll. McEvoy will seine neue Kollegin aus der Recherche heraushalten, doch diese will sich profilieren und bringt damit beide in tödliche Gefahr.

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  • Interessant und packend von der ersten bis zur letzten Seite

    Sein letzter Auftrag

    Soeren

    26. November 2015 um 17:57

    Als ich vor einigen Jahren Connellys Thriller "Der Poet" las, war ich begeistert. Weshalb es für mich keine Frage war, ob ich mir auch "Sein letzter Auftrag" kaufen würde, einen weiteren Connelly-Roman mit der Hauptperson Jack McEvoy (dass es dazwischen noch einen Harry-Bosch-Roman über den Poeten gab, indem er eine Nebenrolle spielt, lassen wir an der Stelle mal außen vor). Der zweite McEvoy-Roman beginnt mit einem deprimierenden Szenario: Reporter Jack wird aus Einsparungsgründen nach vielen Jahren bei der L.A. Times entlassen und bekommt nur deshalb noch eine Zwei-Wochen-Frist, damit er seine Nachfolgerin Angela einarbeiten kann. Aber Jack lässt sich davon nicht unterkriegen und beschließt, bei seinem letzten Artikel noch einmal richtig durchzustarten. Wie weit ihn der Fall von dem möglicherweise unschuldig inhaftierten Jugendlichen führen würde, ahnt er nicht, denn diese Recherche ist nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs. Bevor er sich versieht, bekommt es Jack mit einem ebenso grausamen wie perfekt organisierten Killer zu tun, der nichts dem Zufall überlässt. Die Ereignisse überschlagen sich und schließlich weiß sich Jack keine andere Wahl, als seine alte Flamme, die FBI-Agentin Rachel zu verständigen, die er seit dem Poeten-Fall nicht mehr gesehen hat. Gemeinsam stürzen sich die beiden auf die verzwickte Ermittlung, die dank ihrer ständigen Wendungen und neuer Puzzleteile kaum los lässt. Mir jedenfalls hat das Lesen des Romans großen Spaß gemacht. Eine nahezu perfekte Thriller-Unterhaltung. Michael Connelly hat es eben einfach drauf.

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  • Erstklassiger Schreibstil

    Sein letzter Auftrag

    mercurial_mind

    30. December 2013 um 18:32

    Polizeireporter Jack McEvoy fällt den Einsparmaßnahmen seines Arbeitgebers zum Opfer. Zwei Wochen bleiben ihm, um seinen Job bei der L.A. Times in Würde zu beschließen. Der Fall eines jungen Mannes, der des Mordes beschuldigt wird, weil im Kofferraum des von ihm gestohlenen Wagens die Leiche einer Frau gefunden wird, ist der Zeitungsredaktion nur eine Meldung am Rande wert. Als Jack nach einem Anruf, der ihn nachdenklich macht, in dem Fall zu recherchieren beginnt, stößt er auf Zusammenhänge, die den ermittelnden Beamten entgangen sind und gerät dadurch in Lebensgefahr. Wer einen atemlos spannenden Thriller sucht, bei dem sich Actionszene an Actionszene reiht, ist bei Michael Connelly an der falschen Adresse. Wer jedoch Wert auf eine ausgefeilte Sprache und wohlformulierte Sätze legt und willens ist, einer sich langsam, aber stetig entwickelnden, interessanten Geschichte zu folgen, wird mit einem sorgfältig ausgeklügelten Krimi belohnt. Zwar hat Michael Connelly mit diesem Roman das Rad nicht neu erfunden - auch seine Figuren entsprechen gängigen Gangster-, Reporter- und FBI-Agenten-Klischees - aber seine schriftstellerischen Fähigkeiten gehen weit über das hinaus, was andere Autoren liefern. Außerdem gefällt mir speziell an diesem Buch seine kritische Auseinandersetzung mit den erschreckenden Möglichkeiten, Personen mit Hilfe von Internet und Webhosting gezielt auszuspionieren und zu verfolgen. Nachdem im Verlauf der Handlung immer wieder auf Ereignisse Bezug genommen wird, die in seinem früheren Buch "Der Poet" vorkommen, einschließlich seiner beiden Hauptprotagonisten, ist es sicher keine schlechte Idee, diesen Roman vor "Sein letzter Auftrag" zu lesen. Man kann der Story aber auch ohne dieses Vorwissen mühelos folgen. Die lebendigen, sympathischen Charaktere und die gewandte Sprache lassen die Geschichte, die in "Sein letzter Auftrag" erzählt wird, wie einen Film im Kopf ablaufen, und nach 493 Seiten exquisiter Lektüre kann ich nur sagen: Schade, dass es zu Ende ist.

