Michael Cunningham Helle Tage

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Inhaltsangabe zu „Helle Tage“ von Michael Cunningham

Eine furiose Hommage an eine einzigartige Stadt – an New York City. Der preisgekrönte Autor Michael Cunningham erzählt drei Geschichten aus drei Jahrhunderten, die auf raffinierte Weise miteinander verflochten sind, unter anderem durch die Verse Walt Whitmans, des großen romantischen Dichters Amerikas. Ein kunstvoller, immens vergnüglicher, ungewöhnlicher Roman über die verwundete amerikanische Seele und den unverbrüchlichen Lebensmut, der die Menschen dieser Stadt seit jeher prägt.

Mir gefällt es wie Walt Whitman eingebaut wird, wegen diesem Buch habe ich mir "Grashalme" zugelegt.

— Kat_mo
Kat_mo

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  • Rezension zu "Helle Tage" von Michael Cunningham

    Helle Tage
    LindyBooks

    LindyBooks

    13. April 2012 um 02:56

    "Helle Tage" ist ein außergewöhnlicher Roman, der drei Romane in einem und drei verschiedenen Genres beinhaltet. Der erste Teil ist historisch und hat den Titel: "In der Maschine". New York, um 1865. Lucas, ein Junge aus ärmlichen Verhältnissen, arbeitet in einer dämmrigen Fabrik. Er weiß nicht, was er da an seiner Maschine herstellt, aber er weiß, dass sein Bruder hier verunglückt ist. Der Mensch geht nach dem Leben in das Gras und in die Bäume ein, das steht in einem Band mit Gedichten von Walt Whitman, in dem er abends liest. Was, wenn er auch in die Maschinen eingeht? Und was, wenn die Maschinen die Menschen so sehr lieben, dass sie sie verschlingen wollen? ... Der zweite Teil spielt in der Gegenwart und hat den Titel: "Der Kinderkreuzzug". Hundertfünfzig Jahre später sitzt die Polizeipsychologin Cat in Lower Manhattan am Telefon und analysiert eingehende Drohanrufe. Es ist fast schon Routine für sie, bis sie eines Tages einen Jungen in der Leitung hat. Er sagt, man müsse die Menschen aufhalten. Und wenig später umarmt er auf Ground Zero einen Mann und jagt sich und ihn in die Luft. Jetzt hoffen alle, dass es ein Einzeltäter war... Der dritte Teil ist Sciene Fiktion und hat den Titel: "Wie Schönheit". In der selben Gegend lebt auch Simon, etwa eineinhalb Jahrhunderte später. Er ist ein "Simulo", eine menschgewordene Maschine. Simons New York ist ein Vergnügungspark für Touristen, in dem er als Unterhalter arbeitet. Aber eine Sehnsucht tribt ihn fort: Er möchte wissen, was Schönheit ist. Und Liebe. Und er möchte es auch fühlen. ... Es sind drei wunderbare, einzelne Geschichten, die auf sonderbarer Weise miteinander zu tun haben. Wie z.B. durch Walt Whitman, der im ersten Teil auch selbst auftritt und in den weiteren Teilen durch Zitate seines Werks "Grashalme". Weiterhin z.B. durch eine rätselhafte Schale. Es hat sich wirklich gelohnt, dieses Buch zu lesen, ich würde es weiter empfehlen. Aber am Anfang (Teil 1) kam ich nicht gut herein, deshalb vergebe ich auch "nur" vier Sterne. Wenn man diesen Punkt allerdings überwunden hat, ist es einfach nur ein tolles, spannendes Buch. Am besten hat mir der letzte Teil gefallen. Tolles Buch!

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  • Rezension zu "Helle Tage" von Michael Cunningham

