Michael Cunningham Die Schneekönigin

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Inhaltsangabe zu „Die Schneekönigin“ von Michael Cunningham

In Hans Christian Andersens Märchen Die Schneekönigin zerbricht ein Zauberspiegel in tausend Scherben. Trifft ein Splitter einen Menschen im Auge, so sieht er fortan alles um sich herum nur noch hässlich und böse. Wird ein Mensch dagegen im Herzen getroffen, wird es so kalt wie Eis … Michael Cunningham spielt auf brillante Weise, voller Poesie und mit einem guten Schuss Ironie versehen, mit Motiven aus Andersens Märchen. Und während er vor dem Hintergrund eines winterlichen und sehr heutigen New York eine Welt voll Eis, Schnee und Kälte heraufbeschwört, ist sein Roman in Wahrheit eine Hymne auf den Glauben an die Liebe und das Leben.

Leider nicht mehr als eine nette Geschichte - schade!

— TinaLiest

Recht kompliziert, lange Sätze und nicht immer ganz einfach zu verstehen. Trotzdem irgendwie faszinierend.

— BettinaR87

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    Die Schneekönigin

    Blacksally

    15. January 2017 um 22:19

    Ich kenne das Märchen von Hans Christian Andersen sehr gut und wollte daher dieses Buch gerne lesen. Leider hat es mir nicht so gut gefallen.Die Protagonisten Barrett und Tyler waren mir beide nicht sonderlich sympathisch. Barrett ist ein homosexueller Mann, der in der Liebe einfach kein Glück hat. Er wurde per SMS verlassen und weiß garnicht so recht warum. Er verliert so langsam den Glauben an die Liebe und ist im allgemeinen eher ein Mensch der pessimistisch ist.Sein Bruder Tyler hat es leider auch nicht recht viel besser, seine Freundin ist an Krebs erkrankt und siecht vor sich hin, dazu ist er auch noch Drogenabhängig und mit seiner Musik läuft es ebenfalls nicht so wie es zu wünschen wäre. Ich hatte beim Lesen das Gefühl ich komme an die Protagonisten nicht richtig heran, mir hat irgendwie dieser Funke gefehlt, der überspringt. Sehr schade, denn die Geschichte hat gutes Potenzial.Auch mit dem Schreibstil hatte ich so meine Probleme. Zum einen waren die Kapitel teilweiße so kurz, das man sich garnicht richtig darauf einlassen konnte was nun passiert, zum anderen war die Geschichte in meinen Augen ziemlich verworren und abgehakt geschrieben. Ich bin leider in keinen richtigen Lesefluss gekommen und konnte deshalb leider die Geschichte auch nicht so genießen wie ich es mir gewünscht hätte.Der Autor:Michael Cunningham wurde 1952 in Cincinnati, Ohio, geboren und wuchs in Pasadena, Kalifornien, auf. Er lebt in New York City, lehrt an der Yale University und hat mehrere Romane und Erzählungen veröffentlicht. Sein Roman "Die Stunden" wurde vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem Pulitzerpreis und dem PEN/Faulkner-Award, und wurde in 22 Sprachen übersetzt. Die überaus erfolgreiche Verfilmung "The Hours" mit Meryl Streep, Julianne Moore und Nicole Kidman wurde mit einem Oscar ausgezeichnet.Fazit:Leider war das Buch nichts für mich, mir fehlte der Bezug zu den Protagonisten.

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  • Der Zauber des Winters

    Die Schneekönigin

    BettinaR87

    18. December 2016 um 19:19

    Barrett lebt in einer Traumstadt – New York! Doch sein Leben ist nicht gerade traumhaft. Gerade eben hat ihn sein aktueller Freund verlassen, und das noch per SMS! Auch sonst sieht es nicht gerade rosig aus: Zusammen mit seinem Bruder Taylor und dessen Frau Beth teilt er sich eine kleine Wohnung. Eigentlich sind die drei ein Herz und eine Seele. Die gemeinsame Freundin Liz komplettiert das Quartett. Wäre da nicht der Krebs, der Beth bald in einen frühen Tod reißen könnte und Tylers Unfähigkeit, als Musiker endlich den Durchbruch zu schaffen. So steht jeder vor seinem eigenen Leben und Fragt sich, wie er sich da nur hineinmanövrieren konnte. Da sieht Barrett eines Nachts ein helles Licht am Firmament, das unmöglich ein Stern sein kann und Tyler fliegt ein bedeutsamer Schneekristall ins Auge … Die KritikEine Geschichte, die an ein Märchen angelehnt wurde, mit den zauberhaftesten Elementen des Winters spielt und im modernen New York angesiedelt ist - das macht doch neugierig! Doch ich muss gestehen: Das Buch war nicht so, wie ich es erwartet habe. Weder erinnerte es mich besonders stark an das Märchen, das so besonders im Klappentext hervorgehoben wird. Noch möchte ich es als moderne Version davon bezeichnen. Insofern wurde von dem Schneekönigin-Versprechen fast nichts eingehalten, denn die einzige Parallele sind drei Beschreibungen eines Korns, das im Auge des einen Protagonisten steckt. Sicherlich mag er so manches Mal eher schwarzseherisch aufgelegt sein, aber nicht in einem Maße, wie man es von einem Märchen rund um die Schneekönigin erwarten würde. Im Übrigen: Wer ist denn die besagte Schneekönigin hier - Beth? Ihr Teint wird dauerhaft mit weiß beschrieben, sie steht im Zentrum der Geschichte und gibt trotzdem gern den Ton an – sowohl in der Beziehung als auch im Hintergrund für die gesamte Geschichte. Was Beth aber dann mit dem Korn im Auge Tylers zu tun hat, ist mir relativ schleierhaft. Das ist nicht unbedingt negativ, denn ein Buch muss es erst einmal schaffen, einen Leser auch nach der letzten Seite noch mit der Geschichte zu beschäftigen. Das ist hier gelungen, verdient aber durch die obige Beschreibung das Prädikat „ein wenig seltsam“.Die Personen sind sehr gut beschrieben – fast schon mit extremer Liebe zum Detail. Dabei verwendet der Autor kaum wörtliche Rede und kommt auch gern mal vom roten Faden ab, sodass man trotz des mittleren Seitenumfangs ab und zu in einem kleinen Sermon feststeckt. Trotzdem, oder gerade deswegen fühlt man sich als Leser zur Geschichte hingezogen und möchte vor allem wissen, wie sie ausgeht. Das hängt auch damit zusammen, dass die großen Motive der Erzählung jedem Mensch wohlbekannt ist: Die Angst vor dem Verlassen werden, die Befürchtung, nicht gut genug zu sein. Die Unberechenbarkeit des Lebens, die Frage nach dem Sinn des ganzen Chaos. Manchmal teasert Cunningham die Zukunft nicht nur an, sondern legt sie mit einigem zeitlichen Abstand offen, beispielsweise mit einem „in zehn Jahren ist er todunglücklich verheiratet“ – nein, kein Spoiler! Damit zeigt er dem Leser eines: Was auch passiert – abgesehen vom eigenen Tod – das Leben geht weiter, bei all der aktuellen Dramatik.Die Sätze geraten bisweilen sehr lang, manchmal bis zu einer halben Seite und beinhalten dann noch Klammern. Das kann man mögen oder nicht, erfordert aber auf jeden Fall einen sehr aufmerksamen Leser. Das Buch kann also eher weniger einfach nebenher gelesen werden.Insofern mein Fazit: Eher ein komplexes Buch, wenig Märchenbezug, benötigt durchgängige Aufmerksamkeit und Leser, die sich selbst ganz offen reflektieren können. Denn sonst werden sie nichts mit den langen Gedankengängen der Charaktere anzufangen wissen.

