Michael Dangl Schöne Aussicht NR. 16

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Inhaltsangabe zu „Schöne Aussicht NR. 16“ von Michael Dangl

Ein Mann, der Ruhe, eine Frau, die Gesellschaft sucht: Ein Park, eine Bank, ein Teich. Der Mann ist ein Schopenhauer lesender Eigenbrötler, der in beruhigender Gleichmäßigkeit an jedem schönen Tag die Bank in einem abgelegenen Teil des Stadtparks aufsucht, sein Radio und seine Lektüre unter dem Arm, ein Mann, der vor allem die Ruhe sucht, den Rückzug, die Besinnung. Die Frau, eine temperamentvolle Dame in den besten Jahren, die sich noch einmal in ein Liebesabenteuer stürzen möchte, das Herz auf der Zunge, findet diese Bank aus einem ganz anderen Grund: Von dort aus nämlich sieht man auf den Eingang eines Cafes, wo sie ihre jeweiligen Verehrer per Kontaktanzeige hinbestellt, nicht ohne die vermeintlichen Liebe in spe vorher zu begutachten. Auf dieser Bank lernen sich die beiden kennen... Ulrike Beimpold und Michael Dangl erzählen gekonnt, wie sich zwei lebenserfahrene, misstrauische und vom Leben gebeutelte Menschen im Wechsel der Jahreszeiten näher kommen - manchmal komisch, manchmal melancholisch. Ein berührendes Hörbuch über selbstgewählte Isolation und Zuversicht. Zu diesem Titel erhalten Sie eine PDF-Datei, die nach dem Kauf automatisch Ihrer Bibliothek hinzugefügt wird.

Nachdenkliche, melancholische Geschichte über die Einsamkeit. Vom Erzählstil nicht so richtig mein Fall.

— Lunamonique
Lunamonique

Ein wahrer Hörgenuss!

— esposa1969
esposa1969

Supertolle, anspruchsvolle Unterhaltung für Menschen die sich gerne mit gehobener Literatur befassen und darüber nachdenken

— Sabrinaslesetraeume
Sabrinaslesetraeume
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  • Leserunde zu "Schöne Aussicht NR. 16" von Michael Dangl

    Schöne Aussicht NR. 16
    MONO_Verlag

    MONO_Verlag

    Wir starten unsere zweite 'Hörrunde' - also eine Leserunde mit Hörbüchern. Wer mitlauschen möchte, kann sich hier Bewerben. Wir verlosen zehn Exemplare des Hörbuchs "Schöne Aussicht Nr. 16". Obwohl wir nicht so richtig sicher sind, ob wir das Werk des Schauspielers und Autors Michael Dangls Hörbuch, inszenierte Lesung oder schon Hörspiel nennen sollen ... Irgendwo dazwischen hat Michael Dangl sein Werk angelegt. Ein Mann, der Ruhe, eine Frau, die Gesellschaft sucht: ein Park, eine Bank, ein Teich. Der Mann ist ein Schopenhauer lesender Eigenbrötler, der in beruhigender Gleichmäßigkeit an jedem schönen Tag die Bank in einem abgelegenen Teil des Stadtparks aufsucht, sein Radio und seine Lektüre unter dem Arm, ein Mann, der vor allem die Ruhe sucht, den Rückzug, die Besinnung. Die Frau, eine temperamentvolle Dame in den besten Jahren, die sich noch einmal in ein Liebesabenteuer stürzen möchte, das Herz auf der Zunge, findet diese Bank aus einem ganz anderen Grund: Von dort aus nämlich sieht man auf den Eingang eines Cafes, wo sie ihre jeweiligen Verehrer per Kontaktanzeige hinbestellt, nicht ohne die vermeintliche Liebe in spe vorher zu begutachten. Auf dieser Bank lernen sich die beiden kennen … Ulrike Beimpold und Michael Dangl erzählen gekonnt, wie sich zwei lebenserfahrene, misstrauische und vom Leben gebeutelte Menschen im Wechsel der Jahreszeiten näher kommen – manchmal komisch, manchmal melancholisch. Ein berührendes Hörbuch über selbstgewählte Isolation und Zuversicht ... Wer mitmachen will, melde sich einfach durch eine Antwort unter diesem Posting. Ihr habt bis zum 04.08.2014 Zeit - dann geben wir die Gewinner bekannt! Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen, Eure Meinungen und Eure Rezensionen!