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  • Einer der besten Connellys

    Sein letzter Auftrag

    WolffRump

    02. August 2013 um 17:47

    Genre: Thriller. Umfang: Ca. 550 Seiten (Print, US-Ausgabe, Orion). Serie: ja (Jack McEvoy; einzelne Figuren kommen bereits in The Poet vor) Inhalt: Der LA Times – Reporter Jack McEvoy steht kurz vor seiner Entlassung aufgrund von Einsparmaßnahmen. Er will sich mit einem Big Bang aus der Redaktion verabschieden, um sich zukünftig seinem lange brach liegenden Romanprojekt zu widmen. Als er von der Großmutter eines wegen Mordes verurteilten jugendlichen Gangmitglieds mi der Bitte angesprochen wird, den Fall näher zu beleuchten, wittert Jack Pulitzerpreis-Material. Als während seiner Recherchen feststellt, dass zuvor ein fast identischer Mord in Las Vegas verübt wurde, wird ihm klar, dass er einem Serienkiller auf die Spur gekommen ist, der seine Taten anderen in die Schuhe schiebt. Jack kann seine Ex Rachel Walling, eine FBI-Agentin, dazu überreden, ihn zu unterstützen. Als der Killer, der als Computerexperte in einem IT-Unternehmen arbeitet, feststellt, dass man ihm auf der Spur ist, tötet er Jacks Reporterkollegin, um seine Spuren zu verwischen. Auch Jack und Rachel geraten ins Visier des Killers. Perspektive: Ich-Erzähler (Jack/Prot.), personale Perspektive des Antagonisten (Carver), idR alternierend. Insbesondere der für Connelly ungewöhnliche Ich-Erzähler hilft dem Leser, tief in die Figur des Protagonisten einzutauchen und eine emotionale Identität herzustellen. Erzählzeit: Vergangenheit. Setting: Regionales Setting: Los Angeles (LA Times) und Las Vegas (Server Farm). Soziales Setting: Die größte Stärke des vorliegenden Romans ist die authentisch und detailreich beschriebene Arbeitswelt des Protagonisten. Der Autor hat selbst viele Jahre als erfolgreicher Polizeireporter in LA gearbeitet. Der Kampf um Lead-Stories, Story-Budgets, Zeilenumfänge und auch der wachsende Einfluss von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen auf die Arbeit der Reporter wird von Connelly geschickt in den Roman eingeflochten. Der Newsroom wird für den Leser zu einem zu Hause auf Zeit. Der Leser kann jederzeit die Motivationslage des Protagonisten nachvollziehen, der aus Not, Trotz und auch aus verletzter Eitelkeit alles auf eine Karte setzt. Mit seinem Job verliert Jack auch den Boden unter den Füßen. Er handelt aus einer existenziellen Schwäche heraus und das macht die Figur umso vielschichtiger – auch und gerade im Vergleich zu anderen Serienprotagonisten des Autors, wie zB Harry Bosch. Setting und Charakter gehen eine perfekte Symbiose ein. Auch der Antagonist wird in ein originelles Setting eingebettet. Er