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  • Großartig, aber irgendwie auch nicht...

    Die Schneekönigin

    mybookishdream

    11. May 2016 um 21:41

    Das Buch war komplett anders, als ich es erwartet habe. Anfangs mochte ich es tatsächlich überhaupt nicht. Ich habe ständig gesagt, dass mir das Buch nicht gefalle und so weiter. Ich hatte das Gefühl, dass ich bei Seite 50 immer noch dabei war, die Personen kennenzulernen (zu dem Punkt waren es gerade mal zwei). Der Autor hat Anfangs erstaunlich wenig wörtliche Rede verwendet. Dafür beschreibt er aber alles so haargenau wie es nur geht. Später kommt dann viel mehr wörtliche Rede dazu, aber die unglaublich vielen Details bleiben. Gerade da durch gibt es viele wunderschöne Szenen, welche man sich alle gut bildlich vorstellen kann. Das Ganze ist teilweise echt tiefgründig und mit Poesie versetzt. Da ich das Gefühlt hatte, dass der Autor ab und zu mal ziemlich abschweift (gerade am Anfang vermehrt), habe ich den roten Faden des Öfteren verloren. Es geschieht etwas und dann schweift eine Person in den Gedanken ab und nach 3 Seiten ist man wieder beim vorherigen Geschehen… Die Personen sind echt toll ausgearbeitet: Barrett ist einfach zum gern haben. Teilweise hat er mich mit dem, was er sagt verwirrt, aber das kann auch daran liegen, dass das ein bisschen zu “hoch“ für mich war. Tyler war eigentlich ganz okay, aber das mit den Drogen hat irgendwann genervt :) Andrew mochte ich echt gerne. Der Typ ist irgendwie cool drauf gewesen – So verplant und näher an meinem Alter, als der Rest der Personen. Das mit Beth ist meiner Meinung nach alles etwas vorhersehbar, aber dennoch ganz nett zu lesen. Was mir echt gefallen hat ist, dass ein Unterthema, welches immer wieder mal angesprochen wird, die Präsidentenwahl ist. Alle spekulieren darüber, wer der neue Präsident wird, dass Amerika nicht bereit für einen schwarzen Präsidenten (Obama) ist und so weiter. Da wir heute ja wissen, wer Präsident geworden ist, war das ganz amüsant zu lesen. Das mit dem Licht hat mich etwas irritiert. Die Anspielung auf das Märchen von Hans-Christian Andersen ist gelungen, wenn man weiß wie das dort mit dem Spiegel und so abläuft. Aber bis auf den Eiskristall, der ihn im Auge trifft und zum Skeptiker macht, gibt es nur ein paar kleine Anspielungen zu dem Märchen. Alles in einem würde ich das Buch den Leuten empfehlen, die Drama, Tragik und Poesie mögen. Ich denke nicht, dass ich es in nächster Zukunft noch einmal lesen werde…

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  • Ist das der neue Schullektürenklassiker in 50 Jahren?

    Die Schneekönigin

    myAvalon

    08. May 2016 um 16:25

    Inhalt In einem etwas entlegenerem und nicht ganz so teuren Stadtteil New Yorks leben die zwei Brüder Tyler und Barrett. Tyler, ein begabter Sänger und Songwriter, der noch immer auf den Erfolg wartet und Barrett, der einer großen Liebe nach der nächste hinterher jagt und eines Abends ein geheimnisvolles Licht am Himmel über dem Central Park sieht. Unmittelbar darauf scheint sich Tylers todkranke Freundin Beth zu erholen. Ein Wunder? Sicher ist sich Barrett nicht, doch Folgen hat es auf jeden Fall und bald wird ihr aller Leben umgekrempelt. Meine Meinung Dem wirklichen Klappentext zufolge erwartete ich eine moderne Umschreibung des berühmten Andersen-Märchens, ähnlich den vielen Cinderella Adaptionen, wie zum Beispiel Die Luna-Chroniken. Meine Vermutungen hätten nicht ferner der Realität liegen können. Doch es soll mir eine Lehre sein. Schon einmal vorab: Was das Buch getan hat, um den Titel Die Schneekönigin zu tragen, ist mir noch immer ein Rätsel.Pulitzerpreisträger Michael Cunningham, Autor des berühmten Romanes Die Stunden, gehört ab sofort nicht mehr zu der gesichtslosen Masse mir-nichts-sagender-Autoren und hat mittlerweile ein Plätzchen bei den "Aha!-Schriftstellern".Ich bin wohl zu jung/dumm/unerfahren (sucht euch was aus) um die Essenz des Romanes richtig zu erfassen, immerhin ist es (verdammt nochmal!) ein Michael Cunningham Buch und gehört auf eine Liste undurchschaubarer Schullektüren, die man bis zur Farbe der Gardinen analysieren kann.Wer weiß, vielleicht werden unsere Kinder in 50 Jahren im Englischunterricht nicht mehr Harper Lee, sonder Michael Cunningham und statt To Kill a Mockingbird Die Schneekönigin lesen. Man weiß es nicht, für möglich halte ich es aber durchaus, so wie der Autor mit Metaphern um sich wirft.Allerdings kann ich mir zugute halten, dass ich überhaupt gemerkt habe, dass ich noch zu unintellektuell für diese Sorte Buch bin und kann somit wenigstens versuchen, eine Rezension für Die Schneekönigin zu schreiben.Die Personenkonstellationen und Charaktere sind wohl das Interessanteste am Buch:Da gibt es zum einen Tyler, der sehr unzufrieden mit sich und seiner Umwelt ist und meiner Meinung nach noch am meisten Bezug zur Schneekönigin findet. Durch ihn erfahren wir mehr über die jeweilige globale Situation, da er manchmal die politische Lage kritisch kommentiert.Gegenstück und gleichzeitig Ergänzung ist sein Bruder Barrett, der etwas zufriedener und ausgeglichener ist. Weniger wertend und auf der Suche nach der wahren Liebe lebt er sein bescheidenes Leben, erfreut sich an kleinen, alltäglichen Dingen und fragt sich seit jener gewissen Novembernacht, ob er im Central Park das Auge Gottes am Himmel gesehen hat.Mit diesem Wunder unweigerlich verknüpft ist Beth, die zum Tode verurteilte Freundin und große Liebe Tylers, die irgendwie mit beiden Brüdern gleichzeitig verheiratet ist und ein heilendes Licht am Himmel bitter nötig hat, da sie schwer krebskrank ist.Neben dieser etwas komplexen Konstellation (ich hoffe, ihr könnt mir noch folgen) zieht die eigensinnige Liz ihre Kreise. Entgegen ihrem fortschreitendem Alter beginnt sie immer wieder Affairen mit viel jüngeren und dümmeren Männern und versucht ihren Platz im Leben zu finden.Ihr merkt, Schwerpunkt des Buches sind sehr menschliche und unterschiedliche Charaktere, die einfach nur ihr Leben nach ihren Philosophien leben und versuchen, längst verblasste Träume zum Bleiben zu überreden. Mit anderen Worten, sie haben eine Midlife-Crisis.Hauptaussage für mich ist, dass das Leben immer weiter geht, egal ob wir mithalten können oder nicht. Manchmal müssen wir alte Träume loslassen um weiter ziehen zu können und uns ein neues Ziel suchen. Außerdem steht die Liebe sehr im Mittelpunkt, in all ihren kunterbunten Formen. Was ist Liebe?Es werden ziemlich viele und unterschiedliche Antworten geliefert, zum Beispiel die scheinbar perfekte Beziehung zwischen Beth und Tyler, welche sich sehr wandelt und durch eine neue mit Liz ersetzt wird.An die, die das Buch bereits gelesen haben: Es ist doch schon sehr verdächtig, dass Liz und Beth beide den gleichen Namen haben, oder? Fazit Ob diese Deutung jetzt "richtig" ist, ist mehr als fragwürdig, doch diese Botschaft habe ich für mich mitgenommen und das ist ja schlussendlich die Hauptsache, right?Ich hoffe, meine kleine Aufdröselung des Romanes kann euch ein bisschen helfen, zu bestimmen, ob ihr nun Lust auf so eine Portion Literatur habt oder nicht. Es versteht sich von selbst, dass man Die Schneekönigin unter 15 Jahren zwar natürlich lesen kann, aber dann wahrscheinlich noch weniger versteht als ich ... behaupte ich jetzt einfach mal.Ansonsten kann ich euch noch sehr die Leseprobe ans Herz legen, da sie einen guten Einblick auf den Schreibstil Michael Cunninghams gibt.Da der Roman nicht meine Erwartungen erfüllte, ich nicht wirklich auf 300 Seiten schwere Literatur gefasst war, aber sowohl Lesefluss als auch Geschichte von mir kaum bemängelt werden können, kann ich ihn an alle Fans des Autoren weiter empfehlen und an die, die nach dieser Rezension Lust auf mehr haben.