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  • Schöne Aussicht Nr. 16

    Schöne Aussicht NR. 16
    Lunamonique

    Lunamonique

    24. September 2014 um 16:18

    „Schöne Aussicht Nr. 16“ ist Michael Dangls zweiter Roman. Eine Parkbank wird zum Treffpunkt zweier ungleicher Menschen.   Für Herrn Kleeberger ist die Parkbank am Teich ein Platz der Ruhe und Besinnlichkeit. Er liest gerne Schopenhauer und genießt das Ungestörtsein bis eines Tages eine Frau auftaucht, die einfach drauf losplappert und nicht zu bremsen ist. Frau Leitgeb reagiert auf Partnerschaftsinserate und trifft sich mit ihren Verehrern im Café Monopoly. Die Parkbank bietet einen perfekten Ausblick auf das Café. „Jetzt ist er hinein gegangen!“, ruft sie euphorisch. Wird der Unbekannte der Richtige sein? Er trägt unter dem Arm das Erkennungszeichen, eine Zeitung. Herr Kleeberger begeht den Fehler, auf Frau Leitgebs Gefühlsausbrüche zu reagieren. Nun wird er, ob er es will oder nicht, in ihre Erlebnisse eingespannt.   „Schöne Aussicht Nr. 16“ beginnt mit verträumt romantischer Musik. Die Unterschiede von Stadt und Park werden beleuchtet. Die Stadt steht für Krieg, der Park für Waffenruhe. Der schönste Ort des gesamten Parks ist die Holzbank am Teich mit Ausblick auf die Entenfamilie. An Herrn Kleeberger fällt die Zielstrebigkeit auf, mit der er durch den Park zu seinem Lieblingsplatz, der Holzbank schreitet. Er trägt Bücher und einen Radiorecorder bei sich. So hat er die Möglichkeit zwischen dem Lesen seine Wunschmusik zu hören. Als sich eine Frau ohne Aufforderung zu ihm gesellt, traut er seinen Augen und Ohren nicht. Herr Kleeberger möchte eigentlich gar nicht in ein Gespräch verwickelt werden, aber Frau Leitgeb lässt ihm mit seiner impulsiven Art keine Chance. Zwei Extreme treffen auf einander. Er der Ruhe suchende Eigenbrötler, der gut alleine sein kann. Sie die überdrehte Redselige mit der Sehnsucht nach einem Partner. Die Musik dient als Untermalung, Einstieg und Übergang zwischen den Begegnungen von Herrn Kleeberger und Frau Leitgeb. Das große Thema der Geschichte ist die Einsamkeit. Sie behauptet: „Es ist gegen die Natur, dass der Mensch allein ist.“ Treffen sich in Parks wirklich die Einsamen? Frau Leitgeb bringt Humor in die melancholische Geschichte. Sie gibt nicht auf, den richtigen Partner zu finden. Ihr graut es vor einem einsamen Winter, dem nächsten Weihnachtsfest, was sie vielleicht allein verbringen könnte. Das aktuelle Thema Singles wird ungewöhnlich verpackt. Von Anfang an kommt die Hoffnung auf, die beiden würden zusammen kommen, aber Herr Kleeberger stößt Frau Leitgeb mit seinen Äußerungen immer wieder zurück. Zwischen den Begegnungen werden die Veränderungen des Stadtlebens beschrieben. Welchen Einfluss die Jahreszeiten auf die Freizeit der Menschen und ihr Gemüt haben. Die Sprache außerhalb der Dialoge ist von einer gewissen Schwermut geprägt. Vergleiche und Beschreibungen werden zunehmend düsterer. Der Sommer steht für Aktivität, der Winter fürs Innehalten und Zurückziehen. Auch beim Zuhörer entsteht die Sehnsucht zurück nach dem Sommer. Michael Drangls Art Geschichten zu erzählen ist anders. „Schöne Aussicht Nr. 16“ hat etwas von einem Theaterstück. Die Inszenierung in der Kulisse Natur bringt dem Zuhörer die Situation der Beiden und die Begegnungen näher. „Glück ist nur die Abwesenheit von Langeweile.“ Sprüche und Zitate drücken Gefühle und Sichtweisen aus. Michael Dangl spricht Herrn Kleeberger und Ulrike Beimpold Frau Leitgeb. Durch den Wechsel der Sprecherstimmen bekommt die Atmosphäre der Geschichte mehr Ausdruckskraft.   Auf dem Cover ist eine verlassene Parkbank im Winter zu sehen. Der Ort der Begegnungen ist originell. Auf einer Parkbank können zwei Fremde ohne Probleme aufeinander treffen, sich suchen und finden, wieder begegnen. „Schöne Aussicht Nr. 16“ ist nicht so unbeschwert wie der Titel klingt und keine leichte Kost. Die beiden Hauptcharaktere haben etwas Liebenswertes an sich. Gerne hätte sich die Geschichte nur auf Poesie und eine wachsende Freundschaft konzentrieren können. So hat sie zu viel Fragen aufwerfendes Beiwerk, wirkt teilweise bedrückend und nicht so mitreißend wie erwartet.   