arbeitet ‚unter Tage’, in einer Art Bunker, in dem die Server betrieben werden, auf denen Kunden ihre sensitiven Daten lagern. In Zeiten regelmäßiger Berichte über Datendiebstahl, Identitätsdiebstahl etc. ist auch dieses Setting geeignet, Ängsten ein geeignetes Biotop zu bieten. Die Beschreibungstiefe ist laiengerecht. Struktur und Spannungsbogen: Vom Aufbau des Plots her ist 'Sein letzter Auftrag'/'The Scarescrow' (engl.) eine Kombination von Whodun’it-Krimi und Thriller. Das auslösende Ereignis ist ein Anruf der besorgten Großmutter des zu Unrecht Verurteilten bei Jack. Der Wunsch, mit einem Pulitzerpreis seine durch die Entlassung angeknackste Ehre zu retten und die Konkurrenz zu seiner Nachfolgerin liefern den emotionalen Sprit, der die Story befeuert. Durch die wechselnden Perspektiven ist der Antagonist für den Leser frühzeitig offensichtlich. An dieser Stelle übernimmt das Thrillerelement die Spannungsentwicklung. Der Antagonist wird aktiv und bekämpft die protagonistischen Kräfte. Die Sorge des Lesers um Jack und Rachel trägt die Story über Zwischenhochs bis zum furiosen Finale. Hauptcharaktere: Jack (Prot.) Rachel (FBI, Prot-Unterstützerin) Carver (Antagonist) Stone (Antag.-Unterstützer) Insbesondere der Protagonist wird auch emotional umfassend ausgeleuchtet. Die Eindringtiefe beim Antagonisten ist mE ausbaufähig. Seine Motivation wird nur oberflächlich und in Teilen klischeehaft beschrieben, indem auf seine Jugend verwiesen wird. Der Leser erlebt leider keine einzige seiner Taten akiv mit. Die Faszination des Killers für Beinprothesen (Iron Maiden) ist originell, aber aktive Handlung würde das Kopfkino mehr beflügeln, als Deskription. Das interessante Setting lässt diesen Mangel allerdings weniger deutlich werden, als man erwarten würde. Sprache/Duktus: Thrillergerecht. Wie bei den meisten amerikanischen Texten des Genres ist die Sprache wohltuend knapp. Der Fokus liegt eindeutig auf der Handlung. Satzbau und Verbalisierung korrespondieren gut mit der inhaltlichen Ausgestaltung des Plots. Die Qualität der dt. Übersetzung kann ich nicht beurteilen, da ich den Text bislang nur im amerikanischen Original gelesen habe. Nice to know: Im Gegensatz zu Jack McEvoy war Michael Connelly als Reporter tatsächlich einmal Finalist für den Pulitzer-Preis. Viele Stories von Connelly haben einen True Crime – Background. Wer sich dafür interessiert, dem sei Crime Beat (dt.: L.A. Crime Report, Heyne) empfohlen. Hier gibt der Autor einen persönlichen Einblick in seine Arbeit und schildert reale Verbrechen aus der Sicht des Reporters. Insbesondere der Auslöser für seine Reporter-Karriere ist so real wie interessant und hat mich an James Ellroys Hintergrund erinnert.