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  • "Die Schneekönigin" neu erzählt

    Die Schneekönigin

    VanaVanille

    08. February 2016 um 00:10

    Von Michael Cunningham hatte ich bereits In die Nacht hinein gelesen und sehr gemocht. Aus diesem Grund war ich mir ziemlich sicher, dass mir auch sein, an das berühmte Andersen-Märchen angelehnter, Roman gefallen würde. Denn seien wir mal ehrlich: die Wahrheiten der menschlichen Gefühle, gemischt mit Motiven aus der Schneekönigin, angesiedelt im New York des 21. Jahrhunderts? Kann man da nicht neugierig werden? Tyler und Barrett sind keine Helden. Sie nehmen Drogen, hoffen auf das große Los, wünschen sich die wahre Liebe und denken oftmals über sich selbst, ihr Leben und ihre Fehler nach. Sie sind greifbar, echt und so kann man sie manchmal leiden, und manchmal eben nicht. Auch die Geschichte drumherum ist nicht durchzogen von großen Handlungen. Der Roman fängt eher einen Ausschnitt aus dem Leben zweier Brüder ein, die auf der Suche sind. Auf der Suche nach Erkenntnis, nach Wahrheit, nach einem Leben, das es zu leben lohnt. Cunningham lässt uns dabei sehr tief in ihre Köpfe blicken und uns Dinge sehen, die weder wir noch die Protagonisten gerne sehen wollen. Ich kann im Nachhinein aber nicht leugnen, dass ich nicht doch etwas enttäucht bin über diesen vielversprechenden Titel. Natürlich, die Parallelen zum Märchen sind eindeutig, doch der Eiskristall, der sich den Weg in das Auge eines der Protagonisten bahnt und ihn zu einem zynischen Skeptiker macht, war dabei noch der größte und wichtigste Einfluss. Wer hier also auf eine richtige Neuerzählung der alten Geschichte hofft, wird an diesem Buch wohl kaum Gefallen finden. Es sind vielmehr kleine, metaphorische Ähnlichkeiten, die an Andersen erinnern, eingebettet in einen typischen Cunningham. Zwar war dies erst mein zweites Buch von ihm, doch fand ich bereits zwischen diesen beiden einige Gemeinsamkeiten, besonders was die ehrliche Beschreibung der Gefühlswelten seiner Figuren betraf.

