Michael Cunningham

 4 Sterne bei 256 Bewertungen
Autor von Die Stunden, The Hours und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Michael Cunningham

Der US-amerikanische Schriftsteller Michael Cunningham, geboren im November 1952, wurde vor allem durch seinen Roman "Die Studenten" (Originaltitel: The Hours) bekannt. Für dieses Werk, das mittlerweile in mehr als 20 Sprachen übersetzt und im Jahr 2002 auch verfilmt wurde, erhielt Cunningham mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Pulitzer-Preis. Neben der Arbeit als Schriftsteller unterrichtet Michael Cunningham Kreatives Schreiben am Brooklyn College.

Alle Bücher von Michael Cunningham

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Cover des Buches Die Stunden (ISBN: 9783442744398)

Die Stunden

 (94)
Erschienen am 09.04.2012
Cover des Buches Die Schneekönigin (ISBN: 9783442714469)

Die Schneekönigin

 (34)
Erschienen am 14.11.2016
Cover des Buches Ein wilder Schwan (ISBN: 9783442718276)

Ein wilder Schwan

 (25)
Erschienen am 09.09.2019
Cover des Buches Helle Tage (ISBN: 9783641146894)

Helle Tage

 (15)
Erschienen am 08.04.2014
Cover des Buches In die Nacht hinein (ISBN: 9783442742936)

In die Nacht hinein

 (14)
Erschienen am 12.11.2012
Cover des Buches Ein Zuhause am Ende der Welt (ISBN: 9783442732975)

Ein Zuhause am Ende der Welt

 (11)
Erschienen am 01.12.2004
Cover des Buches Land's End (ISBN: 9783442733415)

Land's End

 (0)
Erschienen am 24.06.2005
Cover des Buches Ein Zuhause am Ende der Welt (ISBN: 9783641162368)

Ein Zuhause am Ende der Welt

 (0)
Erschienen am 16.12.2014

Neue Rezensionen zu Michael Cunningham

Neu

Rezension zu "Ein wilder Schwan" von Michael Cunningham

Erwachsene Märchenadaptionen: mal humorvoll, mal erotisch; mal mehr, mal weniger gelungen...!
AndreasKueckvor einem Jahr

Hallo liebe Liebenden! Passend zum heutigen Valentinstag möchte ich Euch die erotischen Märchen-Adaptionen von Michael Cunningham präsentieren. Nun liegt „Erotik“ immer „im Auge des Betrachters“: Für mich persönlich waren sie weniger erotisch, aber ich attestiere der einen oder anderen Geschichte eine freche Frivolität (…oder eine frivole Frechheit: Sucht es Euch aus!).

Der Autor beleuchtet die bekannten Märchen aus anderen Blickwinkeln. So erfahren wir mehr vom Lebensweg der Knusperhexe; nehmen teil am weiteren Schicksal des 12. Bruders, der nur unvollständig vom Schwan zurückgezaubert wurde; erfahren Intimitäten aus dem Eheleben von Schneewittchen und ihrem Prinz; erschauern über ein kurioses Maskottchen, das unbedacht geäußerte Wünsche brutal detailliert erfüllt. Die Künstlerin Yuko Shimizu schuf für jedes Märchen eine kunstvolle Vignette des Anfangsbuchstabens und stimmungsvolle Illustrationen im Stil des „Art Déco“.

Cunningham gönnt einigen der geläufigen Märchen von Hans Christian Andersen („Die wilden Schwäne“, „Der standhafte Zinnsoldat“) und den Brüder Grimm („Hänsel und Gretel“, „Schneewittchen“, „Rumpelstilzchen“, „Rapunzel“) eine Neu-Deutung. Auch das französische Volksmärchen „La Belle et la Bête/ Die Schöne und das Biest“ nach Gabrielle-Suzanne de Villeneuve wird von ihm nicht verschont. Er wirft aber durchaus ebenso einen Blick auf bei uns weniger populäre Werke wie „Hans und die Bohnenranke“ von Joseph Jacobs und die Horror-Kurzgeschichte „Die Affenpfote“ von William Wymark Jacobs und schließt den Märchenreigen mit „Und sie lebten glücklich“. Da ich in dieser Geschichte kein klassisches Märchen wiedererkennen konnte, vermute ich, dass es sich hierbei um ein Eigenwerk des Autors handelt.

In diesen, sehr erwachsenen Fassungen erfahren die Märchen allerdings auch eine brutale Entzauberung. Während meiner Lektüre stellte ich mir wiederholt die Frage, ob es wirklich nötig war, diese Einzelheiten zu erfahren, oder ob nicht vielmehr das Nichtwissen um sie den besonderen Reiz eines klassischen Märchens ausmacht. Zudem hat er allen Adaptionen das liebgewonnene „…und sie leben glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende!“ verweigert.

Obwohl ich mich in der Märchenwelt recht gut auskenne, erschlossen sich mir die Adaptionen häufig nicht von vornherein. Leser*innen, die über kein entsprechendes Hintergrundwissen verfügen, dürften da noch deutlichere Schwierigkeiten haben. Interessanterweise gefiel mir die Geschichte, die ich nicht zu den klassischen Märchen zählen würde, am besten und war atmosphärisch am eindringlichsten.

