Michael Cunningham Die Stunden

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Inhaltsangabe zu „Die Stunden“ von Michael Cunningham

Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen. Ein Tag im Leben dreier Frauen: Clarissa Vaughan im New York der neunziger Jahre bereitet eine Party für ihren Jugendfreund vor; von ihm hat sie den Spitznamen »Mrs. Dalloway«, weil sie ihn an die Heldin in Virginia Woolfs gleichnamigem Roman erinnert. Laura Brown, Hausfrau und Mutter in einem Vorort von Los Angeles im Jahr 1949, entflieht ihrem Alltag und liest »Mrs. Dalloway«. Und schließlich Virginia Woolf in Richmond im Jahr 1929; sie vermisst die Großstadt London, obwohl sie weiß, dass das Leben auf dem Land ihrer angeschlagenen Gesundheit guttut, und sie ringt um den ersten Satz ihres Romans »Mrs. Dalloway«. Ein überwältigend schöner und bewegender Roman über Freundschaft und Liebe, über die Suche nach Anerkennung und Lebensglück. Ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis.

Über drei starke Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, miteinander verbunden im 20. Jahrhundert.

— ParadiseLost
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  • Die Stunden von Michael Cunningham

    Die Stunden
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2013 um 17:31

    Eine dreifaltige Geschichte, frei nach Mrs. Dalloway, in der die Schriftstellerin Virginia Woolf gerade ihren Klassiker schreibt, ihre Leserin Mrs. Brown sich in der Hauptfigur des Romans wiedererkennt und die scherzhaft Mrs. Dalloway getaufte Clarissa im New York der neunziger eine Party für ihren schwerkranken Jugendfreund und geschätzten Schriftsteller plant. Eine originelle Idee, die in ihrer Genialität, und dabei Simplizität, einfach beeindruckend ist. Drei Geschichten, jede für sich abgeschlossen und die anderen nur indirekt bedingend, zusammengefügt zu einem Roman, der über sich selbst hinauswächst und den Leser, in diesem Falle mich, berührt, schwelgen lässt in seinen Worten, mit den Charakteren fühlend und dabei doch nie physisch, lediglich gedanklich, aus der heimischen Stube entführt. Welcher Leser hat sich nicht schon einmal gefragt, wie der Roman entstand, der einen gerade so berührt, was für Ansätze der Autor hatte und wie er sich für den nun gedruckten entschied? Michael Cunningham hat in der Figur der Virginia Woolf ein Forum für seine eigenen künstlerischen Prozesse, die er für den Leser sichtbar macht. Dabei bleibt er aber der historischen Woolf treu, zeichnet ein Portrait ihres Schaffens und des Leides, welches damit einher ging und für den Leser ihrer Prosa unsichtbar bleibt. Ein Portrait das berührt und erschüttert, aber auch begeistert und Mrs. Dalloway sicher viele neue Leser bescheren wird, ich zähle mich dazu. Welcher Leser hat sich nicht schon einmal von einer Geschichte aus der Welt in eine andere entführen lassen und dabei all seine irdischen Bedürfnisse und Pflichten vergessen? In diesem Punkt finden sich sicher einige, wenn nicht alle von uns, es braucht nur das richtige Buch. Und so wie sich Mrs. Brown in den Seiten der Mrs. Dalloway verliert, verlor ich mich in den Beschreibungen ihres Alltags, ihrer literarischen Leidenschaft, den Parallelen zwischen ihr und der Heldin ihres Romans. Welcher Autor hat sich nicht schon einmal gefragt, wie es aussähe, erwachten die eigenen Charaktere plötzlich zum Leben? Besonders für mich ein spannendes Detail, aber auch für andere Leser sicher etwas, das den Funken Neugier, der in uns glimmt und literarisch reisen lässt, zum Lodern bringt. Michael Cunningham macht hier keine Kunststücke, bleibt ganz bodenständig und schafft es doch den Leser so an die Charaktere, die zu Fleisch gewordene Mrs. Dalloway und ihr New York, zu binden, dass es mich sticht, wenn es sie sticht, das dort Blut fließt, wo die Ereignisse sich überschlagen und ich leider nur zuschauen aber nicht eingreifen kann. Was ich an diesem Roman besonders genossen habe, waren die Beschreibungen, von Ort, Zeit, Handelnden Personen, mit denen Michael Cunningham die Welt seiner Geschichten für mich entstehen lässt. Die Farben, Formen und selbst das kleinste Detail fügen sich hier in Worten, Sätzen, Absätzen zusammen, so dass man beim Lesen den  Eindruck hat man könne einsteigen, in diese Bilder aus Sprache und darin leben, zumindest für die Länge eines Romans. Ein beeindruckender Roman, den ich erst viel zu spät entdeckt habe, den ich nun aber mit allen, die hier lesen, teilen möchte, beginnend mit einer uneingeschränkten Empfehlung.

