Michael Cunningham In die Nacht hinein

(14)

Lovelybooks Bewertung

  • 22 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(4)
(4)
(4)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „In die Nacht hinein“ von Michael Cunningham

Was bleibt, wenn sich in der Mitte des Lebens plötzlich ganz neue Möglichkeiten auftun, die alles Bisherige in Frage stellen? Der Galerist Peter Harris ist seit zwanzig Jahren mit der Kunsthistorikerin Rebecca verheiratet, in Manhattan gehören sie zu den »happy few« und haben allen Grund, glücklich zu sein. Doch als Rebeccas jüngerer Bruder, ein charmanter Taugenichts, bei ihnen auftaucht, gerät Peters Welt komplett aus den Fugen. Michael Cunningham begleitet das Paar durch eine Zeit voller Verlockungen und Ängste, und wie in seinem pulitzerpreisgekrönten Roman »Die Stunden« huldigt er dem Rätsel des Lebens, der Mannigfaltigkeit der Welt und der Kraft der Liebe.

Stöbern in Romane

Eine Liebe in Apulien

unterhaltsam, romantisch und auch etwas spannend

vronika22

Kraft

Ein pseudo-intellektueller mit Verweisen gespickter Roman über einen Pessimisten in der Midlife-Crisis. Klischeehaft & neoliberal.

simone_richter

Das schönste Mädchen der Welt

typisch nostalgisch und lebensecht. Figuren, die nicht das Leben manifestieren, sondern das Leben sind. Klassisch - Fantastisch!

Literatur-Universum

Das Eis

Ein Ökothriller mit dem Thema Arktis, der sich um das Thema Umweltschutz und Machtinteressen dreht

johanna21

Der Letzte von uns

Gute Story-mehr Dialoge hätten diesem Buch gut getan. So bleibt man als Leser zu distanziert. Auch die Charaktere sind zu undifferenziert.

Gwendolyn22

Die Ermordung des Commendatore Band 1

Gewohnt gut! Wunderbares Buch - kann man nicht in Worte fassen, selber lesen!

Herzensbuecher

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Midlifecrisis eines gelangweilten Mannes

    In die Nacht hinein

    schokoloko29

    01. December 2014 um 21:26

    Inhalt des Buches: Was geschieht, wenn man im Leben einiges erreicht hat und trotzdem nicht glücklich ist..... Es wird das Leben eines New Yorker Ehepaares porträtiert, das gelangweilt ist von ihrem Leben. Es besteht ohne Höhen und Tiefen und sie haben doch das Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Dann tritt der missratene, drogensüchtige Bruder Missy ins Leben des New Yorker Ehepaares. Durch diesen Besuch sehen sie ihr Leben aus einem anderen Blickwinkel und stellen sich, die Ehe und ihr Leben in Frage... Eigene Meinung: Das ist ein sehr schönes Buch mit sehr schönen Begebenheiten. Mir hat es sehr gut gefallen. Ein Must- Read.

    Mehr
  • Rezension zu "In die Nacht hinein" von Michael Cunningham

    In die Nacht hinein

    Gruenente

    21. August 2011 um 14:58

    Ein Ehepaar, um die 40, lebt in New York , hat schöne Jobs, wenig Sorgen, ist seit über 20 Jahren verheiratet. Da kommt Missy, ihr jüngerer Bruder, zu Besuch. Er ist zwar hochintelligent, schafft es aber irgendwie nicht aus seinem Leben etwas zu machen. Peter fühlt sich zu dem viel jüngeren Mann plötzlich hingezogen und will ihm die Kunstwelt näher bringen. Gut geschriebener Midlife-Crisis Roman, in mitreissendem Stil. Ich konnte das alles zwar nicht direkt nachfühlen, war aber von dem Buch kaum weg zu bekommen.