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  • Rezension zu "Sein letzter Auftrag" von Michael Connelly

    Sein letzter Auftrag

    Bücherwurm

    14. October 2011 um 17:04

    Mein erstes Buch von Michael Connelly! So, ich bin mir jetzt allerdings nicht sicher, ob es ein Band einer Serie ist, oder ein relativ allein stehender, in sich abgeschlossener Thriller. Es ist jedenfalls ein Roman um den Polizeireporter Jack McEvoy. Die Geschichte um den Poeten ist abgeschlossen, dieser Thriller beginnt mit der Kündigung. McEvoy soll nach 20jähriger Arbeitszeit bei der L.A.Times den Arbeitsplatz räumen. Man teilt ihm eine junge Reporterin zu, die er noch eben anlernen soll. Verärgert über den Abschuss möchte Jack eine Sensationsstory schreiben. Der Vorgesetzte soll sich darüber ärgern, dass er ihn auf die Kündigungsliste setzte, also macht er sich auf die Suche nach einem dementsprechenden Thema. Sehr gelegen kommt ihm da ein Anruf einer älteren Dame aus den Slums in L.A.. Ihr Enkel wurde wegen Mord verhaftet, sie ist sich aber sicher, dass er unschuldig ist und ärgert sich über die Nachrichtenzeile von Jack in der Zeitung. Tatsächlich findet Jack sehr schnell Hinweise, dass der Jugendliche vorschnell verurteilt wurde und beginnt mit der Reporter-typischen Schnüffelei. Ich hatte grosse Probleme mich mit dem Schreibstil von Michael Conelly anzufreunden. Der Thriller ist nicht schlecht, nimmt auch zum Ende hin an Spannung zu, aber dieses Milieu der Zeitungen, der Reporter, dieses ewige Wiederholen von Sachpunkten, die schon klar sind und dieses minutiöse Beschreiben von jedem Handgriff, jedem Gedankengang, Herr Conelly lässt der Inteligenz des Lesers keinerlei Platz. Eine ähnlich langatmige Erzählart hat ja auch Mankell, jedes Stühlerücken, jeder Schritt und jede Minute wird dem Leser vorgekaut. Man liest und liest und liest und hat nicht recht das Gefühl in der Geschichte vorwärts zu kommen. So habe ich für immerhin fast 500 Seiten doch fast 3 Tage gebraucht, weil ich eben nie in dieses "fiebern" kam. Wirklich sympathisch war mir Jack McEvoy nie, dafür scheint es zu sehr ein Mann mit depressiver Grübelei zu sein. Dieses Klammern an Frauen, dieser Hunger nach Anerkennung, passt irgendwie nicht zu einem Mann, den man gerne als Held sieht. Wenn ich recht überlege, ist es eigentlich gar nicht passend, zu keinem Mann, eher würde ich einen solchen Charakterzug bei einer sehr unsicheren Frau erwarten. Gut, aber ich kenne die vorherigen Erlebnisse dieses Mannes auch nicht, werde jetzt aber auch nicht loslaufen, um sie gleich zu kaufen, denn so sehr hat es mich nicht gepackt. Schade eigentlich, eine verpasste Chance einen Fan zu gewinnen!

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  • Frage zu "Sein letzter Auftrag" von Michael Connelly

    Sein letzter Auftrag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Weiß jemand, wie die Reihenfolge der Krimi Reihe um Jack McEvoy von Michael Connelly ist? Das würde mir echt weiterhelfen, danke schon einmal :-)

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  • Rezension zu "Sein letzter Auftrag" von Michael Connelly

    Sein letzter Auftrag

    Gimagemelli

    22. August 2011 um 13:05

    wieder sehr spannend, nur Schade das man schon früh erfährt wer der Täter ist, verworrener wäre schöner

  • Rezension zu "Sein letzter Auftrag" von Michael Connelly

    Sein letzter Auftrag

    Girl56

    12. August 2011 um 09:13

    In gewohnter Manier schickt Michael Connelly seine bereits durch die "Poeten" Krimis bekannte Figur "Jack McEvoy" auf die Spur eines wirklich perfiden Verbrechers. McEvoy, gerade nach langjähriger Mitarbeit bei der Zeitung "L.A. Times" gekündigt, soll noch seine Nachfolgerin im Kriminalressort einarbeiten. Aufgeschreckt durch einen Anruf, beginnt er mit der Recherche um einen Mord und den minderjährigen Tatverdächtigen. Sehr schnell merkt er, dass hinter der Tat viel mehr steckt; und als seine neugierige, junge Kollegin unvermittelt ihre eigenen Recherchen zu dem Thema "Kofferraum-Mörder" anstellt und dabei das Internet benutzt, geraten die Ermittlungen, die Jack betreibt, außer Kontrolle. "Sein letzter Auftrag" ist in bester amerikanischer Krimitradition geschrieben und trifft damit genau meinen Geschmack.