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  • Leserunde zu "Die Shakespeare-Schwestern" von Eleanor Brown

    Die Shakespeare-Schwestern
    Daniliesing

    Daniliesing

    Am 21.05. erscheint ein ganz wunderbarer Roman der US-amerikanischen Autorin Eleanor Brown im Insel Verlag. Darin erzählt sie die Geschichte dreier ganz unterschiedlicher Schwestern gleichermaßen tiefgründig und humorvoll. Wir möchten euch einladen, an einer Leserunde zu "Die Shakespeare-Schwestern" teilzunehmen, die nicht nur alle 3 nach Figuren aus Werken Shakespeares benannt wurden, sondern die auch eine Eigenschaft vereint: die Begeisterung fürs Lesen! Mehr zum Inhalt: Rosalind, Bianca und Cordelia: Die drei Schwestern – von ihrem exzentrischen Vater liebevoll nach Shakespeare-Figuren benannt – verbindet die Liebe zum Lesen. Darüber hinaus könnten sie jedoch unterschiedlicher nicht sein: Rose, die Vernünftige, die den Mann ihrer Träume gefunden hat, aber dem Abenteuer der großen Liebe nicht traut, Bean, die in New York ein Leben in Glanz und Glamour führt, und Cordy, das Nesthäkchen, das nicht erwachsen werden will und ziellos durch Amerika vagabundiert … Eines Sommers kehren Rose, Bean und Cordy nach Hause zurück, in die öde Kleinstadt im Mittleren Westen. Die anfängliche Freude über das Wiedersehen währt nur kurz, denn nicht nur das Temperament der Schwestern, auch deren unterschiedliche Lebensvorstellungen prallen aufeinander. Und als nach und nach die wohlgehüteten Probleme der jungen Frauen ans Tageslicht kommen, wird die familiäre Harmonie auf eine harte Probe gestellt … Einen ersten Einblick ins Buch könnt ihr in der Leseprobe gewinnen! Bewerbung als Testleser: Wenn ihr gern bewegende Familienromane lest, dann bewerbt euch gleich als einer von 30 Testlesern für die Leserunde zu "Die Shakespeare-Schwestern" von Eleanor Brown. 10 der Testleseexemplare sind für Blogger reserviert - wenn ihr Blogger seid, postet bitte in eurer Bewerbung auch den Link zu eurem Blog. Beim Gewinn eines der Bücher gehören natürlich auch die Teilnahme an der Leserunde mit Beiträgen zu den einzelnen Leseabschnitten sowie eine abschließende Rezension dazu. Um euch als Testleser zu bewerben, verratet bis einschließlich 20. Mai 2012 folgendes: Passend zum Titel würden wir gern von euch wissen, welche eure liebste Figur aus den Werken Shakespeares ist. Wenn ihr noch nichts von Shakespeare kennt, dann erzählt uns doch, welches seiner Werke euch am meisten interessieren würde!

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  • Rezension zu "Die Stunden" von Michael Cunningham

    Die Stunden
    marion_gallus

    marion_gallus

    21. February 2012 um 21:27

    Ein Tag, nur einige aneinandergereihte Stunden im Leben dreier Frauen, die zu völlig unterschiedlichen Zeiten leben aber dennoch miteinander verbunden sind. Da ist Virginia Woolf, die seelisch kranke und dennoch so hellwache Schriftstellerin, die im Jahre 1923 in einem Vorort von London so langsam aber sicher zu Grunde geht. Sie lebt dort auf Anraten ihrer Ärzte und ihres treusorgenden Ehemannes, damit sie sich erholen kann, die Stimmen in ihrem Kopf sie in Frieden lassen und sie wieder gesund wird. An diesem Tag wird Virginia arbeiten, sie wird endlich wieder schreiben und sie hat den ersten Satz zu ihrem neuen Werk, das einmal “Mrs. Dalloway” heissen wird: “Mrs. Dalloway sagte, sie wolle die Blumen selber kaufen” … Da ist Laura Brown, Mutter und Ehefrau in den Nachkriegsjahren in Amerika, gerade schwanger mit ihrem zweiten Kind. Eine ruhige, in sich gekehrte Frau, die am liebsten den ganzen Tag in der Welt ihrer Bücher versinken möchte. Sie bemüht sich eine gute Frau und Mutter zu sein, kann aber nicht aus ihrer Haut. Sie bleibt an einem Morgen einfach im Bett und nimmt das Buch “Mrs. Dalloway” von Virgina Wood zu Hand. Sie beginnt zu lesen … Da ist Clarissa Vaughn, selbständige Lektorin im New York der 90er Jahre. Sie lebt sein 10 Jahren in einer lesbischen Beziehung und kümmert sich aufopfernd um ihren Jugendfreund Richard, der schwer an Aids erkrankt ist. An einem schönen Junimorgen, sie ist mit den Vorbereitungen zu einer Party beschäftigt, die sie für Richard geben will, entscheidet Clarissa (Spitzname: Mrs. Dalloway) spontan die Blumen für die Party selber zu kaufen. Nach dem Einkauf schaut sie noch bei Richard in der Wohnung vorbei, eine eigene Welt in der es immer dunkel ist. Richard hat alle Fenster verhangen und sagt, er lebe nur noch für sie: Mrs. Dalloway. Er, der Schriftsteller der am Abend einen der begehrtesten Literaturpreise verliehen bekommt hat Clarissa damals diesen Namen gegeben … Weiterlesen ... http://buchwelten.wordpress.com/2012/02/21/die-stunden-von-michael-cunningham-55/ © Buchwelten 2012