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  • Mehr als ein Märchen

    Die Schneekönigin

    BluevanMeer

    06. February 2016 um 12:53

    Andersens Kunstmärchen ist komplizierter als viele andere Märchen. Kay und Greta sind Nachbarskinder und Kay passiert ein Unglück: im fällt ein Spiegelsplitter ins Auge, der dafür sorgt, dass Kay die Welt nur noch als hässlich und schrecklich wahrnimmt. Der Spiegel gehörte eigentlich dem Teufel, aber dem rutschte das Ding einfach aus den Händen. Kay ist durch den Splitter in seinem Auge so verblendet, dass er der Schneekönigin hinterherläuft, die ihn in ihrem eisigen Palast erst küsst, so dass Kays Herz zu Eis erstarrt und anschließend gefangen nimmt. Gerda setzt Himmel und Hölle in Bewegung um Kay zu retten. Am Ende sind es ihre Tränen, die Kays Splitter wegspülen und dafür sorgen, dass beide endlich nach Hause können. Happy End. In Michael Cunninghams Roman Die Schneekönigin wird die Andersen Referenz holzhammerartig, aber konsequent durchgezogen. Das Ergebnis ist ein bisschen kitschig und trotzdem sehr berührend. Gerade weil der Roman am Ende sehr viel mehr als ein Märchen ist. Die Geschichte von Cunningham spielt in New York, es ist Winter in Bushwick, Weihnachten ist gerade vorbei. Bushwick ist nicht schick, Bushwick ist sehr hässlich. Der Plot dreht sich um vier Protagonist_innen, die alle auf bessere Tage hoffen, sich selbst als lebende Kunstwerke begreifen und auch ein bisschen Schneekönigin an sich haben. Oder zumindest Schnee. Tyler Barrett versucht seit Jahren sein Glück als Musiker und hofft darauf, den großen Song zu schreiben. Einen Hochzeitssong für seine eigene Hochzeit, aber er hat nicht viel Zeit. Weil das Songschreiben so eine mühsame Angelegenheit ist, muss Tyler regelmäßig mit einer Prise Schnee, äh Koks, nachhelfen. Tylers große Liebe Beth ist an Krebs erkrankt (daher Tylers Zeitdruck) und wenn es ihr gelingt, sich aus ihrem Sterbezimmer aufzuraffen, wirft sie sich in weiße Kleider, denn Buntes erträgt sie nicht mehr. Tylers Bruder Barrett, Lieblingsroman: Madame Bovary, ansonsten hochbegabter Yale-Absolvent (na ja, fast) und eben auch (fast) echter Literaturwissenschaftler, kriegt einfach nichts auf die Reihe und verkauft deshalb überteuerte Klamotten in einem Second-Hand-Designer-Laden. Das bunte Treiben eröffnet ihm ganz neue literarische Anknüpfungspunkte, die ihn innerlich zum Strahlen bringen: Es ist das in der Praxis abgeschaffte, aber immer noch dankbare Unheil, das alle Impulskäufer begleitet - die verarmte Matrone, den enterbten jungen Grafen - wenn sie sagen: "Ich werde in diesem kunstvoll verwaschenen Freddy-Mercury-T-Shirt (zweihunderfünfzig Dollar) auf Erden wandeln, auf der Party heute Abend trage ich dieses Vintage-Minikleid von Alexander McQueen (achthundert), weil mir der Augenblick mehr bedeutet als die Zukunft. Die Gegenwart, heute Nachmittag, heute Abend, das Gefühl einen Raum zu betreten und tatsächlich, wenn auch nur kurz, zum Schweigen zu bringen, das ist mir wichtig, es ist schon in Ordnung für mich, nichts zu hinterlassen." Es handelt sich, in Barretts Augen, höchstens um eine harmlose Form des Sadismus, immerhin wirft sich niemand, der den Laden mit Einkäufen verlässt, die er sich eigentlich nicht leisten kann, vor den nächsten Zug. Und so kann er ohne Gewissensbisse (ohne allzu große Gewissensbisse) die Vorstellung genießen, dass Madame Bovary und die Buddenbrooks und das Haus der Freude weiterleben. (106) Nebenbei wartet er auf den richtigen Mann für's Leben, allerdings ist das nicht so einfach. Als ihn mitten in der schneebedeckten Landschaft des Central Parks eine übernatürliche Vision ereilt, glaubt der Ex-Katholik Barrett auf einmal doch wieder an das göttliche Moment und sucht regelmäßig die nahegelegene Kirche auf. Denn irgendeine Bedeutung muss das Licht doch haben. Vielleicht wird er im hohen Alter einer jener Geschichtenerzähler sein, die das Unmögliche gesehen haben; ein UFO-Zeuge, ein Bigfoot-Zeuge, ein komischer Kauz, der einen flüchtigen, wundersamen Blick auf etwas Unerklärliches erhaschen konnte und sich dann wieder dem Älterwerden zuwandte; der die Subgeschichte der Spinner und Paranoiker fortschreibt, jener Heerschar von alten Säcken, die genau wissen, was sie gesehen haben, auch wenn es Jahrzehnte her ist, und wenn du es nicht glauben willst, du Jungspund, ist das in Ordnung, vielleicht wirst du selbst eines Tages etwas sehen, das du dir nicht erklären kannst, und dann, nun, dann wirst du es wohl endlich begreifen. (S. 57) Das Quartett wird durch Liz komplett, eine alternde Punkdiva und Chefin von Barrett, die von Tylers Drogenkonsum weiß und ihn immer wieder gerne tröstet. Doch davon weiß Beth nichts. In diesem Potpourri aus schweren Schicksalsschlägen und verkrachten Existenzen ereignet sich dann ein Wunder, kurioserweise kurz nachdem Tyler ein Eiskristall ins Auge geflogen ist und Barrett seine Vision hatte. Beth scheint sich wieder zu erholen. Oder sind Tyler und Barrett nur von der Schneekönigin verzaubert worden? In Cunninghams Roman geht es um Wünsche, Hoffnungen und natürlich um Wunder. Die Geschichte beginnt im November 2004 und endet im November 2008 und in dieser Zeit kann für Tyler, der die Vision nicht gesehen hat, und Barrett, der eigentlich gar nicht weiß, was er da genau gesehen hat, alles zum Wunder werden. Beth Genesung, Bushs Niederlage - alles ist gleich wichtig und alles hat irgendwie doch noch Potenzial, zu etwas Gutem zu werden. Könnte man denken... Cunningham erzählt manchmal sehr überzeugend, manchmal gewollt konstruiert, über diese merkwürdigen vier Jahre. Irgendwo zwischen Resignation und Aufbruch, zwischen Drogen und Delirium, zwischen märchenhaften Visionen und der harten Realität von Kokainsucht und Krebserkrankung. Das ist glücklicherweise nicht nur deprimierend, sondern auch sehr unterhaltsam. Weil Cunningham sehr gekonnt zwischen E- und U hin- und herspringt, macht die Nebeneinanderreihung vermeintlicher Gegensätze besonders viel Spaß. Kombinationen aus Shoppingwahn und Buddenbrooks oder einfach Zitate wie "Barrett, du verwechselst dich mit einer Figur aus einem B-Movie - oder wo wir einmal dabei sind, mit einer Figur aus einem Roman von Dostojewski" sorgen dafür, dass der Roman Seite für Seite fast zu einem Meta-Märchen wird, dass sehr viel aktueller, aber auch bissiger ist, als Andersen es je sein wollte. Die Geschehnisse sind zum Teil tragisch, der Text sehr poetisch geschrieben, stellenweise komisch und manchmal auch ein bisschen überladen. Aber das macht nichts. Und am Ende muss ich an die Schneeprinzessin des Empowerments schlechthin (ausgerechnet von Disney) denken. "Let it go" - das Ende ist tragisch und schön gleichzeitig und ob Tyler seine Königin findet, bleibt in der Schwebe und verschwindet unter einer Ladung Schnee. Aber das macht nichts. "Ist es wichtig?", fragt Liz. "Was?" "Ein Omen zu haben. Oder etwas in der Art." "Du musst schon zugeben, dass es interessant ist." "Schätzchen. Ich würde eher sagen, ich muss zugeben, dass es bescheuertes Wunschdenken ist." (S.154)

