Ein wilder Schwan

von Michael Cunningham 
3,7 Sterne bei21 Bewertungen
Ein wilder Schwan
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Positiv (13):
Tintenpoesies avatar

Nichts wie rein in die Welt, in der märchenhafter Schein den Problemen der Realität weicht.

Kritisch (3):
MotteEnnas avatar

Leider wurden von mir geliebte Märchen ohne roten Faden auf ,,erwachsen" umgeschrieben.

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Inhaltsangabe zu "Ein wilder Schwan"

Michael Cunningham erzählt die alten Märchen neu – er betrachtet sie aus einem anderen Blickwinkel, hinterfragt sie mit Witz und Verve und zeigt dabei, wie zeitlos sie sind.
Noch nie waren Märchen so lustig und raffiniert, so düster und sexy – und so wahr. Rumpelstilzchen, Hänsel und Gretel, Schneewittchen und Rapunzel – wer erinnert sich nicht an die Gutenachtgeschichten aus der Kindheit, an Märchen, die uns verzauberten und schaudern machten. Einer der begnadetsten amerikanischen Schriftsteller holt nun diese und andere Märchen in unsere Gegenwart und erzählt, was sie verschwiegen oder vergessen haben oder wie es nach dem angeblichen Ende »wirklich« weitergeht. Und welch tiefe Abgründe sich an jeder Ecke auftun können. Die altüberlieferten Mythen über Könige und Prinzessinnen, Flüche, Zauber, Habgier und Verlangen erweisen sich in Michael Cunninghams spielerischen, so ironischen wie klugen Erzählungen als verblüffend modern und menschlich.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783630874913
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:160 Seiten
Verlag:Luchterhand
Erscheinungsdatum:13.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Mary_Jace_Bookss avatar
    Mary_Jace_Booksvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr belustigend ;) Aber etwa flach.
    Was lustiges für zwischendurch

    Michael Cunningham nimmt alte Märchen und erzählt sie neu. Seine Interpretation von Hänsel und Gretel oder Hans und die Bohnenranke bringen einen zum Schmunzeln. Mit seinen düsteren und doch lustigen Geschichten fesselt er einen und man beginnt über den Wandel der Zeit nachzudenken. Immer wieder greift er zu neuen aktuellen Themen und mischt die Karten der uns bekannten Märchen neu. Satire trifft auf Märchen, eine unglaublich komische und doch faszinierende Mischung. Das Ergebnis kann sich mehr als nur sehen lassen. Mir hat es jedenfalls mehr als nur Spaß gemacht es zu lesen. 

    Besondere Betonung verdienen die im Buch vorhandene Illustrationen. Sie sind unglaublich schön gestaltet, lehnen immer im direkten Bezug an die folgende Geschichte an und faszinieren einen. 

    Einen kleinen Abzug gibt’s dafür, dass nicht alle Geschichten wirklich durchdacht waren und manche etwas sehr in die Länge gezogen waren. Ein Wilder Schwan ist nichts für´s stundenlange Lesen, doch als lustiger Happen zwischendurch eignet es sich sehr gut.

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    Miss_Coopers avatar
    Miss_Coopervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch was mich desillusioniert und den Zauber der Märchen aus meiner Kindheit vertrieben hat
    fairy tales of the special kind

    Als ich noch ein Kind war, kam meine Mutter jeden Abend in mein Zimmer, setzte sich zu mir ans Bett und las mir ein Märchen vor, immer ein anderes, aber immer begannen sie mit „Es war einmal…“ und endeten mit dem hoffnungsvollen Satz „…und sie lebten Glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.“ Ich kann mich noch genau an ihre Stimme beim vorlesen erinnern, sie war dann immer etwas sanfter und weicher als gewöhnlich - ein paar Nuancen schriller wurde sie nur, wenn Hexen oder böse Stiefmütter auf der Bildfläche erschienen. Ich liebte die Welt der Märchen und in meiner Kindlichen Naivität war es für mich ganz

     selbstverständlich das Tiere und Pflanzen sprechen konnten, das alle Probleme, erschienen sie auch noch so groß, überwunden werden konnten und jeder, egal wie schwach, arm oder dumm, wenn er nur mutig genug war, glücklich werden konnte. Nachdem mich meine Mutter zugedeckt und das Licht gelöscht hatte, lag ich oft noch eine weile wach und dachte darüber nach was geschieht, nachdem der Prinz das Dornröschen wachgeküsst hatte, der verzauberte Frosch endlich kein Frosch mehr sein musste, oder Aschenputtel auf das Schloss des Prinzen zog. Lebten sie wirklich so glücklich miteinander, gab es niemanden der ihnen ihr Glück neidete, gibt es nur diese eine Geschichte die sie ihren Kindern und Enkeln später erzählen und wäre dieses ewige Glück nicht furchtbar langweilig. Eine Antwort darauf fand ich nie, bis jetzt, denn Michael Cunningham nimmt neun dieser teilweise Jahrhunderte alten Märchen, bringt sie in die heutige Zeit, interpretiert sie neu und lies „Ein wilder Swan“ entstehen.