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  • Rezension zu "Die Stunden" von Michael Cunningham

    Die Stunden
    Nmaye

    Nmaye

    13. October 2011 um 19:35

    Ein wirklich wunderschönes Buch. Im Vordergrund der Geschichte steh Virginia Woolf und ihr Roman Mrs. Dalloway Es geht um drei ganz unterschiedliche Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten leben. Doch alle drei verbindet Eins: Mrs. Dalloway. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Egal ob Virginia Woolf, Laura Brown oder Clarissa Vaughan, ich konnte mich sofort in jede dieser Frauen oder in die Zeiten in denen sie leben reinlesen.

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  • Rezension zu "Die Stunden" von Michael Cunningham

    Die Stunden
    Rock-n-Roll

    Rock-n-Roll

    30. August 2010 um 15:24

    I had the hardest time reading this book. Although the story is fantastic and I also enjoyed the movie, I thought that the author needed too many words to express simple feelings and circumstances. I kept reading because of the passages on Mrs Brown. I can only recommend to skip this one and read Mrs. Dalloway instead, one of the best novels ever.

  • Rezension zu "Die Stunden" von Michael Cunningham

    Die Stunden
    annikki

    annikki

    01. January 2010 um 16:52

    Die Stunden - das war der Arbeitstitel von Virginia Woolfs Roman "Mrs Dalloway". Und von der Entstehung dieses Romans handelt das Buch unter anderem. Es erzählt einen Tag im Leben der Schriftstellerin, als sie morgens erwacht und den perfekten Beginn für ihr neues Werk im Kopf hat. Mrs. Dalloway ging aus dem Haus, um Blumen zu kaufen. Clarissa, von ihrem Freund Richard in ihrer Jugend auf den Namen dieser Romanfigur getauft, will am Abend für ihn eine Party geben. Und wie ihr literarisches Vorbild taucht auch sie ein in einen lichten, glasklaren Tag - einen wunderschönen Frühlingsmorgen, mit der Gewissheit, die Welt umarmen zu können. Ihre Erinnerungen greifen zurück in eine Vergangenheit, als sie und Richard ganz kurz ein Paar waren. Nun stirbt er an Aids, hört Stimmen und verliert langsam, aber sicher den Verstand. Der Tag der dritten Frau, die hier geschildert wird, findet kurz nach dem 2. Weltkrieg statt; Laura ist zum zweiten Kind schwanger, ihr Mann hat Geburtstag, ihr kleiner Sohn wartet darauf, ihre Zuwendung spüren zu dürfen. Sie fühlt sich den Anforderungen nicht wirklich gewachsen, möchte eigentlich nur im Bett liegen und nur noch lesen, lesen, lesen - bis sie es auch einfach macht, ihr Kind bei der Nachbarin abgibt, und sich für einige Stunden ein Hotelzimmer nimmt, um in Ruhe in "Mrs. Dalloway" schmökern zu können... Ein sehr schönes, stilles Buch, das auf sehr kunstvolle Weise drei unterschiedliche Zeitebenen miteinander verknüpft. Es passiert nichts Spektakuläres; und trotzdem durchleben alle drei eine breite Palette von Gefühlen, Glück, unbändige Lebensfreude, Verzweiflung und Todessehnsucht. Die zarten, doch sehr haltbaren Bande von Freundschaften spielen in ihrer aller Leben eine wesentliche Rolle. Ein Buch, das auf einer raffiniert ausgedachten, kunstvoll umgesetzten Idee aufbaut: Einen Roman gleichzeitig entstehen zu lassen, den Leser zu zeigen - und eine Figur, die diesem Roman entsprungen sein könnte. Wunderbar gelungen!

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  • Rezension zu "Die Stunden" von Michael Cunningham

    Die Stunden
    booktypo

    booktypo

    15. November 2008 um 12:38

    3 Lebensgeschichten von Frauen, unter anderem und basierend auf literarischen Motiven von Virgina Wolf. Literarisch anspruchsvoll, exzellent umgesetzt!

  • Rezension zu "Die Stunden" von Michael Cunningham

    Die Stunden
    Gruenente

    Gruenente

    27. December 2007 um 21:30

    Cunningham hat das zeug mein Lieblingsschriftsteller zu werden!