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  • Parkbankbegegnung

    Schöne Aussicht NR. 16
    Starbucks

    Starbucks

    14. September 2014 um 20:09

    Ich habe „Schöne Aussicht Nr. 16“ von Michael Dangl als Hörbuch gehört. Dabei hat mich besonders die Dichte der Erzählung und knackige 137 Minuten Hörzeit gefreut, denn wenn man nicht so häufig hört, kann man bei Hörbüchern sehr leicht den Faden verlieren. Dieses hier kann man am Stück hören. Wie sehr man dies nachvollziehen kann: Man sitzt auf einer Bank und möchte seine Ruhe, aber da setzt sich jemand dazu und kann nicht aufhören zu reden. Gar nicht mal so abwegig, finde ich, und jeden schon mal passiert. Herr Kleeberger möchte seine Ruhe, Elisabeth muss alles loswerden. Geschickt hat sie sich ausgedacht, wie sie die Verehrer aus der Kontaktanzeige abchecken kann, bevor sie sie trifft (Idee kann man gerade übernehmen): Elisabeth beobachtet die „Bestellten“ von der Parkbank, bevor sie sich zu erkennen gibt. Da ist ein Rückzieher auch viel einfacher! Herr Kleeberger ist ein Charakter, den jeder von uns irgendwie kennt, und manchmal sind wir es auch selbst. Er möchte allein sein, merkt doch aber dann, dass Elisabeths Nähe im vielleicht fehlt, vielleicht gut tut. Oft möchten wir doch auch gern allein sein, müssen uns dann aber eingestehen, dass ein Abend mit Freunden viel wertvoller war. Die Geschichte ist hervorragend als Hörbuch geeignet, und ich denke, dass sie auch schöner ist als das Buch. Schön ist auch, dass der Autor selbst liest. Durch die beiden verschiedenen Stimmen entsteht eine hervorragende Hörbuchstimmung. Es gibt musikunterlegte Passagen und viel Abwechslung. Fazit: eine tolle Geschichte, die nah an der Realität liegt und doch geschickt konstruiert ist. Volle Sternzahl!

