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TanteGhost

vor 2 Wochen

(114)

Science Fiction, die sogar mich bei der Stange gehalten hat. Richtig gut!

Inhalt:
Als Norman Johnson einen Aufruf bekommt, mit Leuten des Militärs in eine ihm bis dahin unbekannte Zukunft zu fahren, erscheint ihm das nicht sonderlich seltsam. Er bekommt nicht zum ersten Mal so von jetzt auf gleich einen militärischen Einsatz.
Auf der Insel angekommen, hat er Kontaktverbot nach außen, findet genau das Team vor, das er vor Jahren schon zusammen gestellt hat und wird dann noch selber auf einen Unterwassereinsatz vorbereitet.
Im Habitat angekommen, über 300 Meter unter dem Meeresspiegel, beginnen sie sofort mit einer Expedition in das Raumschiff, welches sie erkunden sollen. Doch finden die nicht etwa eine fremdartige Spezies vor, sondern ein leeres und absolut unbekannte Raumschiff. In diesem Raumschiff befindet sich eine Kugel, die die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Als sie dann die Kugel auf bekommen haben, häufen sich die seltsamen und gefährlichen Ereignisse. Es kommen Leute um, jeder gibt jedem die Schuld und alle glauben an einen Kontakt mit einem außerirdischen Wesen. - Die Situation spitzt sich mit zunehmender Zerstörung des Habitats zu und keiner traut dem anderen mehr.
So hat sich das die Navy sicher nicht vorgestellt.

Der erste Satz:
"Schon seit einer geraumen Weile bildete die Kimm eine eintönige, gerade, blaue Trennlinie zwischen dem Pazifik und dem Himmel."

Der letzte Satz:
"Sie lächelte."

Fazit:
Science Fiktion, wie sie mir gefallen. Das Buch war nicht mit wissenschaftlichem Mist gespickt, bis ich keine Lust mehr darauf hatte. Hier habe ich dran gehangen, bin bei der Stange geblieben und wollte das Buch eigentlich nicht zur Seite legen. Die Handlung ist gut beschrieben. Nicht übermäßig und unverständlich mit Fachchinesisch gespickt, sondern so geschrieben, dass auch Otto Normalverbraucher alles versteht. Auch, und gerade nach Feierabend, wenn man angespannt und kaputt ist, ist das Buch gut zu verstehen.
Die Handlung ist nicht zerschnitten. Alles ist so beschrieben, dass noch genügend Platz für eigene Fantasie und Vorstellungskraft bleibt. Das hat dann wieder zur Folge, dass ich einen richtig guten Film im Kopfkino hatte. Und der hat dann wieder für Spannung gesorgt.
Die Menschheit scheint wohl noch immer von einem Kontakt mit Außerirdischen zu träumen. Davon, dass diese Wesen von einem anderen Stern unsere Probleme lösen können. - So jedenfalls, verstehe ich die Botschaft dieses Buches. Auch dieser Autor malt sich aus, wie es sein könnte und was er sich erhofft. Und ich muss sagen, dass das meinen Vorstellungen gar nicht mal so unähnlich ist. Auch ich wünsche mir manchmal, dass ich Besuch aus dem Himmel bekomme die mir irgendeine Macht verleihen. Aber das nur nebenbei.
Das Buch jedenfalls, kann ich nur wärmstens empfehlen. Es ist nicht mehr aktuellem Datums, aber das ist auch egal. Es lohnt sich wirklich, sich das mal anzutun. Wenn ihr an das Buch drankommen könnt, versucht es ruhig. Es soll zu eurem Schaden nicht sein.

Autor: Michael Crichton
Buch: Sphere - Die Gedanken des Bösen
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