    Mehr
  • Rezension zu "In die Nacht hinein" von Michael Cunningham

    In die Nacht hinein

    WinfriedStanzick

    07. June 2011 um 12:22

    Der neue Roman von Michael Cunningham entführt seine Leser in das New Yorker Künstlermilieu. Das Ehepaar Rebecca und Peter ist seit über 20 Jahren verheiratet. In der Mitte ihrer vierziger Lebensjahre haben sie eine schon erwachsene Tochter und ansonsten alles erreicht, was sie sich vorgenommen hatten. Sie sind das, was man gut situiert nennt und bewegen sich auch in den entsprechenden Kreisen. Peter besitzt eine Kunstgalerie und Rebecca leitet ihre eigene Kunstzeitschrift. Allem Anschein nach geht es ihnen gut und sie sind bisher von Krisen verschont geblieben. Doch ihre Beziehung hat sich verändert. Michael Cunningham gelingt es in den vielen Dialogen, die er schildert, dies eindrucksvoll darzustellen. Schon hier spürt man, dass sich etwas anbahnt, dass da etwas schlummert im Untergrund der Seelen der beiden, insbesondere von Peter, das hinaus will und noch nicht kann. Rebecca und Peter leben ein Leben für die Kunst, die moderne Kunst, die in diesem Roman auch einen hohen Stellenwert hat und haben jeder für sich und stellenweise auch zusammen das Gefühl, doch sehr glücklich zu sein. Doch als eines Tages Rebeccas wesentlich jüngerer Brüder Ethan zu Besuch kommt, der ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist und von Peter in die Welt der modernen Kunst eingeführt werden möchte, kommt Peter im Kontakt mit diesem jungen Mann in eine schwerwiegenden Existenzkrise, die ihn alles, was er bisher für wichtig hielt hinterfragen lässt: die Bedeutung der Künstler , die er verkauft, die Bedeutung seiner Arbeit und bisherigen Karriere, seine Sexualität und seine Ehe. Und auch als Vater kritisiert er sich. Und er denkt immer intensiver darüber nach, ob er nicht noch einmal ganz von vorne anfangen sollte. „In die Nacht hinein“ ist ein Roman, angesiedelt im New Yorker Künstlermilieu, der handelt von einer ausgewachsenen Lebenskrise seiner Hauptfiguren. Er beschreibt, wie das ist, wenn wohl situierte Menschen auf einmal aus ihrer Lebensmitte gerissen werden, geradezu auseinanderfallen und begleitet sie einfühlend auf ihrem Weg in eine neue Existenz. Ein Roman, den man regelrecht verschlingt, hat einen die Geschichte einmal gefangen genommen.

    Mehr
  • Rezension zu "In die Nacht hinein" von Michael Cunningham

    In die Nacht hinein

    Textravaganzen

    04. April 2011 um 15:20

    Unser Leben ist eine Story. Nur manchmal sind wir nicht selbst der Autor. Das trifft auch auf Peter Harris zu: Dieser hat sich sein Leben, seine Lebens-geschichte, kleinlich zusammen gebastelt und führt nun in Soho, Mitte 40, als Kunsthändler zusammen mit seiner Frau Rebecca ein ziemlich geordnetes Dasein. Aber Peter ist eben nur da, er lebt nicht. Das wird ihm klar, als Rebeccas jüngerer, drogenabhängiger Bruder Mizzy (‚the mistake’) zu Besuch kommt in der Hoffnung, sein Leben in geordnete Bahnen zu bringen. Stattdessen inspirieren er und seine Schönheit Peter seinen bisherigen Lebensweg in Frage zu stellen. Obwohl zu Beginn des Romans auf der Handlungsebene nicht allzu viel passiert, geschieht – unbewusst – etwas mit dem Leser. Indem wir Peter und Rebecca durch ihren Alltag begleiten und uns – zugegeben – dabei ein bisschen langweilen (denn interessant ist ja nur, was anders ist und nicht genauso wie unser Leben), bauen wir eine Empathie für die Protagonisten auf, die, als dann alles (und auch hier großteils wieder nur innerlich und nicht nach Außen hin) aus den Fugen gerät, uns Fehler verzeihen lässt. Peter ist so sehr mit sich selber beschäftigt, dass er einfach vergisst, nicht der Einzige zu sein, dessen Lebensgerüst Baumängel hat. Als er realisiert, dass keine Geschichte isoliert ist und sich immer auf andere bezieht (wie Cunningham schon mit seinem Roman The Hours. Die Stunden bewies), ist das eine schmerzhafte Erfahrung für ihn. Und für den Leser. Der vielleicht in Zukunft nicht nur in seine eigene Lebensgeschichte vertieft ist.