    In einer seiner Geschichten wird das Leben der Pfefferkuchen Hexe aus Hänsel und Gretel betrachtet, bevor sie sich ein Haus aus Süßigkeiten

     zusammenzimmerte. Eine äußerst extrovertierte Frau die nach dem vierten verschlissenen Ehemann und diversen Liebschaften beschließt lieber für sich allein zu leben. Sie kauft sich ein Grundstück im Wald und baut dieses uns allen allzu bekannte Haus. Dort, in dieser völligen Einsamkeit lebt sie nun viele viele Jahre und wartet sehnlichst auf Besucher. Eine andere erzählt von Rumpelstilzchens innigstem Wunsch seine liebe einem Kind zu schenken, da es mit den Frauen nicht recht klappten will und eine Adoption für ihn nicht in Frage kommt, schminkt er sich das Thema Kinder ab. Doch als er als einziger der Müllerstochter aus der patsche helfen kann, indem er für sie das Stroh zu Gold spinnt, sieht er seine Chance gekommen doch noch an ein Kind zu gelangen. Und ergreift sie. Eine weitere handelt von Schneewittchen die, auch nachdem sie von dem Prinzen erlöst wurde, zu seinem Vergnügen jeden Abend in den Gläsernen Sarg steigen soll. 


    So oder so ähnlich sind all die „Märchen“ aufgebaut denen sich Michael Cunningham gewidmet hat.

    Manchmal ist es die Vorgeschichte zu dem jeweiligen Märchen, manchmal die Fortsetzung, einige sind auch völlig verfremdet. Doch wie auch in den Originalen gibt es auch hier am Ende einer jeden Geschichte eine Moral. Das man schätzen sollte was man hat, oder Äußerlichkeiten nicht das wichtigste an einer Person sind. Er lässt ganz alltägliche menschliche Probleme von Märchenfiguren erleben. Sie sind plötzlich nicht mehr aus einer abstrakten magischen Welt, sondern ganz normal, mit ganz gewöhnlichen Charakterzügen, Ängsten und Vorstellungen vom Leben. Ich kann nicht gerade behaupten das mir Cunninghams Werk restlos gefallen hat, ich habe mich in der Vorstellung das Prinzen in einer Bar rumhängen oder Prinzessinnen mit dem Fahrstuhl fahren völlig verheddert, für mich gehören sie einfach in eine andere Welt. Wobei - das muss ich wirklich zugeben, ich seinen Schreibstil sehr interessant finde, teilweise spricht er den Hauptprotagonisten mit DU an, dann schreibt Cunningham wieder in der ER oder SIE form, oder einem einzigen Dialog. Es wirkt als hätte er eine persönliche Beziehung zu seinen Charakteren und würde ihre Taten wertend darlegen, um dann über sie zu richten.


    „Du hattest nicht viel zu tun. Irgendwann hast du angefangen, den Zuckerguss und die Lutscher öfter als notwendig auszutauschen, einfach nur, weil du eine Aufgabe gebraucht hast und weil du (es war ein bisschen verrückt, aber für deine Verrücktheit hast du dich nie geschämt) dich gefragt hast, ob eine bessere Ausführung - ein noch intensiverer Keksduft, Zuckerzeug von anderen Herstellern in noch leuchtenden Farben und Mustern - die Lösung wäre.“ 


    Doch mein ganz persönliches Highlight in dem Buch waren die fantastischen Illustrationen von Yuko Shimizu. Kontrastreiche schwarz/weiße Linienzeichnungen, die die Gesichten in ihrer düsteren Stimmung mehr als nur unterstützen. Sie ziehen einen in ihren Bann.


    „Ein wilder Schwan“ hat meine Kindliche Seifenblase ganz schön zum platzen gebracht und mir den Zauber und die Illusion wie es nach dem „… und wenn sie nicht gestorben sind…“ weitergeht, genommen. Es war mir einfach ein zu großes durcheinander, moderner Schreibstil und alte Geschichten funktionieren auf diese Art einfach nicht für mich. 


    https://misscoopers.wixsite.com/misscooper/blog/ein-wilder-schwan-michael-cunningham

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    MotteEnnas avatar
    MotteEnnavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Leider wurden von mir geliebte Märchen ohne roten Faden auf ,,erwachsen" umgeschrieben.
    Außen Hui, Innen ....

    http://buecherregalschaetze.blogspot.com/2018/06/ein-wilder-schwan-michael-cunningham.html

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    AnnieHalls avatar
    AnnieHallvor 3 Monaten
    Moderne Märchen

    Ein wilder Schwan ist eine Märchen-Sammlung von Michael Cunningham und 2017 im Luchterhand Literaturverlag erschienen.

    Michael Cunningham erzählt die alten Märchen neu, betrachtet sie aus einem anderen Blickwinkel, hinterfragt sie mit Witz und denkt die Geschichten weiter. Seine Neuinterpretationen sind unterhaltsam, intelligent, düster und zuweilen bizarr und derb.

    Virtuos entzaubert Cunningham die altbekannten Geschichten und offenbart ihre Schattenseiten, die Einsamkeit, die Verzweiflung oder schlichtweg die Dummheit, von der die Figur angetrieben wird. Moderne Märchen, die zeigen, dass sich das Gute allein nur schwer ertragen lässt und vollkommenes Glück sofortige Zweifel hervorruft, denn das Leben beruht auf Gegensätzen und ohne Licht gibt es keine Schatten.

    Elf hintersinnige Geschichten für Erwachsene - abgründig, böse und klug, wunderbar passend illustriert von Yuko Shimizu.

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    suppenfeevor 4 Monaten
    alte Märchen neu interpretiert

    Was passiert eigentlich nach dem „und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende“? War Schneewittchens Ehe wirklich glücklich? Was treibt einen eigentlich dazu, eine alte verrückte Schachtel mit Lebkuchenhaus zu werden? Und warum wünscht sich Rumpelstilzchen ein Kind? Michael Cunningham liefert Antworten auf all diese Fragen. In 11 Kapiteln erzählt er die altbekannten Märchen neu. Düster und desillusioniert. Keine der Märchenfiguren kommt wirklich gut dabei weg. All der schöne Glanz geht verloren.

    Nicht jedes der neuerzählten Märchen konnte mich überzeugen. Manche waren nachvollziehbar, als könnte es sich wirklich so zugetragen haben. Hier haben mir die Figuren schon fast leid getan. Andere wiederum waren einfach zu viel des Guten. Zu viel fieses Schicksal. Zu viele böse Absichten. Aber man hatte ja schon als Kind so seine Lieblingsmärchen. Die Geschichten sind recht kurz, der Schreibstil angenehm zu lesen und untermalt werden die Abschnitte durch tolle Zeichnungen von Yuko Shimizu, die oft genauso düster sind, wie die Geschichten selbst. Ein faszinierendes Märchenbuch, der etwas anderen Art.

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    Tintenpoesies avatar
    Tintenpoesievor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Nichts wie rein in die Welt, in der märchenhafter Schein den Problemen der Realität weicht.
    Es war einmal, aber ganz anders als ihr denkt

    Wir erinnern uns immer an die Märchen unserer Kindheit, kennen einige sogar auswendig, aber haben wir uns jemals gefragt was vor dem „Es war einmal“ passierte oder wie es nach dem glücklichen Enden weiter ging? Michael Cunningham hat sich genau das gefragt und Antworten gefunden, die er in seinem Buch „Ein wilder Schwan“ literarisch festgehalten hat.


    Ein Warnung vorweg an alle Leser: Wenn ihr den Märchen eurer Kindheit die Unschuld nicht rauben wollt, vergesst, dass es das Werk von Cunningham gibt. An alle anderen: Nichts wie rein in die Welt, in der märchenhafter Schein den Problemen der Realität weicht. Suchtprobleme und Einsamkeit sind nur zwei von vielen Themen, die Cunningham in die Handlung der Märchen mit einfließen lässt. Die Geschichten, die man so gut zu kennen glaubt, werden aus einer völlig neuen Perspektive betrachtet. Die strikte Trennung zwischen gut und böse löst sich auf nicht jeder Bösewicht ist pures Übel, sondern einfach nur ein Mensch, der einen schlimmen Fehler gemacht. Unverzeihlich, aber nachvollziehbar.


    Cunninghams Schreibstil ist flüssig und klar. Keine Schnörkel, kein Umschmeicheln. Die Realität ungeschönt dargelegt. So lässt sich das Buch einfach und schnell lesen.


    Nicht jede Geschichte in diesem Werk muss einem am Ende gefallen. Manch ein Märchen verdient es vielleicht doch, dass man seinen Zauber erhält. Cunninghams Werk verdeutlicht durch den Kontrast, den er zum Original herstellt, umso mehr.