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  • Rezension zu "Sein letzter Auftrag" von Michael Connelly

    Sein letzter Auftrag

    ThrillerKiller

    04. April 2011 um 13:38

    Jack McEvoy ist seit 20 Jahren Reporter für die L.A. Times und zuständig für das Polizeiressort, doch ein neuer Besitzer ist dabei das Blatt umzustrukturieren. Genau 100 Redakteure sollen entlassen werden. Bisher bleib Jack verschont, doch nun hat es ihn auch erwischt. Nummer 99. Knapp vorbei ist eben auch daneben. Zu allem Überfluss soll er auch noch seine junge Nachfolgerin anlernen, was ihm zwar zusätzlich 2 Wochen Arbeit und Gehalt bringt, aber doch irgendwie demütigend erscheint. Jack lässt sich darauf ein, doch er will seinen Posten nicht einfach so verlassen, er will mit einer letzten großen Story aussteigen. Eine Story die ihm ohne Zweifel einen Preis bringen wird und dann werden die Bosse schon sehen wen sie da gefeuert haben. Jack möchte die Story über einen angeblich zu Unrecht inhaftierten Jugendlichen aufklären, der laut Polizei eine junge Frau ermordet und in den Kofferraum des Wagens gepackt haben, den er dann auf einem einsamen Parkplatz abgestellt hat. Dabei stößt er auf einen ähnlichen Mord in Las Vegas. Beide Opfer wurden mit Plastiktüten erdrosselt und danach in den Kofferraum ihres Wagens gelegt. Jacks Nachfolgerin soll in der Zeit die Arbeit im Ressort übernehmen, damit sich Jack voll und ganz auf die Story konzentrieren kann. Doch die eifrige junge Journalistin hält sich nicht an die Abmachung und recherchiert auf eigene Faust. Dabei stößt sie auf eine seltsame Homepage über Kofferraum-Morde. Doch Beide ahnen nicht, dass sie damit den wahren Mörder auf ihre Spur gebracht haben und nun ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn der wahre Täter verfügt über deutlich mehr Mittel und Wege, als man es eigentlich für möglich halten könnte. Michael Connelly ist nicht irgendwer, auch wenn dieses Buch mein Connelly-Debüt war. Er wurde schon mit dem begehrten und renommierten “Edgar Award” ausgezeichnet und so kann man schon ein gewisses Niveau erwarten. Man wird auch nicht enttäuscht, denn die Story ist sehr gut. Ein alter abgehalfterter Journalist, früher erfolgreich und mit Preisen ausgezeichnet, heute nur noch für einige Meldungen irgendwo im Innenteil der Zeitung gut, soll eine junge aufstrebende und deutlich billigere Journalistin anlernen, die dann seinen Platz übernimmt. Absolut demütigend. Man kann richtig mit dem armen Kerl mitfühlen. Das der Auftritt der jungen Mitarbeiterin aber von so kurzer Dauer sein wird hat mich dann doch etwas überrascht und schockiert, aber das war gut so. Damit weicht Connelly von den üblichen, mittlerweile ausgetrampelten, Pfaden ab und die Story entwickelt sich völlig neu. Dabei wird die Arbeit des Journalisten sehr realistisch dargestellt und nichts wird beschönigt. Es ist ein Thriller voller Tempo, Action und Spannung, wenn auch etwas unheimlich wenn man sich die Frage stellt, ob eine solche Art der Opferwahl denn wirklich möglich wäre. Der Journalist Jack McEvoy wird zu keiner Zeit als übermächtiger Superheld dargestellt, ist aber sicher auch kein klassischer Antiheld. Deshalb von mir 4 von 5 Sternen! http://thrillerkiller.wordpress.com

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  • Rezension zu "Sein letzter Auftrag" von Michael Connelly