    Mehr
  • Rezension zu "In die Nacht hinein" von Michael Cunningham

    In die Nacht hinein

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. December 2010 um 20:52

    Tief beeindruckt hat mich das stille, menschliche Buch vom Pulitzerpreisträger Michael Cunningham. Peter und Rebecca Harris sind schon seit Jahren verheiratet, beide haben bereits die 40 überschritten. Sie ist Herausgeberin einer Kunstzeitschrift, er ein mäßig erfolgreicher Galerist. Sie sind wohlhabend, ihre gemeinsame Tochter geht aufs College in Boston, wo sie offensichtlich einsam ist und reiche Männer als Kellnerin in einem Restaurant bedient. Das Leben scheint nichts Neues mehr zu bieten zu haben. Peter und Rebecca machen sich Gedanken darüber, ob sie ihre Beziehung weiter führen sollen. Peter steht kurz davor, einen vielversprechenden Künstler unter seine Fittiche zu nehmen, da dessen frühere Galeristin, eine langjährige Freundin von Peter, an Krebs erkrankt ist. Außerdem denkt Peter immer öfter an seinen älteren Bruder, der vor Jahren schon an AIDS gestorben ist. Er fehlt ihm. Und dann kommt Missy. Missy (Abkürzung für Missgeschick) ist der jüngere Bruder von Rebecca, ein Nachzügler, von den Eltern nicht geplant, drogenabhängig. Jetzt besucht er Rebecca und Peter, die er im Glauben lässt, clean zu sein. Peter blickt allerdings schnell hinter Missys Fassade und fühlt sich alsbald in seinen Bann gezogen. Und Missy, der im wirklichen Leben Ethan heißt, lernt auch Peters Schwachstellen kennen – was beiden zum Verhängnis wird. “In die Nacht hinein” liest sich durch die Einfachheit der Sprache sehr eindrücklich. Es herrschen kurze Sätze vor, Ellipsen, die dazu beitragen, dass das Buch wie ein Theaterstück daher kommt. Cunningham erzählt von unseren Ängsten, Sorgen, von Familie und Träumen. Nach einer überraschenden Wendung lässt das Ende des Buches einiges offen, so dass unklar bleibt, wie es mit Peter, Rebecca und Ethan weitergeht. Trotzdem: Ein grosser Wurf! “Dort ist niemand, der sie sieht. Die Welt macht das, was sie immer macht, sie zeigt sich selbst. Die Welt hat kein Interesse an den kleinen Gestalten, die kommen und gehen, den Phantomen, die irren und lieben, die die kiesbestreuten Wege rechen und den gelegentlichen Steingarten anlegen, dem bronzenen Mannjungen, dem gehämmerten Gefäß, in das der Schnee fällt.”

    Mehr
  • Rezension zu "In die Nacht hinein" von Michael Cunningham

    In die Nacht hinein

    Clari

    26. November 2010 um 14:41

    Familienleben im New Yorker Künstlermilieu. Peter und Rebecca, zwei Mittvierziger, leben ein gut etabliertes Leben in Soho/ Manhattan. Sie sind Kunsthändler und Galeristen und schon zwanzig Jahre verheiratet. In ihr Leben schleichen sich Gewohnheiten ein, die nach langen Ehejahren zeitgemäß sind. So ist jeder zuweilen lieber alleine in dem luxuriösen Loft, und der Sex ist gelegentlich eher eine Zwangsübung als ein Vergnügen. Ihre Tochter Bea geht schon lange ihrer Wege, und ihr großer Freundeskreis ist ihnen Familienersatz geworden. Eines Tages taucht Ethan auf, Rebeccas zwanzig Jahre jüngerer Bruder. Er war ein später Nachkömmling in dem Dreimädelhaus ihrer Familie, weshalb man ihn auch „Missy“ als Ausdruck für ein Missgeschick nannte. Ethan sieht Rebecca zum Verwechseln ähnlich. Peter erinnert sich bei seinem Anblick an die frühere Schönheit seiner Frau. Doch Missy ist drogenabhängig, schwul und bis heute ein unruhiger Geist, als er in den gewohnten Lebensalltag der beiden einbricht. Er kennt keine Lebensregeln und keine Konventionen, und beruflich weiß er überhaupt nicht, was er einmal tun will. Michael Cunningham entwickelt mit der Figur von Ethan eine ungewöhnliche Konfliktspirale: Peter gerät aus dem seelischen Gleichgewicht, als ihm bewusst wird, dass er sich sexuell zu Ethan hingezogen fühlt. Eine kleine Geste, Berührungen und Anblicke des wunderschönen Jungen lassen ihn an seinem ganzen bisherigen Leben zweifeln. Zwischen Kunstbetrachtungen, Gesprächen mit Freunden und der Gegenwart von „Missy“ entwickelt sich ein Szenario, das einmal einen ganz anderen Eindruck von einer „Midlifecrisis“ vermittelt. Hier geht es wirklich um die Grundfragen der eigenen Identität. Verwickelt und gerissen scheint Ethan alles auf eine Karte zu setzen, um von seiner Schwester weitere Unterstützung für sein unstetes Leben zu erwirken. Rebecca und Peter müssen an ihrer langjährigen Gemeinsamkeit zweifeln, denn auch für Rebecca haben sich Träume als Schäume erwiesen. Ihr Bruder galt ihr viel und bot ihr Ersatz für eine Tochter, die sich längst von den Eltern abgewandt hat. Mit diesem Roman erfährt man einmal mehr, in welche Sinnkrisen Menschen stürzen können, und wie Selbstzweifel das Leben zersetzen können. Wenn alle Abwehrmechanismen versagen, gerät der Mensch „außer sich“. Gekonnt und schlüssig setzt Michael Cunningham seine Geschichte zusammen und bietet Einblicke in das New Yorker Künstlermilieu. Seine Charaktere sind ausdrucksstark und individuell angelegt. So ist eine faszinierende und sehr realistische Gesellschaftsstudie entstanden, der hohe Anerkennung gebührt.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks