Ein Buch für Freund*innen der Sonne und der (wie der Titel schon zugibt) eher hymnischen als differenzierten Dichtung.
Einen großen ersten Teil des Bandes nimmt auch gleich der titelgebende Hymnos an den Süden ein, startend mit jener berühmten Wendung aus Homers Ilias, einer Anrufung der Muse. Ein Heldengesang also, aber einer, in dem eine Jahreszeit die Heldin ist und die Muse ein Gestirn. Danach folgen ein paar Einzelgedichte und noch ein Canto Veneziano.
Alles in allem ein recht braves Poesie-Bändchen, allerdings von spürbarem Enthusiasmus befeuert. Wer auch gerne im Sommerlichen schwelgt, für wen Schwelgen generell bei Poesie kein Hindernis darstellt, der*die kann Dangls Band einmal aufschlagen.
Michael Dangl
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Michael Dangl
Orangen für Dostojewskij
Der Walzermacher
Rampenflucht
Schöne Aussicht Nr. 16
Grado abseits der Pfade
Schöne Aussicht Nr. 16: Roman
Hymnos an den Süden
Im Rausch
Neue Rezensionen zu Michael Dangl
Wie schon das Cover andeutet, ist Strauss‘ Stimmung ziemlich depressiv. Er ist zwar nun unbestritten der Walzerkönig, der sowohl den übermächtigen Vater hinter sich gelassen hat als auch den Fängen der Mutter entkommen ist, sich aber fest in den Klauen seinen eigenen Dämonen befindet. Trotz aller Erfolge und Auftritte ist er menschenscheu, hasst den Rummel um seine Person, kann aber gleichzeitig nicht ohne leben.
So sinniert er:
„Selbst meine Musik war, wie das oft bei schöpferischen Menschen zu sein pflegt, kein Wegweiser zu meinem verschlungenen Eigenen. Kein verschlüsselter Ausdruck meines sprachlosen Ichs. Ich komponierte Walzer, weil das mein Handwerk war, und aus ihnen etwas aus meinem Seelenleben herauszuhören, hätte ähnlicher Phantasie bedurft, wie aus meinem Stehpult die tiefsten Empfindungen des Tischlers herauszulesen.“
Seine sozialen Kontakte sind eingeschränkt, so hat er zu seinen Brüdern Josef und Eduard keine Beziehung. So nennt er sie „Aushilfsmöbel“, gerade gut genug, um ihn, den Walzerkönig zu vertreten.
Dass Johann Strauss Sohn, neben seinen Ehefrauen noch Geliebte gehabt haben soll, verwundert nun nicht wirklich, gilt er doch als Womanizer seiner Zeit. Nicht immer ist ganz klar, was an den Zuschreibungen echt ist oder nur platonische Anhimmelei.
Diesem Essay, der als innerer Monolog angelegt ist, liegt die Entdeckung von rund 100 Liebesbriefen des Walzermachers an die russische Komponistin Olga Smirnitzkaja, die selbst eine Komponistin war, zu Grunde. Ob sie eine Geliebte im herkömmlichen Sinne ist, kann man in Thomas Aigners Buch „Olga Smirnitzkaja - Die Adressatin von 100 Liebesbriefen von Johann Strauss“ lesen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem interessanten Essay, der Johann Strauss, als einem unglücklichen und depressiven Menschen zeigt, 5 Sterne.
Schon das Cover überzeugt, der Blick ist für mich etwas verrückt. Der Monolog von Johann Strauß Junior zeigt einen Menschen, der erst nach seiner letzten Reise wirklich zu sich steht. Bestimmt werden Buch und Leben von seiner Abhängigkeit. Der übermächtige Vater, dem er gefallen,sich aber auch von den Erwartungen befreien will, die dominante Mutter, Geschwister, zu denen er keine Beziehung hat. Auch die Liebe zu Olga ist eigentlich ein Traum Auch wenn vieles Fiktion ist, trotzdem hat es mir sehr gefallen
Gespräche aus der Community
Obwohl wir nicht so richtig sicher sind, ob wir das Werk des Schauspielers und Autors Michael Dangls Hörbuch, inszenierte Lesung oder schon Hörspiel nennen sollen ... Irgendwo dazwischen hat Michael Dangl sein Werk angelegt.
Ein Mann, der Ruhe, eine Frau, die Gesellschaft sucht: ein Park, eine Bank, ein Teich.
Der Mann ist ein Schopenhauer lesender Eigenbrötler, der in beruhigender Gleichmäßigkeit an jedem schönen Tag die Bank in einem abgelegenen Teil des Stadtparks aufsucht, sein Radio und seine Lektüre unter dem Arm, ein Mann, der vor allem die Ruhe sucht, den Rückzug, die Besinnung.
Die Frau, eine temperamentvolle Dame in den besten Jahren, die sich noch einmal in ein Liebesabenteuer stürzen möchte, das Herz auf der Zunge, findet diese Bank aus einem ganz anderen Grund: Von dort aus nämlich sieht man auf den Eingang eines Cafes, wo sie ihre jeweiligen Verehrer per Kontaktanzeige hinbestellt, nicht ohne die vermeintliche Liebe in spe vorher zu begutachten.
Auf dieser Bank lernen sich die beiden kennen …
Ulrike Beimpold und Michael Dangl erzählen gekonnt, wie sich zwei lebenserfahrene, misstrauische und vom Leben gebeutelte Menschen im Wechsel der Jahreszeiten näher kommen – manchmal komisch, manchmal melancholisch.
Ein berührendes Hörbuch über selbstgewählte Isolation und Zuversicht ...
Wer mitmachen will, melde sich einfach durch eine Antwort unter diesem Posting. Ihr habt bis zum 04.08.2014 Zeit - dann geben wir die Gewinner bekannt! Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen, Eure Meinungen und Eure Rezensionen!