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  • Rezension zu "Schöne Aussicht Nr. 16"

    Schöne Aussicht NR. 16
    Zsadista

    Zsadista

    Herr Kleeberger hat gerne seine Ruhe. Er sitzt mit Vorliebe alleine im Park auf einer Bank und liest Schoppenhauer. Elisabeth ist das genaue Gegenteil von Herrn Kleeberger. Sie ist quirlig, ihr Mund kann nicht stillstehen und sie will unbedingt einen Herrn kennen lernen. Dafür bestellt sie die Herren in das Kaffee Monopoly das man von der Parkbank aus herrlich beobachten kann. Zu Herrn Kleebergers Verdruss muss Elisabeth alles kleinstgenau und lautstark erzählen und erklären. Am Anfang ist Herr Kleeberger sehr genervt von Elisabeth und zeigt ihr das auch ganz deutlich. Was Elisabeth aber nicht von ihrer Art abbringen kann. Mit der Zeit jedoch merkt Herr Kleeberger, dass ihm Elisabeth, wenn sie nicht da ist, doch tatsächlich fehlt. Können sich die Beiden mit der Zeit näher kommen? Die Stimmen der beiden Protagonisten sind phantastisch und passen absolut zu den beiden Figuren. Die Grundgeschichte über die beiden Figuren ist herzlich und humorvoll. Auch wenn Herr Kleeberger nicht sehr nett ist, mochte ich ihn trotzdem. Die Geschichte ist nicht die klassische Liebesgeschichte, war aber vielleicht gerade auch deswegen so realistisch. Eigentlich volle Sternezahl bei der Grundgeschichte. Die Erzählstücke zwischen den Gesprächen der beiden Hauptfiguren ließen meine Gedanken ab und an abschweifen. Diese Teile haben mich eigentlich immer aus dem Erzählstrang geworfen. Dafür würde ich aber keinen Stern abziehen. Der Abzug gilt für die Musik auf dem Hörbuch. Nicht jeder ist Fan klassischer Musik. Und jedes Erzählstück ist mit Klaviermusik unterlegt. Vor allem ist diese Musik im Gegensatz zum Sprecher sehr laut. Man muss die Stücke aber laut hören, sonst versteht man den Sprecher schlecht. So habe ich ehrlich gesagt, mit der Zeit Kopfweh von der Klaviermusik bekommen. Wem es gefällt dürfte keine Probleme damit haben, mir wäre es ohne bzw. mit nur leicht unterlegter Musik lieber gewesen. 

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  • Ein Mann, eine Frau, eine Parkbank...

    Schöne Aussicht NR. 16
    esposa1969

    esposa1969

    03. September 2014 um 16:41

    Hallo liebe Leser, dieses Mal durfte ich an einer Hörrunde teilnehmen: == Schöne Aussicht Nr. 16 == Sprecher: Michael Dang und Ulrike Beimpold == Die Handlung: == Ein Mann, der Ruhe, eine Frau, die Gesellschaft sucht: Ein Park, eine Bank, ein Teich. Der Mann ist ein Schopenhauer lesender Eigenbrötler, der in beruhigender Gleichmäßigkeit an jedem schönen Tag die Bank in einem abgelegenen Teil des Stadtparks aufsucht, sein Radio und seine Lektüre unter dem Arm, ein Mann, der vor allem die Ruhe sucht, den Rückzug, die Besinnung. Die Frau, eine temperamentvolle Dame in den besten Jahren, die sich noch einmal in ein Liebesabenteuer stürzen möchte, das Herz auf der Zunge, findet diese Bank aus einem ganz anderen Grund: Von dort aus nämlich sieht man auf den Eingang eines Cafes, wo sie ihre jeweiligen Verehrer per Kontaktanzeige hinbestellt, nicht ohne die vermeintlichen Liebe in spe vorher zu begutachten. Auf dieser Bank lernen sich die beiden kennen... Ulrike Beimpold und Michael Dangl erzählen gekonnt, wie sich zwei lebenserfahrene, misstrauische und vom Leben gebeutelte Menschen im Wechsel der Jahreszeiten näher kommen - manchmal komisch, manchmal melancholisch. Ein berührendes Hörbuch über selbstgewählte Isolation und Zuversicht. Zu diesem Titel erhalten Sie eine PDF-Datei, die nach dem Kauf automatisch Ihrer Bibliothek hinzugefügt wird. == Höreindruck: == Fast die gesamte Handlung spielt sich auf der Parkbank ab: Er - will einfach nur seine Ruhe haben. Sie - plappert munter drauflos, egal ob ihr Geplapper gehört werden mag oder nicht. Die Geschichte zweier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, aber dennoch so ähnlich sind. Die Bank erinnert mich ein wenig an der des Forest Gump, der auch unentwegt seine Lebensgeschichte dahin plappert, wobei die Banknachbarin immer mehr interessiert zuhört…. Ich habe dieses Hörbuch mit Freude gehört und bin begeistert. Von der Handlung eh und je, aber die Intonation! Der Mann so distingiert und eher introvertiert, die Frau lachend fröhlich und temperamentvoll und absolut extrovertiert. Obwohl die Sprecherin lt. Cover-Foto absolut jung ist, klingt ihre Stimme aus der CD wirklich wie bei einer älteren Dame. Nur der männliche Sprecher wirkt stimmlich jünger, als er analog der Handlung sein mag. Ich finde die Stimmen nicht nur klar und verständlich, sondern auch schlüpfen die Stimmen - ungeachtet des wahren Alters und des sprechenden Alters - einfach so perfekt in ihre Rollen. Wie gesagt, der Sprecher wirkt stimmlich etwas jünger, aber die Sprecherin passt das pefekt. So voller Emotionen und Authentizität! Auch die Klaviermusik am Anfang fand ich toll!!! Überhaupt - immer wieder einen angenehme musikalische Abwechslung zwischen den Erzählungen. Das gibt dem ganzen einen seriösen Touch. Das Cover zeigt das, was die Hauptszenerie der Handlung ist: Eine Parkbank in einem Stadtpark. Diese Doppel-CD mit einer Laufzeit von insgesamt 137 Minuten hat mich bestens unterhalten! Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen! Vielen Dank, dass ich mithören durfte! by esposa1969