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 5 Monaten
    Grimms umgedreht

    »Die meisten von uns führen ihr Verderben recht zuverlässig selbst herbei. Rachsüchtige Fabelwesen haben es nur auf ganz bestimmte Menschen abgesehen, auf jene, die aus unerfindlichem Grund nicht nur mit Reichtum und Talent beschenkt wurden, sondern auch mit einer Schönheit, die die Vögel aus den Bäumen scheucht; und obendrein sind sie so anmutig, gütig und charmant, als wäre es das Normalste von der Welt. Wer bekäme nicht Lust, solchen Menschen fertigzumachen?«

    So der Autor zu seinem Buch. Zunächst hört sich die Sache banal an: Nimm ein Grimms-Märchen, schreibe es in die heutige Zeit und drehe dabei gut und böse um. Eine typische Aufgabe aus der Schulzeit im Deutschunterricht. Nun schreibt diese neuen Märchen aber nicht irgendwer. Es ist Michael Cunningham, der bekanntermaßen ein großartiger Erzähler ist.

    »Im Grunde ist es die Einsamkeit, die dich irgendwann umbringt. Vielleicht weil du dir dein Ende immer so viel größer und spektakulärer vorgestellt hast.«

    So beginnt die Geschichte »Die verrückte Alte«. Geraten, was dahintersteckt? Hänsel und Gretel selbstverständlich. Die Alte Frau, die immer etwas freakig war, sich nicht um Regeln scherte, baut sich im Wald ein Lebkuchenhaus, hofft, junge Leute finden das cool, kommen hierher. In jungen Jahren hat sie sich um nichts geschert, Familie, Männer, Freundschaften, sie hat keine Kinder und heute keine Freunde. Und nun trifft sie die Einsamkeit mit Wucht. Hänsel und Gretel sind weder ausgesetzt, noch ängstlich, zwei gepiercte und tätowierte Jugendliche, egozentrisch, gewissenlos. Oder nehmen wir die Frau, die einen verwitweten König heiratet, mit dem sie gleichzeitig 12 Söhne und eine Tochter verpasst bekommt. 12 Jungs, ein großer Teil im pubertierenden Alter, gerade die Mutter verloren, einen Vater, der sich nur um seine Geschäfte kümmert, die junge Frau ist verzweifelt, wird ihrer neuen Aufgabe als Mutter von fremden Kindern nicht Herr, verwandelt in der Wut über deren Frechheiten die Jungs in Schwäne … Irgendwann haben sie ihre Gestalt zurück, nur der eine behält einen Schwanenarm, behindert, diskriminiert, ein armer Wicht, nicht glücklich aber auch nicht so unglücklich wie »der Frosch mit dem Krönchen, der die Frauen, die ihn küssen wollen, einfach nicht lieben kann und der Prinz, der jahrelang nach der komatösen Prinzessin gesucht hat, die er wachküssen soll.« Und die Geschichte mit Hans, der eine Kuh gegen Zauberbohnen eintauscht, der Depp. Und doch, sie wachsen in den Himmel. Dort beklaut er den Riesen, während dessen Frau seelenruhig zusieht, ihn anlügt. Zu lange verheiratet?

    »Gehen wir einfach von einem unbewussten Einverständnis zwischen den Eheleuten aus. Er weiß, dass sie nicht ehrlich ist. Er weiß, dass sie etwas oder jemandem vor ihm versteckt. Abe rmöglicherweise wünscht er sich eine Partnerin, de zur Lüge fähig ist. Eine Frau, die mehr vom eben erwartet als Hausarbeit und spießige, sterbenslangweilige Treue.«

    Manchmal fragen wir uns in den Märchen: Warum machen die das? Michael Cunningham geht tief hinein in seine Figuren. Abgründe tun sich auf. Sarkastisch und manchmal brutal zeigt er uns, was in den alten Märchen tiefgründig verborgen liegt. Hier wird nichts gut am Ende. Wehe, dir schenkt jemand drei Wünsche! Sie gehen in Erfüllung, doch die Folgen, die dein Wunsch mit sich bringt, werden dich nicht glücklich machen. Elf moderne Märchen, elf Mal eintauchen in die wundervolle Sprache von Cunningham, von einem der auszog, uns das Gruseln zu lehren.
    Der japanische Yuko Shimizo bereichert die Geschichten mit seinen schwarz-weißen Illustrationen. Der amerikanische Autor Michael Cunningham wurde für seine Romane und Erzählungen bereits mit dem Pulitzerpreis und dem PEN/Faulkner Award ausgezeichnet.