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  • Die Schneekönigin

    Die Schneekönigin

    thenight

    19. January 2016 um 13:05


  • und vergebens suchte ich das Märchen

    Die Schneekönigin

    CoffeeToGo

    12. January 2016 um 14:21

    Barrett, sein Bruder Taylor und dessen Frau Beth teilen sich eine kleine Wohnung in New York. Die drei sind ein Herz und eine Seele und Beths Krebserkrankung schweißt die drei nur noch mehr zusammen. Eines Tage sieht Barrett im Park ein merkwürdiges Licht und kurz danach geschieht das Wunder, mit dem keiner gerechnet hat. Von Anfang an hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil zurechtzukommen. Der jeweilige Erzähler verliert sich in den Sätzen und man weiß nicht mehr, was er eigentlich sagen wollte. Es ist viel zu metaphorisch und durch die langen, verschachtelten Sätze sehr anstrengend zu lesen. Ich hatte gehofft, ein modernes Märchen zu erhalten, welches viele Parallelen zu Andersens Märchen aufweist, doch diese Parallelen (wenn vorhanden) waren nicht offensichtlich erkennbar. Die Charaktere konnten auch nichts positives zur Geschichte beitragen. Barrett ist der unverstandene Bruder, der nie eine richtige, ernsthafte Beziehung auf die Kette bekommt, weil er (aus welchen Gründen auch immer) ständig verlassen wird. Taylor dröhnt sich andauernd mit Drogen voll, obwohl er den anderen glaubhaft versichert, er sei wieder clean. Er redet zwar ständig davon, wie sehr er Beth liebt, aber ansonsten wird das an keiner Stelle deutlich. Beth kommt kaum vor. Am Anfang liegt sie nur krank im Bett rum, und nach ihrer mysteriösen Heilung wird (wenn das überhaupt möglich ist) noch weniger von ihr berichtet. Beths beste Freundin ist auch der Knaller. Hat wesentlich jüngere Liebhaber und ist auch den lieben langen Tag zugedröhnt. Zudem weiß ich nicht, ob ich sie unbedingt als Freundin von Beth bezeichnen würde. Wäre es meine, dann würde ich sie so schnell es geht in den Wind schießen. So oder so lese ich Bücher absolut immer zu Ende. Doch hier ist es mir wirklich unglaublich schwer gefallen, dran zu bleiben. Es war schlichtweg zu anstrengend und man hat die eigentliche Geschichte vor lauter Sätzen nicht mehr gesehen. Aus dem Grund kann ich dem Buch auch nur einen Stern geben, mehr bringe ich einfach nicht übers Herz, das wäre anderen Büchern gegenüber unfair.

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  • Belletristik auf höchstem Niveau

    Die Schneekönigin

    Nespavanje

    10. October 2015 um 20:35

    Tyler und Barrett teilen sich in einem New Yorker Stadtteil eine Wohnung. Tylers große Liebe ist an Krebs erkrankt und wird von den beiden Brüdern aufopfernd gepflegt. Barretts Freund hat erst vor kurzem per SMS Schlussgemacht. Beide sind in den sogenannten besten Jahren und verdrängen es, dass sich ihre Träume wohl nicht erfüllen werden. Das Rezensieren eines Buches ist gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick vielleicht vermuten lässt und gerade bei einem Werk das einem so maßlos begeistert hat, wird es schwierig nicht in Lobhudelei aufzugehen. Der Leser meiner Rezensionen mögen nun meine folgenden Worte verzeihen, denn sie haben in einer anständigen Rezension nichts verloren, aber um es knapp und bündig zu sagen: Die Schneekönigin von Michael Cunningham ist ein belletristisch-literarischer Hirnorgasmus par excellence! Über mehrere Wege bin ich auf Michael Cunningham aufmerksam geworden und eigentlich wollte ich mit seinem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Roman „Die Stunden“ anfangen, der auf meiner Wunschliste ganz weit oben steht. Irgendwie ist aber „Die Schneekönigin“ zuerst in meine Hände gefallen und von Anfang an hab ich auch gewusst, auf was ich mich bei diesem Roman einlasse. Im Vordergrund steht nicht eine linear erzählte Geschichte, der großartige Romancier lässt uns  stattdessen in kurzen Ausschnitten am Leben seiner Figuren teilnehmen, die ihr Leben eher mehr an sich vorbeiziehen lassen als das sie es tatsächlich lenken. Diese Sinnsuche des Lebens und die Bewältigung von existenziellen Krisen werden zu einem Portrait einer Menschheit die nach Wärme und Zuneigung, in einer kalten einsamen Welt sucht. Das Motiv des Verlassenwerdens hat sich in der Geschichte wiederholt und weil es mich sosehr bewegt hat, hab ich ca. ab Mitte des Buches aufgehört zu lesen und hab ein zweites Mal begonnen. Nicht weil ich es nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit gelesen hätte, nein ganz im Gegenteil. Mich hat die spannende Sprache und sein poetischer Stil so sehr gefallen, dass ich nicht abwarten konnte es noch einmal zu lesen. Durch die langen und verschachtelten Sätze, ist es dennoch empfehlenswert, dem Roman von Anfang an mit der nötigen Aufmerksamkeit zu begegnen. Der Titel ist nicht von ungefähr, von Hans Christian Andersen wohl berühmtestem Werk geliehen, eine magische Welt wird allerdings der geneigte Leser nicht finden, vielmehr streift Michael Cunningham mit ein paar Elementen an dem Märchen entlang. Nachdem ich nun „Die Schneekönigin“ fertig gelesen habe, freue ich mich umso mehr auf seinen Roman „Die Stunden.“

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  • Die Schneekönigin

    Die Schneekönigin

    jaylinn

    02. July 2015 um 09:19

    Allgemeines: “Die Schneekönigin” ist ein Roman von Michael Cunningham. Er hat 288 Seiten und ist im Februar 2015 im Luchterhand Verlag erschienen. Man hält hier ein Buch in Händen, das eigentlich perfekt im Winter zu lesen ist. Das Cover ist wunderschön, ja fast ein wenig zauberhaft gestaltet. Es sieht einfach stimmig aus und passt zur hochwertigen Aufmachung des Buches. An einem heißen Sommertag wirkt es direkt ein wenig abkühlend auf den Leser. Inhalt: “Der New Yorker Stadtteil Bushwick liegt jenseits von Brooklyn. In dieser Gegend sind die Mieten noch einigermaßen bezahlbar, die Häuser alt und die Leute nicht ganz so schick. Hier teilen sich die Brüder Tyler und Barrett eine Wohnung mit Tylers großer Liebe Beth, die unheilbar an Krebs erkrankt ist und um die sie sich beide aufopferungsvoll kümmern. […] Als Beth sich wider alle Erwartungen zu erholen scheint, glaubt Tyler umso mehr an die Kraft der Liebe, während der Exkatholik Barrett sich fragt, ob das merkwürdige Licht, das er eines Nachts im Central Park amwinterlichen Himmel sah, nicht doch irgendwie eine göttliche Vision gewesen sein könnte …” (Randomhouse) Meine Meinung: Wie der aufmerksame Leser bemerkt hat, habe ich im Klappentext eine Auslassungsklammer eingebaut. Meiner Meinung nach verrät der originale Klappentext zu viel über das Buch. Mich stört das immer sehr, der Klappentext sollte doch einfach nur einen Überblick geben, die Neugier wecken und nicht schon zu viel verraten. Ich wollte dieses Buch so gerne lesen. Warum? Ich liebe Märchen. Moderne, alte, neu geschriebene – einfach Märchen in all ihren Ausprägungen. Die Schneekönigin hat mich jedoch ein wenig zwiegespalten. Einerseits ist der Roman wirklich zauberhaft zu lesen und andererseits dachte ich beim Lesen manchmal, dass er ein wenig seltsam ist. Diesen Eindruck kann ich nicht wirklich untermauern, ich denke jeder Vielleser weiß, dass man Bücher manchmal einfach ein wenig seltsam finden kann. Cunningham verwendet eine wirklich ausdrucksstarke Sprache, er nimmt den Leser mit zu den Schauplätzen des Romans. Ich konnte mir alles sehr bildhaft vorstellen, das ist ein großes Talent des Autors. Er bringt uns die Protagonisten so nahe, man sieht sie beinahe vor sich und möchte ihnen beistehen. Ich konnte all ihre Handlungen nachvollziehen und nach und nach sind sie mir sehr ans Herz gewachsen. Der Leser begleitet sie und erlebt ihre Träume, Sehnsüchte, Probleme und ihre Glücksmomente mit ihnen zusammen. Es ist beinahe so, als wenn man sie in einer großen Schneekugel beobachtet und sieht, was passiert, wenn ihre Leben durcheinander geschüttelt werden. Eben wie in einem (modernen) Märchen. Fazit: “Die Schneekönigin” ist ein besonderes Buch, ja ein Stück Literatur. Es ist kein Buch zum einfachen Weglesen, sondern ein Buch, mit dem man sich auch hinterher noch auseinandersetzen wird. Es lässt einen nicht mit dem Gefühl zurück, nur ein Zeitvertreib gewesen zu sein. Von mir gibt es für dieses zauberhafte Buch 4 Sterne.