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  • Schöne Aussicht Nr. 16 (Hörbuch)

    Schöne Aussicht NR. 16
    Nele75

    Nele75

    23. August 2014 um 14:13

    Ein Mann, eine Frau, ein Park, eine Bank - das ist der Schauplatz dieser Erzählung, eine Geschichte, die mit dem Titel "Schöne Aussicht Nr. 16" erzählt wird. Es ist für mich eine sehr leise erzählte Geschichte, denn zwar plappert die Frau immer munter drauflos, sobald sie jemanden hat, der ihr einigermassen zuhört, allerdings wird auch sehr viel in der Geschichte erzählt, was sich zwischen den Zeilen abspielt. Der Mann, der eigentlich nur in Ruhe seinen Gewohnheiten nachgehen möchte, lesend und Radio hörend den Tag auf "seiner" Bank verbringt und die Frau, die so ganz anders ist als er, die das Leben nochmal in vollen Zügen genießen möchte und per Kontaktanzeige auf der Suche nach dem geeigneten Partner dafür ist. Diese beiden begegnen sich eher zufällig im Park, mal öfter, mal seltener. Unterbrochen wird die Erzählung immer wieder von Musikstücken, die für mich wunderbar zum Hörgenuß gepasst haben und sich wie eine eigene kleine Erzählung einfügen. Einzig die Tatsache, dass sich die Sprecherstimmen deutlich jünger anhören als das Alter der Protagonisten angegeben ist, hat mich anfangs etwas gestört. Aber nur kurz, denn Ulrike Beimpold und Michael Dangl erzählen die Geschichte so wunderbar, dass man diese Tatsache ganz schnell wieder vergißt. Es ist ein Hörbuch, welches ich sicherlich noch öfter anhören werde, denn ich bin mir sicher, dass es auch nach mehrmaligem Hören noch das ein oder andere gibt, was man vielleicht noch entdecken könnte. Das Cover würde mich auf den ersten Blick eher an einen Sandstrand als an einen Stadtpark erinnern, aber es gefällt mir eigentlich ganz gut. Bin mir nur nicht sicher, ob es mich sofort in der Buchhandlung angesprochen hätte, was sehr schade wäre.

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  • Ein wunderbares Hörbuch für alle Freunde gehobener Literatur

    Schöne Aussicht NR. 16
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    22. August 2014 um 15:42

    Joseph Kleeberger ist ein Mann, der jeden Tag des Sommers auf einer Bank sitzend, mit seinem Radio, seiner Zeitung und Schoppenhauers Werken im Park verbringt. Er will seine Ruhe, will philosophieren und vom Rest der Welt nichts wissen. Dies hat er auch bis eines Tages Elisabeth Leidgeb auftaucht. Sie hat auf eine Kontaktanzeige geantwortet und ist mit dem Herrn in einem Cafe verabredet, dass man von der Bank aus wunderbar beobachten kann. Natürlich ist sie aufgeregt und plappert ununterbrochen vor sich hin und versucht Joseph in ein Gespräch zu ziehen. Zu seinem Bedauern schafft sie es auch irgendwann und mit seiner Ruhe ist es nun vorbei, vor allem weil Elisabeth nun öfter bei ihm aufschlägt und er es einfach nicht schafft sie zu vertreiben. Was soll das nur geben mit 2 so grundverschiedenen Menschen? Normalerweise mag ich ja überhaupt keine Hörbücher. Ich lese viel lieber, aber irgendwie hat mich schon der Text zur Beschreibung des Hörbuchs so angesprochen, dass ich es dann haben wollte. Mit dem Cover kann man allerdings eher weniger auf Hörerfang gehen, denn es sagt wenig aus und ist auch nicht sonderlich anziehend gestaltet, doch der Inhalt macht dieses Defizit wieder mehr als wett. Es sind nicht die Protagonisten, welche man sonderlich mag oder nicht mag, auch nicht ihre Geschichten oder ihr Benehmen, denn wenn man ehrlich ist, spielen diese dabei eigentlich keine große Rolle. Es ist viel mehr das, was hinter ihrem Verhalten steht. Es ist kein Verhalten, dass man auf Einzelpersonen münzen sollte. Es sind Wesenszüge, welche die Gesellschaft charakterisieren, Missstände aufzeigen und auch zeigen in welche trauriger Welt wir leben. Alles in diesem Hörbuch lädt ein nachzudenken. Nachzudenken über Einsamkeit, Oberflächlichkeit, Aneinander vorbeileben, Schnelllebigkeit, Verzweiflung und viele solcher Themen mehr. Auch die Stimme des Erzählers spricht zwischendurch immer wieder in literarischer sehr anspruchsvollen Texten über solche Themen und bringt den Hörer noch mehr zum Nachdenken. Ich musste es mehrmals hören, bis ich es einmal komplett gehört hatte, denn es fesselt die Gedanken so sehr, dass man zwischendurch schlichtweg abschweift und einfach erstmal über das Gehörte nachdenken muss bevor man weiter zuhören kann und dann ist die CD schon viel weiter. Allerdings finde ich das gerade gut. Es ist ein Hörbuch, welches Zeit einfordert. Man kann es nicht einfach zwischen Tür und Angel hören, wenn man sich wirklich ernsthaft damit auseinandersetzen will, man muss sich Zeit nehmen und es genießen. Auch zum durchhören auf einmal ist es nicht geeignet. Daher würde ich es wohl auch nicht jedem empfehlen. Empfehlenswert ist es ganz klar, allerdings wohl eher nur für Menschen, welche sich gerne mit gehobener Literatur auseinandersetzen und sich darüber Gedanken machen. Der wahre Sinn des Hörbuchs bleibt einem flüchtigen Hörer verschlossen. Ein kleines Manko gab es aber dann doch noch, was ich natürlich auch erwähnen muss der Vollständigkeit halber. Es wurden immer wieder klassische Musikstücke eingespielt, welche zwar herrlich zu dem Hörbuch passten und sich genial einfügten, aber leider zu laut eingespielt waren, so dass man immer die Lautstärke runterdrehen musste, damit es nicht in den Ohren wehtat und zur nächsten Textpassage wieder raufregeln musste. Das allerdings hat das Gesamtbild und -ergebnis für mich schon gar nicht mehr beeinflußen können. Ich bin einfach überglücklich so ein geniales Hörbuch gehört zu haben und vergebe ganz klar 5 von 5 Punkten.