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    Shimonas avatar
    Shimonavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Leider enttäuschend. Hatte mir etwas anderes unter die Art der Geschichten vorgestellt. Ich konnte nur bei zwei Geschichten schmunzeln.
    Ein 'müder' Schwan

    Hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut.

    Fing mit entsprechend hoher Erwartung 
    zu lesen an. Bis auf zwei Geschichten hat es 
    mich enttäuscht, wobei ich die erste noch 
    am besten fand. Bei zwei Geschichten 
    konnte ich mir nur ein Schmunzeln 
    abringen.

    Es ist einfach nicht mein Geschmack.
    Die Art des Humors gefiel mir nicht.

    Die zwei Sterne sind für das elegante Cover 
    (die leider nur zu den Zeichnungen aber so
    gar nicht zur Art der Erzählung passt)
    sowie die hübschen Zeichnungen im Buch.

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    Frau_J_von_Ts avatar
    Frau_J_von_Tvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Gesellschaftskritik vom Feinsten
    Satirische Gesellschaftskritik

    Wir kennen sie alle, die Märchen von den Gebrüdern Grimm, Hans Christian Andersen und anderen bekannten Märchenschreibern. Als Kinder haben wir uns mit Hänsel und Gretel gefürchtet, mit Aschenputtel gelitten und sehnsüchtig auf das ‚und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende’ gewartet.
    Märchen versetzen uns in eine Welt voll Fabelwesen, Prinzessinnen und Helden und sie halten immer eine Lektion für uns bereit.

    Michael Cunningham hat sich in seinem Buch „Ein wilder Schwan“ nun eben diesen uns gut bekannten Märchen gewidmet und sie aus einer für uns ungewohnten Perspektive neu geschrieben: er erzählt die Märchen aus Sicht derer, die im eigentlichen Märchen die ‚Bösen’ und solche sind, die am Ende wenig gut wegkommen, oder er erzählt die Märchen einfach in seiner Art weiter. 

    "Ein Kind lässt sich aber nicht so einfach bestellen wie eine Pizza. Vor allem, wenn man ein missgebildeter, zwergenhafter Mann mit unbeschreiblichem Beruf ist."

     Cunningham versetzt sich beispielsweise in Rumpelstilzchens Lage, dem kleinwüchsigen, einer Zauberer Familie entstammendem Mann, der sich nichts sehnlichster wünscht, als ein Kind. Wir erfahren etwas über die Geschichte der Hexe aus „Hänsel und Gretel“, welche sich nach einem harten und beschwerlichen Leben ein Haus aus Süßigkeiten baut, nur damit das sexy, gepiercte Pärchen das zufällig vorbeikommt, es aufessen kann. Und Cunningham erzählt uns von Schneewittchen und wie sie daran leidet, dass sie, mittlerweile verheiratet, immer wieder wie tot im Sarg liegen muss, um ihrem Mann zu Vergnügen zu bereiten.

    Zugegeben, Cunninghams Art die Märchen zu erzählen ist bizarr, beizeiten ein wenig sehr abgedreht und er bedient sich oft einer vulgären Sprache.
    Aber das Konzept funktioniert. Ich habe mich beim Lesen der sehr gesellschaftskritischen Märchen gut unterhalten gefühlt und musste mehr als einmal schmunzeln. Manch einem mag das, was Cunningham aus unseren geliebten Märchen aus der Kindheit gemacht hat sauer aufstoßen. Ich aber finde, es ist eine nette Abwechslung, welche man mit einem zwinkernden Auge betrachten sollte.

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    Shimonas avatar
    Shimonavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Leider enttäuschend. Hatte mir etwas anderes unter die Art der Geschichten vorgestellt. Ich konnte nur bei zwei Geschichten schmunzeln.
    Ein 'müder' Schwan

    An dieses Buch hatte ich viel höhere 
    Erwartungen. Die ersten drei Märchen fand 
    noch sehr amüsant und gelungen. Doch
    dann war es mir keine Freude mehr zu lesen
    Das Märchen 'Biester' war noch recht gut 
    und die beiden letzten Geschichten ganz
    nett, aber nicht mehr.


    Durch das ansprechende Cover, das sehr 
    edel gehalten ist habe ich mich auch 
    beeinflussen lassen. Das ist in der Tat sehr 
    gut gelungen, paßt zum derben Inhalt
    aber leider gar nicht. 


    An manchen Stellen wurde mir beim Lesen 
    sogar unwohl, da es doch recht unangenehm 
    vulgär war.


    Dieses Buch ist wahrlich Geschmacksache!
    Meinen Geschmack trifft es leider gar nicht.

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