    Helle Tage
    Babscha

    Babscha

    01. November 2009 um 19:52

    Helle Tage? Düstere Zeiten beschwört der Autor herauf in seinem aus drei Einzelgeschichten bestehenden Roman. Die einzelnen Handlungen sind angesiedelt im 19. Jahrhundert zu Zeiten der industriellen Revolution, dem Hier und Jetzt und einer apokalyptischen Welt zum Ausklang des 21.Jahrhunderts. Der besondere Reiz und rote Faden des Gesamtwerks liegt darin, dass alle Geschichten an ein und der selben Stelle, nämlich im südlichen Manhattan der Stadt New York spielen und in allen storys das dichterische Hauptwerk „Grashalme“ des berühmten amerikanischen Lyrikers Walt Whitman eine gewichtige Rolle spielt. Der Autor fügt die Hauptprotagonisten seiner Geschichten, einen körperlich verunstalteten, aber hellwachen Jungen aus dem schwierigen Lebensumfeld der irischen Einwanderer, eine schwarze, an schweren Schuldkomplexen leidende Psychologin im Polizeidienst und einen abgehalfterten, aber mit besten Instinkten ausgestatteten Replikanten („blade runner“ lässt grüßen…) gekonnt und ohne großes Drumherum ein in eine harte, gnadenlose Umwelt, in der es nur noch ums geistige und körperliche Überleben geht. Gekonnt und zielgerichtet mit immer interessant und vielschichtig bleibenden Charakteren und einem permanent mysteriösen und beklemmenden Unterbau pendelt der Roman zwischen spannender Kriminalstory , mysteriöser Familiengeschichte mit sozialkritischem Unterton und phantasie- und abwechslungsreich aufgebauter Utopie eines Amerika, wie wir es wohl alle nicht erleben wollen. Stark, oft unvermutet platziert und damit wie ein Gegenpol zum teilweise rasanten Geschehen sind die wirkungsvoll gesetzten Akzente durch Walt Whitman und sein lyrisches Werk mitten in die jeweiligen Handlungsstränge hinein. Spannende, ungewöhnliche Lektüre, die viel Spaß macht und auch zum Denken anregt, wenn man sich konzentriert drauf einlässt, jedoch eher nichts für nebenbei.

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  • Rezension zu "Helle Tage" von Michael Cunningham

    Helle Tage
    Gruenente

    Gruenente

    22. March 2009 um 19:04

    Ein Roman, der aus drei Geschichten besteht. Die erste spielt Ende des 19 Jahrhunderts in New York. Die zweite in dieser Zeit, ebenfalls in New York. Die dritte findet in der Zukunft statt und spielt in New York und Denver. Verbunden werden die Geschichten durch einen Gegenstand, eine wertvolle, feine, weiße Schale mit unbekannten Schriftzeichen darauf, die in jeder Geschichte statt findet. Gaya, die diese Schale kauft oder verkauft. Und verschiedenen Namen: Lukas, Simon und Catherin. Und natürlich durch Walt Whitman. Der in der ersten Geschichte in Persona auftritt und in allen dauernd zitiert wird. Zum Teil von Wesen die dies zwanghaft machen. Sie können nicht anders. In der Vergangenheit ist Simon gerade bei einem Arbeitsunfall gestorben. Sein jüngerer, sensibler Bruder Lukas erbt seinen Arbeitsplatz in einem Stanzwerk. Er versucht den Kontakt zu Simons Verlobter, Catherin zu halten und sie vor einer drohenden Gefahr, die zu spüren glaubt retten will. In der zweiten verüben Jugendliche Selbstmordattentate und rufen vorher bei der Polizei an. Die Psychologin Cat erhält die Nachrichten und versucht Kontakt zu bekommen. Cats Freund ist der erfolgreiche Simon. Da trifft sie den kleinen Luke, der sie über eine Verschwörung informiert, die im letzten Buchteil der „Kinderkreuzzug“ genannt wird. In der Zukunft ist New York ein riesiger Vergnügungspark, wo alle, die dort arbeiten in „historischen“, also jetzigen Kleidung herumlaufen. Simon, ein Android, hat die Aufgabe Touristen im Central Park zu bedrohen und erschrecken. Da lernt er die Ausserirdische Katarin kennen und flüchtet mit Ihr in Richtung Denver. Seine Schaltkreise bringen ihn dazu am 21.06. dort zu erscheinen. Auf der Flucht treffen sie auf den 12 jährigen Lucas, der sie begleitet. Au f der Rückseite des Buche steht „genial ersponnen“. Und das trifft es ziemlich gut. Cunningham kann einfach schreiben. Die Zusammenhänge zwischen den Teilen sind klug konstruiert, manchmal witzig, manchmal tragisch aber immer kurzweilig. Das Buch gibt auch Lyrik-Laien wie mir einen ersten Einblick in das Werk Walt Withmans . Die oft einzeln eingestreuten Zeilen von ihm zeigen, das seine Texte immer noch aktuell und passend sind.

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  • Rezension zu "Helle Tage" von Michael Cunningham

    Helle Tage
    Jarla

    Jarla

    30. July 2008 um 12:42

    Wow. Ich bin total beeindruckt von diesem Roman. Wie die einzelnen Geschichten, die zu völlig verschiedenen Zeiten (und Un-Zeiten, man bedenke den Science Fiction Schauplatz) spielen, zusammen finden, miteinander verbunden sind, ist faszinierend, packend, spannend und außerdem das reinste Lesevergnügen.