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  • Die Schneekönigin in New York

    Die Schneekönigin

    SitataTirulala

    "Für lange Zeit war ich krank. Und dann. Hat sich etwas verändert." Für eine Weile ist Tylers Atem das lauteste Geräusch im Raum. Beth sagt: "Ich habe irgendwie. Nun. Ich habe angefangen zu sterben. Es war wie ein Aufbruch. Es war anders." Beth hat Krebs. Zwar quält sie sich durch eine Chemotherapie, doch die Ärzte machen ihr wenig Hoffnung. Tyler, der mit Mitte vierzig immer noch an seinem Durchbruch als Musiker feilt, kümmert sich aufopferungsvoll um sie. Die beiden wollen auf jeden Fall heiraten, bevor es mit Beth zu Ende geht und Tyler will auf biegen und brechen den perfekten Hochzeitssong für seine Beth schreiben. Weil er glaubt nicht zu genügen, sucht er Zuflucht und Inspiration in Drogen. Und Barrett, sein kleiner Bruder, der zu Großem berufen war und mit allem gescheitert ist, dem die Wohnung gekündigt worden ist und der deshalb bei Tyler und Beth eingezogen ist, ist gerade von seinem neuesten Liebhaber per SMS abserviert worden. Doch dann sieht er mitten im New Yorker Central Park ein Licht, das ihn bis auf den Grund seines Herzens berührt. Kurz darauf scheint Beth sich von ihrer Krankheit zu erholen. Ist er Zeuge eines Wunders geworden? Ein modernes Märchen im verschneiten New York, angelehnt an Andersons Geschichte "Die Schneekönigin". Das zumindest steht hinten auf dem Klappentext. Ich bin nicht sicher, ob ich das unterschreiben möchte, was aber vielleicht auch daran liegt, dass mir "Die Schneekönigin" nur grob geläufig ist. Aber auf seine Art ist dieses Buch auf alle Fälle märchenhaft. Es ist nicht kitschig und das Thema, mit dem es sich beschäftigt - die sterben Freundin, respektive die sterbende Freundin des Bruders - ist auch alles andere als schön oder angenehm. Aber Michael Cunningham hat eine ganz besondere Art zu schreiben. An manchen Stellen des Buches war das reichlich verwirrend. Gedankensprünge und Verknüpfungen aus dem Nichts und Satzkonstrukte, die mit all ihren Anmerkungen (in Klammern, in Gedankenstrichen usw.) wohl der Alptraum eines jeden Deutschlehrers wären. Insbesondere die Kapitel bzw. Absätze, in denen Tyler Drogen genommen hat, waren recht wirr, auch wenn ich davon ausgehe, dass es an genau diesen Stellen auch explizit gewollt war. Aber in genau diesen Satzkonstrukten steckte häufig auch eine Schönheit, die ich beim besten Willen nicht beim Namen nennen könnte. Sie macht jede der Figuren in diesem Roman so lebendig und einzigartig und nachfühlbar. Tyler in seinen Selbstzweifeln und dem Streben, etwas für die Nachwelt zu erschaffen. Barrett mit seinen so vielen gescheiterten Ideen und Lebensplanungen, seinem Gefühlschaos. Beth, die versucht ihr Schicksal irgendwie so zu tragen, dass auch die wichtigen Menschen um sie herum es tragen können. Liz, die sich mit Mitte fünfzig am laufenden Band halb so alte Liebhaber hält, bis sie sie abservieren. Und obwohl Cunningham auf Kitsch und Klischees verzichtet, konnte ich zum Beispiel die intensive, brüderliche Liebe zwischen Tyler und Barrett richtig fühlen und das in einer mehr oder minder alltäglichen Situation im Bad zwischen den beiden. Auch wie Barrett, Tyler und Beth als Trio funktioniert haben war, auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, einfach schön. Ich habe sowohl umwerfend positive als auch sehr negative Rezensionen zu diesem Buch gelesen und ich kann auch sehr genau verstehen, wo und weshalb es einigen nicht gefallen hat. Es ist auf jeden Fall eine Geschichte, die man nicht nebenbei lesen darf. Man muss sich Zeit für Tyler, Beth und Barrett nehmen, man muss sich auf sie einlassen und ihren Pfaden aufmerksam folgen. Wenn man das kann, dann öffnet sich einem eine wirklich berührende Story. Eine wirklich schöne Geschichte, die berührt und nachdenklich macht, die einen aber auch zwingt, konzentriert dabei zu bleiben, da man sonst leicht den Faden verliert, für die ich an dieser Stelle noch einmal dem Luchterhand Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal danken möchte. "Die Schneekönigin" hat mir einige tolle Lesestunden beschert und erhält eine verdiente Empfehlung - und natürlich fünf Blümchen von mir. ---------- Rezension: http://licentiapoeticae.blogspot.de/2015/05/br-michael-cunningham-die-schneekonigin.html

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  • Leben in einer Schneekugel

