Michael De Larrabeiti Die Borribles

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Inhaltsangabe zu „Die Borribles“ von Michael De Larrabeiti

Normale Kinder werden ganz langsam zu Borribles, beinahe ohne es zu bemerken. Aber eines Tages wachen sie auf und es ist geschehen. Es ist gleichgültig, wo sie herkommen, wenn sie nur das haben, was man 'schlechte Voraussetzungen' nennt. Ein Kind verschwindet aus der Schule, und es spricht sich herum, dass es einfach unbelehrbar war. Oder es gibt Geschrei im Supermarkt, und ein Kind, auf frischer Tat als Ladendieb ertappt, wird vom Hausdetektiv abgeschleppt. Solch ein Kind wird vielleicht ein Borrible; es versteckt dann seine spitzen Borribleohren unter einer Mütze und lässt sich nie mehr erwischen. Denn erwischt zu werden, ist das Ende für einen Borrible. Borribles sind Ausgestoßene, die in verlassenen Häusern und Fabriken Unterschlupf finden. Aber im Gegensatz zu den meisten anderen Ausgestoßenen genießen sie ihr Leben und würden mit niemandem anderen tauschen.

Science-Fantasy, düster, martialisch, spannend, teilweise Inkongruent

— Bone

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  • Rezension zu "Die Borribles" von Michael De Larrabeiti

    Die Borribles

    Leserrezension_2009

    28. August 2009 um 09:21

    Im Alter von ungefähr 12 Jahren, wir nennen es gemeinhin Pubertät, ist das „Feindbild“ eines jungen Heranwachsenden meist recht klar: man möchte keinesfalls so sein wie die Eltern, Lehrer oder sonstige, als langweilig und starr empfundene Ordnungshüter, sondern man ist der Ansicht, Anarchist zu sein, rotzfrech und wild sei DAS eigene Recht und die Freiheit schlechthin. Bloß nicht anpassen, sondern lieber ein Leben abseits der verhassten Gesellschaft, in diesem Fall der Londoner Kanalisation mit allen Attributen der Unterwelt. Was von den Lieferwagen „fällt“, gehört demjenigen, der es „findet“. Je gewitzter und ideenreicher man sich dabei anstellt, umso mehr Ansehen hat man in der Gesellschaft der Borribles. Was das ist? Ein Mensch, der beschlossen hat, ab dem oben genannten Alter nicht mehr zu altern, sondern sich für ein Leben abseits der oberirdisch angesiedelten Erwachsenenwelt entschieden hat. Ein Wesen mit spitzen Ohren wie bei einer Elfe, der Flinkheit und rein äußerlich der Statur eines Kindes, mit skurrilen Namen wie Grabscher, Zoff oder Eisenkopf, die einen Rückschluss darauf bieten, auf welche Weise man sich seinen Namen verdient hat. Am liebsten ist allen Borribles das gegenseitige Erzählen von Geschichten, man könnte es auch Prahlen nennen; damit nämlich, auf welch witzige, findige Weise man die Erwachsenen ausgetrickst und das verhasste Ordnungssystem der Oberwelt umgangen hat. Diesem Kindheitstraum der Forever Young and Free - Philosophie trägt die während eines Zeitraums von zehn Jahren entstanden Trilogie von Michael de Larrabeiti Rechnung und jeder Jugendliche wird sich darin vermutlich wiederfinden. Wer möchte auch nicht eine Solidar-Gemeinschaft, in der man keinen Zwängen unterliegt und machen können, wann immer und was immer man möchte? Dass die Polizei eine eigene Borrible-Spezialeinheit bildet, um der Raubzüge der liebenswert detailliert gezeichneten Borribles Herr zu werden, spornt lediglich zu immer fantasiereicherem Vorgehen an und verschafft Anerkennung in den eigenen Reihen. Doch die Welt der Borribles ist auch noch anderweitig bedroht. Die Rumbels, fiese rattenähnliche Wesen von ungefähr der gleichen Größe wie die Borribles, wollen ihnen ihr Revier streitig machen und es kommt immer wieder zu Übergriffen und Kämpfen. Die kleine Gesellschaft fühlt sich irgendwann bedroht und man entschließt sich, den Rumbels in einer großen Rumbeljagd endgültig den Garaus zu machen. Ein fataler Entschluss, denn dieser rau und recht brutal geführte Krieg fordert große Opfer und es gibt auch in den eigenen Reihen Verräter. Die Borribles müssen erkennen, dass Werte wie Freundschaft, Loyalität und Zusammenhalt nicht einfach so vorhanden sind, sondern hart erkämpft werden müssen und es unglaublich hohe Opfer bedeuten kann, wenn man den Rest der Welt als feindselig betrachtet und deren Wertesystem einfach nur negiert ohne konstruktiv etwas Neues aufzubauen, was ein besseres und für alle harmonischeres Zusammenleben ausmachen könnte. Abgesehen vom Lesevergnügen und dem wirklich ideenreichen und witzigen, frechen Fantasy-Roman, der lange Zeit als eine Art Geheimtipp unter Fantasy-Lesern galt und der 1988 wieder neu verlegt wurde, zeigt Michael de Larrabeiti mit dieser Trilogie, die in der Zeit entstand, wo langsam klar wurde, dass die antiautoritären Erziehungsmethoden bei Kindern, die diesen unterworfen waren, gleiche Anzeichen für Frust aufwiesen wie Generationen von Kindern, die zuvor unter autoritärer Erziehung gelitten hatten, ungeschönt die Schattenseiten, die die neu gewonnene Freiheit mit sich brachte. Jugendliche wird die Trilogie begeistern und ältere Leser werden sich schmunzelnd an ihre Jugendzeit erinnern, sich vielleicht fragen, wie viele ihrer eigenen Ideale von früher notwendig gewordenen Kompromissen zum Opfer gefallen sind. Und alle Leser wird das Buch im Idealfall zum Nachdenken anregen, denn die tiefer liegende Thematik des Buches hat nichts von ihrer Aktualität verloren, im Gegenteil. Fazit: ein rundum gelungenes Buch, was in keiner Bibliothek fehlen sollte. Diese Rezension hat Iris eingereicht

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