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  • Ein Park, eine Bank und zwei Menschen

    Schöne Aussicht NR. 16
    Simi159

    Simi159

    12. August 2014 um 18:50

    Inhalt: Herr Kleeberger sitzt in seinem Lieblingspark auf seiner Lieblingsbank, dort ist er ungestört und kann Schopenhauer Lesen und sich seine Musikwünsche im Mitgebrachten Radiorekorder anhören. Doch seine Ruhe wird gestört. Da man von dieser Bank die perfekte Sicht auf den Eingang des Cafe Monopoly hat, bekommt Herr Kleeberger Gesellschaft. Frau Leitgeb möchte von dort Männer begutachten, die sie über Kontaktanzeigen kennengelernt und mit denen sie sich im Cafe trifft. Da die Männer nicht immer die Erwartungen von Frau Leitgeb erfüllen, kommt sie öfter und immer zwingt sie Herrn Kleeberger ein Gespräch auf. Am Anfang mag er dies nicht, doch je öfter sie sich treffen umso mehr genießt er ihre Unterhaltungen…. Fazit: „Schöne Aussicht Nr.16“ ist eine kleine Geschichte über zwei Menschen, die nicht mehr ganz jung, doch irgendwie zueinander finden, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Herr Kleeberger, gesprochen von Michael Dangl, ist ein zurückhaltender älterer Herr, der sehr gerne liest, Schopenhauer und Brems Tierleben, und sich gerne klassische Musik im Radio wünscht. Frau Leitgeb, gesprochen von Ulrike Beimpold, ist eine quirlige ältere Dame, die es nicht so mit den Philosophen und Brems Tierleben hat. Und dennoch kommen sich die beiden näher. Dangl und Beimhold schaffen den perfekten Rahmen mit ihren Stimmen, diesen beiden Personen nicht nur Leben einzuhauchen, sondern den Hörer auch in ihren Bahn zu ziehen. Lacher inklusive. Ein Erzähler und zu der Entwicklung passende Musik rundet dieses Hörbuch ab. Es hat mir Freude gemacht es zu hören und ich werde diesen Hörgenuss wiederholen, da so viele tolle, poetische Bilder in den gesprochenen Worten waren, das ich richtig traurig war, als die zweite CD und damit das Hörbuch zu Ende war. Einen Stern ziehe ich ab, da mir das Ende der Geschichte, wenn es auch logisch ist, nicht gefallen hat. Deshalb gibt es für „Schöne Aussicht Nr. 16.“ 4 STERNE.

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  • Gespräche zweier Menschen auf einer Parkbank

    Schöne Aussicht NR. 16
    Curin

    Curin

    11. August 2014 um 13:52

    Inmitten eines Parks an einem Teich steht die Lieblingsbank von Herrn Kleeberger. Dort hört er gerne Radio und liest Schopenhauer. Seine Ruhe wird jedoch immer wieder von einer Dame gestört, die von der Bank die perfekte Sicht auf ein Café hat, indem sie sich mit Männern von Kontaktanzeigen verabredet hat... . ,,Schöne Aussicht Nr. 16" ist eine Geschichte über zwei Menschen, die in ihren Auffassungen vom Leben total unterschiedlich sind, aber sich dennoch in einigen Momenten in einem Gespräch einig werden. Die Figur des Herrn Kleebergs wird von Michael Dangl gesprochen, der gekonnt die Emotionen und die klugen und philosophischen Aussprüche wiedergibt. Ulrike Beimpold spricht die Dame sehr gelungen und schafft es, die Gefühle gut in ihre Stimme zu legen. Teilweise sind die Gespräche der beiden so lustig, dass ich laut lachen musste, ein anderes Mal war ich bewegt davon. Musikalisch werden insbesondere die Einleitungen zu den Gesprächen von Klaviermusik untermalt. Insgesamt hat mir ,,Schöne Aussicht Nr.16" sehr gut gefallen und empfehle es hier gerne weiter.

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