    Die Schneekönigin

    JulesBarrois

    19. June 2015 um 08:47

    Barrett, eine molliger homosexueller Mann in den späten 30er Jahren, ist zu Fuß durch den Central Park unterwegs, als er am Nachthimmel ein blasses, durchscheinendes Licht, ein schleierartiges Farbfeld erblickt. Wie er da steht und starrt, merkt er, dass das Licht ihn anblickt. „Er sah nicht. Er verstand. Wie ein Wal vielleicht, der den Schwimmer versteht, mit gravitätischer und majestätischer und vollkommen furchtloser Neugier." (Seite 16) Viele Geschichten, die ein Element der Verzauberung beinhalten beginnen, mit einem Gefühl der magischen Verwandlung, wie eine gedämpfte Zeitlupe. Diese Stille, diese Ruhe durchzieht auch Michael Cunninghams Roman, der sich in New York über wenige Tage in der jüngsten Vergangenheit erstreckt. Und doch ist es, trotz des Titels, ein Märchen, obwohl es am Rand des Fantastischen dahingleitet. Dieses Licht ist Ausgangspunkt für einen durchdachten, engen Roman über Kreativität und Versagen. Barrett, „eine Hybrid aus stämmiger, robuster Männlichkeit und dicklichem kleinen Jungen“ (Seite 49) ist ein Versager, Verkäufer, Pech in der Liebe, verschiedene Berufe abgebrochen. Und jetzt hat er einen Schlafplatz bei seinem Bruder Tyler und dessen sterbender Freundin Beth in einem schäbigen Viertel von Brooklyn in einer winzigen Wohnung. Beth hat Krebs und bereitet sich auf den Tod vor, eine schlafende Prinzessin mit einem kahlen rosa Kopf. „Sie ist das Mädchen aus dem Märchen, das den Schnee bis zum Morgen in Gold verwandeln soll.“ (Seite 59) Beth Tyler, ist ein Musiker, der sich selbst blockiert und nicht ganz glauben kann, dass Medikamente nicht der Königsweg zum kreativen Erfolg sind. Vor dem Frühstück ein paar Linien Koks, in der Hoffnung, sich für ein Liebeslied zu stimulieren, das er, für seine sterbende Braut am Tag ihrer Hochzeit durchzuführen plant. „Wie schreibt man bitte einen Song für eine sterbende Braut?“ (Seite 61) Für ihn bleibt die Frage „…ob das Songschreiben mehr bedeutet als die Songs an sich.“ (Seite 270) Dann gibt es, neben vielen anderen Freunden und Bekannten wie Andrew, Foster, Nina, Ping oder Stella, auch noch Beths Freundin Liz, die „Göttin der Pragmatik.“ (Seite 185) Beide Brüder sind in einem der vielen Vorzimmern der Kreativität, einem gefährlichen Ort, wo man sich auch durch eine scheinbar fruchtbaren Strom von Ideen begeistert und doch zu blockiert ist, um tatsächlich die harte Arbeit zu beginnen, Kunst zu machen. Melancholie und Erotik hängen über Tyler und Barrett. Beide sind immer noch in Trauer um ihre manipulative Mutter, die im Teenageralter starb, absurd vom Blitz getroffen, während Sie eine Runde Golf spielen. Diese Geschichte ist eine Allegorie für die Suche nach Sinn im mittleren Alter, nachdem wir die Jugend auf der Suche nach etwas Besonderem vertan haben, und jetzt auf der Suche nach einem gewissen Zweck unseres Daseins, der Grund, damit wir in der Lage wären, dass wir unser Leben nicht vergebens verbracht haben. In diesem Roman ist alles symbolisch und alles ist mehr als es scheint. Keine Fantastereien, sondern alles macht irgendwie Sinn in Bezug auf die Realität. Ein Licht ist nicht nur ein Licht. Eine Schneeflocke ist nicht nur eine Schneeflocke. Themen der Jugend und der Alterung, Erwartung gegen Realität und Vorsehung sind alle verstreut, wie Schnee. Die Figuren selbst sind symbolisch, in einem Kontext, im Rahmen der anderen Charaktere. Es gibt nie einen unnötigen Satz. Michael Cunningham hat einen kontemplativen Roman geschrieben, einen komplizierten, unordentlichen, bevölkerten Roman, der das Auf und Ab des Lebens zeigt, schonungslos. Ein emotional sehr starkes Buch, leidenschaftlich, emotional, ehrlich und unglaublich heiß. Zuerst denkt man, es wird eine ruhige Geschichte sein und dann zieht sie uns in komplizierte, spirituelle Welt der Rätsel, der Liebe, des Ehrgeizes und der Wunder. Es ist ein Buch zum Lesen, ja, aber in erster Linie ist es ein Buch zum Fühlen. Sie werden sich nach diesem Roman um mindestens 10 Jahre klüger empfinden.

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  • Vom festen Glauben des Menschen

    Die Schneekönigin

    Babscha

    03. June 2015 um 23:55

    Ein bisschen eigenartig sind sie ja schon, die Figuren, denen Cunningham hier in seinem Buch Leben einhaucht. Na ja, New Yorker eben, und damit ist eigentlich alles gesagt. Lebenskünstler, Überlebende. Zumindest überwiegend. Die Rahmenhandlung ist überschaubar und beschränkt sich auf das Leben einiger Großstädter über mehrere Jahre Anfang des neuen Milleniums im New Yorker Stadtteil Bushwick. Da sind Barrett und Tyler, echte Seelenverwandte und Brüder mittleren Alters mit schwieriger familiärer Vergangenheit, die dort zusammen mit Beth, der krebskranken großen Liebe Tylers, in einer heruntergekommenen Bude leben, unentschlossen und permanent auf großer Sinnsuche für ihr Leben. Dazu gesellen sich noch Liz, eine toughe Mittfünfzigerin, die seinerzeit mit Beth zusammen eine Edelboutique gegründet hatte, in der Barrett jetzt arbeitet, während sein Bruder drogenunterstützt an seiner einfach nicht in Gang kommenden Musikerkarriere und dem ultimativen Song für seine dem Tod ins Auge blickende Partnerin feilt, und Andrew, Liz´Jahrzehnte jüngerer Lover. Stillstand auf allen Ebenen also, bis Barrett eines Tages im Central Park eine Erleuchtung hat, ein Licht am Himmel, das ihn durchdringt, wieder verschwindet und verwandelt zurück lässt, voller Hoffnung, dass dies ein Zeichen sein möge, für ihn und seine Nächsten und deren Weiterentwicklung auf ihren jeweiligen Lebenswegen. Und zunächst sieht auch alles danach aus. Die erzählte Geschichte ist genau wie ihre Figuren insgesamt zwar ein wenig versponnen und rührselig, ein Märchen irgendwie, das aber geschickt und immer wieder noch rechtzeitig in die harte New Yorker Realität eingebettet wird, worüber sich zwei interessante Gegenpole bilden, die durch die emotionalen und teils philosophischen Gedankengänge der Protagonisten noch die nötige Würze erhalten. Für meinen Geschmack blieben diese trotz allem jedoch irgendwie zu gesichtslos und in ihrem Wesen zu befremdlich und ich konnte zu ihnen und ihren Gedankenwelten trotz redlichen Bemühens keinen rechten Zugang finden. Keine Ahnung, warum das so war. Egal. Insgesamt auf jeden Fall ein außergewöhnliches, lesenswertes Buch, das sein Anliegen mit kraftvollen Worten und schönen Bildern gut transportieren kann.