    Sein letzter Auftrag

    michael_lehmann-pape

    14. March 2011 um 16:09

    Abgesang einer Zunft Die Zeiten sind nicht mehr das, was sie einmal waren für einen gestandenen Polizeireporter in Los Angeles. Wie überall auf der Welt sinkt nicht nur die Bedeutung des geschriebenen Wortes, sondern vor allem auch die Auflagezahlen der Zeitung, für die Jack Mcevoy jahrelang immer hart am Geschehen auf seine gewohnte, traditionelle Art berichtet hat. Eigentlich gehört er noch gar nicht zum alten Eisen, aber die Überholspur des Journalismus fährt einfach schneller, als er mithalten könnte oder wollte und, vor allem, preiswerter. Nun überholt auch ihn die Zeit und die modernen Arbeitsweisen, mit denen er zum einen nicht mehr wirklich mithalten kann (oft und oft zeigt Connelly ihn sprachlos angesichts der Möglichkeiten moderner Technik im Buch), die aber zum anderen für ihn auch nur noch wenig mit dem zu tun haben, was einen Reporter mit Spürnase, lakonischem Wesen und besten Beziehungen vor Ort als echten Kerl ausmachen sollten. Zwei Wochen hat er noch, eine Frist, in der er nur noch seine Nachfolgering (smart, bestens versiert in allen modernen Kommunikationsmitteln), einarbeiten soll. Es kommt, wie es kommen muss und wie es fast zum Standard solcher „Buddy“ Romane gehört, die ihren Reiz durchaus aus der angelegten Verschiedenheit der Protagonisten zu ziehen vermögen. Nach anfänglichem Befremden und diskreter Verachtung füreinander erkennen Jack Mcevoy und seine potentielle Nachfolgerin Angela Cook durchaus den Wert der Arbeitsweisen des je anderen und beginnen eine durchaus befruchtende Zusammenarbeit. Neben diesem Blick auf das Zusammenpraller zweier Welten im Zeitungswesen ist ein brutaler Mord an einer Tänzerin geschehen, für den der Schuldige, ein junger Schwarzer, bereits gefunden zu sein scheint. Doch Mcevoy hat nicht umsonst eine jahrelang geschulte Intuition, der Fall lässt ihm keine Ruhe. Bald entdeckt er einen zweiten Mord am anderen Ort nach gleichem Strickmuster und setzt sich auf die Spur des Mörders, die junge Kollegin im Schlepptau und als bald unersetzliche Hilfe in der digitalen Welt. Denn je weiter er in seinen Recherchen fortschreitet, desto stärker wird seine eigene Welt in Mitleidenschaft gezogen und er muss am eigenen Leib erleben, wie verletzlich die eigene Identität und das eigene Leben im digitalen Zeitalter geworden ist. Rasant entwickelt sich so aus dem anfänglichen Abgesang auf die guten alten Zeitungszeiten und die, zwar bekannte, aber durchaus humorige, Reibung zwischen alt und jung, Tradition und Moderne ein intensives Katz und Maus Spiel, dass durchaus auf den knapp 500 Seiten für Spannung zu sorgen weiß. Spätestens dann mit dem Eintreffen der dritten Hauptfigur des Buches, Special Agent Rachel Welling steigert sich die Geschwindigkeit und der Thrill des Buches. Gewohnt knapp und präzise lässt Michael Connelly, ganz in der Tradition seines alten Ermittlers Harry Bosch, die alte auf die neue Welt treffen und legt offen, dass die alten, gründlichen, auf Beziehungen, Intuition und Hartnäckigkeit beruhenden, in Jahren der Erfahrung erworbene Fähigkeiten durchaus nicht zum alten Eisen gehören, aber ohne die Möglichkeiten der vernetzten Welt und (dafür steht Rachel Welling) ohne die nötige Effizienz nur mehr am Rande stattfinden wird. Wie aber besagte Fähigkeiten der drei Protagonisten zusammenspielen und gemeinsam die Gefahren bewältigen, dieses Zusammenspiel von tradierten Methoden und Erfahrungen mit den neu entwickelten Möglichkeiten durch die Digitalisierung hat Connelly plastisch dargestellt und damit das gemeinsam mögliche in den Blickpunkt gerückt. Das alles, wie von ihm bekannt, in kurzen, oft knappen Sätzen ohne weite Ausschweifungen und mit präzisen Dialogen, in denen er die Eigenarten der Figuren durchaus gekonnt mitschwingen lässt. Eine durchaus anregende Lektüre, die den Wert mittlerweile eher gering geschätzter Erfahrungen und des investigativen Journalismus in den Blickpunkt setzt.

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