Auch nahm ich die einzelnen Texte in ihrer Ausführung als mal mehr und mal weniger gelungen wahr. Michael Cunningham bemüht sich, für jede Geschichte einen eigenen Ton, einen individuellen „Aufhänger“ zu finden. Dies gelingt ihm eher durchwachsen: Mal traf er mit seiner Neu-Interpretation auf den Punkt und lockte ein Schmunzeln auf mein Gesicht, mal schoss er für mein Empfinden über das Ziel hinaus und löste ein unverständliches Kopfschütteln bei mir aus. Doch Cunningham ist ein talentierter Autor, der Sätze zu formulieren weiß und die Hoffnung beim Leser schürt, dass die nächste Geschichte sich anders (besser?) präsentiert.

So empfand ich sowohl Cunninghams Idee als auch seine Umsetzung als durchaus interessant und größtenteils kurzweilig zu lesen, würde aber immer den Zauber und die Poesie der Original-Märchen vorziehen!

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Rezension zu "Ein wilder Schwan" von Michael Cunningham

Grimmige Geschichten
Giselle74vor einem Jahr

Im deutschsprachigen Raum ist Michael Cunningham wohl hauptsächlich für seinen Roman "Die Stunden" bekannt, der um die Schriftstellerin Virginia Woolf und ihr Werk "Mrs Dalloway" kreist.
Nun scheint sich der Dozent für kreatives Schreiben dem Thema Märchen zugewandt zu haben. Schon sein 2015 erschienener Roman "Die Schneekönigin" versucht, ein Märchen in die heutige Zeit zu versetzen. "Ein wilder Schwan" dagegen ist eine ganze Märchensammlung in neuem Kleide. Dabei stellt sich unwillkürlich die Frage, ob Cunningham erst eine Reihe Märchen probeweise bearbeitet hat, um dann eines dieser Märchen komplett auszuarbeiten, ob also "Ein wilder Schwan" nicht eigentlich vor der "Schneekönigin" entstanden ist.
Bei den hier versammelten Märchen bleibt bisweilen der Eindruck des Fragmentarischen, nur Angerissenen. Da verzweifelt der zwölfte Prinz an seinem verbliebenen Schwanenarm, zerreißt es Rumpelstilzchen wortwörtlich vor Sehnsucht nach einem Kind, liebt Schneewittchens Mann es auch weiterhin, sie schlafend im Sarg zu betrachten, wird aus dem Bohnenranken-Hans ein jugendlicher Schwerverbrecher. Allen Texten gemeinsam ist ein düsterer Kern, der das "Alles wird gut"-Ende der meisten Märchen negiert. Es ist ja schön, wenn z.B. elf Prinzen vom Zauber befreit ein normales Leben führen können. Aber was wird aus dem zwölften Prinz, wenn er nicht den Charakter hat, aus seinem Flügel ein Markenzeichen zu machen? Wenn er sich kaum noch aus dem Haus traut, immer dicker wird und sich nur noch mit anderen Märchen-Versagern herumtreibt?
Was bleibt Rapunzel, wenn ihr blinder Prinz sich mehr für ihr Haar als sie selbst interessiert? Ihr Haar, das ja abgeschnitten wurde und daher gar nicht mehr mit ihr verbunden ist?
Wie das häufig mit solchen Geschichtensammlungen ist, empfindet man die Einzeltexte mal mehr, mal weniger gelungen. Spürbar ist aber bei allen der Spass am Abgründigen, am Fabulieren, Hinterfragen und Umformen. Als Leser sollte man allerdings die Vorlagen kennen, denn nur so erschließt sich Cunninghams Idee. Ohne den nötigen Background gelesen, wirken die Geschichten recht dürftig, und das wird ihnen definitiv nicht gerecht. Wer sich also nicht sicher in der Materie ist, sollte sich einen Band Grimms Märchen bereit legen, um gegebenenfalls nachblättern zu können.

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Rezension zu "Ein wilder Schwan" von Michael Cunningham

Was lustiges für zwischendurch
Zeilenwanderzauberinvor 3 Jahren

Michael Cunningham nimmt alte Märchen und erzählt sie neu. Seine Interpretation von Hänsel und Gretel oder Hans und die Bohnenranke bringen einen zum Schmunzeln. Mit seinen düsteren und doch lustigen Geschichten fesselt er einen und man beginnt über den Wandel der Zeit nachzudenken. Immer wieder greift er zu neuen aktuellen Themen und mischt die Karten der uns bekannten Märchen neu. Satire trifft auf Märchen, eine unglaublich komische und doch faszinierende Mischung. Das Ergebnis kann sich mehr als nur sehen lassen. Mir hat es jedenfalls mehr als nur Spaß gemacht es zu lesen. 

Besondere Betonung verdienen die im Buch vorhandene Illustrationen. Sie sind unglaublich schön gestaltet, lehnen immer im direkten Bezug an die folgende Geschichte an und faszinieren einen. 

Einen kleinen Abzug gibt’s dafür, dass nicht alle Geschichten wirklich durchdacht waren und manche etwas sehr in die Länge gezogen waren. Ein Wilder Schwan ist nichts für´s stundenlange Lesen, doch als lustiger Happen zwischendurch eignet es sich sehr gut.

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Zusätzliche Informationen

Michael Cunningham wurde am 06. November 1952 in Ohio (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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