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  • Absolut nicht mein Fall.

    Die Schneekönigin

    leseratte69

    Klappentext Der New Yorker Stadtteil Bushwick liegt jenseits von Brooklyn. In dieser Gegend sind die Mieten noch einigermaßen bezahlbar, die Häuser alt und die Leute nicht ganz so schick. Hier teilen sich die Brüder Tyler und Barrett eine Wohnung mit Tylers großer Liebe Beth, die unheilbar an Krebs erkrankt ist und um die sie sich beide aufopferungsvoll kümmern. Sie sind in den sogenannten besten Jahren und können es noch nicht ganz glauben, dass sich ihre Träume niemals erfüllen werden: Tyler, ein genialer Musiker, steht immer noch ohne Band und ohne Erfolg da. Aber er wird, das nimmt er sich vor und dafür sucht er sich heimlich Inspiration beim Kokain, das ultimative Liebeslied für Beth komponieren, ja, er wird es ihr bei der geplanten Hochzeit vorsingen ... Barrett, fast Literaturwissenschaftler, fast Startup-Unternehmer, fast Lord Byron, verkauft Secondhand-Designerklamotten in Beths Laden und trauert seinem letzten Lover nach, der ihn gerade schnöde per SMS abserviert hat. Als Beth sich wider alle Erwartungen zu erholen scheint, glaubt Tyler umso mehr an die Kraft der Liebe, während der Exkatholik Barrett sich fragt, ob das merkwürdige Licht, das er eines Nachts im Central Park amwinterlichen Himmel sah, nicht doch irgendwie eine göttliche Vision gewesen sein könnte Über den Autor Michael Cunningham wurde 1952 in Cincinnati, Ohio, geboren und wuchs in Pasadena, Kalifornien, auf. Er lebt heute in New York City und Provincetown und unterrichtet Creative Writing an der Columbia University. Sein Roman "Die Stunden" wurde vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem Pulitzerpreis und dem PEN/Faulkner-Award, und wurde in 22 Sprachen übersetzt. Die überaus erfolgreiche Verfilmung "The Hours" mit Meryl Streep, Julianne Moore und Nicole Kidman wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. "Die Schneekönigin" ist Michael Cunninghams sechster Roman. Meine Meinung Story Dieses war mein erster Roman des Autors Michael Cunningham und leider Gottes muss ich sagen auch mein letzter. Die Geschichte an sich handelt von den zwei Brüder Tyler und Barret und Tylers krebskranker Freundin Beth, die zusammen in einer Wohnung leben. Beth Gesundheitszustand verschlechtert sich immerzu, bis zum dem Tag als Barret im Park eine ungewöhnliche Lichterscheinung hat. Einige Zeit später gilt Beth als geheilt, was niemand, schon garnicht die Ärzte, für möglich gehalten haben ,ein Wunder ? Ich persönlich fand die Handlung ist im Buch, durch den ausschweifenden und metaphorischen Schreibstil, unter gegangen. Dem Leser wird zwar deutlich gemacht, das jeder der drei sein Päckchen zu tragen und alles irgendwie miteinander verwoben ist, aber ich finde das Buch ist weder Fleisch noch Fisch. Ich hoffe ihr wisst was ich meine.Die Handlung hat mich weder berührt noch habe ich mit den Charakteren Mitgefühl oder ähnliches entwickelt. Zudem ist mir der Zusammenhang mit dem Märchen von H.C. Andersen, die Schneekönigin, noch immer nicht ganz klar. Schreibstil Wie schon angedeutet, hat der Autor einen sehr anspruchsvollen metaphorischen Schreibstil, in dem es vor verschachtelten Sätzen nur so wimmelt. Teilweise kommt eine Seite mit sage und schreibe 4-5 Sätzen aus, so verwinkelt und verwirrenden ist es geschrieben. Zudem gefällt mir die auktoriale im Präsens erzählte Perspektive nicht, die mir zu kalt und unpersönlich ist. Also kurz um ein Buch das sich nicht leicht lesen lässt. Ich habe für manche Sätze mehrere Anläufe gebraucht, um sie zu verstehen. Charaktere Die drei Hauptcharaktere Barrett, Tyler und Beth konnten mir nicht ans Herz wachsen, sie haben mich noch nicht einmal berührt oder fesseln können. Das ganze Buch über kamen sie mir fremd vor, zudem konnte ich mir kein genaues Bild von ihnen machen, sie blieben schemenhafte Gestalten in einer verwirrenden Anhäufung von verschachtelten Sätzen. Mein Fazit Ein Buch, das ich, wenn es kein Rezensionsexemplar gewesen wäre, nie zu Ende gelesen hätte. Eine sehr anspruchsvolle Anhäufung von verschachtelten Sätzen, die mich nicht wirklich angesprochen haben. Und Charaktere die blass und nur schemenhaft zu erkennen waren. Von mir gibt es leider nur zwei von fünf Sternen.

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  • Lasst euch verzaubern!

    Die Schneekönigin

    Eva-Maria_Obermann

    01. April 2015 um 12:38

    Die Schneekönigin und ihre Spiegelsplitter sind das Hintergrundmotiv dieses beeindruckenden Buches um Leben, Liebe, Tod, Freundschaft und Familie. In New York lebt Barrett, gerade abserviert von seinem Freund, mit seinem Bruder Tyler und dessen krebskranker Freundin Beth zusammen. Als er eines Nachts ein seltsames Licht sieht, glaubt und hofft er auf eine Bedeutung. Zwischen Hoffen, Bangen, Kampf und Niederlage ist dieses Buch eine wunderschöne und zutiefst menschliche Geschichte um die menschliche Psyche und die Suche nach Liebe, mit all ihren Facetten. Der Stil ist mitunter geradezu lyrisch und ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, habe es in drei Stunden regelrecht verschlungen. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen werden so liebevoll und doch rücksichtslos gezeigt, ihre inneren Schwächen offengelegt und dabei doch die Großartigkeit menschlichen Zusammenhalts gezeigt. Metaphern und Verweise machen das Buch daneben zu einem wahren Fundstück, einem genialen Splitter. Dabei wird der Splitter der Schneekönigin wiederrum als Metapher für unsere Angst entlarvt, den leisen Pessimismus und die Notwendigkeit des Übels, das wir doch nicht wahrhaben wollen. Es gibt kein großes glückliches Ende, das alles in Wohlgefallen auflöst, sondern ein realistischer wie insgeheim optimistischer Blick auf die Welt. Die Suche nach dem perfekten Lied wird für Tyler dabei zu Suche nach Wahrheit, nach Hoffnung, dem inneren Antrieb, dem die Konsequenzen egal sind und der nur ein Ziel kennt. Denn vielleicht ist eben doch der Weg das Ziel. Wie in Andersens Schneekönigin das Entscheidende doch ist, dass das Mädchen sie auf den Weg macht, die Aufgaben besteht, und am Ende einen eher blassen Jungen wiedergewinnt. Sie selbst aber wurde zur Heldin.

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